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Presse
gepostet am: Mittwoch, 03.02.2021, 14:02 Uhr

Tag der Weimarer Republik 2021 – Online-Jubiläumsshow

Der 6. Februar 1919, der Tag des Zusammentritts der verfassungsgebenden Nationalversammlung in Weimar, jährt sich in diesem Jahr zum 102. Mal.
Der Weimarer Republik e.V. nimmt diesen Tag zum Anlass, um den politischen und gesellschaftlichen Neubeginn des Jahres 1919 zu feiern, und lädt daher wie auch in den vergangenen Jahren zum diesjährigen „Tag der Weimarer Republik“ zu einer entsprechenden Veranstaltung ein. Verschiedene Kurzimpulse, Lesungen, Schauspiel und Musik aus unterschiedlichen deutschen Städten wie u.a. Berlin, Hamburg, München, Leipzig und Koblenz werden Sie am 06. Februar 2021 ab 20.15 Uhr durch den Abend führen. Die Veranstaltung,die über die Videokonferenzplattform „ZOOM“ stattfinden wird, wird auch durch einen Redebeitrag unseres Vorstandsvorsitzenden Raimund Grafe unterstützt, der zum Thema „Erich Zeigner und linksrepublikanische Politikkonzepte“ referieren wird.

Weitere Informationen sowie die Zugangsdaten für die Veranstaltung finden Sie auf der Homepage des Weimarer Republik e.V.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung benötigen Sie einen Rechner mit Lautsprecher und Kamera sowie eine stabile Internetverbindung.
Es wird außerdem empfohlen, einige Minuten vor Beginn der Veranstaltung beizutreten, damit eine Teilnahme von Beginn abgesichert ist. Das Mikrofon wird während der Veranstaltung deaktiviert sein, aber der Weimarer Republik e.V. freut sich über Ihre Rückmeldungen, Anregungen und Fragen über den Chat der Plattform.

Wir wünschen einen spannenden Abend und freuen uns über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 25.11.2020, 12:11 Uhr

Antisemitismus im Alltag – Zoom-Seminar & Gespräch

Es ist soweit: unsere Veranstaltungsreihe geht zu Ende. Am 18.12. werden wir zum letzten Mal in diesem Jahr an einem Freitagabend von 18.00 bis 20.00 Uhr für eine gemeinsame Veranstaltung (digital) zusammenkommen und uns mit einem wichtigen Thema der politischen Bildung befassen.

Den thematischen Ausklang in diesem Jahr soll dabei eine Veranstaltung über „ZOOM“ darstellen, die als eine Art Gespräch mit großem interaktivem Potenzial gestaltet wird. Die Referenten und Gesprächspartner des Abends, Marc Schwietring und Sigmount A. Königsberg, werden das Thema „Antisemitismus im Alltag“ anhand von sechs zuvor ausgearbeiteten Thesen besprechen, die ganz bewusst zum Nachdenken anregen und Debatten provozieren sollen.

These 1: „Antisemitismus ist das Gerücht über Juden.“ (Theodor W. Adorno)

These 2: Antisemitismus darf nicht nur auf Rechts- und Linksextremist*innen sowie Islamist*innen externalisiert werden, sondern ist Teil – und somit Problem – der gesamten Gesellschaft.

These 3: In Deutschland gilt derjenige, der auf Antisemitismus hinweist, für viel gefährlicher als der Antisemit selbst.

These 4: Der moderne Antisemit sagt nicht mehr: „Ich hasse Juden!“, sondern „Ich hasse Israel!“ – meint aber das gleiche.

These 5: Antisemitismus gehört zur kulturellen DNA Europas.

These 6: Antisemitismus ist kein Vorurteil, sondern manichäisches Weltbild.

Zusätzlich laden die Redner dazu ein, im Zuge der Anmeldung zur Veranstaltung eigene Fragen oder Thesen zum Thema einzureichen, die dann nach Möglichkeit in den Abend integriert und besprochen werden sollen.

Marc Schwietring ist Politikwissenschaftler, seit 2009 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Universitäten tätig und fokussiert sich in seiner Forschung vor allem auf die Politische Psychologie sowie Rechtsextremismus- und Antisemitismusforschung. An der FU Berlin bietet er Kurse zum Thema Populismus, Nationalismus und Rechtsextremismus an.

Sigmount A. Königsberg, geb. 1960 in Saarbrücken, studierte Kommunikationswissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft an der FU Berlin. Seit 1994 ist er Mitarbeiter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und seit dem 1.9.2017 deren Beauftragter gegen Antisemitismus.

Die Moderation des Abends übernimmt Henry Lewkowitz.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Wir erbitten jedoch eine formlose Voranmeldung bis zu 16.12. (gerne unter Zusendung einer eigenen Frage) für die anschließende Zusendung der Einwahldaten zum Seminar per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

Wir hoffen auf ein spannendes Gespräch.

Presse
gepostet am: Mittwoch, 18.11.2020, 9:11 Uhr

Historisch politische Bildungsarbeit – Abschluss-Fachtagung

Nachdem der Erich-Zeigner-Haus e.V. im vergangenen Jahr einen Leitfaden zur Historisch-politischen Bildungsarbeit veröffentlichte, konnte selbiger in diesem Jahr als Grundlage für eine Workshopreihe dienen, welche nun am 05.12.2020 mit einer Fachtagung zum Abschluss kommen soll.

In vier verschiedenen Städten in Nordsachen – Eilenburg, Torgau, Schkeuditz und Taucha – hatten in den letzten Monaten regelmäßige Zusammentreffen ortsansässiger Multiplikator*innen stattgefunden, welche zur eigenständigen Durchführung erinnerungskultureller Projekte geschult und befähigt wurden. Die Vermittlung von benötigtem Hintergrundwissen ebenso wie wichtigen Tipps sollte den Teilnehmenden das notwendige Handwerkszeug mitgeben. Alle Hinweise und Handreichungen wurden dabei nicht nur theoretisch vermittelt, sondern gleichermaßen praktisch umgesetzt, z.B. in Form von eigener Archivrecherche als Vorbereitung für ein Stolpersteinprojekt. Nun soll eine abschließende Tagung mit allen vier Workshopgruppen sowie weiteren interessierten Multiplikator*innen ein Zusammentragen des Erlernten, eine Vorstellung der erarbeiteten Projekte und eine Vernetzung untereinander ermöglichen.

Hierzu laden die Projektinitiatoren am 05. Dezember ab 10 Uhr (und bis max. 13 Uhr) ein.
Stattfinden wird die Tagung aufgrund des derzeitigen Infektionssgeschehens digital über die Videokonferenz-Plattform „ZOOM“.

Die Teilnahme an der Abschlusstagung ist kostenfrei. Wir bitten um eineverbindliche, formlose Anmeldung bis zum 03.12.2020 per E-Mail an kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de
Eine Zusendung der Einwahldaten erfolgt dann am 03.12. nach Eingang aller Anmeldungen.

Eine vorherige Partizipation an den einzelnen Workshops ist nicht erforderlich.
Auf unsere Website finden Sie weitere Informationen zu unseren Workshops/Multiplikator*innen-Schulungen in Nordsachsen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 05.11.2020, 18:11 Uhr

„Die Bedeutung der katholischen und evangelischen Kirche beim Aufstieg des Nationalsozialismus“ – ZOOM-SEMINAR

Am 20. November um 18 Uhr laden wir zum vorletzten digitalen Seminar im Rahmen unserer diesjährigen Veranstaltungsreihe ein.

Im Rahmen der Online-Veranstaltung bespricht der Referent des Abends, Dr. Dirk Schuster, die Gründe der relativ hohen Unterstützungsrate kirchlicher Amtsträger zugunsten der NSDAP und beleuchtet anschließend näher die möglichen Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen. Dabei wird auch auf die jeweils theologischen Argumentationen zur Unterstützung der Hitler-Partei eingegangen. Anschließend wird in einem zusammenfassenden Überblick die Stellung der einzelnen christlichen Konfessionen gegenüber dem Nationalsozialismus in der Zeit zwischen 1933 und 1945 gegeben.

Dr. Dirk Schuster absolvierte an der Universität Leipzig das Studium der Mittleren/Neueren Geschichte und der Religionswissenschaft. 2016 wurde er an der Freien Universität Berlin mit der Dissertationsschrift „Die Lehre vom arischen Christentum. Das wissenschaftliche Selbstverständnis im Eisenacher »Entjudungsinstitut«“ promoviert. Heute ist er akademischer Mitarbeiter an der Universität Potsdam. Seine Forschung fokussiert sich insbesondere auf die Interdependenzen von Religion und Politik, die Bedeutung von Religion im Nationalsozialismus und neue religiöse Bewegungen.

Die Moderation des Abends übernimmt Maximilian Steinhaus. Er ist Jurist, studierte bis März 2012 Rechtswissenschaften an der FSU Jena und ist bei der Giordano-Bruno-Stiftung als Sprecher für deren Leipziger Regionalgruppe aktiv.

Wie schon in den vergangenen Monaten erbitten wir auch hier eine Voranmeldung zum Online-Seminar per Mail an kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de

Die Zugangsdaten für Zoom werden dann ab dem 18. November versendet.
Wir freuen uns wie immer über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer und auf ein spannendes Online-Seminar.

Das Team vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 22.10.2020, 14:10 Uhr

Gedenkaktion Mahnwache und Stolpersteine Putzen

Es Sind noch 75 Stolperstein-Stellen in Leipzig ohne Putzpaten  II Außerdem das Programm für Leipzig zum Gedenktag am 9. November 2020

Wir suchen noch 75 neue und alte „Putz-PatInnenen“ für die Stolpersteine, die an diesem Tag symbolisch geputzt werden. Wir hoffen auch sehr auf Rückmeldungen von jenen, die bereits seit vielen Jahren eine Patenschaft übernehmen, damit wir die Verteilung besser koordinieren können und sicherstellen können, dass an jedem Stolperstein eine Mahnwache abgehalten und geputzt wird.

Die Mahnwachen und das Stolpersteine Putzen finden am 9. November in der Zeit von 10:00 – 18:00 Uhr statt.

Die vollständigen Biographien zu den Menschen, für die Stolpersteine verlegt wurden, finden Sie auf der Homepage der AG Stolpersteine , in welche auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. Mitglied ist. Zudem sind die Links zu den Biografien in der Tabelle eingefügt.

Programm für Leipzig:

Montag, 9.11.2020:

10:00 Uhr – Symbolischer Auftakt durch die Projektkoordinatoren des Erich-Zeigner-Haus e.V. am Dittrichring 13 (aufgrund der Corona-Verordnungen in diesem Jahr keine öffentliche Veranstaltung)

Von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr findet die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ statt. In diesem Zeitraum werden alle Stolpersteine in Leipzig durch engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger geputzt. Die Mahnwachen können von jeder / von jedem selbst und individuell gestaltet werden. Wichtig ist, dass es nicht darum geht, 8 Stunden lang vor Ort zu sein. In der Regel nehmen sich die Menschen 30 – 60 Minuten Zeit, um die Stolpersteine zu putzen, die Biografien der Opfer des Faschismus zu verlesen und vielleicht durch Blumen, Kerzen, Gedichte oder Musik inne zu halten und zu gedenken. In diesem Jahr dürfen aufgrund der Corona-Pandnemie an den Stolpersteinen maximal 10 Personen aus 2 Haushalten für ihre Mahnwachen und das Putzen der Steine zusammenkommen. Wir bitten darum, alle geltenden Auflagen zum Infektionsschutz zu beachten, Mundnasenmasken zu tragen und Abstände zu wahren.

Wir freuen uns auf Rück- und Anmeldungen von Ihnen und Euch.

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gepostet am: Montag, 19.10.2020, 16:10 Uhr

Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Durch Putzpatenschaften ein Zeichen setzen!

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 13. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Mit Ihnen wollen wir gemeinsam der Menschen gedenken, die Opfer des faschistischen Regimes geworden sind. Durch die Stolpersteine wurden ihre Namen der Vergessenheit entzogen – nun wollen wir diese durch die Putzaktion in der Gesellschaft wieder sichtbar machen.

Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Im Rahmen einer deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich am 9. November zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Putzen der Stolpersteine.

Neben dem gewünschten Gedenken und Mahnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der alljährlichen Stolperstein-Reinigung zudem das Vorbeugen einer zunehmenden Verwitterung der Gedenksteine, deren Inschriften ohne eine regelmäßige Pflege mit der Zeit schlechter erkennbar werden. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Gedenksteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen.

Die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des 9. Novembers 2020 werden im Laufe der nächsten Wochen hier erscheinen. Auch auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Gedenkaktion informieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung.

 

Henry Lewkowitz, Geschäftsführer

Caroline Müller, Projektleiterin Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Termine
gepostet am: Dienstag, 29.09.2020, 11:09 Uhr

Digitale Buchvorstellung – Erstpräsentation von „Zeigners Sozialistica“

Am Freitag, den 09.10.2020, ab 18 Uhr ist es nun soweit: Der Historiker Dr. Manfred Hötzel stellt im Ambiente der Bibliothek Erich Zeigners erstmalig sein Buch „Sozialistica und andere Bücherschätze in der Bibliothek Erich Zeigners“ vor. Die Buchpräsentation der Bibliographie der Bibliothek des ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten und Leipziger Oberbürgermeisters findet aufgrund der derzeitigen Corona-Situation per Live-Übertragung statt.

Über den Zeitraum von mehreren Jahren arbeitete Dr. Manfred Hötzel an der sachlich und chronologisch gegliederten Bibliographie, welche den Leserinnen und Lesern nun eine Übersicht aller gesammelten Bücher, Schriften und weiterer Publikationen, die noch heute im Bestand des ehemaligen Oberbürgermeisters Zeigner zu finden sind, bereitstellt. Neben einer Einleitung zur Geschichte der Bibliothek sowie einer Kurzbiographie über ihren ehemaligen Besitzer enthält das Buch von ca. 360 Seiten Länge auch einen Beitrag zur Arbeit des Erich-Zeigner-Haus e.V., der heute in den Räumlichkeiten des Hauses ansässig ist und regelmäßig zu Bildungsveranstaltungen in die Bibliothekräume Zeigners einlädt.

Dr. Manfred Hötzel studierte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Geschichte, Germanistik und Pädagogik und ist heute pensionierter Historiker und Zeigner-Biograph.
Von 1971 bis 1990 arbeitete er als Lehrer im Hochschuldienst an der Karl-Marx-Universität in Leipzig und befasste sich auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand weiterhin mit historischen wie politischen Themen, insbesondere mit regionalem Bezug.

Die Vorstellung des Buches wird über die Streaming-Plattform „VIMEO“ live übertragen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung über den folgenden Link über das Videoportal Vimeo möglich.

Gerne können Sie der Live-Übertragung überdies über unsere Facebook-Seite oder hier auf unserer Vereinshomepage beiwohnen – das Video der Live-Übertragung wird hierzu spätestens am 09.10. ganz oben auf der Startseite erscheinen.

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend zwischen den Bücherseiten der Zeignerischen Bibliothek mit vielen Zuschauerinnen und Zuschauern.

– das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 10.09.2020, 13:09 Uhr

Online-Seminar „Postkoloniales Erbe, Postkoloniale Verpflichtung“

Am Freitag, den 18. September 2020, findet von 18.00 bis 20.00 Uhr ein Online- Seminar zu dem Thema „Postkoloniales Erbe, Postkoloniale Verpflichtung“ statt.

Obwohl unser alltägliches Leben von „postkolonialen Kontinuitäten“ geprägt ist, wird bei der Thematisierung von Rassismus oft nicht genug der Zusammenhang zwischen dem kolonialen Erbe Europas und Deutschlands, und den aktuell bestehenden Herrschafts-, Ausbeutungs- und Machtverhältnissen auf einer strukturellen Ebene berücksichtigt.

Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Demokratie versus Rechtsextremismus und Rechtspopulismus – Aktuelle Herausforderungen für Staat und Gesellschaft“, wirft das Online- Seminar am Freitag einen Blick auf das „Postkoloniale Erbe“ und die damit einhergehenden kulturellen Dispositionen, die bis heute nachwirken.

Wir freuen uns auf die Referierenden, Jona Elisa Krützfeld und Max Wegener, die im Rahmen eines Vortrages die Aktualität und Bedeutung von postkolonialen Strukturen verdeutlichen werden. Anschließend soll in einer gemeinsamen Diskussion darauf eingegangen werden, wie es gelingen kann, einen reflektierten und kritischen Umgang mit den eigenen Privilegien, verinnerlichten Herrschaftsstrukturen und rassistischen Stereotypen zu lernen. Die Moderation des Abends übernimmt Raimund Grafe.

Jona Elisa Krützfeld ist Kulturwissenschaftlerin und Verlegerin im Akono Verlag für zeitgenössische afrikanische Literaturen. Außerdem ist Sie als Aktivistin bei Leipzig Postkolonial und Vorständin beim Engagierte Wissenschaft e.V. tätig.

Max Wegener studierte African Studies und ist als politischer Bildner im Bereich der Aufarbeitung der Kolonialgeschichte aktiv. Sein Forschungsgebiet ist die Institutionsgeschichte und deren postkoloniale Kontinuitäten.

Raimund Grafe studierte Geschichte, Politik und Wirtschaft. Danach arbeitete er im Sächsischen Landtag und im Sächsischen Wirtschaftsministerium. Grafe ist Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V. und gegenwärtig Abteilungsleiter in der Thüringer Staatskanzlei.

Das Online-Seminar wird über die Videoplattform Zoom stattfinden.

Bitte melden Sie sich vorher über die Mailadresse: kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de zur Teilnahme am Online-Seminar an, die Zugangsdaten werden Ihnen dann einige Tage vor der Veranstaltung per E-Mail zugeschickt.

 

Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei.

Wir freuen uns über jede Anmeldung!
Das Team des Erich Zeigner Haus e.V.

Termine
gepostet am: Freitag, 14.08.2020, 10:08 Uhr

Workshopreihe: Historisch-Politische Bildungsarbeit

Im September und Oktober finden in Eilenburg, Taucha, Schkeuditz und Torgau jeweils drei Workshops ab 17.00 Uhr statt, bei denen engagierte Menschen eine Orientierung bekommen, welches Handwerkszeug und Hintergrundwissen es bedarf, um eigene erinnerungskulturelle (Jugend-) Projekte zu initiieren und durchzuführen.

Als Bildungs- und Begegnungsstätte für historisch-politische Bildung ist der Erich-Zeigner-Haus e.V. in Leipzig ein Ort nachhaltiger Erinnerungsarbeit in Sachsen. Zu diesem Thema und seiner Arbeit veröffentlichte der Verein 2019 einen Leitfaden. Dieser soll nun als ein drei-Tages Workshop für Interessierte aufbereitet und angeboten werden. Auf dessen Grundlage werden die Teilnehmenden der Workshops befähigt, selbst in ihren Orten erinnerungskulturelle Projekte zu initiieren und durchzuführen. Die Teilnehmenden bekommen eine Orientierung, welches Handwerkszeug und Hintergrundwissen es bedarf, um so ein Projekt ins Leben zu rufen. Dabei werden sie selbst zu einem NS-Opfer recherchieren, um einen Stolperstein verlegen zu können.

Termine:

Eilenburg: 09.09.2020; 16.09.2020; 23.09.2020  —  Mehrgenerationenhaus Arche Eilenburg, Nikolaiplatz 3, 04838 Eilenburg
Taucha: 10.09.2020; 17.09.2020; 24.09.2020b  —  Räumen des Diakonats der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Taucha-Dewitz-Sehlis, Rudolf-Winckelmann-Straße 3, 04425 Taucha
Schkeuditz: 28.09.2020; 07.10.2020; 14.10.2020  —  Kolonnaden am Rathaus, Rathausplatz 3, 04435 Schkeuditz
Torgau: 01.10.2020; 08.10.2020; 15.10.2020  —  Soziokulturelles Zentrum Kulturbastion, Straße der Jugend 14B, 04860 Torgau

Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt online per Anmeldeformular über unsere Homepage.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Jugendprojekte
gepostet am: Dienstag, 11.08.2020, 14:08 Uhr

Einweihung einer Gedenktafel für die jüdische Familie Rotter

Am Donnerstag, den 29.10.2020, wird ein Projekt zum Abschluss kommen, welches wir im Verlauf der vergangenen Monate vorbereitet, begleitet und durchgeführt haben.
Im Rahmen des Projektes beschäftigten sich Schüler*innen des Neuen Nikolaigymnasiums mit der jüdischen Familie Rotter, für die nun eine Gedenktafel eingeweiht werden soll. Das Datum für die Einweihung der Gedenktafel wurde deshalb gewählt, da an eben diesem Tag vor 98 Jahren die Einweihung des Sportgeländes des jüdischen Sportvereins SK Bar Kochba in der Delitzscher Straße stattgefunden. Diesen Sportverein hatte das Oberhaupt der Familie Rotter vor 100 Jahren, im Jahre 1920, gegründet. 2018 hatten wir bereits in Zusammenarbeit mit dem DGB-Stadtverband zur Erinnerung an die Zerstörung der Geschäftsstelle des SK Bar Kochba in der Elsterstraße 7 eine Gedenkstele errichtet. Das damalige Projekt regte daraufhin eine intensivere Recherche zur Geschichte der jüdischen Familie Rotter an.

Durch die Gedenktafel soll nun unter anderem an das Engagement und an die Arbeit der Familie erinnert werden. Die einzelnen Familienmitglieder, deren Namen auf der Tafel zu lesen sein werden, waren nicht nur in die Arbeit des SK Bar Kochba involviert, sondern unterstützen zudem den Familienbetrieb in der Leipziger Innenstadt. Gedacht werden soll dem engsten Familienkreis – Adolf Rotter, seiner Ehefrau Eugenie Rotter (geb. Hein), sowie ihre vier gemeinsamen Söhne – Joseph, Curt, Otto und Fritz Egon Rotter.
Da sich die
„Rauchwarengroßhandlung Rotter“ damals im „Brühl 33“ befand, werden wir am 29. Oktober an der Hausfassade des dort heute befindlichen Gebäudes stellvertretend die Gedenktafel für die Familie anbringen lassen.

Auch wenn wir in diesem Jahr unsere Projektrecherche und -treffen teilweise in den digitalen Raum verlagern mussten, konnten wir trotzdem erfolgreich mit den Unterlagen aus dem Leipziger Staatsarchiv arbeiten und den Schüler*innen einen Einblick in originale Unterlagen gewähren.

Die Jugendlichen sollen nun noch mit einem selbst erstellten Flyer, indem ein Überblick über die Biografie, die Arbeit und das Engagement der Familie aufgeführt sein wird, Spenden für die Finanzierung der Gedenktafel sammeln gehen.

Wir möchten alle Interessierten herzlich zur feierlichen Einweihung der Gedenktafel am 29.10.2020 um 16 Uhr am „Brühl 33“ einladen. Die Einweihungsveranstaltung findet draußen und unter Berücksichtigung der aktuellen Auflagen zum Infektionsschutz statt.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem DGB-Stadtverband durchgeführt und von der Holger-Koppe-Stiftung gefördert.

 

– Das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

 

Presse
gepostet am: Freitag, 03.07.2020, 13:07 Uhr

Online-Seminar zum Thema „Rechtsextremismus im Fußball“

Am Freitag, den 17. Juli 2020, findet von 18:00 bis 20:00 Uhr ein Online-Seminar zum Thema „Rechtsextremismus im Fußball“ statt.

