Weiterbildung antislawischer Rassismus

Am 17.11.2023 fand im Alten Rathaus in Leipzig die erste Tagung zum Thema "Antislawischer Rassismus" statt. Christian Wolff, Dr. Fürst und PD Dr. Nils Franke in der Diskussion.


Weitere Informationen oder Veranstaltungen finden Sie auf der Website des Projektes.

Was ist antislawischer Rassismus? Mit welchen Argumenten versuchen RechtpopulistInnen und -extremistInnen den Diskurs in Deutschland zu beeinflussen? Was bedeutet das für die Arbeit von  JournalistInnen?

Diesen und anderen Fragen gehen wir in unserer Fortbildung, die an angehende oder ausgebildete JournalistInnen, amtliche oder ehrenamtliche, adressiert ist, nach. Für eine faire und ausgewogene Berichterstattung ist das Thema, gerade auch unter dem Aspekt das RechtspopulistInnen und RechtsextremistInnen zunehmend versuchen die Deutungshoheit zu erlangen,  wichtig. 

Antislawischer Rassismus bezieht sich auf Vorurteile, Diskriminierung und Stereotypen gegenüber Menschen slawischer Sprache. Er ist ein Problem, das in vielen Teilen der Welt existiert, jedoch oft übersehen oder vernachlässigt wird. Hier sind einige wichtige Punkte, die in einer unserer Fortbildung behandelt wird:

Verständnis des Konzepts: JournalistInnen sollten ein tiefes Verständnis für den Begriff “antislawischer Rassismus” entwickeln, um erkennen zu können, wann er in ihren Berichten relevant ist. Dies umfasst auch die Unterscheidung zwischen kulturellen Stereotypen und rassistischen Vorurteilen.

Historische Kontextualisierung: Eine Fortbildung sollte den historischen Hintergrund und die Ursprünge des antislawischen Rassismus beleuchten. Dies ermöglicht es JournalistInnen, aktuelle Ereignisse in einen breiteren Kontext zu stellen.

Sensibilisierung für die Auswirkungen: JournalistInnen sollten die Auswirkungen von antislawischem Rassismus auf betroffene Gemeinschaften verstehen. Dies schließt psychologische, soziale und wirtschaftliche Konsequenzen ein.

Sprachliche Sensibilität: Die Fortbildung sollte auch die Verwendung sensibler Sprache und die Vermeidung von rassistischer Terminologie behandeln. JournalistInnen müssen sich bewusst sein, wie ihre Wortwahl Vorurteile verstärken kann.

Fallstudien und Beispiele: Praktische Beispiele und Fallstudien können dazu beitragen, das Verständnis zu vertiefen und die Sensibilität für das Thema zu schärfen. JournalistInnen können so lernen, wie sie antislawischen Rassismus in ihrer Berichterstattung erkennen und angemessen darauf reagieren können.

Ethik und Verantwortung: Die Fortbildung sollte die ethischen Verantwortlichkeiten von JournalistInnen in Bezug auf die Berichterstattung über antislawischen Rassismus hervorheben. Dies schließt die Verpflichtung zur objektiven und fairen Berichterstattung ein.

Community-Engagement: JournalistInnen sollten lernen, wie sie mit betroffenen Gemeinschaften zusammenarbeiten können, um eine genaue und ausgewogene Berichterstattung sicherzustellen. Dies kann dazu beitragen, Stereotypen abzubauen und Missverständnisse zu klären.

In einer Zeit, in der rassistische Vorurteile und Diskriminierung nach wie vor bestehen, ist es von größter Bedeutung, dass JournalistInnen gut informiert und sensibel gegenüber diesen Themen sind. Die Fortbildung zum antislawischen Rassismus kann dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und eine inklusivere und gerechtere Berichterstattung zu fördern.

VERANSTALTUNGSHINWEIS:

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Die neue Handreichung "Das ist nicht unser Krieg", welche in diesem Projekt entstanden ist, ist ab sofort auf dieser und der antisla.de-Homepage downloadbar als auch auf Nachfrage als printversion abhol- oder lieferbar.