Das Online-Seminar soll zeigen, dass die rechte Szene im Fußball in den letzten Jahren stark zugenommen hat.
Vor allem in der heutigen Zeit, zeigt sich, wie stark und präsent der Rechtsextremismus in Vereinen ist. Oftmals bringen sich Fans, aber auch Spieler damit in Verbindung. Rechtsextremismus begleitet den Fußball, sei es z.B. auf der Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Spiel, in internen Bereichen der Vereine oder aber auch direkt im Stadion. In unserer Veranstaltung wollen wir auf die Aussage „Rote Karte für Nazis“ eingehen und uns mit der Geschichte der rechten Szene im deutschen Fußball auseinandersetzen.
Es stellt sich hierbei unter anderem die Frage, betrifft das Thema nur die „Hooliganszene“ im Fanbereich in Vereinen oder wird dieser Begriff „Rechtsextremismus im Fußball“ ganz anders definiert?

Die aufgeführten Themen werden in einem Vortrag von dem ausgewiesenen Experten Ronny Blaschke, der bei dieser Veranstaltung als Referent tätig sein wird, analysiert und wiedergegeben. Doch der Sinn und Zweck dieser Veranstaltung ist die Diskussion untereinander. Wir wollen, dass Menschen zusammenkommen und darüber diskutieren, wie eine Freizeitbeschäftigung für Männer, Frauen, Kinder und Familien in das rechte Milieu abrutschen konnte und was dagegen unternommen werden kann bzw. was bereits dagegen unternommen wird. Diese Diskussion wird durch unseren Moderator PD Dr. Nils M. Franke geleitet.

Ronny Blaschke, studierte von 2001 bis 2004 Sport- und Politikwissenschaften an der Universität Rostock und ist heute als freier Journalist für die Süddeutsche Zeitung, die Berliner Zeitung, die Frankfurter Rundschau und das Deutschlandradio in Berlin tätig.
Außerdem interessiert er sich für die gesellschaftlichen Hintergründe des Sports und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.

PD Dr. Nils M. Franke, ist Kulturwissenschaftler, Historiker sowie Leiter des Wissenschaftlichen Büros Leipzigs.
Seit 20 Jahren arbeitet er zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes und ist einer der bekanntesten Umwelthistoriker Deutschlands.

Das Online-Seminar wird über die Videplattform Zoom stattfinden. Deshalb bitten wir um eine verbindliche Anmeldung, indem Sie uns ihre E-Mail Adresse an folgenden Kontakt schicken: kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de
Im Vorfeld des Online-Seminar werden die Zugangsdaten dann von uns an alle Angemeldeten verschickt. Damit können Sie dann teilnehmen.

Wir freuen uns über jede Anmeldung.

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig und dem Leipzig.Courage zeigen e.V.

 

– Das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

Jugendprojekte
gepostet am: Montag, 15.06.2020, 13:06 Uhr

Eine Gedenktafel für das Ehepaar Zistler – „Stille Helden“-Projekt kommt zum Abschluss

Am Samstag, den 20.06.2020, soll um 17 Uhr eine Gedenktafel für die „Stillen Helden“ Anna Amalia und Isidor-Helmut Zistler im Poetenweg 12a (Leipzig-Gohlis) eingeweiht werden.

Isidor-Helmut wurde am 01.10.1908 geboren und kam aus Anger-Crottendorf in Leipzig. Er war Inhaber eines kleinen Lebensmittelgeschäftes und arbeitete zeitweise zusätzlich als Schauspieler, Sänger und Sprecher am Operettentheater sowie beim Schauspielhaus Sophienstraße. Er wurde aufgrund seines als jüdisch bekannten Vornamens „Isidor“ rassistisch verfolgt, von der Gestapo misshandelt und zwischenzeitlich verhaftet. Seine Ehefrau, Anna Amalia (geb. Buchheim), wurde am 10.10.1878 geboren, war Sängerin in der Großen Leipziger Gemeindesynagoge in der Gottschedstraße und arbeitete als Pädagogin an der Leipziger Theaterschule.

Nach Kriegsbeginn beteiligte sich das Ehepaar am Leipziger Rettungswiderstand jüdischer Menschen. Obwohl sie sich dabei selbst einem großen Sicherheitsrisiko aussetzten, bewies das Ehepaar Zivilcourage und Solidarität, indem es verfolgten Menschen Unterschlupf gewährleistete oder sie finanziell unterstützte. Insgesamt versteckten sie fünf Menschen in ihrer Wohnung. Wenngleich ihre Hilfsaktionen nie aufgedeckt wurden, flohen die beiden 1954 gemeinsam nach Westberlin, wo sie nach Möglichkeit Gesang unterrichteten. Obwohl der Berliner Senat ihre Leistungen und ihren uneigennützigen Einsatz „ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit“ anerkannte, führten sie ein von körperlichen Leiden und finanziellen Nöten geprägtes Leben.

Das Projekt fand im Laufe des vergangenen Jahres in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern des Neuen Nikolaigymnasiums statt und wurde vom Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ durch den Freistaat Sachsen gefördert.

Zur Teilnahme an der Gedenktafeleinweihung entsprechend der aktuellen Auflagen zum Infektionsschutz möchten wir herzlich einladen.

Weitere Informationen zum Schicksal der „Stillen Helden“ Zistler finden Sie unter der Kategorie „Jugendprojekte“.

 

Jugendprojekte
gepostet am: Dienstag, 09.06.2020, 9:06 Uhr

Ein Stolperstein für Sally Wittelson – Verlegung am 11.06.2020

Am kommenden Donnerstag, den 11.06.2020, werden wir erneut einen Stolperstein verlegen.
In Erinnerung an den Leipziger Juden Sally Wittelson wollen wir in der Endersstraße 9 in Leipzig-Lindenau um 14 Uhr einen Gedenkstein in den Gehweg einlassen.


Sally Wittelson wurde am 17.12.1907 als Sohn von Isaak Mayer Wittelson und Rosa Gela Jakubowitz in Leipzig geboren. Er hatte vier Geschwister, darunter eine Halbschwester, war Mitglied der Israelitischen Religionsgemeinde und besaß die polnische Staatsbürgerschaft. Nach dem Besuch der Volks- und Handelsschule erlernte er den Beruf des Kürschners und sammelte anschließend berufliche Erfahrungen in Leipzig, Berlin und Paris. Doch nach seiner Rückkehr nach Leipzig zog er 1930 einen Schlussstrich unter seine bürgerliche Vergangenheit und engagierte sich zunehmend politisch. So war er vor allem der kommunistischen Arbeiterbewegung zugewandt, wurde Mitglied der Roten Hilfe und der KPD und war bis 1932 hauptamtlich in der sächsischen Bezirksleitung des Kampfbundes gegen den Faschismus tätig. Im April 1933 wurde er erstmals von den Nazis verhaftet. Nach seiner Emigration in die Tschechoslowakei 1934 war er anschließend als geheimer Kurier im kommunistischen Widerstand aktiv, was zu einer weiteren Haftstrafe führte.

Nach seiner Freilassung meldete Sally sich als Soldat bei den Internationalen Brigaden und kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg. Nach Ende des Bürgerkrieges überquerte er als internationaler Flüchtling die Pyrenäengranze und lernte auf französischer Seite in einem Veteranen- und Versehrten-Heim der Spanienkämpfer Betty Rosenfeld kennen, eine jüdische Krankenschwester, die sich ebenfalls freiwillig zur Unterstützung der Internationalen Brigaden gemeldet hatte. Die beiden wurden ein Paar und lebten einige Zeit in Südfrankreich, ehe sie im Juni 1939 von der französischen Regierung interniert, in das angrenzende Lager Gurs gebracht und letztlich durch eine Verlegung in unterschiedliche Lager voneinander getrennt wurden. Erst 1942 sahen sich die beiden im Sammellager Drancy wieder. Zusammen mit tausenden Gefangenen wurden sie von dort in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dieses erreichte ihr Zug am 09. September. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Sally diesen Tag überlebte.

Die Verlegung des Gedenksteins für Sally Wittelson wird unter Einhaltung der aktuell gültigen Auflagen zum Infektionsschutz durchgeführt.

Presse
gepostet am: Donnerstag, 14.05.2020, 11:05 Uhr

Kommunikationsstrategien der Neuen Rechte im Internet – ONLINE-SEMINAR

LIVE ONLINE-SEMINAR am 29. Mai 2020 von 18:00 bis 20:00 Uhr

Referent: Stefan Rochow
Moderation: PD Dr. Nils M. Franke

Das Internet, vor allem die Sozialen Netzwerke, ist mittlerweile ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Die Möglichkeit, sich online jederzeit zu vernetzen und auszutauschen stellt aber nicht nur für Privatpersonen eine Erleichterung in Sachen Kommunikation dar, sondern ermöglicht auch einen vereinfachten Austausch für Personen mit politischer Agenda. Doch wenn es um Kommunikation im Netz geht, werden Themen wie Rassismus, Antisemitismus und rechtsextremistisch motivierter Hass und Hetze meist nicht thematisiert. Dabei ist das Internet für Rechtsextremisten mittlerweile das Propagandamedium Nummer 1 – vor allem das soziale Netzwerk Facebook können rechte oder rechtsextremistische Parteien, wie die NPD oder die AfD, und rechte oder neurechte Gruppierungen, wie die Identitäre Bewegung, Pax Europa oder die Einprozent-Bewegung, zu ihrem Vorteil nutzen. Auf den Social Media Plattformen haben sie die Möglichkeit, insbesondere junge Menschen mit dem Ziel der Mobilisierung, Einschüchterung oder Rekrutierung zu erreichen. In einem Vortrag soll auf die unterschiedlichen Kommunikationsstrategien Rechter im Netz eingegangen und dabei aufzeigt werden, wie soziale Netzwerke zur Verbreitung von rechter Propaganda, Hass oder Hetze genutzt werden. Anschließend wollen wir uns im Rahmen einer Diskussion zum Thema austauschen.

Der Referent des Abends, Stefan Rochow, Jahrgang 1976, arbeitet als freier Journalist, Publizist, Referent und Blogger. Nachdem er selbst bis 2008 weit rechts stand, bei der NPD aktiv war und sich in rechtsextremen Vereinigungen engagierte, konvertierte er 2009 zur katholischen Kirche und begann ein Fernstudium der katholischen Theologie. Heute ist er u.a. freier Mitarbeiter des Programmes EXIT, das Personen beim Ausstieg aus der rechtsextremen Szene unterstützt, und setzt sich auch in seiner journalistischen Arbeit viel mit den Themen Totalitarismus, Religion und Politik auseinander.

Moderieren wird den Abend der Historiker, Kultur- und Kommunikationswissenschaftler PD Dr. Nils M. Franke, der seit 2005 als Leiter des Wissenschaftlichen Büros Leipzig arbeitet. Seine Forschungsgebiete sind die Geschichte der Medizin, Natur- und Umweltschutz sowie Rechtsextremismus und –populismus.


Das LIVE-ONLINE-SEMINAR kann über VIMEO sowie über die Facebook-Seite des Erich-Zeigner-Haus e.V. mitverfolgt werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Wir freuen uns auf viele Zuschauer*innen und einen interessanten Abend!

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Förderverein Ökologische Freiwilligendienste e.V. und mit freundlicher Unterstützung durch den VVN-BdA Leipzig e.V.

Die technische Umsetzung der Veranstaltung wird ermöglicht durch die Unterstützung des Leipziger Livestream-Anbieters ‚Streamio‘.

Presse
gepostet am: Dienstag, 28.04.2020, 10:04 Uhr

Stolpersteine Putzen zum „Tag der Befreiung“ – 75. Jahrestag der Befreiung

Gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ möchten wir anlässlich des diesjährigen Tages der Befreiung am 08. Mai zu einer dezentralen Stolperstein-Putzaktion aufrufen.

Durch das Putzen der Stolpersteine in ganz Leipzig wollen wir an all jene erinnern, die im Nationalsozialismus ums Leben gekommen sind, verfolgt oder vertrieben wurden. Das Putzen der Steine steht dabei sinnbildlich für das Erinnern an die individuellen Schicksale aller Opfer und soll uns nicht nur erneut ins Gedächtnis rufen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können, sondern uns gleichermaßen mahnen, an demokratischen Werten festzuhalten und für Weltoffenheit, Toleranz und Zivilcourage einzustehen.

Auch oder auch gerade in der aktuell schwierigen Zeit, wollen wir uns daran erinnern, dass wir miteinander solidarisch sein müssen. Unsere Aktion findet daher dezentral statt und ist somit auch mit dem Infektionsschutz vereinbar, um für den Schutz aller zu sorgen.


Alle, die sich am Putzen der Stolpersteine beteiligen möchten, sind herzlich dazu eingeladen, sich auf unserer Homepage über die Verlegeorte der Leipziger Stolpersteine zu informieren und sich einen Gedenkstein zum Putzen auszusuchen. Auf der gleichen Seite findet sich auch eine Anleitung zum Putzen der Steine.

Zusammen mit dem Aktionsnetzwerk wollen wir das dezentrale Putzen an diesem Tag um 16 Uhr stellvertretend am Stolperstein von Kurt Günther in der Kurt-Günther-Straße 12 beginnen.
Da die Aktion dezentral stattfindet, kann das Putzen aller anderen Steine soll jedoch ganztägig stattfinden und kann daher auch schon vorher erfolgen.

75 Jahre nach der Befreiung ist es an der Zeit, dass der 8. Mai ein bundesweiter regulärer Feiertag wird. Nur wenn wir uns mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen und diese aufarbeiten, können wir Veränderungen bewirken, unsere geschichtliche Verantwortung übernehmen und daran erinnern, dass Hass und Ausgrenzung keine Platz in unserer Gesellschaft haben dürfen.

Wir freuen uns über alle, die an dieser Aktion teilnehmen und gemeinsam mit uns an den unterschiedlichsten Stellen in Leipzig erinnern wollen.

 

Presse
gepostet am: Donnerstag, 23.04.2020, 14:04 Uhr

Die Bibliothek Erich Zeigners – Veröffentlichung & Erstpräsentation

Auch in diesem Jahr wird der Erich-Zeigner-Haus e.V. eine eigene Publikation herausbringen. Im Sommer wird die Bibliographie der Bibliothek Erich Zeigners veröffentlicht werden, die von Zeigner-Biograph und Historiker Dr. Manfred Hötzel verfasst wurde.

In seiner Publikation „Sozialistica und andere Bücherschätze in der Bibliothek Erich Zeigners“ präsentiert Dr. Manfred Hötzel ein Verzeichnis aller Bücher, Schriften und weiterer Publikationen, die im Besitz Erich Zeigners oder seiner Familie waren und immer noch im Bestand des Erich-Zeigner-Hauses in seiner Funktion als offenes Museum vorhanden sind. Neben Dr. Manfred Hötzel als Hauptautor waren außerdem Dr. Till Böttger, Jörg Künzelmann, Henry Lewkowitz, Caroline Müller, Cornelia Müller, Gloria Pfister, Felix Ihlow und Reinhard Wohlfahrt bei der inhaltlichen Auflistung der Titel beteiligt. Die Grafikerin Mendy Gleissner unterstützte das Projekt bei der Gestaltung.

Ein besonderes Augenmerk der Bibliographie liegt auf den sogenannten „Sozialistica“ – den sozialistischen Schriften, die für Erich Zeigners politisches Profil kennzeichnend waren. Nichtsdestotrotz finden die Leserinnen und Leser der Bibliographie auch zahlreiche Schriften zu vielen anderen Themenbereichen sowie belletristische Literatur verzeichnet. Bestimmte Titel und Autoren wurden von Dr. Hötzel kommentiert, um dem Leser/der Leserin das zeitgenössische Umfeld des Autors oder den Inhalt des betreffenden Werkes deutlicher zu machen.

An die Bibliographie der Bibliothek Erich Zeigners schließt sich zudem eine Kurzbiographie Erich Zeigners sowie ein Vereinsprofil des Erich-Zeigner-Haus e.V. an. Somit gibt das Werk einerseits durch eine Übersicht des Literaturbestandes Erich Zeigners, andererseits durch die Zusammenstellung entscheidender biographischer Daten einen tiefgreifenden Blick auf Erich Zeigner als Person im privaten wie auch im politischen Kontext. Durch die Darlegung der Vereinsgeschichte bis hin zur aktuellen Vereinsarbeit des Erich-Zeigner-Haus e.V. wird deutlich, warum die politischen Handlungen dieses für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts bedeutsamen Politikers nicht nur namentlich, sondern auch inhaltlich für das Profil des Vereines in der Gegenwart verantwortlich sind. Leserinnen und Leser können somit verstehen, was die historisch-politische Bildungsarbeit des Vereins „im Sinne Erich Zeigners“ meint und was es heißt, aktiv Zivilcourage zu stärken und erinnerungskulturelle Projekte sowie deren politische Bedeutung für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Die Bibliographie Erich Zeigners wird voraussichtlich im Juli veröffentlicht – dem Tag, an dem Zeigner zum Oberbürgermeister ernannt wurde – und anschließend über den Passage-Verlag zu erhalten sein. Die Erstpräsentation der Bibliographie wird am 09. Oktober stattfinden. Wir hoffen, dass wir zu diesem Anlass wieder zu Veranstaltungen in das Erich-Zeigner-Haus einladen können. Aktuelle Informationen werden vorab hier auf der Homepage sowie auf der Facebookseite des Vereins geteilt werden.

Presse
gepostet am: Montag, 20.04.2020, 14:04 Uhr

EHRUNG GEORG ELSERS – SPENDENAUFRUF – UMBENENNUNG DER GASTHOFBRÜCKE

Obwohl die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sowie die damit verbundenen Einschränkungen auch uns beschäftigen, geht die Projektarbeit für uns weiter. Eines der Projekte, die wir aktuell unterstützen, ist die Umbenennung der Gasthofbrücke in Lindenau (nahe der Musikalischen Komödie) in „Georg-Elser-Brücke“, die am 01. September 2020 (Weltfriedenstag) realisiert werden soll. Nachdem eine Brückenumbennung über mehrere Jahre versucht wurde, konnte nun die Genehmigung der Stadt eingeholt werden. Entscheidend für den Erfolg war das jahrelange Engagement des Projektinitiators und früheren Sprechers des Leipziger Komitees für Gerechtigkeit e.V., Dr. Hans-Joachim Wienhold, sowie die Unterstützung durch den Stadtrat Marco Götze (DIE LINKE). In Form zweier Namenstafeln an den Seiten der Brücke soll zukünftig an das Engagement Georg Elsers, einem herausragenden Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, erinnert werden.

Georg Elser verübte am 08. November 1939 ein alleinig vorbereitetes Attentat auf Hitler und andere führende Nationalsozialisten bei deren Zusammenkunft im Münchner Bürgerbräukeller. Der von Elser selbst gebauter Sprengkörper, den er zeitgesteuert explodieren ließ, detonierte erfolgreich, führte jedoch nicht zum Tod von Hitler oder seinen hochrangigen Anhängern, die unplanmäßig eine vorzeitige Abreise antraten. Elser selbst wurde bei seiner Flucht in die Schweiz an der Grenze als Verdächtiger verhaftet und der Gestapo ausgeliefert. Nach schwerer Folter gestand er seine Alleintat, wurde aber dennoch zunächst zum „Agenten des englischen Geheimdienstes“ erklärt und als „Sonderhäftling“ für einen Schauprozess nach dem „Endsieg“ im KZ Sachsenhausen und im KZ Dachau gefangen gehalten. Auf Befehl Hitlers wurde er im KZ Dachau am 09. April 1945 erschossen.

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. möchte dieses Projekt zur Ehrung des Engagements des Hitler-Attentäters gerne unterstützen.
Wir rufen daher zu Spenden auf, um die Anfertigung der Gedenktafeln zu ermöglichen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf insgesamt 1.500 €.

Wer das Projekt finanziell unterstützen will und kann, kann dies über folgende Bankverbindung tun:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.
IBAN: DE94 860 555 92 11 002 798 96
Verwendungszweck: Namenstafeln Georg-Elser-Brücke

 

Wir bedanken uns vorab für jede Spende!

Das Team vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

Termine
gepostet am: Dienstag, 10.03.2020, 13:03 Uhr

ABGESAGT – Flashmob zum Erinnern an die Abwehr des Kapp-Lüttwitz-Putsches 1920

Aufgrund der aktuellen Entwicklung um das Coronavirus muss die Aktion abgesagt werden.

Nachdem am 13. März 1920 unter dem Befehl rechtsextremer Offiziere Truppen in Berlin einmarschiert waren und das Regierungsviertel besetzten, wurde die rechtmäßige Regierung abgesetzt und die Hauptstadt geriet vorerst in die Hände von Wolfgang Kapp und General Walther von Lüttwitz. Von Berlin aus versuchten Kapp und Lüttwitz, das gesamte Land unter ihre Kontrolle zu bringen. Doch dieses Vorhaben scheiterte – die Gewerkschaften und die linken Parteien SPD und USPD riefen zum Generalstreik auf, dem sich auch der Beamtenbund, die Kommunisten und liberal-bürgerliche Kräfte sowie Teile der Ministerialbürokratie anschlossen. Schon am 15. März stand das öffentliche Leben im ganzen Reich still. Die Putschisten ergriffen zum Teil drakonische Maßnahmen, es kam zu Verhaftungen, Misshandlungen und Erschießungen – doch innerhalb weniger Tage war der Angriff auf die Demokratie erfolgreich abgewehrt.

Der Weimarer Republik e.V. ruft vom 13.-15. März 2020 in insgesamt 18 Städten zum gemeinsamen Erinnern an die Verteidigung der Demokratie auf! Im Rahmen von Flashmobs, die an öffentlichen Orten, zentralen Plätzen und Hauptbahnhöfen in ganz Deutschland stattfinden werden, soll an den erfolgreichen und entschlossenen Widerstand demokratischer Kräfte als Reaktion auf den Kapp-Lüttwitz-Putsch erinnern, dessen Ziel die Beseitigung der gerade errungenen Demokratie war.

Wir rufen zur Teilnahme am Flashmob auf, um gemeinsam mit dem Weimarer Republik e.V. daran zu erinnern, dass es auch heute noch wichtig ist, unsere Demokratie gegen Angriffe aller Art zu verteidigen. Die Terroranschläge von Hanau und Halle sowie der Mord an Walter Lübcke zeigen, wie wichtig es ist, dass wir unsere demokratischen Werte aufrechterhalten und verteidigen – denn Versuche, diese anzugreifen, gibt es immer wieder.

Wann?       Samstag, 14. März 2020 um 14.30 Uhr
Wo?            Leipziger Hauptbahnhof, Querbahnsteig

Mehr Informationen zur Veranstaltung und allen UnterstützerInnen der Aktion können unter www.weimarer-republik.net oder auf der Facebookseite des Weimarer Republik e.V. abgerufen werden.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 20.02.2020, 11:02 Uhr

„Volksaufstand & Katzenjammer. Zur Geschichte des Populismus“ – Buchvorstellung und Diskussion

Anlässlich der Leipziger Buchmesse wird  Kolja Müller  am 13. März 2020 ab 19 Uhr sein neues Buch „Volksaufstand und Katzenjammer. Zur Geschichte des Populismus“, das erst einen Tag zuvor vom Wagenbach-Verlag herausgegeben wird, in unseren Räumlichkeiten vorstellen. Anschließend soll eine Diskussion zum Thema stattfinden.

Die westliche Welt wird gegenwärtig von einer Welle des Populismus ergriffen: Soziale Bewegungen, Parteien bis hin zu Staatspräsidenten beanspruchen für sich, das Volk gegen die »Eliten« zu vertreten.Schon Niccolò Machiavelli, Friedrich Schiller, Richard Wagner, Friedrich Engels und Karl Marx haben die Probleme von populistischen Bewegungen nachgezeichnet. Kolja Möller nutzt die historischen Erkenntnisse für eine Gegenwartsanalyse, die zeigt, wie der Populismus als Politikform funktioniert: Was ist unter »Populismus« zu verstehen? Wie schwankt der Appell ans Volk zwischen demokratischer und autoritärer Politik? In welchem Verhältnis steht der Populismus zur Verfassungsordnung, und welche Kommunikationstechniken wenden rechtspopulistische Bewegungen heute an? Das Buch skizziert die Hoffnung, dass ein guter Aufstand, der sich an den Widersprüchen unserer Zeit – wie Klimawandel und Globalisierung – orientiert, die autoritäre Welle noch einholen könnte.

Kolja Müller forscht am Zentrum für europäische Rechtspolitik der Universität Bremen zur Verfassungs- und Staatslehre sowie zur politischen Theorie und Soziologie. Zuvor arbeitete er unter anderem am Exzellenzcluster ››Normative Ordnungen‹‹ der Universität Frankfurt, war Research Fellow an der Universität Brasilia und der University of New South Wales in Sydney.

Die Moderation des Abends übernimmt Elsa Koester, Redakteurin der Wochenzeitung ‚der Freitag‘.

Wir freuen uns wie in jedem Jahr auf viele bücherbegeisterte und diskutierfreudige Besucher und Besucherinnen.

Der Eintritt ist frei.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 19.02.2020, 10:02 Uhr

Stolpersteinverlegungen im Leipziger Land am 27.02.2020

Nachdem im November vergangenen Jahres bereits erfolgreich Stolpersteine in Schkeuditz, Störmthal und Leipzig verlegt werden konnten, sind nun für Donnerstag, den 27. Februar 2020, die nächsten Stolpersteinverlegungen geplant. An diesem Tag werden drei unserer vereinseigenen Projekte ihren Abschluss finden und in drei verschiedenen Städten im Leipziger Land Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt.

Erster Stolperstein für ein Opfer der NS-Euthanasie in Naunhof

Die erste Verlegung wird um 14:00 Uhr in Naunhof stattfinden. Die SchülerInnen des Freien Gymnasiums Naunhof haben seit Beginn des neuen Schuljahres im Rahmen regelmäßiger Projekttreffen zu Arthur Alfred Kieschnick, einem Opfer der NS-Euthanasie, recherchiert. Die Recherche war verbunden mit einer Exkursion in das Leipziger Staatsarchiv, sodass den Jugendlichen ein Einblick in die Originalakten ermöglicht wurde. Ergänzend zur eigenen Recherche erhielten die SchülerInnen eine theoretische Einführung in die Geschichte der NS-Euthanasie. Demnächst soll zudem noch ein Zeitzeugengespräch stattfinden. Nachdem erfolgreich Spenden gesammelt wurden und der Gedenkstein für Arthur Kieschnick angefertigt werden konnten, wollen die Jugendlichen gemeinsam mit allen interessierten BürgerInnen Naunhofs durch Verlegung des Steines an das Schicksal Arthur Kieschnicks erinnern. Die Verlegung findet vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der Gartenstraße 17 statt.

Zeitzeugin meldete 4. Opfer der Euthanasie aus Geithain

Die SchülerInnen vom Internationalem Gymnasium Geithain wollen ebenfalls einen Stolperstein für ein Opfer der NS-Euthanasie verlegen. Bereits im Mai letzten Jahres konnte auf diese Weise an drei Menschen erinnert werden, die durch die NS-Euthanasie ihr Leben verloren haben. Nach der Verlegung meldete sich eine Frau aus Israel, die durch die Geithainer Lokalnachrichten auf die Verlegung aufmerksam geworden war, und teilte uns mit, dass ihre Tante, Wella Elfriede Müller, ebenfalls ein Opfer der Euthanasie geworden war. Diese Meldung der Nachfahrin begründete ein weiteres Stolpersteinprojekt in Geithain, welches wir nun zu Beginn des Jahres im Rahmen einer Projektwoche am Internationalen Gymnasium gemeinsam mit 24 SchülerInnen durchführen konnten. Bevor die Verlegung um 14.50 Uhr in der Dresdner Str. 16 beginnt, werden die SchülerInnen von 09:10 bis 10:40 Uhr noch ein Zeitzeugengespräch mit der extra aus Israel angereisten Nichte, Brigitta Haim-Müller, in der Schule führen.

Erinnern an verfolgte Groitzscher Jüdin

Die letzte Stolpersteinverlegung am 27. Februar wird dann in Groitzsch stattfinden. Nachdem es zunächst Probleme mit der Stadt gab, können wir letztlich doch noch den Stolperstein für die Jüdin Anna Elfriede Reichardt verlegen. Das Stolpersteinprojekt führten wir gemeinsam mit den SchülerInnen des Groitzscher Wiprecht-Gymnasiums durch, die bereits 2018 ihre Recherche zum Schicksal von Anna Reichardt begannen, Exkursionen ins Staatsarchiv und auf den jüdischen Friedhof nach Leipzig unternahmen. Den SchülerInnen wurde überdies die Lokalgeschichte von Groitzsch näher gebracht. Nach monatelanger Arbeit kann das Projekt nun abgeschlossen werden. Die Verlegung in Groitzsch findet um 15:45 Uhr in der Leipziger Straße 28, vor dem ehemaligen Wohnhaus der verfolgten Jüdin, statt.

In allen drei Orten werden die SchülerInnen der jeweiligen Schulen ein kulturelles Rahmenprogramm durchführen, um den Opfern, die im Nationalsozialismus ihr Leben verloren haben, auf eine würdige Weise zu gedenken. Ein wichtiger Teil des Rahmenprogramms wird es sein, die Schicksale der einzelnen Personen vorzutragen.

Wir laden Interessierte und alle BürgerInnen der jeweiligen Städte herzlich zur Teilnahme an den Verlegungen und dem gemeinsamen Gedenken an die Opfer ein.

 

Termine
gepostet am: Donnerstag, 16.01.2020, 10:01 Uhr

Welche politischen Bedingungen braucht erfolgreicher Natur- und Umweltschutz? Von der Weimarer Republik bis heute, von Rudolf Steiner bis Greta Thunberg.

Natur- und Umweltschutz wird eines der, wenn nicht das zentrale Thema des 21. Jahrhunderts werden. Treibende Faktoren sind dabei die zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure. Doch was braucht es heute für einen erfolgreichen Schutz von Natur und Umwelt? Unter welchen politischen Bedingungen war Natur- und Umweltschutz bisher erfolgreich? Und – was haben Rudolf Steiner und Greta Thunberg gemeinsam?

Der Vortrag soll in einem Rückblick auf die Geschichte des Natur- und Umweltschutzes seit der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der DDR und der BRD diesen Fragen nachgehen.

PD Dr. Nils M. Franke arbeitet seit 20 Jahren zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes und ist einer der bekannteste Umwelthistoriker Deutschlands.

Wann? Am 06.02.2020, 18.00 Uhr
Wo?     Erich-Zeigner-Haus, Zschochersche Straße 21, 04229 Leipzig
Was?   Vortrag und Diskussion

Eintritt frei.

Anlass der Veranstaltung ist der „Tag der Weimarer Republik“, den wir gemeinsam mit dem Weimarer Republik e.V. in diesem Jahr zum ersten Mal begehen wollen. Das Ziel dieses Tages ist es, an die erste deutsche Demokratie zu erinnern – denn am 06. Februar 1919 trat die verfassungsgebende Nationalversammlung erstmals zusammen.

Für weitere Informationen zu den deutschlandweit stattfindenden Veranstaltungen zum „Tag der Weimarer Republik“ kann die Website des Weimarer Republik e.V. unter https://www.weimarer-republik.net/ besucht werden.

Termine
gepostet am: Freitag, 29.11.2019, 18:11 Uhr

„HISTORISCH-POLITISCHE BILDUNGSARBEIT. EIN LEITFADEN.“ – Präsentationen

Wir laden ein – zur Vorstellung des Leitfadens zur historisch-politischen Bildungsarbeit!

Der Leitfaden wird vom Erich-Zeigner-Haus e.V. herausgegeben und gründet auf der Arbeit des Vereines für Weltoffenheit und Zivilcourage. Die Autoren Henry Lewkowitz und PD Dr. Nils M. Franke blicken auf jahrelange Erfahrungen in der historisch-politischen Bildungsarbeit zurück und widmen sich in ihrem Leitfaden der Frage nach den Möglichkeiten der Gestaltung gedenkkultureller Arbeit. In ihrer Broschüre stellen sie daher nicht nur eine Auswahl praxisorientierter Jugendprojekte vor, die der Orientierung der eigenen Projektgestaltung dienen können, sondern bieten überdies konkret am Beispiel Nordsachsens eine inhaltliche Grundlage der historisch-politischen Bildungsarbeit an. Der Leitfaden versucht, zur selbstständigen Projektarbeit zu motivieren und sich aktiv gegen das Vergessen von Verbrechen in der NS-Diktatur einzusetzen.

Henry Lewkowitz, Jahrgang 1989, studierte Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig sowie Kulturwissenschaften und Geschichte an der Fernuniversität in Hagen. Aktuell ist er geschäftsführender 2. Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V. und initiiert nunmehr seit vielen Jahren Projekte mit Schülergruppen, deren Anliegen das Setzen von Denkmälern für die Opfer des Nationalsozialismus und sogenannte „Stille Helden“ ist.

PD Dr. Nils M. Franke, Jahrgang 1971, ist Historiker, Kommunikationswissenschaftler und Privatdozent an der Universität Leipzig. Seit 2005 ist er Leiter des Wissenschaftlichen Büro Leipzigs und analysiert seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens sowie die Entwicklung von Konzepten wie Heimat, Globalisierung und Identität.

Die Autoren vereint das gemeinsame Engagement im Bereich der historisch-politischen Bildung und die Zusammenarbeit im Rahmen verschiedener Projekte des Erich-Zeigner-Haus e.V. in und um Leipzig.

Hier noch einmal die genauen Daten zu den Präsentationsveranstaltungen:

11.12.2019, von 18-20 Uhr
Stadtbibliothek Schkeuditz
Bahnhofstraße 9
04435 Schkeuditz

16.12.2019, von 18-20 Uhr
Mehrgenerationenhaus Arche Eilenburg
Nikolaiplatz 3
04838 Eilenburg

Wir freuen uns auf viele Interessierte, die Lust haben, mehr über die historisch-politische Bildungsarbeit zu lernen.

Termine
gepostet am: Montag, 25.11.2019, 15:11 Uhr

Aufarbeitungskulturen in Ost- und Westdeutschland und die Frage des Neonazismus in DDR und BRD

Podiumsdiskussion am 13. Dezember von 18:00 bis 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referent Dr. Harry Waibel

Obwohl sich nach Ende des zweiten Weltkrieges 1949 Deutschland in Ost- und Westdeutschland aufteilte, sahen sich die beiden unterschiedlichen Staaten mit dem gleichen Problem konfrontiert: Bei der Etablierung einer neuen Staatsform galt es nun für beide Regierungen, einen Umgang mit der Vergangenheit zu finden. Immerhin hatten große Teile ihrer Bevölkerung zuvor das System der Nationalsozialisten unterstützt. Noch dazu  hob die „Hydra des Neonazismus“ immer wieder den Kopf. Wie gingen die beiden Staaten erinnerungskulturell und politisch mit dieser Sache um und welche Unterschiede gab es in den beiden Aufarbeitungskulturen von Ost- und Westdeutschland?

Dr. Harry Waibel studierte Lehramt an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und an der Freien Universität Berlin. Dort schloss er sein Studium als Diplom-Pädagoge ab. Seit der Wende erforscht der Historiker und Soziologe den Neonazismus in der DDR und wurde am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin promoviert. Seine Themenschwerpunkte sind Rechtsextremismus und Antisemitismus. Im Jahre 2014 erschien sein Buch „Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED: Rassismus in der DDR“.

Caroline Müller studiert an der Universität Leipzig Philosophie und Religionswissenschaften. Seit 2017 ist sie als Vorstandsmitglied und freie Mitarbeiterin im Verein tätig.

 

Der Eintritt ist frei!

Unterstützt wird die Veranstaltung vom ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.

Termine
gepostet am: Freitag, 18.10.2019, 14:10 Uhr

Stolpersteinverlegungen am 29.11.2019

Wir laden herzlich zu den vereinseigenen Verlegungen der 5 Stolpersteine am 29.11.2019 in Schkeuditz, Störmthal und Leipzig ein.

Die ersten 3 Stolpersteine für Euthanasieopfer in Schkeuditz werden gemeinsam mit dem Gymnasium Schkeuditz verlegt. Die Verlegung wird am 29.November um 9:00 Uhr stattfinden. Der Stein für Charlotte Rohde (am 18.04.1894 in Leipzig-Gohlis geboren) wird in der Weststraße 4 verlegt. Der Stein für Georg Fritzsche (am 10.10.1902 in Schkeuditz geboren, Sohn des Schriftstellers Franz Otto Fritzsche) wird in der Herderstraße 11 verlegt.
Der dritte und letzte Stein wird in der Schillerstraße 9 für Ernst Hennig (am 22.12.1878 in Medingen/Großenhain geboren) verlegt.

Weitere Informationen über das Projekt, als auch zu den Biografien über die einzelnen Personen, gibt es hier.

 

Im Anschluss wird ein Stolperstein der Schüler*innen der Geschwister-Scholl-Schule Liebertwolkwitz verlegt. Diese findet am 29. November um 11:30 Uhr in der Dorfstraße 30 in Störmthal statt. Verlegt wird ein Stein für Heinz Geidel, ein weiteres Opfer der NS-Euthanasie. Er ist am 10.11.1912 geboren und zog später von Leipzig mit seiner Familie nach Störmthal.

Weitere Informationen zu diesem Stolpersteinprojekt gibt es hier.

Um 13 Uhr beginnen dann die Stolpersteinverlegungen in Leipzig. Unser vereinseigenes Projekt mit den Schülern des Reclamgymnasiums startet um 14:15 Uhr vor der Sporthalle Brüderstraße 14, ehemalige Turnerstraße 9. Verlegt wird dieser Stein für den verfolgten Homosexuellen Werner Kähler, er ist am 18. November 1912 geboren, gehörte der evangelischen Religion an und wohnte zunächst in Hamburg.

Nähere Informationen zu der Biografie von Werner Kähler gibt es hier.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen!

 

Termine
gepostet am: Mittwoch, 18.09.2019, 11:09 Uhr

„Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ am 8. November

Durch Patenschaften an der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ teilnehmen

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 12. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ auf. In diesem Jahr fällt der 9. November auf den Sabbat – damit auch die Mitglieder der Israelitischen Religionsgemeinde sich an den Gedenkaktionen beteiligen können, finden alle Veranstaltungen und auch das Stolpersteine Putzen am Freitag den 8. November statt. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Dafür rufen wir auf, eine Patenschaft für Stolpersteine zu übernehmen und am 8. November an die Opfer zu erinnern und Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf der Gedenkveranstaltung „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ des 9. Novembers 2018 finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte/9. November. Hier können Sie sich auch über das Anmeldeformular als Pate/Patin eintragen.

 

 

Termine
gepostet am: Dienstag, 17.09.2019, 10:09 Uhr

Mythos „Volk ohne Raum“ – Von der Weimarer Republik bis heute

Vortrag und Podiumsdiskussion am 22.11.2019 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referent Andreas Speit (taz)

Den Begriff „Volk ohne Raum“ beeinflusste der völkische Schriftsteller Hans Grimm mit seinem gleichnamigen Roman, der 1926 erschienen ist. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er zur Schullektüre und legitimierte den verbrecherischen Angriffskrieg Deutschlands auf Osteuropa. Heute wird diese Denkfigur „Volk ohne Raum“ von RechtsextremistInnen verwendet, um die Zuwanderung nach Deutschland zu kritisieren. Das Boot sei voll, so die Botschaft. Der Vortrag geht anlässlich des in diesem Jahr angemessenen Rückblicks auf die Weimarer Republik Denkfiguren nach, die damals geschaffen wurden und heute noch im Rechtsextremismus anschlagen.

Andreas Speit studierte Sozialwissenschaften und schloss sein Studium 1996 erfolgreich als Diplom-Sozialökonom ab. Er ist freier Journalist und schreibt seit 1991 für die „Taz“, unter anderem über rechte Esoterik, intellektuellen Rechtsextremismus, Deutschnationalismus und militanten Neonazismus. Der Hamburger Journalist engagiert sich im Bereich politischer Bildung sowie Aufklärungsarbeit.

Raimund Grafe, der Vorstandsvorsitzende des Erich-Zeigner-Haus e.V., wird die Veranstaltung moderieren.

 

Der Eintritt ist frei.

Unterstützt wird die Veranstaltung vom ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.
Termine
gepostet am: Dienstag, 17.09.2019, 10:09 Uhr

Weißer Kittel = weiße Weste? NS-Mediziner in DDR und BRD: Das Beispiel Pathologie

Vortrag und Diskussion am 11.10.2019 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referent PD Dr. Nils M. Franke

Mit Ende des zweiten Weltkrieges galt es im Zuge der sogenannten „Entnazifizierungsmaßnahmen“, festzustellen, wer an den Gewalttaten des NS-Regimes mitgewirkt hatte und diese Personen aus ihren Ämtern zu entlassen. Insbesondere Mediziner hatten zu großen Teilen der NSDAP angehört, waren SS- oder SA-Mitglieder gewesen. Schlägt man in dem Standardwerk von Ernst Klee „Wer war was vor und nach 1945“ nach, begegnet man vielen ihrer Namen. Im Gesundheitswesen der DDR legten zahlreiche Ärzte mit NS-Vergangenheit dennoch erneut den weißen Kittel an und gaben ihn als ihre „weiße Weste“ aus. Der Vortrag behandelt dieses Phänomen am Beispiel der speziellen Gruppe der Pathologen.

PD Dr. Nils M. Franke ist Kulturwissenschaftler sowie Historiker und analysiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büros Leipzig seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens.

Gloria Pfister absolvierte von September 2018 bis August 2019 ihr FSJ-Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. und ist aktuell als freie Mitarbeiterin im Verein tätig.

 

Der Eintritt ist frei.

 

 

Termine
gepostet am: Montag, 16.09.2019, 12:09 Uhr

„Lasst uns reden!“ – Buchpräsentation und Diskussion

Diskussion und Buchpräsentation am 16.10.2019 von 19.00 bis 21.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung findet eine Buchvorstellung durch die Autoren Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring und Dr. Dietmar Molthagen statt, an deren Anschluss zur Diskussion geladen wird. Dabei geht es vor allem um die Inhalte des Buches mit dem Titel „Lasst uns reden!“, welches sich inhaltlich mit dem Gelingen von Kommunikation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzt.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Matthias Eisel, den Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, werden Frank Richter, Mitglied des Sächsischen Landtages, und Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V., ein Gespräch sowie eine Diskussion mit dem Publikum anleiten.
Dabei soll es darum gehen, wie insbesondere bei ambivalenten Gesprächsthemen konstruktiver Austausch stattfinden kann und welche Möglichkeiten es gibt, eventuelle Hürden diesbezüglich zu überwinden. Als Beispielthemen herangezogen und besprochen werden u.a. Themen wie „Einwanderung“, „Gender“, „Ungleichheit“ oder „Nationale Identität“.

Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnörig ist Kommunikationswissenschaftlerin an der HTW Berlin und Autorin des Buches „Lasst uns reden!“
Dr. Dietmar Molthagen kommt von der Friedrich-Ebert-Stiftung, ist Mitautor des Buches und moderiert die Veranstaltung.

Also „lasst uns reden“ am 16.10.2019!

Der Eintritt ist wie immer frei.

Für die Planung der Veranstaltung wäre eine Voranmeldung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung hilfreich.
Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen, Burgstraße 25, 04109 Leipzig
Mail: sachsen@fes.de
Tel.: 0341 – 9602431
Fax: 0341 – 9605091

Termine
gepostet am: Montag, 19.08.2019, 17:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2019

Auch in diesem Jahr öffnen wir in Leipzig-Plagwitz wieder unsere Türen für interessierte Besucher*innen zum Tag des offenen Denkmals.

Am Sonntag, den 08. September, können zu diesem Anlass die ehemaligen Wohn- und Arbeitsräume Erich Zeigners, die heute dem Erich-Zeigner-Haus e.V. als Vereins- und Veranstaltungsräume dienen, besichtigt werden. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig (1945-1949) unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangzimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangzimmer organisierte Zeigner den Leipziger Rettungswiderstand und schützte damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung. 

Führungen durch alle Räumlichkeiten finden kostenlos und stündlich von 10 bis 15 Uhr statt. Hintergründe zu der politisch bewegten Zeit, in der Erich Zeigner das Haus bewohnte, zur Geschichte des Hauses und zur Person Zeigners werden in den Führungen erläutert.

Termine
gepostet am: Freitag, 02.08.2019, 11:08 Uhr

Strukturelle Gründe für Rechtspopulismus: Kultur, Ökonomie oder Facebook?

Vortrag am 20.08. um 19.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Eine Veranstaltung des AK Neue Ökonomik Leipzig

„Menschen, welche die AfD wählen, zählen zu den wirtschaftlich „Abgehängten“. Wir müssen etwas gegen Ungleichheit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse tun, um dem entgegen zu wirken!“
„Stimmt nicht! Rechtspopulistische Wähler*innen sind einfach fremdenfeindlich und rassistisch. Sie kommen mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht klar, mit Wirtschaft hat das nichts zu tun!“
„Stimmt auch nicht! Rechte Parteien beherrschen soziale Netzwerke und framen die mediale Berichterstattung. Filterblasen und Facebook sind das Problem!“

Es existiert eine Vielzahl an Erklärungen für den Erfolg rechter Parteien in Deutschland, Europa und der Welt. Doch wer hat am Ende recht? Und was sagt die wissenschaftliche Forschung dazu?
Dieser Vortrag versucht das Dickicht zu lichten und die zahlreichen gängigen Erklärungsansätzen für rechte Wahlerfolge zusammenzubringen, einzuordnen und kritisch auszuwerten.
Der Vortrag ist in einfacher Sprache gehalten, basiert auf wissenschaftlich fundierter und fächerübergreifender Forschung und kann als Grundlage für eine hoffentlich spannende Diskussion dienen!

Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, der Jungen GEW Sachsen und ver.di Jugend Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 18.07.2019, 12:07 Uhr

Leipzig, Stadt der „Wende“. Dominiert die „Friedliche Revolution“ die Erinnerungskultur in Leipzig auf Kosten der Erinnerung an den Nationalsozialismus?

Diese Veranstaltung entfällt!

Streitgespräch und Diskussion am 20.09.2019 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V.

Referenten: Prof. Dr. Ulrich Brieler, Dr. Bertram Triebel

Leipzig ist die Stadt der „Friedlichen Revolution“. Dieser Titel ist historisch angemessen und berechtigt. Doch verdrängt der stolze Rückblick auf dieses Ereignis die Erinnerungskultur an weniger erbauliche Ereignisse? Wie verhielten sich die LeipzigerInnen in der Zeit des Nationalsozialismus? Wie war der Umgang mit Juden, Sinti und Roma oder den vielen ZwangsarbeiterInnen in der Stadt? Brauchen wir hier eine Schwerpunktverschiebung in der Erinnerungskultur?

Prof. Dr. Ulrich Brieler studierte Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Bochum. Seit 1992 lebt er in Leipzig und ist im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters tätig. Zudem ist er Honorarprofessor am Institut für Philosophie der Universität Leipzig.

Dr. Bertram Triebel ist promovierter Historiker. In Leipzig und Nancy studierte er Geschichte, Politik und Journalistik. Er ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort forscht er noch bis 2020 zum Thema „Thüringer Hochschulen und Universitäten in der DDR nach der dritten Hochschulreform – Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik unter den Bedingungen des Staatssozialismus“.

Henry Lewkowitz ist geschäftsführender 2. Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V. und moderiert die Veranstaltung.

Der Eintritt ist frei.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 17.07.2019, 11:07 Uhr

Was kann Politik heute (noch) aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts lernen?

Podiumsdiskussion am 06.09.2019 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referenten: Prof. Dr. Peter Porsch, Prof. Dr. Bernd Faulenbach

Die SPD hat ihre parteiinterne Historische Kommission aufgelöst. Die älteste im Bundestag vertretene Partei verzichtet damit auf eine konkrete Auseinandersetzung mit der Geschichte. Als Grund wurden finanzielle Einsparungszwänge angegeben. Ist das ein Ausdruck von Geschichtsvergessenheit? Und kann sich eine Partei, die die Bundesrepublik Deutschland historisch in wichtigen Phasen entscheidend mitprägte, Geschichtsvergessenheit leisten?

Prof. Dr. Peter Porsch, geboren 1944 in Wien, studierte Germanistik und Anglistik zunächst in Wien, im Anschluss Germanistik und Politologie an der Freien Universität Berlin. An der Universität Leipzig lehrte er unter anderem Dialektologie und Soziolinguistik.  Als Mitglied der PDS und deren Nachfolgerpartei Die Linke war er von 1990 bis 2009 Abgeordneter im sächsischen Landtag. Von 1997 bis 2001 war er Vorsitzender der PDS Sachsen. Aktuell ist er Vorstandsvorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Prof. Dr. Bernd Faulenbach, geboren 1943 in Pommern, ist Historiker und Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum. Er schloss ein Studium der Geschichtswissenschaft, Germanistik, Politikwissenschaft, Philosophie sowie Pädagogik ab. Dr. Faulenbach gehörte verschiedenen Kommissionen des Bundes und der Länder sowie Stiftungen, Museen und Gedenkstätten an. Von 1989 bis zu deren Auflösung im Jahr 2018 war er Vorsitzender der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand. Derzeit ist er der Vorsitzende des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie.“

Dr. Nils Franke moderiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büros Leipzig die Veranstaltung.

 

 

Termine
gepostet am: Freitag, 14.06.2019, 12:06 Uhr

„Verfemte Musik“

Konzert von 18.00 bis 19.30 Uhr mit dem DuoWaltherBosch im historischen Musikzimmer Erich Zeigners

Vom 23. bis zum 30. Juni 2019 findet in Leipzig die „Jüdische Woche“ statt, zu der die Stadt Leipzig seit dem Jahre 1992 Interessierte und insbesondere ehemalige Leipzigerinnen und Leipziger jüdischen Glaubens aus verschiedenen Ländern weltweit einlädt. Das diesjährige Motto lautet „L’dor v’dor – Von Generation zu Generation“. Für eine Woche wird jüdische Kunst und Kultur in Leipzig erlebbar sein. Mit Konzerten, Lesungen, Filmen, Zeitzeugengesprächen, Theater und Tanz können die Besucherinnen und Besucher in jüdisches Leben, Alltag und Festtage, in Religion und Kunst eintauchen. Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. beteiligt sich in diesem Jahr erstmalig am Programm der Jüdischen Woche.

Im neunzigminütigen Konzert von Cornelia Walther und Vanessa Bosch werden im authentischen Ambiente und am historischen Flügel von Erich Zeigner Werke der „verfemten Musik“ präsentiert. Sie stellen die im Nationalsozialismus verbotenen Musikstücke jüdischer Musikerinnen und Musiker dar, die im Konzert wieder ins Gedächtnis gebracht werden sollen. Anhand der Vorstellung dieser ausgewählten Werke soll den Gästen die jüdische Verfolgung unter der Herrschaft der Nationalsozialisten deutlich gemacht werden, um diese nicht zu vergessen und, besonders in Anbetracht des heutigen Antisemitismus, davor zu mahnen. Die beiden Künstlerinnen Cornelia Walther (Violoncello) aus Frankfurt und Vanessa Bosch (Klavier) aus Graz gehen gemeinsam als DuoWaltherBosch einer regen Konzerttätigkeit nach, im Rahmen derer sie auch schon mit dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut sowie der Henry und Emma Budge-Stiftung kooperierten.

Termine
gepostet am: Montag, 27.05.2019, 14:05 Uhr

Finissage: „Auf dem Dienstwege…“

Abschluss der Ausstellung am 12. Juni von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Seit April hängt die Ausstellung „Auf dem Dienstwege…“ der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und des Kulturamtes der Stadt Leipzig im Ausstellungsraum des Erich-Zeigner-Hauses. Sie zeigt Dokumente zur Erfassung, Ausgrenzung und Deportation der Leipziger Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus.

Anhand der Ausstellung wird die Verfolgung von Sinti und Roma und der Porajmos im lokalen Raum deutlich und besonders seine Ausmaße werden sichtbar. Wir haben uns gefreut, dass wir die Ausstellung zu dieser wichtigen Thematik in unseren Vereinsräumen öffentlich zugänglich machen konnten, um dadurch andere darüber zu informieren. Daher veranstalten wir die Finissage: um der Ausstellung einen würdigen Abschluss zu verleihen und um ein breites Publikum noch einmal zum Kommen einzuladen.

Die Ausstellung selbst wird in einer Ansprache detaillierter vorgestellt werden und auch und zur Veranstaltungsreihe „Sinti und Roma – Lebenwirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“, die im Anschluss mit der Gesprächsveranstaltung „Die gesellschaftspolitische Lage von Sinti und Roma in Deutschland und Europa“ von 19.00 bis 21.00 Uhr endet, werden wir sprechen. 

Weiterhin können Sie „Auf dem Dienstwege…“ bereits vorher am Mittwoch, den 29.05. und eine Woche später, am 05.06. von 15.00 bis 18.00 Uhr kostenfrei besuchen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 02.05.2019, 10:05 Uhr

Die gesellschaftspolitische Lage von Sinti und Roma in Deutschland und Europa

Gespräch und Diskussion mit dem Publikum

Gesprächspartnerinnen: Anja Reuss (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma), Petra Cagali Sejdi (Romano Sumnal e.V.)
Moderation: Gloria Pfister (Erich-Zeigner-Haus e.V.)

Sinti und Roma wurden in Deutschland 1996 als Minderheit anerkannt. Die deutsche Gesellschaft setzte sich über Jahrzehnte nicht mit den Verbrechen der Nationalsozialisten an Sinti und Roma auseinander. Erst mit der verstärkten Bürgerrechtsarbeit von Sinti und Roma in der Bundesrepublik seit der 1970er Jahre wurde die fehlende Aufarbeitung der NS-Verbrechen an Sinti und Roma Thema.

„Antiziganismus“ ist weder in Deutschland noch in Europa ein Phänomen am „rechten Rand“, sondern zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und ist eine Form von Rassismus, die eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung erfährt. Selbst Politiker*innen scheuen sich nicht davor, offen antiziganistische Haltungen zu vertreten – so etwa der italienische Innenminister Matteo Salvini, der 2018 eine Zählung und Ausweisung von Roma für sein Land forderte.

Antiziganismus führt dazu, dass Sinti und Roma in Deutschland und anderen europäischen Staaten weniger bis gar nicht am politischen und gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt teilhaben können.

Die Veranstaltung soll Einblicke in aktuelle gesellschaftspolitische Themen von Sinti und Roma geben. Dabei sollen sowohl EU-Richtlinien und Maßnahmen, die die Minderheit betreffen, als auch Auswirkungen des Antiziganismus und daraus resultierende Diskriminierungserfahrungen diskutiert werden. Darüber hinaus wollen wir uns der Frage stellen, wie antiziganistische Strukturen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene bekämpft werden können.

Der Eintritt ist frei.

Jugendprojekte
gepostet am: Dienstag, 16.04.2019, 14:04 Uhr

Gunter Demnig verlegt erneut Stolpersteine

Am 12. Und 13. Mai werden neue Steine in Leipzig und im Leipziger Umland verlegt. Mit den Stolpersteinverlegungen im Frühjahr 2019 finden auch drei vom Erich-Zeigner-Haus e.V. begleitete Projekte ihren Abschluss.

Am 12.05. werden 14.00 Uhr drei Stolpersteine für Walter Paul Rudolph,  Georg Alfred Max Förster und Max Arthur Franz in Geithain verlegt. Alle drei wurden im Zuge der NS-Euthanasie ermordet. Ihre Schicksale wurden von Schüler*innen des Freien Gymnasiums Geithain recherchiert, die im Rahmen einer Projektwoche intensiv zu den drei Personen forschten. Die Verlegung findet in der Chemnitzer Straße 13 in Geithain statt.

Am selben Tag wird außerdem ein Stolperstein in Bad Lausick verlegt. Ernst Hönig, der ebenso Opfer der NS-Euthanasie wurde und gleichzeitig politisch verfolgt wurde, soll eine bleibende Erinnerung erhalten. Eine Projektgruppe der Oberschule Werner-Seelenbinder beschäftigte sich mit seiner Geschichte seit Beginn des Schuljahres 2018/2019. Die Verlegung beginnt 15.30 Uhr in der Angerstraße 17 in Bad Lausick.

Am 13. Mai finden schließlich Gunter Demnigs Verlegungen in Leipzig statt. Die Verlegung von fünf Stolpersteinen für die jüdische Familie Bleiweiß, ein Projekt zusammen mit Schüler*innen der Oberschule am Adler, ist erste Verlegung in Leipzig. Sie findet 9.00 Uhr am Dorotheenplatz 1 statt. Die Familienmitglieder der Familie Bleiweiß, die Eltern Chaim und Maria Bleiweiß und die drei Söhne Wolf, Bernhard und Leo, mussten wegen der Herrschaft der Nazis aus dem Deutschen Reich fliehen. Nur zwei Mitglieder der Familie, Maria und Wolf, konnten überleben.

Wir laden alle Interessierte herzlich ein, zu den Verlegungen zu kommen. Die Schüler*innen werden jeweils ca. 30-minütige Programme vorbereiten und dabei über ihre Projektarbeit und die Schicksal der Menschen berichten.

Ebenso finden Kulturbeiträge ihren Platz im Gedenken. Werden auch Sie Teil dieses Gedenkens und wirken somit dem Vergessen der Taten der Nationalsozialisten entgegen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 11.04.2019, 11:04 Uhr

Das Problem „Antiziganismus“ und das Beispiel antiziganistischer Kinderliteratur

Vortragsveranstaltung im Rahmen der Reihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“ am 15.05. 19 bis 21 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Der Begriff „Antiziganismus“ ist bereits seit einigen Jahren in Verwendung. Er beschreibt rassistische Einstellungen gegenüber Sinti und Roma.

Trotz längerer Untersuchungen antiziganistischer Strukturen in Deutschland ist der Mehrheitsgesellschaft weitgehend unbekannt, dass diese Form von Rassismus und Stigmatisierung überhaupt existiert. Stattdessen sind der diskriminierende Ausdruck „Zigeuner*in“ geläufig und stereotypisierte Bilder, Vorurteile und unrealistische Vorstellungen von Sinti und Roma weit verbreitet.

Wie definiert sich Antiziganismus und wie äußert er sich in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen? Warum ist eine kritische Betrachtung des Begriffes ebenso notwendig? Was beinhalten konkrete Zuschreibungen und Ressentiments der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Sinti und Roma? Und was sind die Auswirkungen antiziganistischer Haltungen?

Diese Fragen sollen in dieser thematischen Einführung beantwortet werden.

Anschließend sollen antiziganistische Strukturen an einem ausgewählten Beispiel der Darstellung von Sinti und Roma in Kinderliteratur betrachtet werden. Eine Analyse soll aufzeigen, welche stereotypisierten Bilder und Äußerungen in dem Werk vorhanden sind.

Referentin: Gloria Pfister

Gloria Pfister konzipierte und organisierte im Rahmen ihres FSJ-Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. die Veranstaltungsreihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“. Sie setzt sich kritisch mit Ressentiments gegenüber Roma und Sinti auseinander und wird in ihrem Vortrag zum Thema Antiziganismus sprechen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 11.04.2019, 10:04 Uhr

Aktueller Nationalismus in Osteuropa – ein Resultat der fehlenden Aufarbeitung der eigenen Geschichte zwischen 1920 und 1945?

Vortrag und Diskussion am 03.05. von 18 bis 20 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Nach einem erfolgreichen Auftakt mit der Zeitzeugin Dr. Eva Umlauf im NAUMANNs mit ca. 250 Besucher*innen findet schon Anfang Mai die zweite Veranstaltung im Rahmen der vereinseigenen Veranstaltungsreihe „Erinnerungspolitik hinter, vor und nach dem Eisernen Vorhang“ im Erich-Zeigner-Haus statt:

Der Aufwind des Nationalismus in den Staaten Osteuropas wie Polen, Ungarn, der Slowakei oder Tschechien hat viele Ursachen – wirtschaftliche, politische, aber auch kulturelle. Letztere werden gerne unterschätzt. Sie sind aber ein wichtiger Faktor für das Verständnis des Phänomens, wenn man bedenkt, dass z. B. die Aufarbeitung der der eigenen nationalen und nationalistischen Geschichte zwischen 1920 und 1945 bis heute kaum erfolgte. So ist die polnische oder die ungarische Beteiligung am Holocaust nach wie vor in diesen Ländern ein schwieriges Thema.

Dr. Brigitta Triebel wird zu dieser Thematik referieren, Eiko Kühnert ist Moderator der Veranstaltung.

Dr. Brigitta Triebel studierte Kulturwissenschaften, Ost- und Südosteuropäische Geschichte sowie Politikwissenschaften in Leipzig und Bratislava (Slowakei) und promovierte an der Universität Leipzig. Dort forschte sie zur globalen Außenpolitik der Tschechoslowakei und Jugoslawiens. Nach ihrer Arbeit im Wissenschaftlichen Büro Leipzig ist sie aktuell in der Konrad-Adenauer-Stiftung als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt.

Eiko Kühnert ist beschäftigt bei der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Leipzig, welche die demokratische gemeinwesenorientierte Gesamtkultur in Leipzig und Umgebung unterstützt.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

Termine
gepostet am: Freitag, 15.03.2019, 12:03 Uhr

Das Leben der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und danach – Exemplarisch: Eine historische Betrachtung mitteldeutscher Sinti und Roma

Vortragsveranstaltung und Auftakt der Reihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“ im Erich-Zeigner-Haus am Mittwoch, den 10.04., 19 bis 21 Uhr

Referent*innen: Gjulner Sejdi, Jana Müller

Seit etwa 600 Jahren sind Sinti und Roma in Deutschland beheimatet. Ihre Geschichte ist seitdem gekennzeichnet von Benachteiligung und Diskriminierung von der Mehrheitsgesellschaft. Trotz spärlicher friedlicher Zeiten blieb eine Kontinuität der Ausgrenzung seit ihrer Ansiedlung in Deutschland vorhanden. Der Völkermord an den Sinti und Roma im Zuge der nationalsozialistischen Herrschaft bildete eine beispiellose Ausnahme und den „Höhepunkt“ dieser Diffamierung der nationalen Minderheit in Deutschland und Europa. Geschätzte 500.000 Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten europaweit ermordet.
Die wenigen Überlebenden des Genozids wurden jahrzehntelang nicht als rassisch Verfolgte anerkannt. Sie und ihre nachkriegsgeborenen Kinder sahen sich nach 1945 erneut Diskriminierung und Benachteiligung ausgesetzt. Auch im Schulunterricht und im gesellschaftlichen Bewusstsein spielte der Völkermord kaum eine Rolle.
In der Vortragsveranstaltung soll ein Überblick gegeben werden, wie sich die Entrechtung der deutschen Sinti und Roma ab 1933 bis 1945 vollzog und schließlich zur Ermordung hunderttausender Menschen führen konnte. Weiterhin wird thematisiert, welche Bedingungen für Sinti und Roma nach dem Krieg herrschten und inwiefern eine (Nicht)Aufarbeitung in den beiden deutschen Ländern erfolgte.
Nach dieser Einführung wird der 35-minütige Film „Was mit Unku geschah“ gezeigt werden. Im Rahmen des Projektes „Lokale Geschichte sichtbar machen“ stieß eine Jugendgruppe des Alternativen Jugendzentrums Dessau-Roßlau bei Recherchen darauf, dass Dessau zeitweise die Heimat von „Unku“ war – ein reales Mädchen, das die jüdische Schriftstellerin Grete Weiskopf, alias Alex Wedding, zu ihrem Roman „Ede und Unku“ inspirierte, der in der DDR zur Pflicht-Schullektüre gehörte. Unku hieß eigentlich Erna Lauenburger und war eine Sintezza, weshalb ihr Leben wie das ihrer Familienmitglieder beispielhaft die Verfolgung der Sinti und Roma zur NS-Zeit zeigt. Die Jugendlichen haben ihre akribischen Archivrecherchen und Zeitzeug*innenbefragungen zu dem Film „Was mit Unku geschah“ zusammengetragen.
Schließlich wird Jana Müller, die das Projekt, aus dem der Kurzfilm entstand, leitete, weitere Verfolgungswege mitteldeutscher Sinti sowie den Umgang mit Überlebenden in der DDR und BRD vorstellen.

Gjulner Sejdi ist Vorsitzender des Vereines Romano Sumnal, welcher 2013 auf seine Initiative hin gegründet wurde. Der Verein mit dem Sitz in Leipzig ist die einzige Selbstorganisation von Roma im mitteldeutschen Raum und setzt sich für die Rechte von Roma ein. Unter anderem ist er außerdem am Projekt „RomaRespekt – Lokalrecherchen und Empowerment“ der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V. engagiert. Für seinen jahrelangen Einsatz gegen Antiromaismus zeichnete ihn das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) 2016 als Botschafter für Demokratie und Toleranz aus.

Jana Müller (Alternatives Jugendzentrum Dessau) ist seit zwanzig Jahren im Bereich der Erinnerungskultur an Opfer des Nationalsozialismus aktiv. Sie hat ein Videozeitzeugenarchiv aufgebaut und arbeitet mit Überlebenden des Naziterrors, mit Jugendlichen, Gedenkstätten und Gedenkinitiativen zusammen. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Erforschung und Erinnerung an den Völkermord an Sinti und Roma, die im mitteldeutschen Raum lebten. Gemeinsam mit der Professorin Eve Rosenhaft (Universität Liverpool) hat sie Anfang 2018 eine Wanderausstellung zu diesem Thema herausgebracht.

Die Veranstaltung bildet zusammen mit der Eröffnung der Ausstellung „Auf dem Dienstwege..“, die von 18:00 bis 19:00 Uhr im Ausstellungsraum des Erich-Zeigner-Hauses stattfindet, den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“.

Die Reihe ist ein Projekt von Gloria Pfister, die derzeit ihr FSJ-Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. absolviert.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Hier der Facebook-Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/611949132611561/?active_tab=about

Termine
gepostet am: Freitag, 15.03.2019, 12:03 Uhr

Ausstellungseröffnung: „Auf dem Dienstwege…“

Eröffnung der Ausstellung „Auf dem Dienstwege“ – Auftakt der Reihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“ im Ausstellungsraum des Erich-Zeigner-Hauses am Mittwoch, den 10.04. 18 bis 19 Uhr

„Auf dem Dienstwege…“
Dokumente zur Erfassung, Ausgrenzung und Deportation der Leipziger Sinti und Roma im Nationalsozialismus
Eine Ausstellung der Heinrich-Böll-Stiftung und des Kulturamtes Leipzig

Die Ausstellung (Autorin: Annett Seese, Leipzig) zeigt Dokumente der rassistisch motivierten Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma in Leipzig. Sie geschah schrittweise und öffentlich. Die Erfassung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Polizei und Forschung – dem damaligen „Institut für Rassen und Völkerkunde“ der Leipziger Universität.
Nach der Erfassung durften die Aufenthaltsorte nicht mehr verlassen werden, die Kleidung musste mit einem „Z“ gekennzeichnet werden. Auf den Entzug der Wohnungen und Arbeitsmöglichkeiten erfolgten Internierungen. Von dort aus wurden die Sinti und Roma später ins KZ bzw. direkt in die Vernichtungslager deportiert.
Die massenhafte Beteiligung am Völkermord fand seine Wege über die Gewohnheiten alltäglicher „Pflichterfüllung“.
Denunziationen wurden als „Anfragen“ oder „Beschwerden“ deklariert. Das Vokabular der „Sachbearbeitung“ bezeichnete Verwaltungsakte zur Deportation in Vernichtungslager. Die Bereitschaft dazu entstand weder plötzlich noch nahtlos. Sie erwuchs aus vielen Entscheidungen und diese wurden nicht unablässig mit rassistischen Schlagworten kommentiert.
Die Ungeheuerlichkeiten offenbaren sich heute in den kleinen Schritten.

Die Ausstellungseröffnung bildet zusammen mit der Auftaktveranstaltung „Das Leben der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und danach“ den Beginn der Veranstaltungsreihe „Sinti und Roma – Lebenswirlichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“.
Sie findet im Ausstellungsraum des Erich-Zeigner-Hauses (2. Stock) statt. Danach kann sie jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr bis zum 12. Juni kostenfrei besucht werden.

Die Reihe wurde konzipiert und organisiert von Gloria Pfister, die zurzeit ihr FSJ Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. absolviert.

Nach einer eröffnenden Rede von Henry Lewkowitz (geschäftsführender 2. Vorsitzender des Vereins) und Gloria Pfister wird mit einem Glas Sekt auf den Auftakt der Reihe und die Eröffnung der Ausstellung angestoßen. Bis 19 Uhr, zum Beginn der ersten Vortragsveranstaltung „Das Leben der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und danach“, zusammen mit den Referent*innen Jana Müller (AJZ Dessau) und Gjulner Sejdi (Romano Sumnal e.V. Leipzig), kann die Ausstellung an diesem Tag betrachtet werden.

Der Eintritt ist frei.

Hier der Facebook-Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/2258117557797293/?active_tab=about

Termine
gepostet am: Mittwoch, 06.03.2019, 14:03 Uhr

Gedenkveranstaltung zum 70. Todestag Erich Zeigners

Gedenken zu Ehren Erich Zeigners am 05.04., Beginn 16:00 Uhr auf dem Südfriedhof

Erich Zeigner war eine bedeutende politische Persönlichkeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Er war 1921 Justizminister, 1923 sächsischer Ministerpräsident. Ab 1933 beteiligte er sich unter Lebensgefahr antifaschistisch, versteckte verfolgte Jüdinnen und Juden und setzte sich schließlich nach Ende des Krieges in seinem Amt als Oberbürgermeister in besonders hohem Maße für die Stadt Leipzig ein.

Dazu machte er sich unter anderem für die Wiedereröffnung der Leipziger Messe und der Universität stark, forderte eine Entnazifizierung in Verwaltungsämtern und wollte die Stadt nach dem Kriegsende wiederaufbauen. Nach nur wenigen Jahren als Bürgermeister Leipzigs verstarb Erich Zeigner 05.04.1949 nach schwerer Krankheit mit 63 Jahren.

Als ein Vorbild gelebter Zivilcourage trägt der Erich-Zeigner-Haus e.V. als ehemaliger Wohn- und Arbeitsort Zeigners seinen Namen und stellt einen Ort gelebter Vielfalt dar. „Im Sinne Zeigners“ macht er es sich zur Aufgabe, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus erinnerungskulturelle Jugendprojekte und Veranstaltungen mit erinnerungspolitischen Themen im Bereich der Erwachsenenbildung nach außen zu tragen.

Zum Anlass des 70. Todestages Erich Zeigners findet deshalb eine Gedenkveranstaltung zu seinem Ehren statt. Sie beginnt 16:00 Uhr am Grabe Zeigners auf dem Südfriedhof (Abteilung 11). Neben verschiedenen Gedenkreden  soll der Grabstein Zeigners symbolisch geputzt werden.

Danach wird 18:00 Uhr das öffentliche Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Dr. Eva Umlauf, im NAUMANNS, Felsenkeller Leipzig als Auftaktveranstaltung der neuen vereinseigenen Reihe „Erinnerungspolitik hinter, vor und nach dem Eisernen Vorhang“ beginnen.

Sie sind herzlich zu beiden Veranstaltungen eingeladen.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 06.03.2019, 14:03 Uhr

Auftaktveranstaltung: Die Auschwitz-Überlebende Dr. Eva Umlauf erinnert sich

Zeitzeugengespräch am Freitag, den 05.04., 18:00 bis 20:00 Uhr im NAUMANNs 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Erinnerungspolitik hinter, vor und nach dem „Eisernen Vorhang““ findet am 05. April 18.00 Uhr die Auftaktveranstaltung der Reihe im NAUMANNS im Felsenkeller Leipzig statt. Dr. Eva Umlauf, eine der noch letzten verbleibenden Zeitzeuginnen, die den Holocaust im Konzentrationslager Auschwitz überlebte, wird in diesem Gespräch dem Publikum von ihren Erlebnissen berichten.

Dr. Eva Umlauf (Jg. 1942) überlebte das Vernichtungslager als Kleinkind. Sie absolvierte später ihr Studium der Medizin in der Tschechoslowakei und lebt seit 1967 in München. Bis heute praktiziert sie dort als Ärztin.

Sie wird über ihre eigenen, die Erinnerungen ihrer Familie und deren Folgen für ihr Leben sprechen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Brigitta Triebel.

Brigitta Triebel studierte Kulturwissenschaften, Ost- und Südosteuropäische Geschichte sowie Politikwissenschaften in Leipzig und Bratislava (Slowakei) und promovierte an der Universität Leipzig. Dort forschte sie zur globalen Außenpolitik der Tschechoslowakei und Jugoslawiens. Nach ihrer Arbeit im Wissenschaftlichen Büro Leipzig, ist sie aktuell in der Konrad-Adenauer-Stiftung als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt.

Der Eintritt ist kostenfrei.

 

Termine
gepostet am: Dienstag, 12.02.2019, 15:02 Uhr

„Leipzig liest“ – Buchpräsentation von „Die Wege der geraubten Bücher“ von Robert Langer

Lesung und Gespräch am Samstag, den 23. März 2019, 19:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Die zweite Veranstaltung des Erich-Zeigner-Haus e.V. zum Programm von „Leipzig liest“ 2019 stellt eine Präsentation des Buches „Die Wege der geraubten Bücher – Die Stadtbibliothek Bautzen und die HERTIE-Sammlung“ dar. Der Autor Robert Langer wird seine Publikation vorstellen.

Das Buch, im kwb-Verlag erschienen, wird folgendermaßen vorgestellt:

„Wie kommt es, dass man noch heute Raubgut der Nationalsozialisten in öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken findet? Wie konnte es so lange unentdeckt bleiben? Wie wurde es getarnt und wie kann man die verwischten Spuren lesen?
Diesen Fragen geht der Autor anhand der Büchersammlung des jüdischen Unternehmerehepaars Edith und Georg Tietz nach. Georg Tietz, Inhaber der Hermann Tietz Warenhäuser (HERTIE), rettete sich und seine Familie nach der „Arisierung“ über Liechtenstein in die USA ins Exil. Dort leben noch heute die Nachfahren.
Das Buch erzählt die Geschichte einer einst legendären Privatbibliothek. Es berichtet davon, wie die Sammlung enteignet, verwertet und verborgen wurde. Der Leser erfährt weiterhin, wie die Buchbesitzer 2016 in der Stadtbibliothek Bautzen identifiziert werden konnten und wie die Stadt heute mit der HERTIE-Sammlung umgeht.“

Robert Langer beschäftigt sich als freier Wissenschaftler intensiv mit Provenienzforschung. Er studierte Slavistik, Philosophie und Germanistik/DaF in Berlin und Dresden. 2012 wurde er im Fach Philosophie zum Thema angewandter Ethik promoviert. Von 2014 bis 2018 war er Projektleiter des NS-Raubgutprojektes an der Stadtbibliothek Bautzen. Er hat umfangreich veröffentlicht, zuletzt „Die Wege der geraubten Bücher. Die Stadtbibliothek Bautzen und die HERTIE-Sammlung“ (2018).

Gloria Pfister vom Team des Erich-Zeigner-Haus e.V. wird die Verantaltung moderieren.

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen zu dieser Veranstaltung im Rahmen des Programmes von „Leipzig liest“ zur Buchmesse 2019.
Termine
gepostet am: Dienstag, 12.02.2019, 15:02 Uhr

„Leipzig liest“ – Buchpräsentation von „Leipziger Geheimnisse“ von Heike Thissen und Eva-Maria Bast

Lesung und Gespräch am Freitag, den 22. März 2019, 19:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Vom 21. bis 24. März 2019 findet in Leipzig erneut die Buchmesse statt. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Bücher im Rahmen des parallel zur Buchmesse stattfindenden Programmes „Leipzig liest“ vorgestellt werden. Der Erich-Zeigner-Haus e.V. beteiligte sich bereits mehrfach am Programm von „Leipzig liest“ – auch zur Buchmesse 2019 werden dazu zwei Lesungen in den Vereinsräumen stattfinden.

Die erste Lesung findet am Freitag, den 22.03.2019 19:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus statt. Die beiden Autorinnen Eva-Maria Bast und Heike Thissen werden das Buch „Leipziger Geheimnisse“, das vom Verlag der Leipziger Volkszeitung in Kooperation mit dem Bast Verlag, publiziert wurde, etwa eine Stunde lang detailliert vorstellen. Es trägt den Untertitel  „Spannendes aus der Sachsenmetropole mit Kennern der Stadtgeschichte“. Dementsprechend soll das Buch Antworten auf „zahlreiche geheimnisvolle[n] Fragen“ geben, denen die Autorinnen in diesem Buch auf den Grund gegangen seien. „Die Antworten spiegeln die ereignisreiche Vergangenheit der Stadt wieder und machen Lust, Leipzig von einer völlig neuen Seite kennenzulernen“, heißt es in der Buchbeschreibung.

In „Leipziger Geheimnisse“ lässt sich auch ein Beitrag zu einem Projekt des Erich-Zeigner-Haus e.V. finden, weshalb den beiden Autorinnen die Gelegenheit dazu gegeben werden soll, in den Räumen des Vereins die Publikation vorzustellen. Henry Lewkowitz, Geschäftsführer und zweiter Vorsitzender des Vereins, sollte für das Buch das Gedenkprojekt zur Stolperschwelle in Leipzig-Dösen vorstellen, die an die Verbrechen, welche von 1933-45 in der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen“ begangen wurden, erinnern soll. Im Rahmen der NS-Euthanasie wurden dort 604 Menschen zwangssterilisiert und 624 Kinder in der Kinderfachabteilung“ ermordet. Außerdem wurden von der Zwischenanstalt aus 860 Menschen mit Behinderung in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein deportiert und dort ermordet. Das Projekt führte H. Lewkowitz 2016 mit mehreren Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung durch, weil sie auf ihn zugekommen waren, um nach einem zu dieser Zeit in Leipzig-Dösen ermordeten Kind zu recherchieren. Aus diesem Projekt wurde dann nicht nur ein Stolperstein, sondern eine Stolperschwelle angefertigt. Die Stolperschwelle soll gegenüber einem individuellen Gedenkstein als institutionelles Gedenken an die Opfer der NS-Euthanasie in der HPA Leipzig-Dösen erinnern.

Eva-Maria Bast, Jahrgang 1978, arbeitet seit 1996 als Journalistin. 2011 gründete sie mit Heike Thissen das Redaktionsbüro „Büro Bast & Thissen“, das 2013 in „Bast Medien“ überging. Sie initiierte und schreibt die Buchreihe Geheimnisse der Heimat, die 2011 startete, rasch zu einem regionalen Bestseller wurde und die 2018 in 53 Bänden vorliegt. Sie wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie mit dem Südkurier für die Geheimnisse den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Neben zwei Krimis liegt von ihr auch die vierbändige Mondjahre– Jahrhundertsaga vor. Ende 2018 erscheint unter dem Pseudonym Charlotte Jacobi bei Piper der Titel Die Villa am Elbstrand, den Bast gemeinsam mit Jørn Precht geschrieben hat. Eva-Maria Bast ist Gastdozentin an der Hochschule der Medien in Stuttgart, sie lebt am Bodensee.  

Heike Thissen, Jahrgang 1980, ist seit 1999 im Journalismus zu Hause. Sie hat an der Universität Leipzig und der Universidad de Valencia Diplom-Journalistik und Amerikanistik studiert und bei der Tageszeitung Südkurier in Konstanz volontiert. Nach mehreren Jahren als Redakteurin beim Südkurier arbeitet sie seit 2010 als freie Journalistin für Zeitungen und Zeitschriften und als PR-Redakteurin für verschiedene Unternehmen. Seit 2011 geht sie von Konstanz aus regelmäßig zusammen mit Eva-Maria Bast auf Geheimnissuche in ganz Deutschland und ist bei Bast Medien Ressortleiterin der Geheimnisse der Heimat. In ihrer Lieblingsstadt Leipzig war sie hierfür ganz besonders gern unterwegs.

Die Moderation des Abends übernimmt Henry Lewkowitz.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen zu dieser Veranstaltung im Rahmen des Programmes von „Leipzig liest“ zur Buchmesse 2019.
Termine
gepostet am: Mittwoch, 02.01.2019, 15:01 Uhr

Gedenktafeleinweihung für Stille Helden in Lindenau

Gedenktafel für Werner Becker, Theodor Gunkel und Josef Gülden wird am 23.01. 16:00 Uhr an der Katholischen Kirche Lindenau Liebfrauen enthüllt

Nachdem die Spendensammlung unter anderem auch für das Projekt zu diesen drei Stillen Helden mit Schülerinnen und Schülern der Thomasschule zu Leipzig begann, findet das Jugendprojekt bald seinen würdigen Abschluss und bildet damit bereits Ende Januar auch einen Höhepunkt im Rahmen unserer aktuell laufenden Jugendprojekte:

Am 23.01. wird 16:00 Uhr an der Katholischen Kirche Lindenau Liebfrauen in der Karl-Heine-Straße 110 die Gedenktafel für die Stillen Helden Werner Becker, Theodor Gunkel und Josef Gülden eingeweiht. Die drei Pfarrer leisteten, teilweise in gemeinsamer Zusammenarbeit, zur Zeit des Nationalsozialismus uneigennütziges Engagement für Menschen, deren Leben zu dieser Zeit bedroht war. Im Leipziger Rettungswiderstand retteten sie einer jüdischen Studentin das Leben. Die ProjektteilnehmerInnen der Thomasschule zu Leipzig begannen das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. im Frühjahr 2018 und rekonstruierten die Biographien von Becker, Gunkel und Gülden, um eine Grundlage für die Gedenktafel zu schaffen, die jetzt bereits Ende Januar enthüllt werden soll. Der 23.01. wurde bewusst als historisches Datum gewählt, da an diesem Tag im Jahre 1993 einer der drei Stillen Helden, Josef Gülden, verstarb.

Alle, die an der Einweihung der Tafel interessiert sind, können am 23.01. 16:00 Uhr gerne kommen und sich vor der Kirche versammeln. Wie immer werden die Schülerinnen und Schüler ein etwa 30-minütiges Programm bereitstellen, in dem in Form von Redebeiträgen über das Projekt und die drei Stillen Helden informiert wird. Ebenso werden kulturelle Beiträge präsentiert, die das Gedenken unterstützen sollen. Zum Schluss soll die Gedenktafel an der Kirche enthüllt werden.

Wir freuen uns sehr, dass mit der Einweihung am 23.01. erneut Stille Helden aus Leipzig geehrt werden, die in der NS-Diktatur von 1933 bis 1945 viel riskierten, um anderen Menschen zu helfen. Auch in diesem Jahr wollen wir ein weiteres Projekt zu Stillen Helden beginnen. Wir hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen und danken allen Spenderinnen und Spendern sowie UnterstützerInnen des Projektes.

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gepostet am: Montag, 29.10.2018, 10:10 Uhr

Deutsche Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus – ein internationales Vorbild?

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, den 16.11., um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus.

Seit 1945 hat die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Ursachen in Deutschland zu einer neuen Erinnerungskultur geführt. Sie erzählt die Geschichte des Landes nicht mehr nur als Abfolge von Heldentaten und Erfolgen, sondern auch der Verbrechen und Irrwege.
Ein solcher Blick auf die eigene Geschichte findet zunehmend auch in anderen Ländern Anklang.
Denn anders als vermutet, hat die Aufarbeitung der Geschichte nicht dazu geführt, dass Deutsche im Ausland ständig in „Sack und Asche“ gehen müssten. Im Gegenteil, die Deutsche Erfahrung im Umgang mit ihrer Geschichte stößt auf Interesse und Anerkennung. Die Frage, wie das Ausland die Deutschen Bemühungen um eine ehrliche Geschichtsaufarbeitung wahrnimmt und ob eine Erinnerungskultur, welche die dunklen Seiten nicht ausblendet, ein internationales Vorbild etwa in der Aufarbeitung von Kolonial- und anderen Formen von Unterdrückungsgeschichte sein kann, ist Gegenstand der letzten Veranstaltung unserer Reihe.

Wir wollen diese bedeutenden Aspekte deutscher Erinnerungskultur diskutieren mit den ReferentInnen

Botschafter Heinz-Peter Behr, Programmdirektor, International Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts, Berlin,

Ramona Bräu, Internationaler Suchdienst Bad Arolsen, Abteilung Tracing

und Dr. Hans Christian Jasch, Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin.

Die Moderation übernimmt Raimund Grafe, Vorsitzender des Erich Zeigner Haus e.V.

Wie immer ist der Eintritt kostenfrei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen e.V., dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig, dem VVN-BdA Leipzig e.V. und dem ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. Vielen Dank!

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gepostet am: Freitag, 05.10.2018, 13:10 Uhr

Widerstand, nicht Resignation – Eine antifaschistische Widerstandsgruppe der SAP in Leipzig

Buchpräsentation mit dem Autor Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz am Dienstag, 20. November um 18:30 Uhr im Erich-Zeigner-Haus unter Mitarbeit von Manfred Hedlich

Die Studie „Widerstand, nicht Resignation“ schildert Bildung und Arbeitsweise der großen Leipziger Widerstandsgruppe von 40 Mitgliedern der linkssozialdemokratischen Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Sie wurde 1935 durch zwei NS-Spitzel, die in die Dresdner sächsische Landesleitung der SAP eingedrungen waren, erkannt. Alle Mitglieder wurden in zwei Prozessen, einem in Dresden, der andere vorm NS-Volksgerichtshof in Berlin zu -teils hohen- Zuchthausstrafen verurteilt. Die Darstellung erfolgt nach den Prozessprotokollen und nach Erinnerungen von Mitgliedern der Widerstandsgruppe. Einige Mitglieder werden eingehender biographisch geschildert. In einem gesonderten Teil wird die viel diskutierte Thematik der seinerzeit und auch nach 1945 kritisierten Gründung [1931] der demokratisch-sozialistischen Partei SAP gegenüber SPD und KPD auf Grundlage von Originaldokumenten neu beurteilt. Ein Exkurs ergänzt kulturelle Voraussetzungen solchen Widerstandsentschlusses, die über politische Bildung der entschlossenen Sozialdemokraten hinausgehen.

Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz, Jahrgang 1935, ist Philosoph an der Humboldt Universität Berlin und Autor. Sein Vater Hans Irrlitz war leitendes Mitglied in der Leipziger SAP Widerstandsgruppe und im Leipziger Rettungswiderstand aktiv.

Manfred Hedlich, Jahrgang 1943, recherchierte das Schicksal seines ihm unbekannten Vaters Herbert Hedlich über 50 Jahre hinweg, dokumentierte dessen Wirken in der Leipziger SAP und erforschte die empirische Grundlage zum Buch über alle Mitglieder der Widerstandsgruppe.

Der Eintritt ist kostenfrei.

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gepostet am: Montag, 24.09.2018, 10:09 Uhr

09.11.2018 – Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Werden auch Sie Pate/ Patin für Stolpersteine in Leipzig am 9. November 2018!

2018. In diesem bedeutsamen Jahr ruft auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 11. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November auf. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Der 80. Jahrestag und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Dafür rufen wir auf, eine Patenschaft für Stolpersteine zu übernehmen und am 9. November, diesem historischen Datum, an die Opfer zu erinnern und Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf der Gedenkveranstaltung „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ des 9. Novembers 2018 finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte/9. November. Hier können Sie sich auch über das Anmeldeformular als Pate/Patin eintragen.

 

 

 

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gepostet am: Mittwoch, 05.09.2018, 12:09 Uhr

„Das christliche Abendland“ – ein Mythos? Christliche Religion und ihr Einfluss auf die [Erinnerungs-]Kultur

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, 26.10.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

In seinem Buch „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende“ zeigt der Philosoph und Historiker Rolf Bergmeier auf, dass die sogenannten „europäischen Werte“ eher auf den arabisch-islamischen als den christlichen Kulturkreis zurückzuführen sind. Bergmeiers Analyse belegt, dass das Mittelalter über Jahrhunderte hinweg nur nördlich der Pyrenäen, im Einflussbereich der christlichen Kirchen, „finster“ war, während im Osmanischen Reich Wissenschaft, Kultur und Handel blühte. Selten zuvor wäre die Rede vom „christlichen Abendland“ mit solch klaren Argumenten ad absurdum geführt. Er zeichnet die Entwicklung des Christentums anhand historischer Fakten nach und belegt, dass die Machtzunahme religiöser Kräfte in der Zeit der Spätantike mit einem zivilisatorischen Rückschritt verbunden war, von dem sich Europa erst in der Zeit der Renaissance, mit der Wiederbelebung der antiken Kultur, erholen konnte.

Rolf Bergmeier (*1940 in Oberhausen) ist Althistoriker, Philosoph und kirchenkritischer Autor. Neben seinem Werk „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende (2014) veröffentlichte er unter anderem die Bücher „Schatten über Europa – Der Untergang der antiken Kultur“ (2012), „Karl der Große – Die Korrektur eines Mythos“ (2016) und „Machtkampf. Die Geburt der Staatskirche: Vom Sieg des Katholizismus und den Folgen für Europa“ (2018).

Der Vortrag wird gemeinsam ausgerichtet mit der gbs Leipzig – Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Die gbs ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, die sich am Leitbild des evolutionären Humanismus orientiert und der sich viele renommierte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angeschlossen haben.

Moderation: Maximilian Steinhaus (Sprecher der gbs Leipzig)“

 

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gepostet am: Dienstag, 28.08.2018, 15:08 Uhr

Kontinuitäten „rechten“ Gedankengutes? Das Beispiel der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und MigrantInnen

Podiumsdiskussion am Freitag, den 14.09.2018 um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus 

Um sich in eine Gesellschaft zu integrieren bedarf es vieler Faktoren. Essentiell dabei ist es, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten zu können und sich dadurch als Teil der Gesellschaft zu fühlen. Dies gilt für alle Mitglieder dieser Gesellschaft. Dennoch wird es auch MigrantInnen erschwert, sich in die Arbeitswelt zu integrieren. Zum Teil liegt die Ursache dafür sicherlich an fehlenden Qualifikationen, aber auch diskriminierende Ressentiments seitens der ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sowie institutionelle Einschränkungen sind dafür verantwortlich.

In dieser Podiumsdiskussion werden die ReferentInnen über Fortschritte bei der Integration von Migranten in Arbeitsverhältnisse (Praktika, Ausbildung und Anstellungen) sowie auch über Blockaden bei der Integration in die Arbeitswelt informieren.

Kristian Milde hat sich während seines Masterstudiums in Global Studies intensiv mit politisch motivierten Migrationsprozessen beschäftigt und erarbeitet momentan ein Forschungsprojekt mit dem Schwerpunkt der Wege von Geflüchteten in den sächsischen Arbeitsmarkt.
Moutaz Zafer
forscht im Rahmen eines Doktorandenstudiums an der TU Dresden bereits in diesem Gebiet mit dem Fokus der Weiterqualifizierung von Migranten in sächsischen Unternehmen.
Rudaba Badakhshi ist Mitarbeiterin im Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig und mit dem Thema im Detail vertraut.
René Jalaß
wird als Mitglied des Sächsischen Landtages die Problemfelder und etwaige Lösungsansätze auf politischer Ebene beisteuern.

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gepostet am: Montag, 27.08.2018, 12:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2018

Tag des offenen Denkmals im Erich-Zeigner Haus am 09.09.2018

Auch wir öffnen zum Tag des offenen Denkmals wieder unsere Türen und bieten Führungen durch die Wohnräume des ehemaligen Oberbürgermeisters von Leipzig (1945-49) und sächsischen Ministerpräsidenten Erich Zeigner an.

Zu besichtigen sind Arbeitszimmer, Bibliothek und Musikzimmer im Originalzustand mit Originalmöbeln wie Schreibtisch, Bücherschränke und Büchern. Im Musikzimmer steht Zeigners Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Erich-Zeigner den Leipziger Rettungswiderstand und rettete Juden vor der NS-Verfolgung.

Die Führung erfolgt durch alle Räumlichkeiten Erich-Zeigners und des heutigen Vereins, dessen Arbeit im geistigen Erbe Zeigners parallel vorgestellt wird. Optional befindet sich eine Ausstellung von John Heartfields Politischen Fotomontagen gegen das NS-Regime im Ersten Obergeschoss und kann ebenfalls besichtigt werden.Die kostenlosen Führungen am Tag des offenen Denkmals finden stündlich von 11 bis 14 Uhr statt.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/ über die Suchfunktion mit dem Stichwort „Erich-Zeigner-Haus“.

Wir freuen uns auf alle Besucher!

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Brückenfest 2018

Brückenfest 4.0 am 25. August von 14 – 22 Uhr auf der Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park 

Brückenfest – ankommen. platznehmen. mitgestalten.

Demokratie leben, Gesellschaft mitgestalten, das ist die Grundlage für unser Zusammenleben. Mitgestalten ist Auftrag und Chance zugleich. Nur wenn alle gleichgestellt mitgestalten können, ist eine offene, solidarische, respektvolle Gesellschaft möglich. Nur wenn alle erfahren, dass ihre Entscheidungen Einfluss haben, entsteht eine aktive Einwohner*innenschaft, die von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist.

Im „Jahr der Demokratie“ in Leipzig wollen wir zeigen, wie Menschen sich einbringen und mitentscheiden können – politisch, kulturell, sozial – für ein mutiges, buntes und vielfältiges Leipzig. Es ist dringender denn je für eine aktive Einwohner*innenschaft einzutreten. Es stehen viele Errungenschaften unserer Demokratie in diesen Zeiten wieder auf dem Spiel. In unserer Gesellschaft gibt es zu viel Ausgrenzung: ökonomisch, sozial, rassistisch, kulturell, allzu oft unsichtbar. Das Fest will Brücken bauen: kulturelle Teilhabe ermöglichen, soziale Sicherheit schaffen, politische Mitgestaltung fördern. Demokratie baut Brücken. Brücken schaffen Zusammenleben.

Zum vierten Mal möchte das Aktionsnetzwerk »Leipzig nimmt Platz« gemeinsam mit der Kulturfabrik Werk 2, dem Netzwerk Integration – Migrant*innen in Leipzig und neuen Partner*innen wie der Moritzbastei und dem Leipzig. Courage zeigen e.V. den Brückenschlag zu all den Menschen, die ausgrenzt werden, üben. Wir haben gemeinsam Platz genommen und uns kennengelernt. Nun wird es Zeit, dass wir gemeinsam unsere Stadt und unser Land gestalten. Wir freuen uns auf eine Börse Leipziger Vereine, eine Straße der Begegnungen, ein interkulturelles Angebot vieler Vereine und Initiativen mit Musik, politischen Botschaften, Infoständen, Gastronomie, Kleinkunst und Spendensammlungen, vor allem aber auf all die Menschen, die gemeinsam Platz nehmen und Brücken bauen.

Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. wird in diesem Jahr wieder daran teilnehmen. Wir freuen uns auf tolle Gespräche!

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Ausstellungseröffnung „…’vergiß die Fotos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vom 16.8. bis zum 23.8. wird die Ausstellung: „‘…vergiß die Fotos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ im Felsenkeller präsentiert. Die Ausstellung, die wir als Kooperationspartner unterstützen, zeigt anhand einzigartiger Fotos des Rosslauer Fotografen Hanns Weltzel von den Anfängen der Verfolgung, über den Alltag im Dritten Reich bis zur Internierung und Massenmord die Leidensgeschichte mitteldeutscher Sinti und Roma. Die sehr umfangreiche Ausstellungen (50 Tafeln) wird im großen Saal des Felsenkellers gezeigt werden. Zudem soll am 16.8. zur Eröffnung der Ausstellung ein Konzert mit der Berliner Sinti-Swing-Band „Radio Django“ stattfinden. Der Gitarrist Janko Lauenberger ist ein Nachkomme einer der in der Ausstellung betrachteten Sinti-Familien. Die Macherin der Ausstellung Jana Müller aus Dessau wird die Eröffnung begleiten.

Wir laden Sie recht herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen und an der Eröffnungsfeier am 16.08. 20.00 Uhr teilzunehmen.

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Wie neu ist die Neue Rechte? Lifestyle, Denken und Botschaften in alter Tradition und Neuen Medien

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, 17.08.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

KennerInnen der Nationalsozialismus reiben sich die Augen. Vieles, was im aktuellen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Öffentlichkeit als überraschend neu diskutiert wird, hat seine Wurzeln in der Weimarer Republik, in der Zeit zwischen 1933 bis 1945 oder in der sogenannten „Alten Rechten“. Seien es Strategien, Lifestile oder Inhalte. Es stellt sich also die Frage: Wie neu ist die sogenannte Neue Rechte und warum gibt es überhaupt noch rechtes Gedankengut nach dem Holocaust?

Referentin: Andrea Röpke ist Politologin sowie mehrfach ausgezeichnete Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus. Zuletzt veröffentlichte sie zusammen mit dem ausgewiesenen Rechtsextremismusexperten Andreas Speit das Buch „Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland“ (2013) sowie die „Jahrbücher rechter Gewalt“ 2017 und 2018.

Der Kulturwissenschaftler Eiko Kühnert moderiert den Vortrag und die anschließende Diskussion.

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen wiedererstarkende rechte Strukturen in der Gegenwart

Am Mittwoch, den 11.07.2018 um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus I Musikalische Lesung mit Werken zeitgenössischer Autoren und Musikern

– Wiedererstarkende rechte Strukturen und Rechtspopulismus, der extrem menschenverachtend und menschenfeindlich ist und unser demokratisches Miteinander in Deutschland und Europa gefährdet – Auch heute setzen sich noch Musiker, Komponisten, Schriftsteller, Lyriker und Theaterregisseure mit diesem Thema auseinander. Die „Flüchtlingskrise“ war in aller Munde und vor allem montags auf Deutschlands Straßen. Die Forderung „Deutschland den Deutschen“, die Sorge, dass „der Islam unsere deutsche Kultur zerstöre“ und das mit offenen Grenzen am Rande unseres Landes ohne „Obergrenze“, die „Ausländer uns Deutsche überrollen und vertreiben werden“, bewog viele Künstler sich dagegen zu positionieren. Es wurden und werden Benefizkonzerte für die Flüchtlingshilfe organisiert und Konzerte zum Thema Krieg und Frieden veranstaltet, im Poetry Slam und auf Theaterbühnen werden die „besorgten Bürger“ satirisch hinterfragt, analysiert und beim Thema Krieg und Flucht wird sich mitmenschlich, solidarisch und helfend geäußert.

Die Schlussveranstaltung der Reihe bildet die Analogie zwischen den Werken aus den 30ern sowie 40ern und der Gegenwart, um auch die aktuelle Problematik rechter Strukturen aufzuzeigen und Beispiele von zivilcouragiertem Handeln und künstlerische Proteste gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz zu würdigen.

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gepostet am: Montag, 25.06.2018, 13:06 Uhr

„Finis Germania“: Wie rechtes Gedankengut zum Spiegelbestseller wird

Am Freitag den 29.06.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus I Podiumsdiskussion zum Thema „Finis Germania“: Wie rechtes Gedankengut zum Spiegelbestseller wird I Aus der Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt! Über die aktuelle Macht der Vergangenheit“

 

Der Verlag Antaios des Rechtsextremisten Götz Kubitschek hat 2017 einen Spiegelbestseller gelandet. Das Buch „Finis Germania“ des verstorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle wurde veröffentlicht und von führenden Publizisten hoch bewertet. Erst danach wurde allen Beteiligten klar, dass es sich um eine rechtsradikale Schrift handelt. Wie konnte das geschehen bzw. was steckt hinter dem dort präsentierten rechtsextremistischen Gedankengebäude? Was ist das darin enthaltene Geschichtskonzept von Rechts?

Referenten: Prof. Dr. Ulrich Brieler studierte Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Bochum. Seit 1992 lebt er in Leipzig und ist im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters tätig. Zudem hat er eine Honorarprofessur am Institut für Philosophie an der Universität Leipzig.
Jan Rathje ist Politikwissenschaftler. Er studierte in Potsdam und Greifswald mit den Schwerpunkten Rechtsextremismus und Politische Theorie. Er ist Mitarbeiter bei der Amadeu Antonio Stiftung und veröffentlichte 2017 das Buch „Reichsbürger, Selbstverwalter und Souveränisten. Vom Wahn des bedrohten Deutschen.“

Moderation: Dr. Nils M. Franke ist Kulturwissenschaftler sowie Historiker und analysiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büro Leipzigs seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens.

Der Eintritt ist kostenfrei

Wir laden Sie und Euch herzlich ein, an der Veranstaltung zahlreich teilzunehmen!

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gepostet am: Montag, 25.06.2018, 13:06 Uhr

Gedenktafeleinweihung für den jüdischen Sportverein „BAR KOCHBA Leipzig“

Gedenktafeleinweihung und Gedenkstunde  am Freitag, 29. Juni 2018, 17.00 Uhr in der Elsterstr. 7, 04109 Leipzig

Der Erich-Zeigner-Haus Verein hat sich gemeinsam mit dem DGB-Stadtverband Leipzig das Ziel und die Aufgabe gestellt, den jüdischen Sportverein „BAR KOCHBA Leipzig“ zu ehren. Unterstützt werden wir in diesem Projekt darüber hinaus von dem Tüpfelhausen – Das Familienportal e.V. und der israelitischen Religionsgemeinde Leipzig.

In der „Reichspogromnacht“ am 9. November 1938 wurde das Haus, in dem der Verein wirkte, von der Gestapo verwüstet. Der Verein wurde schließlich durch die NS-Diktatur im Jahr 1939 zur Selbstauflösung gezwungen. Viele Vereinsmitglieder wurden verhaftet, interniert, mussten fliehen, verloren ihre Heimat oder wurden ermordet.

Wir möchten an diese fast vergessenen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern, die bis zum 9. November 1938 neben ihrer Sportstätte in der Delitzscher Straße ihr Jugendhaus und ihre Geschäftsstelle in der Elsterstr. 7 in Leipzig innehatten.

Wir möchten dies zum Anlass nehmen, Sie recht herzlich einzuladen, um in einer Stunde des Gedenkens eine Stehle an diesen Ort zu enthüllen.

Dies geschieht auch im Namen unserer vielen Kooperationspartner, die uns in der Vorbereitung und Umsetzung des Projektes aktiv begleitet haben.

 

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gepostet am: Montag, 11.06.2018, 14:06 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus in der direkten Nachkriegszeit

Am Mittwoch den 20.06. um 19:00 Uhr findet die dritte musikalische Lesung der Reihe „Widerstand in Ton und Wort“ im Erich-Zeigner-Haus statt. Diesmal mit Werken, die in der direkten Nachkriegszeit entstanden sind. 

– Das Ende des Krieges – zerstörte Städte, Millionen Tote und Traumatisierte, gebrochene Familien, schrecklicher Hunger, ein Winter, der erneut seine Opfer forderte und überall Menschen, die das Hitlerbild von der Wand nahmen und ihre Westen weißwuschen. All dies schlägt sich in der Literatur und Musik nach 1945 nieder. Die Schriftsteller und Musiker konnten zurück nach Deutschland und mussten nicht mehr mit Vertreibung und Tod rechnen, wenn sie ihre Werke veröffentlichten – zumindest nicht in den ersten Nachkriegsjahren. Auch wenn der Krieg vorbei war, merkt man in der Kunst, wie omnipräsent noch immer Tod, Traumata, Leid und der Krieg mit all seinen Zerstörungen waren. Nach dem 08. Mai 1945 wurden zahlreiche Werke veröffentlicht, die den Künstlern seit Jahren auf dem Herzen brannten. Aber nicht nur die vergangen Eindrücke wurden in der Musik und der Literatur veröffentlicht, sondern auch die neuen Sorgen und Leiden, mit denen die Menschen nach 12 Jahren Nazi-Diktatur lebten.

es erklingen Werke von Paul Celan, Erich Kästner, Bertolt Brecht sowie Kurt Weil, Lon Beery, Arnold Schönberg

Der Eintritt ist wie gewohnt kostenfrei.

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gepostet am: Montag, 11.06.2018, 13:06 Uhr

Stolpersteinverlegungen im Leipziger Umland und in Leipzig

Am 20./21. 06. werden die Stolpersteine von vier unserer Schülerprojekte verlegt. 

Am 20.06. reist der Künstler Gunter Demnig durch Sachsen und verlegt die Stolpersteine um 09:00 Uhr auf dem Rathausplatz in Naunhof für die Juden Max Moses Ratner und Mosey Witensohn, um 11:00 Uhr in der Merseburgerstraße 11 und Waldstraße 13 in Schkeuditz für die dreiköpfige jüdische Familie Engelberg und den Juden Osias Krumholz und schließlich 14:00 Uhr in der August-Bebel-Straße 25 in Bad Lausick für den Zeugen Jehovas Friedrich Kaubisch.

Am 21.06. wird gegen 14:30 Uhr der Stolperstein für Walter Heise vor der Russenstraße 57 verlegt, zu dem eine Schülergruppe aus der Oberschule am Adler recherchierte.

Für alle Verlegungen bereiteten die jeweiligen Projektgruppen ein kulturelles Rahmenprogramm vor.

Im Namen der Schüler*innen und des Vereins laden wir Sie und Euch herzlich zu den Stolpersteinverlegungen im Leipziger Umland und in Leipzig ein!

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gepostet am: Dienstag, 05.06.2018, 11:06 Uhr

Die vermeintliche „Überlegenheit“ der Deutschen? Vom Germanenmythos zum Sachsenmonitor 2017

8.6.2018 I 18.00 Uhr I Podiumsdiskussion: Die vermeintliche „Überlegenheit“ der Deutschen? Vom Germanenmythos zum Sachsenmonitor 2017

RechtsextremistInnen gehen davon aus, dass die Deutschen ein überlegenes Volk seien. Selbst im aktuellen „Sachsenmonitor“ vertreten 15% der Befragten diese Position. Wie kommt man auf so eine Idee? Wie wird die unterstellte Überlegenheit begründet? Und welche Folgen hat das?

Referenten:

Holger Mann (MdL SPD) studierte Politik, Journalismus und Geschichte. Er ist seit 2009 Landtagsabgeordneter  und Sprecher für Digitalisierung, Technologie und EU-Förderpolitik der SPD-Fraktion. Er war von 2004 bis 2009 Landesvorsitzender  der sächsischen Jusos. Seit 2006 gehört er dem Landesvorstand der SPD Sachsen an.

Kerstin Köditz (MdL DIE LINKE) ist Politikerin (Partei DIE LINKE) und seit 2001 Mitglied des sächsischen Landrates, sowie Sprecherin ihrer Fraktion für antifaschistische Politik. Nach ihrem Marxismus – Leninismus Studium wechselte sie 1989 zu Philosophie, sowie Soziologie, Neuere und Neuste Geschichte. Von 1994 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Landtagsabgeordneten Monika Runge. Von April 2012 bis 2014 war sie eines der 19 Mitgliedern des ersten sächsischen NSU-Untersuchungsausschusses und gehörte auch dem zweiten Ausschuss seit 2015 an.

Moderation: Brigitta Triebel

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gepostet am: Montag, 04.06.2018, 15:06 Uhr

Bürgercafé Kleinzschocher am 05. Juni 17-20 Uhr

Gemeinsam mit Andreas Goecke (stellv. Leiter des Polizeireviers Südwest), Heiko Müller (Stadtumbaumanagement Leipziger Westen) und Antje Brodhun (Abteilungsleiterin der Kulturförderung, Kulturamt der Stadt Leipzig) diskutieren wir aktuelle Entwicklungen in unserem Stadtteil.
Das Bürgercafé ist offen für alle AnwohnerInnen und Interessierten. Der Eingang zum L-OFT 64 befindet sich vom zentralen Parkplatz aus mit Blick auf die Limburger Straße auf der rechten Seite. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich.

Das Bürgercafé wird von der Stadt Leipzig und der Bürgerinitiative Kleinzschocher wird bunt organisiert:

buntes-kleinzschocher@gmx.de
Facebook-Seite

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gepostet am: Sonntag, 20.05.2018, 13:05 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus während des Zweiten Weltkrieges 1939-1945

Am Mittwoch den 23.05. um 19:00 Uhr findet die zweite Veranstaltung der Reihe „Widerstand in Ton und Wort“ im Erich-Zeigner-Haus statt. Diesmal mit Werken, die in der Zeit des Zweiten Weltkrieges entstanden sind. 

Unbenannt– „Seit 05.45 Uhr wird zurückgeschossen“ – So Adolf Hitler am 01. September 1939. Und zurückgeschossen wurde bis Mai 1945. Fast sechs Jahre forderte dieser beispiellose Krieg seine Opfer. Nicht nur Mütter mussten zusehen, wie ihre Männer und Söhne an die Front gingen und wahrscheinlich nie wiederkehrten. Die perverse Rassenideologie der Nazis führte zur Vernichtung ganzer Familien und Völker; führte zu Vernichtungslagern, die die Welt in diesem Ausmaß noch nie gesehen hatte und ließ die Asche von Millionen verbrannter Menschen über die Städte regnen. Aber die „normale Zivilbevölkerung“ hat „natürlich“ von all dem nichts gewusst. Den Gegenbeweis bringen die Werke aus der Kunst. Aus dem Exil und der inneren Emigration schrieben Schriftsteller und Musiker ihren Eindruck aus dieser Zeit, wenden sich an die deutschen Hörer und Leser, versuchten Trost zu spenden und zu mahnen. Sie sahen zu, wie Deutschland zerstörte und Deutschland zerstört wurde – aber im Gegensatz zu anderen schwiegen sie nicht.

Es erklingen Werke von Thomas Mann, Klaus Mann, Charlie Chaplin, der Weißen Rose, dem Münsteraner Bischof Clemens von Galen, sowie der Comedian Harmonists, Richard Strauss‘ und Musikern aus Konzentrationslagern

Es singen Robert Pohlers, Oskar Didt, Johann Winter, Aaron Müller und Vincent Berger. Am zeignerischen Flügel wird Charlotte Steppes sitzen, die Texte werden von Caroline Müller gelesen.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen

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gepostet am: Mittwoch, 02.05.2018, 11:05 Uhr

“Volk” oder “Bevölkerung”? “Deutsch sein” im Diskurs

Am 18.05. um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Sich Erinnern ist ein politischer Akt!” Über die aktuelle Macht der Vergangenheit

18.05.Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus”, heißt es in Artikel 20 des Grundgesetzes.
Was heißt “Volks”souveränität heute? Wie verhält sich der Volksbegriff des Grundgesetzes zum Begriff des Volkes als “Abstammungsgemeinschaft”? RechtsextremistInnen fürchten den “großen Austausch”, postulieren demgegenüber ein biologistisches “Deutsch-Sein”und eine Gefahr der Verdrängung von “Deutschen” durch “Fremde”. Sind “Fremde” automatisch Feinde? Was ist dran an dieser Gemengelage?

Referent: Maximilian Steinbeis ist Gründer und Herausgeber des “Verfassungsblogs”, einer weltweit gelesenen Diskursplattform zu verfassungsrechtlichen und -politischen Themen, die als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und politischer Öffentlichkeit vermittelt. Er ist Jurist, Schriftsteller sowie Journalist und hat als Mitautor des Buches “Mit Rechten reden” im Jahr 2017 auf sich aufmerksam gemacht.

Moderation: Dr. Nils M. Franke ist Kulturwissenschaftler sowie Historiker und analysiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büro Leipzigs seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens.

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gepostet am: Mittwoch, 18.04.2018, 9:04 Uhr

Schaut auf dieses Land!

Am Freitag, den 20. April 2018 um 18 Uhr im Café Eigler im Capa-Haus (Jahnallee 61) berichtet der Leipziger Fotoreporter Sylvio Hoffmann über seine gefährliche Arbeit in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt.

Eine Veranstaltung der Bürgerinitiative Capa-Haus und dem Erich-Zeigner-Haus e.V.Capahaus Capa-Haus

 

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gepostet am: Donnerstag, 12.04.2018, 10:04 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus bis 1939

Am Mittwoch, den 18.04.2018 um 19 Uhr, eine Veranstaltung im Erich-Zeigner-Haus e.V.: „Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus bis 1939“

aus der Reihe:

„Widerstand in Ton und Wort. Wie künstlerische Ästhetik politische Dimensionen in der NS-Diktatur und Gegenwart erlangt“

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18.04. Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus bis 1939
– Werke von Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Erich Kästner, Thomas Mann, Oskar Maria Graf sowie Kurt Thomas, Hanns Eisler, Kurt Weill und Gustav Schreck

– Widerstand – Die Flut an Gesetzen, die die Nationalsozialisten seit 1933 verabschiedeten, welche Maßnahmen daraus resultierten und wie die verschiedenen Oppositionellen der Zeit reagierten, werden vor allem in Schulen, aber auch in demokratiefördernden Einrichtungen viel und intensiv thematisiert. Vergessen wird hierbei jedoch häufig, welchen Einfluss diese Gesetze und Maßnahmen nicht nur für Sozialdemokraten und Kommunisten, sondern auch auf die Arbeit von z.B. Schriftstellern und Musikern und natürlich auch auf die betroffenen Künstler selbst. Seit dem Beginn der 30er Jahre veröffentlichten die Nazis Listen, welche Schriftsteller, Musiker und Maler verboten oder erlaubten. Was nicht ideologisch korrekt war oder den Ästhetikvorstellungen und – erwartungen des Regimes entsprach, wurde als entartet degradiert und in der Öffentlichkeit verbrannt, um weitere Verbreitungen zu verhindern oder mit Repressalien zu belegen. Und dabei war die Bücherverbrennung und die Flucht in ein anderes Land erst der Anfang. Den Mut aufzubringen und sich nicht symbolisch und buchstäblich einsperren zu lassen, sondern „die Feder in die Hand zu nehmen“ und zu schreiben, ist in einer Diktatur ein Beweis von Zivilcourage und enormer Stärke. Ob in der inneren Emigration unter falschem Namen oder im Exil zwischen Europa, Amerika und Afrika veröffentlichten Künstler ihre Werke und „beschimpften, bitteten, beleidigten und lachten“ das herrschende System und die deutsche Bevölkerung aus und hofften, dass die Menschheit sich so wenigstens „ein ganz klein wenig bessern könnte“.

Die musikalischen Beiträge werden übernommen von: Robert Pohlers, Christian Pohlers, Johann Winter, Aaron Müller, Vincent Berger, Agnes Hein, Johanna Jäger, Katherina Schmidt,

Die literarischen Beiträge werden übernommen von: Caroline Müller

Termine
gepostet am: Montag, 19.03.2018, 14:03 Uhr

Schluss mit Auschwitz?! Ein Ende des „Kriegsschuldkults“?!

Der Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt!“ Über die aktuelle Macht der Vergangenheit!
Am Freitag den 13.04.2018 findet um 18 Uhr die erste Veranstaltung unserer neuen Reihe im Erich-Zeigner-Haus statt.

Unbenannt
Björn Höcke [AfD] forderte zu Beginn des Jahres 2017 eine „180 Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur“. Zur Staatsraison der Bundesrepublik Deutschland gehört eine Verurteilung des Nationalsozialismus und die Übernahme einer Verantwortung für die historischen Geschehnisse. Die Forderungen von B. Höcke durchbricht diesen Konsens.
Zurecht? Müssen wir uns nach 70 Jahren nicht mehr der Verantwortung stellen? Schluss mit Auschwitz? Worin liegen die historischen Ursprünge dieser Forderung von Rechts und in wieweit hat der Vorwurf einer postulierten „political correctness“ tatsächlich Bestand?
Pia Heine hält dazu einen Vortrag und lädt anschließend zu einer offenen Diskussion ein.
Henry Lewkowitz moderiert den Abend.

Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns über zahlreiche Interessierte !

Erich-Zeigner-Haus e.V.
Zschochersche Straße 21, 04229 Leipzig
kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de
0341 870 95 07

 

 

Termine
gepostet am: Donnerstag, 15.03.2018, 13:03 Uhr

Geschichte greifbar machen – ein Stolpersteinprojekt und seine politische Dimension im Fokus

Veranstaltung vom Erich-Zeigner-Haus e.V. und der 94. Oberschule im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 22.03.2018 ab 18 Uhr 

Im Schuljahr 2016/17 führte die 94. Oberschule Leipzig-Grünau mit Unterstützung des Erich-Zeigner-Haus e.V. ein Stolpersteinprojekt durch. Die Schüler recherchierten zu einem Juden aus Leipzig, der 1941 im Konzentrationslager Dachau ermordet wurde. Für Theodor Erich Boss wurde schließlich am 27.05.2017 ein Stolperstein gegenüber der Nordstraße 24 in Leipzig verlegt.
Sie bekommen exemplarisch an diesem Stolpersteinprojekt einen Eindruck, wie der Ablauf eines solchen Schülerprojektes aussehen kann, was man alles benötigt und wohin man sich wenden kann, um Schülern Geschichte greifbar zu machen, um damit dem zunehmenden Geschichtsvergessen der künftigen Generationen entgegenzuwirken. All dies erfahren Sie im Erich-Zeigner-Haus durch dortige Mitarbeiter und dem Projektleiter der Schule.

Hier können Sie die Hintergründe zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus nachlesen.

!! !! Wichtiger Hinweis !! !!
Die Zschochersche Straße ist vor dem Erich-Zeigner-Haus wegen einer Baustelle gesperrt. Wer mit dem Auto kommt muss nach dem Parken ein paar Schritte mehr laufen; die Linie 14 fährt regulär und hält am Felsenkeller; für die Linie 3 fährt ein Schienenersatzverkehr, wer diesen Bus nutzt, muss „Erich-Zeigner-Allee“ aussteigen und 200 Meter laufen.

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gepostet am: Donnerstag, 22.02.2018, 13:02 Uhr

Gedenktafelanbringung für den „Stillen Helden“ Otto Heinze

Am 13.04.2018 um 16.30 Uhr möchte die Projektgruppe des Immanuel-Kant-Gymnasiums gemeinsam mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. die „Stille Helden“ – Gedenktafel für Otto Heize in der Marktstraße 7 anbringen.

Hier finden Sie alle Hintergrundinformationen zu dem „Stille Helden“ – Projekt.

 

Termine
gepostet am: Dienstag, 20.02.2018, 12:02 Uhr

Buchpräsentation: „Von Biedermännern und Brandstiftern“

Donnerstag, 15. März 2018 um 19:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Eine gemeinsame Veranstaltung von Leipzig. Courage zeigen. e.V. und Erich-Zeigner-Haus e.V.

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse stellen Björn Allmendinger, Joachim Fährmann und Klaudia Tietze ihr Buch „Von Biedermännern und Brandstiftern“ vor.

Auch Gewerkschaftsmitglieder gehörten zu den Wähler*innen der AfD, die im flyer_buchmesse_2018_vorderseiteSeptember 2017 mit 12,6% in den Bundestag einzog. Gezielt sucht die AfD die Konfrontation auch mit Parteien und Organisationen, die sich in der Tradition der Arbeiterbewegung verorten. Exemplarisch steht hierfür etwa der Slogan »Das neue Rot der Arbeitnehmer ist Blau«, welcher von der Interessengemeinschaft der »Arbeitnehmer in der AfD« (AidA) verbreitet wird. Warum wirkt der Rechtspopulismus bei Arbeitnehmer*innen? Viele Menschen fühlen sich von der herrschenden politischen Klasse nicht mehr vertreten. Durch die fortschreitende Prekarisierung werden immer mehr Kolleg*innen vom regulären Arbeitsmarkt ausgegrenzt. Auch die Entwicklung in Richtung einer digitalen Gesellschaft (Industrie 4.0) schürt Abstiegsängste. Gewerkschaften müssen diese Sorgen aufgreifen und zugleich ihre Kernthemen vorantreiben: betriebliche Mitbestimmung, Teilhabe und Anerkennung, gute Arbeit mit gerechten Löhnen und eine Rente, die zum Leben reicht. Und es geht um die Verteidigung gewerkschaftlicher Grundwerte wie Solidarität, kulturelle Vielfalt und Chancengleichheit. Darüber sprechen die drei Herausgeber*innen Björn Allmendinger (bis Mitte April Studienleiter im Bildungszentrum HVHS Hustedt), Joachim Fährmann (IG Metall Wolfsburg) und Klaudia Tietze (Geschäftsführerin des Vereins »Mach meinen Kumpel nicht an!«).

Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung zahlreich teilzunehmen !

!! !! Wichtiger Hinweis !! !!
Die Zschochersche Straße ist vor dem Erich-Zeigner-Haus wegen einer Baustelle gesperrt. Wer mit dem Auto kommt muss nach dem Parken ein paar Schritte mehr laufen; die Linie 14 fährt regulär und hält am Felsenkeller; für die Linie 3 fährt ein Schienenersatzverkehr, wer diesen Bus nutzt, muss „Erich-Zeigner-Allee“ aussteigen und 200 Meter laufen.

 

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gepostet am: Dienstag, 02.01.2018, 14:01 Uhr

Jahresüberblick für 2018

Auch für das neue Jahr haben wir viele Vorhaben und Projekte geplant:

Neue Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt“ – Über die aktuelle Macht der Vergangenheit! 
Wie auch im vergangen Jahr werden die Veranstaltungen in den verschiedenen Formaten und mit verschiedenen Referenten ein mal im Monat an einem Freitag um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus stattfinden. In dieser Reihe wird es um die aktuelle und auch vergangene Erinnerungspolitik gehen, mit der Fragestellung wie haltbar das Geschichtsbild von Rechts ist und wie es wäre, wenn es die 180° Wende in der Erinnerungskultur tatsächlich gebe würde, die z.B. die AfD immer wieder fordert. Am 13.04.2018 findet die Auftaktveranstaltung statt, mit dem Thema: „Schluss mit Auschwitz? Ende des Kriegsschuldkults?“ die weiteren Daten für die Vorträge sind nach momentaner Planung 18.05.18; 08.06.18; 29.06.18; 17.08.18; 14.09.18; 26.10.18; 16.11.18; 14.12.18

Parallel wird es eine kleinere zweite Veranstaltungsreihe geben, die ebenfalls ab April anläuft. Im Zuge des FSJ-Politik wird die derzeitige FSJ_lerin eine eigene Veranstaltungsreihe zum Thema „Widerstand in Ton und Wort. Wie künstlerische Ästhetik politische Dimensionen in der NS-Diktatur und Gegenwart erlangt“ organisieren. Zu den vier geplanten Abenden sollen Beispiele aus den Bereichen der Musik und Literatur vorgestellt werden, die inhaltlich und formell Widerstand gegen den Nationalsozialismus und das damalige Regime bilden. Dafür werden vier Zeitspannen abgefasst: Vor 1939; Zweiter Weltkrieg 1939-1945; direkte Nachkriegszeit; wie ist der Widerstand gegen rechte Strukturen heute?
Die erste Veranstaltung dieser Reihe findet am 18.04. um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus statt, die weiteren zur gleichen Zeit am selben Ort  am 23.05, 20.06. und 11.07.

Vom 20.Januar bis 08. Februar wird die John Heartfield Ausstellung, die noch im Freien Gymnasium Naunhof zu finden war, an das Neue Nikolaigymnasium Leipzig wechseln und danach wieder im Erich-Zeigner-Haus hängen.

Es laufen derzeit Vorrecherchen zu zwei neuen Jugendprojekten, sowohl ein Stolperstein-, als auch ein „Stille Helden“ – Projekt an. Die Projekte, die 2017 begonnen haben werden im Laufe dieses Jahres abgeschlossen:

Am 13. April 2018 um 16.30 Uhr wird die Gedenktafel für Otto Heinze an der Marktstraße 7 angebracht.

Am 20. Juni 2018 finden die Stolpersteinverlegungen im Leipziger Land (Naunhof: Max Moses Ratner und Mosey Witensohn, Schkeuditz: Familie Engelberg und Osias Krumholz, Bad Lausick: Friedrich Kaubisch) statt.

Am 21. Juni 2018 findet die Stolpersteinverlegung in Leipzig (Immanuel-Kant-Gymnasium verlegt einen Stolperstein für Walter Heise) hier zum nachlesen

Am 29. Juni 2018 17 Uhr wird es eine Anbringung der Gedenktafel für den ehemaligen jüdischen Fußballverein SK Bar Kochba in der Elsterstraße 7 geben.

Am 09. November 2018: Achtzigste Jährung der Reichspogromnacht. „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“. In diesem Jahr und auf Grund des „runden Jubiläums“ werden Änderungen in der Organisation vorgenommen, weshalb die Vorbereitung für diesen historisch bedeutenden Tag bereits im Juli beginnen werden. Insgesamt wird der 09. November 2018 mehr in den Fokus gerückt, sowohl von Seiten des Erich-Zeigner-Haus e.V. als vermutlich auch von gesellschaftlicher, öffentlicher und politischen Seite.

Weiterhin finden die Treffen der Bürgerinitiative „Kleinzschocher wird bunt“ in den Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Hauses statt. Für weitere Informationen könne Sie hier nachlesen

Wie auch im vergangenem Jahr bietet das Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus e.V. an jedem 1. Samstag des Monats einen Workshop an, für die jede/r herzlich eingeladen ist. Der nächste Workshop findet am 06. Januar 2018 statt.

Für 2018 sind zwei neue Publikationen des Erich-Zeigner-Hauses geplant. Zum einen wird es eine Bibliografie über Erich Zeigners noch original erhaltene Bibliotheksbestände geben. Zum anderen soll es eine Veröffentlichung geben, die sich mit der Widerstandsgruppe der Sozialistischen Arbeiter Partei aus Leipzig und deren aktuellen Bedeutung in den „Stille Helden“ – Projekten des Vereins  auseinandersetzt.

Dies ist der erste Plan für 2018, es wird bestimmt noch mehr dazukommen…

Wir wünschen allen ein erfolgreiches und frohes Jahr 2018!

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gepostet am: Freitag, 01.12.2017, 12:12 Uhr

15.12. Vortrag – Das Frauen- und Männerbild im Rechtsextremismus – 18-20 Uhr

Am Freitag, den 15.12.2017 von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ der vorerst letzte Vortrag zum Thema „Das Frauen- und Männerbild im Rechtsextremismus“ im Erich-Zeigner-Haus stattfinden.

15.12.Während im nationalsozialistischen Weltbild Frauen die Rolle der Gebährenden zugesprochen wurde, versuchen heutige Rechtspopulisten eine scheinbare Neubestimmung des Frauenbildes. Einerseits wird die Frau am Herd wieder idealisiert, auf der anderen Seite stehen bei Pegida, AfD, Front National usw. Frauen in den ersten Reihen.
Im Vortrag sollen sowohl Konservative als auch NS-Frauenbilder skizziert und dem gegenwärtigen Wiedererstarken und der Abwandlung solcher Bilder nachgegangen werden – dabei wird ebenfalls das komplementäre Männerbild besprochen, welches im Rechtspopulismus zutage tritt.

Die Referentin des Abends wird Katharina Schenk sein, die als Politikwissenschaftlerin und Philosophin das Bild der Frauen und Männer zweier Zeiten beleuchten möchte und dabei eventuelle Widersprüche oder Übereinkünfte deutlich macht. Die Moderation wird von dem Vorstandsvorsitzenden des Erich-Zeigner-Haus e.V. Raimund Grafe übernommen. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe soll der Fokus ebenfalls auf einigen offen gebliebenen Fragen des Publikums liegen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig, dem Arbeit und Leben Sachsen e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachen e.V. statt.

Zu dieser Veranstaltung sind Sie/seid ihr recht herzlich eingeladen!

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gepostet am: Montag, 13.11.2017, 10:11 Uhr

24.11. – Vortrag und Podiumsdiskussion – Politik und Religion

Politik und Religion – Vortrag und Podiumsdiskussion im Erich-Zeigner-Haus e.V. am 24.11. von 18-20 Uhr 

flyer_24_11_2017_vorderseiteIn Zeiten zunehmender religiöser Konflikte, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, gibt es Bestrebungen, mögliche Antworten durch die philosophische Betrachtung der Unvereinbarkeit von Politik und Religion zu erhalten. Mit der Frage, wie eine säkulare Gesellschaft mit einem nicht diskursiv verhandelbaren „religiösen Kern“ einer Glaubensgemeinschaft umgehen kann, wird Henry Lewkowitz Möglichkeiten und Grenzen der Vereinigung von Politik und Religion aufzeigen. An einer anschließenden Podiumsdiskussion wird Prof. Dr. emer. Matthias Petzoldt als Professor für Fundamentaltheologie und Hermeneutik an der Universität Leipzig teilnehmen und auch eine theologische Perspektive mit dem Umgang von Politik und Religion beitragen.

Als vorletzter Vortrag unserer Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ ist dieser Exkurs in eine allgemeine politische und religiöse Problematik, die seit hunderten und tausenden Jahren schon besteht, eine Möglichkeit, für jeden Interessierten selbst über die Unvereinbarkeit beider Positionen nachzudenken.

 

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gepostet am: Mittwoch, 04.10.2017, 14:10 Uhr

13.10. Vortrag: Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus

Am 13.10. findet von 18-20 Uhr im Erich-Zeigner-Haus ein Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus“ statt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ werden die ReferentInnen Kerstin Köditz, Florian Illerhaus und Prof. Dr. Gert Pickel über Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus referieren und auf aktuelle Debatten in Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingehen. Moderiert wird die Veranstaltung vom Kulturwissenschaftler Eiko Kühnert.

Islamfeindlichkeit steht als aktuelles gesellschaftliches Feindbild im Zentrum der Aussagen und Positionen nicht nur der AfD. Besonders interessant ist die Tatsache, dass in Ostdeutschland die Islamfeindlichkeit im Vergleich zu dem geringen muslimischen Bevölkerungsanteil erschreckend hoch ist. Eine begründbare Angst vor möglicher „Überfremdung“ ist also de facto nicht möglich. Zusammen mit den ReferentInnen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft soll in der Veranstaltung die Vorstellung einer „homogenen bio-deutschen Bevölkerung“ und damit zusammenhängende Gefahren sowie deren Aktualisierungsbestrebungen durch die „Neue Rechte“ thematisiert und problematisiert werden.

Herzliche Einladung an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei, über Spenden sind wir sehr dankbar.

Unterstützt wird diese Veranstaltung von der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz.

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gepostet am: Montag, 25.09.2017, 16:09 Uhr

Buchvorstellung: Wörterbuch des besorgten Bürgers

Am 02.11. um 18.00 Uhr wird die dritte Auflage des Buches von
Robert Feustel / Nancy Grochol / Tobias Prüwer /  Franziska Reif (Hg.) vorgestellt. 

Von »Asylindustrie« über »Merkeljugend« bis »Volkstod«: In Kreisen besorgter Bürger machen dieser Tage Begriffe die Runde, deren Unsinn nicht selbstverständlich ist.

Dieses Wörterbuch kartografiert und kritisiert – unvollständig und selbst wertend – in 150 Einträgen den sprachlichen Zauber, der weite Teile der politischen Öffentlichkeit erfasst hat und der beharrlich mit stilisierten Ängsten spielt. Konsequent aus einer falschen Opferperspektive werden Tabubrüche inszeniert, um noch so derbe Zumutungen als verkannte Wahrheit zu deklarieren. Neben der politischen Schärfe, welche die Aufarbeitung besorgter Sprache unweigerlich zeigt, kommt auch (ungewollt) Komisches zum Vorschein: Wer etwa von »Volksverdünnern« spricht, hat nicht darüber nachgedacht, dass Besorgte – um im Bild zu bleiben – dann die Arterien der Gesellschaft verstopfen.

Zu etwas mehr als einer Lesung, mit Ausflügen zu den Abgründen der Sprache, laden wir herzlich ein. Es lesen und parlieren Nancy Grochol und Robert Feustel. Mit neuen Texten, aus der überarbeiteten und ergänzten 3. Auflage des Buches werden sie uns unterhalten. Momente von Spaß, Grusel, Verzweiflung, Wut und Erkenntnis sind an diesem Abend garantiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbund – Region Leipzig-Nordsachsen, der Friedrich Ebert Stiftung und des Erich-Zeigner-Haus e.V.

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gepostet am: Dienstag, 05.09.2017, 12:09 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, den 10.09.2017 findet ab 11 Uhr auch bei uns Haus der Tag des offenen Denkmals statt.

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September sind unter dem Motto „Tag des offenen Denkmals“ historische Bauten und Stätten zu besichtigen, auch jene, die sonst nicht täglich die Türen für Besucher öffnen. An diesem Tag sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. „Geschichte zum Anfassen“, das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise.

Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.

Im Erich-Zeigner-Haus finden von 11-14 Uhr, zu den vollen Stunden, Führungen durch die Wohnung des ehemaligen Oberbürgermeisters von Leipzig und sächsischen Ministerpräsidenten von 1923 Erich Zeigner (1886-1949) statt. Zu sehen ist das Arbeitszimmer, die Bibliothek und das Musikzimmer im Originalzustand mit Originalmöbeln wie Schreibtisch, Bücherschränke und Büchern. Im Musikzimmer steht Zeigners Flügel, der heute noch spielbar ist. Zusätzlich ist die Ausstellung „Politische Fotomontagen John Heartfields“ zu sehen.

Herzlich Willkommen – wir freuen uns über zahlreiche Besucher in unserem Haus.

Weitere Informationen finden Sie hier: Tag des offenen Denkmals

Termine
gepostet am: Dienstag, 05.09.2017, 11:09 Uhr

Andreas Speit im Erich-Zeigner-Haus

Am kommenden Freitag, den 08.09.2017 von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr findet die mittlerweile vierte Veranstaltung zum Thema „Völkische Grundlagen des Rechtsextremismus“ im Erich-Zeigner-Haus statt.

FlyerASDer ausgewiesene Rechtsextremismusexperte und Hamburger Journalist Andreas Speit wird die Frage klären, inwieweit die völkischen Grundlagen des Nationalsozialismus heute durch die AFD aktualisiert beziehungsweise modifiziert werden. Unter Bezugnahme auf sein neues Buch „Bürgerliche Scharfmacher – Deutschlands neue rechte Mitte von AFD bis PEGIDA“ (2016) wird er auf viele Fragen rund um das Thema „Neue Rechte“ eingehen und sich in einer anschließenden Diskussion den offen gebliebenen Fragen des Publikums stellen. Moderiert wird die Veranstaltung von dem Vorstandsvorsitzenden Raimund Grafe.

 

 

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gepostet am: Montag, 04.09.2017, 16:09 Uhr

Podiumsdiskussion im Erich-Zeigner-Haus

Am 23.09 von 19.30 Uhr – 22.00 Uhr Kooperationsveranstaltung zum Thema „Was können wir wissen, was wollen wir glauben?“. von Lauter Leise e.V. und Erich-Zeigner-Haus e.V. 

Welchen Einfluss haben Verschwörungstheorien auf unsere Gesellschaft und auf welchen Ebenen kann man ihnen wirkungsvoll begegnen?

Wir leben im 21. Jahrhundert und Trump scheint nur die Spitze des Phänomens zu sein, dass Menschen in einer komplexer erscheinenden Welt Realität fern von Fakten, von Wissenschaftlichkeit und zum Teil entgegen der Vernunft definieren. Auch bei uns kommt es immer öfter vor, dass sich Menschen bei bestimmten Themen als empfänglich für Verschwörungstheorien zeigen. Dies führt zu emotionalen Debatten, öfter aber noch zu Themenwechsel oder Kontaktabbruch, weil die Überzeugtheit des einen den anderen durch Empfinden undurchdringlicher Unrichtigkeit sprach- und ratlos macht. Die Skepsis beispielsweise Medien oder Politikern gegenüber spaltet die Gesellschaft und schadet unserem demokratischen System. Nachbesserungen an der bestehenden Demokratie werden durch die Auseinandersetzung mit extremistischen Positionen, die mittelfristig aus der Skepsis erwachsen, verhindert.
Verschwörungstheorien ist zu Eigen, dass sie schwierig zu erfassende oder zu erklärende Vorgänge in eine einfache Logik und scheinbar kohärente Erzählung bringen. Sie haben eine hohe Überzeugungskraft, weil sie reale, mit anderen geteilte Erfahrungen einbeziehen und daher nicht als gänzlich falsch gelten können, selbst wenn die Erklärungen absurd sind. Außerdem – und das macht es besonders schwierig – scheinen Versuche sie zu widerlegen zu ihrer Bestätigung beizutragen. Widerlegungsversuche werden durch weitere ad-hoc-Hypothesen in die Verschwörungstheorien integriert, die sich so gegen Kritik immun macht. Was können wir also tun, wenn wir nicht zuschauen wollen, wie unsere Gesellschaft in den Aufklärungsgrad des Mittelalters zurück fallen will?

Es diskutieren Christoph Jäger (Erkenntnistheoretiker, Universität Innsbruck), Jürgen Kasek (demokratisch engagierter Anwalt) und Frank Richter, Theologe (ehemaliger Direktor der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung), Moderation: Anna Kaleri

Herzliche Einladung an alle.

Mehr Informationen auf unserer Facebook-Seite oder beim Lauter Leise e.V.

Termine
gepostet am: Montag, 07.08.2017, 12:08 Uhr

Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus

Am 13.10.2017 findet bei uns ein neuer Vortrag mit Podiumsdiskussion zum Thema Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus statt. Wie immer von 18:00 – 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ des Erich-Zeigner-Haus e.V. werden die ReferentInnen Kerstin Köditz, Prof. Gert Pickel und Florian Illerhaus über Islamfeindlichkeit im aktuellen Rechtspopulismus referieren.

Kerstin Köditz ist Mitglied des sächsischen Landtages für die LINKE und setzt sich dort als Sprecherin ihrer Fraktion für eine antifaschistische Politik ein. Prof. Gert Pickel ist Soziologe und Politikwissenschaftler und lehrt seit 2009 an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig Kirchen- und Religionssoziologie. Florian Illerhaus ist Isamwissenschaftler und Mitglied des Netzwerks gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig. Als Referent klärt er über aktuelle Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus auf.

Islamfeindlichkeit steht als aktuelles Feindbild im Zentrum der Aussagen und Positionen der AfD. Besonders interessant ist die Tatsache, dass in Ostdeutschland die Islamfeindichkeit im Vergleich zum geringen muslimischen Bevölkerungsanteil erschreckend hoch ist. Eine begründete Angst vor möglicher „Überfremdung“ ist also de facto nicht möglich. Innerhalb dieser Veranstaltung soll es zusammen mit den ReferentInnen  aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik um die Forderung einer „homogenen bio-deutschen Bevölkerung“ und deren Gefahren gehen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 29.06.2017, 13:06 Uhr

BRÜCKENFEST 3.0

Sachsenbrücke (Anton-Bruckner-Allee im Clara-Zetkin-Park)  26.8.2017, 14 bis 22 Uhr

Teilhabe ist Menschenrecht. In einer Gesellschaft leben, heißt sie miterleben. In unserer Vorstellung ist diese geprägt von Offenheit, Solidarität, gegenseitigem Respekt und Anerkennung. Das erreichen wir nur, wenn alle gleichberechtigt mitgestalten können und mitentscheiden dürfen.

Im Bundestagswahljahr wird wieder deutlich werden, dass genau dieses Mitentscheiden nicht für alle hier lebenden Menschen möglich ist. Unsere Gesellschaft ist immer noch geprägt von vielfältiger Ausgrenzung – ökonomischer, rassistischer, sozialer, bildungsständischer. Diese gilt es zu überwinden und wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten.

Schon zweimal hat das Aktionsnetzwerk »Leipzig nimmt Platz«, gemeinsam mit dem Werk 2, dem Student*innenrat der Uni Leipzig und dem Netzwerk Integration-Migrant/-innen in Leipzig e.V., den Brückenschlag zu all den Menschen, die von Alltag gewordenem Rassismus betroffen sind, geübt. Wir haben Platz genommen und uns kennengelernt. Nun wird es Zeit, dass wir gemeinsam unsere Stadt und unser Land gestalten und uns darüber austauschen, welche Hürden es noch beim Mitmachen und -entscheiden gibt. Wir freuen uns auf Diskussionsforen, ein interkulturelles Angebot vieler Vereine mit Musik, Infoständen, Gastronomie, Kleinkunst und Spendensammlungen, vor allem aber auf all die Menschen, die gemeinsam Platz nehmen und Brücken bauen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 29.06.2017, 12:06 Uhr

11 Stolpersteine für die jüdische Familie Rosenzweig

Am 29.11.2017 werden in der Funkenburgstraße 17 in  Leipzig 11 Stolpersteine für die jüdische Familie Rosenzweig verlegt. Die Projektteilnehmenden einer 11. Klasse des Neuen Nikolaigymnasiums Leipzig sammeln derzeit aktiv Spenden, um die 11 Stolpersteine finanzieren zu können. Wenn auch Sie die Projektgruppe unterstützen möchten, dann Spenden Sie gerne an folgendes Konto:

Spendenkonto:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.
IBAN: DE 94 860 555 92 11 002 798 96
Verwendungszweck: Fam. Rafe
V.i.S.d.P. Henry Lewkowitz

Die genaue Uhrzeit für die Verlegung wird noch folgen. Wenn Sie immer auf dem aktuellsten Stand bleiben möchten, dann besuchen Sie uns gerne auf Facebook.

Mehr Informationen zum Projekt und den Biografien finden Sie hier.

 

 

Termine
gepostet am: Freitag, 23.06.2017, 12:06 Uhr

Erinnerungskultur in Leipzig

Heute 18.00 Uhr – 20.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus 
Vortrag und offene Diskussion zum Thema Erinnerungspolitik in Leipzig

Die armenische Gemeinde in Leipzig engagiert sich derzeit
für die Errichtung eines Kreuzsteins in der Messestadt. Weltweit
erinnern bereits zahlreiche dieser jahrhundertealten, traditionell-
armenischen Kunstwerke an die Opfer des Völkermordes
an den Armeniern im Osmanischen Reich während
des Ersten Weltkrieges. Referiert wird über die historische
Symbolik der Kreuzsteine sowie über die Hintergründe des
Projekts.

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. engagiert sich seit Langem für
Stolpersteine und Erinnerungstafeln zum Gedenken an die
Opfer des Nationalsozialismus sowie an die Stillen Helden
und hat entsprechende Kompetenzen in Bezug auf die Erinnerungskultur
in Leipzig. In der Veranstaltung wird darüber
diskutiert, warum Erinnerung immer zugleich ein Politikum
ist.

Gedenkanlage Leipziger
Friedhöfe – Ostfriedhof
In den Deutschen Soldatengräbern
sind auch von Nazis Hingerichtete
beerdigt, die bis heute
noch nicht als Opfer des Nazionalsozialismus
rehabilitiert sind,
da der diskreditierende Hinrichtungsgrund
als Plünderer von
den Nazis unhinterfragt übernommen
wurde. Dieser wird nun
in Zweifel gezogen.

Referent/innen: Jeanne Gevorkian / H.-J. Halbach
Dr. Manfred Hötzel / Henry Lewkowitz
Moderation: Susanne Borschke

Termine
gepostet am: Dienstag, 16.05.2017, 15:05 Uhr

Wie wird man RechtsextremistIn? – Vortrag und offene Diskussion

Am 09.06.2017 in der Zeit von 18:00 – 20:00 wird Stefan Rochow im Rahmen unserer Projektreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ über die Frage referieren, wie man in die rechtsextreme Richtung kommt und wie man es da auch wieder hinaus schaffen kann. Dies ist bereits die zweite Veranstaltung im Rahmen der Projektreihe.
Stefan Rochow ist kein unbeschriebenes Blatt in der rechtsextremen Szene gewesen. In Sachsen arbeitete er in der NPD eng mit Holger Apfel zusammen und hatte großen Anteil an den Erfolgen dieser Partei. 2008 stieg er allerdings aus und ist heute in der Flüchtlingsarbeit bzw. im Programm Exit, dem Aussteigerprogramm der Bundesrepublik Deutschland für Rechtsextremist/innen aktiv.
S. Rochow wird darstellen, wie man Rechtsextremist/in
wird und wie man wieder aus der Szene herauskommt.

Mehr Infos.

Termine
gepostet am: Dienstag, 16.05.2017, 14:05 Uhr

Gunter Demnig referiert über seine Idee der Stolpersteine

Am 28.05.2017 wird Gunter Demnig im Bürgersaal Naunhof über seine Idee der Stolpersteine und deren Entwicklung von 1992 bis heute berichten. Gunter Demnig ist der Initiator der Stolpersteine und verlegt seit nunmehr 25 Jahren persönlich jeden Einzelnen der über 60.000 Steine europaweit. Wie das genau funktioniert und was er persönlich mit diesem Projekt verbindet, wird er am 28.05.2017 um 18.00 Uhr im Bürgersaal Naunhof vortragen. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie recht herzlich ein. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Termine
gepostet am: Dienstag, 16.05.2017, 13:05 Uhr

Stolpersteinverlegungen am 29.05.2017

Wir laden herzlich zu den Verlegungen der insgesamt 8 Stolpersteine am 29.05.2017 im leipziger Umland ein.

Die erste der insgesamt 3 Verlegungen findet um 9.00 Uhr in der Bahnhofsstraße 19 Naunhof statt. An diesem Tag wird ein Stolperstein für die Jüdin Marie Mindel Naundorf verlegt, die mehrfach verhaftet, interniert und später aufgrund unhygienischer Zustände eine Urämie erlitt und daran starb. Weitere Informationen zum Projekt und ihrer Biografie finden Sie hier.

Anschließend wird um 10.00 Uhr ein Stolperstein für den verfolgten Sozialdemokraten Max Lohmann in der Reichersdorfer Straße 1 in Bad Lausick verlegt. Max Lohmann wurde aufgrund seiner politischen Arbeit bei den Sozialdemokraten verfolgt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Die dritte Verlegung findet um 11.30 Uhr in Schkeuditz statt. Vor der Albanuskirche (Albanusstraße 27, 04435 Schkeuditz) werden die insgesamt sechs Stolpersteine für die verfolgte  und ermordete Sinti-Familie Laubinger/Steinbach verlegt. Nähere Informationen zum Projekt und der Familienbiografie finden Sie hier.

 

 

Termine
gepostet am: Dienstag, 16.05.2017, 12:05 Uhr

Stolpersteinverlegung am 27.05.2017 in Leipzig

Wir laden herzlich zu den Verlegungen der insgesamt 6 Stolpersteine am 27.05.2017 in Leipzig ein.
Um 14.00 Uhr werden in der Querstraße 12 fünf Stolpersteine für die jüdische Familie Pomeranz verlegt. Informationen zu dem Projekt und zur Biografie finden Sie hier.

Im Anschluss wird 14.30 Uhr in der Nordstraße 24 ein Stolperstein für den Verfolgten Juden Theodor Erich Boss verlegt. Hintergründe zum Projekt und zur Biografie finden Sie hier.

Termine
gepostet am: Dienstag, 18.04.2017, 13:04 Uhr

„Rechte Ökologie“ – Vortrag und offene Diskussion

Am 12. 05.2017 von 18:00 – 20:00 findet im Erich-Zeigner-Haus e.V. die Auftaktveranstaltung der Projektreihe “ Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ statt. Innerhalb des Vortrages durch den Referenten PD Dr. Nils Franke und der anschließenden offenen Diskussion wird geklärt, was  die Begriffe Heimat, Natur und Kulturlandschaft mit den rechtsradikalen Forderungen von „Umweltschutz gleich Heimatschutz“ zu tun haben. Was geschieht, wenn die Diskussion um nichteinheimische Pflanzen, „Artenreinheit“ und „gesunde Landschaft“ rassistische Bezüge weckt? Welche Strategien der rechtsradikalen Szene stecken hinter der Instrumentalisierung von Themen des Umwelt- und Naturschutzes und welche Auswirkungen hat dies für den Naturschutz und seine Akteur/innen? „Rechte Ökologie“ scheint auf den ersten Blick ein Randthema im Rechtsextremismus zu sein. Tatsächlich ist das völkische Naturverständnis eine der wichtigsten Grundlagen seiner Ideologie.

Mehr Infos

Termine
gepostet am: Mittwoch, 05.04.2017, 14:04 Uhr

Filmvorführung im Erich-Zeigner-Haus e.V.

Am 08.05.2017 um 18.00 Uhr findet im Erich-Zeigner-Haus e.V. eine Filmvorführung statt.

Der gezeigte Film wird „Nackt unter Wölfen“ sein, bei dem u.A. Erwin Geschonneck als Hauptrolle mitwirkte. Im Anschluss an die Filmvorführung können Sie die Ausstellung über 33 politische Fotomontagen John Heartfields besichtigen. John Heartfield war ein guter Freund Geschonnecks und zusammen arbeiteten sie auch an einigen Fotomontagen, die Sie innerhalb der Ausstellung anschauen können. In jüngerer Vergangenheit veranstaltete der Erich-Zeigner-Haus e.V. in Kooperation mit u.a. dem Felsenkeller eine musikalische Lesung mit Geschonnecks Sohn Matti Geschonneck durch, bei dem dieser aus dem Werk „meine unruhigen Jahre“ seines Vaters vortrug. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Sie sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Der Eintritt ist frei, aber um eine Spende wird gebeten.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 05.04.2017, 14:04 Uhr

Ausstellungseröffnung politische Fotomontagen von J. Heartfield

Am 5.5.2017 um 15.30 Uhr wird im Erich-Zeigner-Haus e.V. die Ausstellung der 33 politischen Fotomontagen John Heartfields eröffnet. Nachdem ein Teil der Ausstellung bereits im Felsenkeller Leipzig zu sehen war, hat ab 5.5. jede(r) die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.

Der deutsche Schriftsteller und Künstler John Heartfield gilt als Begründer der politischen Fotomontage. Als Herausgeber der AIZ (Arbeiter illustrierte Zeitung) fielen er und sein Bruder ins Visier der Gestapo und flohen ins Exil nach Prag. Aus dem Exil heraus veröffentlichte Heartfield kritische Fotomontagen gegen das NS-Regime. Auf Grundlage der Fotomontagen sollen besonders SchülerInnen und Interessierte eine andere Seite der Widerstandsarbeit in den 1930er/40er exemplarisch aufgezeigt bekommen, die anschaulich und begreifbar ist. Das Ziel der Ausstellung ist die persönliche Auseinandersetzung mit politischen Fotomontagen der 1930er/40er Jahre und deren Übertragbarkeit auf gegenwärtige politische Debatten.

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Mehr Infos

Der Eintritt in die Ausstellung ist selbstverständlich frei, aber um eine Spende wird gebeten.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 05.04.2017, 12:04 Uhr

Projektreihe „zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“

Ab Mai 2017 startet im Erich-Zeigner-Haus e.V. eine Projektreihe mit dem Titel „zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig.

Den Auftakt bildet ein Vortrag von PD Dr. Nils Franke zum Thema „Rechte Ökologie“ am 12.05.2017 von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr, in dem er die Zusammenhänge zwischen den Begriffen Heimat, Natur und Kulturlandschaft mit rechtsradikalen Forderungen von „Umweltschutz gleich Heimatschutz“ darlegt. Welche Strategien der rechtsradikalen Szene stecken hinter der Instrumentalisierung von Themen des Umwelt- und naturschutzes und welche Auswirkungen hat dies für den Naturschutz und seine Akteure?

Zu dieser und allen folgenden Veranstaltungen sind Sie herzlich eingeladen. Im monatlichen Rhythmus werden Sie die Möglichkeit bekommen, Vorträge anzuhören und hinterher in rege Diskussionen überzugehen.

Besuchen Sie uns gerne auf Facebook  um immer über aktuelle Themen, Veranstaltungen und Projekte informiert zu sein.

 Die geplanten Veranstaltungen können Sie hier einsehen.

Presse
gepostet am: Mittwoch, 15.03.2017, 13:03 Uhr

1 Stolperstein für den Sozialdemokraten Max Lohmann

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Am 08.03.2017 berichtete die LVZ über das Jugendprojekt in Bad Lausick. Die SchülerInnen recherchieren dort für den ermordeten Sozialdemokraten Max Lohmann. In diesem Artikel kam auch dr geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Henry Lewkowitz zu Wort und betont das Anliegen des Vereins: „In Zeiten, In denen von der AFD eine erinnerungspolitsche Wende um 180 Grad gefordert wird, offenbart sich die Wichtigkeit unserer Arbeit.“ Die Verlegung des Stolpersteins für Max Lohmann findet am 29.05.2017 um 10.00 Uhr in der Reichersdorfer Straße 1 in Bad Lausick statt. An dieser Stelle auch einmal ein großen Dankeschön an die F.C. Flick Stiftung , ohne deren Förderung die Projekte im Leipziger Land nicht zustande kommen würden.

Presse
gepostet am: Mittwoch, 15.03.2017, 13:03 Uhr

6 Stolpersteine für die Sinti Familie Laubinger aus Schkeuditz

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In Schkeuditz verlegt eine Schülergruppe des dortigen Gymnasiums 6 Stolpersteine für die Sinti Familie Laubinger/ Steinbach. Nachdem die Projektgruppe bereits im letzten Jahr einem Stolperstein für den Kommunisten Kurt Beyer und eine weitere Projektgruppe für die jüdische Familie Goldberger 3 Stolpersteine verlegt hat, werden am 29.05.2017 die ersten Stolpersteine für eine Sinti-Familie in Schkeuditz verlegt. In den kommenden Wochen werden wir weiterhin über die Jugendprojekte und die bevorstehenden Verlegungen informieren. Wenn Sie informiert bleiben wollen, was aktuell alles im Erich-Zeigner-Haus e.V. stattfindet, dann besuchen Sie uns doch auf Facebook!

 

Termine
gepostet am: Freitag, 10.03.2017, 13:03 Uhr

Buchvorstellung „Politik und Religion“

Die Buchvorstellung findet am  25.03.2017 um 19.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V. in der Zschochersche Straße 21 in 04229 Leipzig statt. Der Eintritt wie ist immer frei.

Henry Lewkowitz befasste sich bereits in seiner Masterarbeit an der Universität Leipzig mit demProblemfeld einer philosophisch begründbaren Unvereinbarkeit von Politik und Religion. Heute konstatiert er, dass die politischen Konsequenzen dieser Problematik in der Öffentlichkeit zunehmen sichtbar werden und immer breitere gesellschaftliche Sphären betreffen. In Zeiten zunehmender religiöser Konflikte, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, versucht er nun eine Klärung über die Ursachen und mögliche Antworten für die Lösung dieses Problems aufzuzeigen. Wie kann eine säkulare Gesellschaft mit einen nicht diskursiv verhandelbaren „religiösen Kern“ einer Glaubensgemeinschaft umgehen? Wie will und sollte sie den säkularen Umgang mit Religion und religiösen Einstellungen institutionell gestalten, ohne der Gefahr von prinzipiellen Bevorzugungen einerseits und Benachteiligungen andererseits anheimzufallen? Mit welcher Konzeption von „Toleranz“ stellt sie sich dem philosophischen Problem der Unvereinbarkeit von Politik und Religion?

Mit einem Nachwort von Florian Illerhaus.

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Henry Lewkowitz, Jahrgang 1989, studierte Sozialwissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig sowie Kulturwissenschaften und Geschichte an der Fernuniversität Hagen. Er ist Vorstandsmitglied in verschiedenen Vereinen, soz.B. im Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und
Rassismus Leipzig e.V. und selbstständiger Referent und Projektleiter in der politischen
Bildungsarbeit. Zudem ist er Geschäftsführer und 2. Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V.
Er veröffentlichte als Autor im bookra Verlag bisher „Stolpersteine un und um Leipzig. Jugendprojekte des Erich-Zeigner-Haus e.V.“ (2016) sowie „Das Leben und Wirken von
Friedrich Ernst Lewek. Zum kirchenpolitischen Umgang mit dem ‚nichtarischen‘ Amtsbruder
während der NS-Diktatur in Leipzig“ (2016).
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Henry Lewkowitz: Politik und Religion –
Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem
Problem ihrer Unvereinbarkeit
ISBN: 978-3-943150-16-2
130 Seiten, Hardcover
12,90€ Ladenverkaufspreis
bookra Verlag, Inh.: Florian Illerhaus
www.bookra-verlag.de
Termine
gepostet am: Donnerstag, 19.01.2017, 16:01 Uhr

Vortrag “ Hintergründe und Strategien des Rechtsextremismus“

„Provokation und Gewalt –Hintergründe und Strategien des Rechtsextremismus“

Referent: PD Dr. Nils M. Franke

 

 

„Provokation ist nicht nur ein zufälliges Mittel des Rechtsextremismus und des Rechtspopulismus. Wenn B. Höcke/AFD eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ in Bezug auf den Nationalsozialismus fordert, ist ihm der Sprengstoff dieser Aussage völlig bewusst.

Auch kein Zufall waren die 921 rechtsextremen Straftaten in Deutschland auf Unterkünfte von Geflüchteten im Jahr 2016.

Gewalt ist ein Grundprinzip des Rechtsextremismus. Der Vortrag klärt anlässlich des diesjährigen Holocaust-Gedenktages die Hintergründe und Strategien von Rechtsextremismus und des Rechtspopulismus und lädt zur Diskussion ein.“

 

27.01.2017/19 Uhr

Erich Zeigner Haus

Zschochersche Str. 21

 04229 Leipzig.

 

Der Eintritt ist kostenfrei.

Termine
gepostet am: Montag, 09.01.2017, 13:01 Uhr

09.01.2017 Demonstration gegen Legida

Heute heißt es Gesicht zeigen und sich Legida bei ihrem „Spaziergang“ entgegenzustellen. Die Laufroute von Willkommen in Leipzig: 2017 demokratisch.gerecht.vielfältig verläuft wie folgt:

Treffpunkt 18 Uhr Nikolaikirchhof – Schumachergässchen – Reichsstraße – Grimmaische Straße – Thomasgasse – Gottschedstraße – Treff LnP auf Käthe-Kollwitz-Straße – Friedrich-Ebert-Straße – ca. 19 Uhr Eintreffen am Waldplatz.

Legida wird heute unter anderem durch das Waldstraßenviertel laufen. Hier der Link zum LVZ Artikel vom 06.01.2017:

http://www.lvz.de/…/Legida-Route-in-Sichtweite-zum-Ariowits…

19.15Uhr findet eine Mahnwache des Erich-Zeigner-Haus e.V. an dem Stein von Hermann Kirschbaum in der Feuerbachstraße 17a statt. Dazu sind Sie eingeladen, um daran teilzunehmen.

Dass Legida durch das Waldstraßenviertel laufen darf, kann in keiner Form akzeptiert und auch nicht toleriert werden.

Wir rufen dazu auf, sich dem Netzwerk Willkommen in Leipzig: 2017 demokratisch.gerecht.vielfältig anzuschließen und den Protest lautstark zu unterstützen.

 

Der Link zum Facebookaufruf:

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Termine
gepostet am: Mittwoch, 28.12.2016, 12:12 Uhr

Musikalische Lesung mit Matti Geschonneck

Musikalische Lesung mit Matti Geschonneck und Sebastian Krumbiegel

Matti Geschonneck liest aus:

Erwin Geschonnecks Lebenserinnerungen „Meine unruhigen Jahre“

Am 12. März 2017 wird der Erich-Zeigner-Haus e.V.  im Felsenkeller Leipzig eine musikalische Lesung mit dem Sohn des antifaschistischen Schauspielers und Künstlers Erwin Geschonneck durchführen. Matti Geschonneck wird aus dem Werk „Meine unruhigen Jahre“ seines Vaters vorlesen und zusätzlich eigene Erlebnisberichte mit seinem Vater vorstellen. Zusätzlich wird Sebastian Krumbiegel musikalische Beiträge von Berthold Brecht/Kurt Weil sowie Lieder von Marlene Dietrich vortragen. Die Moderation wird von Griseldis Wenner durchgeführt.

Grundlage der Musikalischen Lesung ist eine Veranstaltung mit Erwin Geschonneck vom 16.06.1996, bei der dieser sein Buch „Meine unruhigen Jahre“ vorstellte und die Veranstaltung als Auftakt der Ausstellung „Krieg und Leichen – Die letzte Hoffnung der Reichen“ des Erfinders der politischen Fotomontage und langjährigen Freundes John Heartfield nutzte. Zusammen haben beide unter anderem antifaschistische Fotomontagen in den 1930er Jahren gegen das NS-Regime publiziert, sodass beide emigrieren mussten.

Die Musikalische Lesung wird ebenfalls die Auftaktveranstaltung sein, um die John Heartfield Ausstellung „Politische Fotomontagen“ in den Räumen des Erich-Zeigner-Haus e.V. ab April 2017 erneut zu eröffnen. Dabei werden 33 Kopien seiner Politischen Fotomontagen ausgestellt, von denen 10 ausgewählte Einzelstücke bereits zur Musikalischen Lesung zu sehen sind.

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Erich-Zeigner-Haus e.V., DGB-Region Leipzig – Nordsachsen, DGB Stadtvorstand Leipzig, Bund der Antifaschisten Leipzig, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V., Felsenkeller Leipzig

 

 

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Karten können Sie über diesen Link: https://www.tixforgigs.com/site/Pages/Shop/ShowEvent.aspx?ID=18916 erwerben.

Termine
gepostet am: Dienstag, 13.12.2016, 10:12 Uhr

09.01.2017 Demonstration gegen Legida

Willkommen in Leipzig
2017: demokratisch.gerecht.vielfältig

Auch wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. schließen uns auch im neuen Jahr der Demonstration des Bündnis Willkommen in Leipzig – Eine weltoffene Stadt der Vielfalt unter dem Motto Willkommen in Leipzig: 2017 demokratisch.gerecht.vielfältig an und unterstützen diese tatkräftig!
Legida will seinen „2. Geburtstag“ feiern und diese Selbstdarstellung können und wollen wir nicht so einfach hinnehmen und rufen zur Unterstützung des Protests auf. Auch nach 2 Jahren der regelmäßigen Aufmärsche und Beästigungen durch das fremdenfeindliche Bündnis sind die LeipzigerInnen gefragt, um sich Legida entschlossen entgegenzustellen.

Teilt die Veranstaltung, ladet eure FreundInnen und Verwandten ein, kommt zahlreich und bezieht klar Stellung für das neue Jahr:

– 2017: demokratisch. gerecht. vielfältig. Gesellschaft gestalten statt Ängste verbreiten –

Termine
gepostet am: Freitag, 18.11.2016, 13:11 Uhr

Anti-LEGIDA Demo

Am 5.12.2016 wird das fremdenfeindliche Bündnis LEGIDA wieder in Leipzig auflaufen und ihre Parolen von sich geben. Auch wir werden uns wieder entschlossen gegen jede Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stellen. Wir rufen auch Sie auf, sich den Demonstrationen gegen LEGIDA anzuschließen.
Um immer auf dem laufenden zu bleiben empfehlen wir Ihnen unseren Facebook-Account: https://www.facebook.com/Erich-Zeigner-Haus-eV-404980233010718/

Termine
gepostet am: Freitag, 18.11.2016, 13:11 Uhr

Einweihung Gedenktafel Wolfgang Heinze

Seit Anfang 2016 recherchieren SchülerInnen des Kant-Gymnasiums Leipzig zum Leben von Wolfgang Heinze. Anlass ihres Projektes waren die Verwüstungen von Neonazis im Januar in der Wolfgang-Heinze-Straße. Mit dem Ziel ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzten entschieden sich die SchülerInnen zu einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. Das Ergebnis ihrer Recherchearbeit ist eine Gedenktafel für den Stillen Helden Wolfgang Heinze, der in der NS Diktatur Zwangsarbeitern half und deren Lebensbedingungen verbesserte. Wolfgang Heinze wurde aufgrund eines Verrats hingerichtet. An seinem letzten freigewählten Wohnort, in der Kochstraße 66 in Leipzig, wird am 25.01.2017 eine Gedenktafel angebracht.

Die SchülerInnen laden Sie recht herzlich zur feierlichen Einweihung der Gedenktafel am 25.01.2017 um 16.00Uhr in die Kochstraße 66 in Leipzig ein.

Termine
gepostet am: Freitag, 18.11.2016, 13:11 Uhr

Zeitzeugengespräch

Am 15.12.2016 werden SchülerInnen verschiedener Schulen aus Leipzig ein Zeitzeugengespräch in den Räumen des Erich-Zeigner-Haus e.V. durchführen. Die Zeitzeugin ist eine 83jährige Frau, die über ihre Erlebnisse im 2. Weltkrieg und der anschließenden Flucht von Breslau nach Leipzig berichten wird. Geleitet wird das Gespräch durch die SchülerInnen der Neuen Nikolaischule Leipzig, die dieses Gespräch im Rahmen ihres Stolpersteinprojektes durchführen werden.

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