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Termine
gepostet am: Donnerstag, 20.02.2020, 11:02 Uhr

„Volksaufstand & Katzenjammer. Zur Geschichte des Populismus“ – Buchvorstellung und Diskussion

Anlässlich der Leipziger Buchmesse wird  Kolja Müller  am 13. März 2020 ab 19 Uhr sein neues Buch „Volksaufstand und Katzenjammer. Zur Geschichte des Populismus“, das erst einen Tag zuvor vom Wagenbach-Verlag herausgegeben wird, in unseren Räumlichkeiten vorstellen. Anschließend soll eine Diskussion zum Thema stattfinden.

Die westliche Welt wird gegenwärtig von einer Welle des Populismus ergriffen: Soziale Bewegungen, Parteien bis hin zu Staatspräsidenten beanspruchen für sich, das Volk gegen die »Eliten« zu vertreten.Schon Niccolò Machiavelli, Friedrich Schiller, Richard Wagner, Friedrich Engels und Karl Marx haben die Probleme von populistischen Bewegungen nachgezeichnet. Kolja Möller nutzt die historischen Erkenntnisse für eine Gegenwartsanalyse, die zeigt, wie der Populismus als Politikform funktioniert: Was ist unter »Populismus« zu verstehen? Wie schwankt der Appell ans Volk zwischen demokratischer und autoritärer Politik? In welchem Verhältnis steht der Populismus zur Verfassungsordnung, und welche Kommunikationstechniken wenden rechtspopulistische Bewegungen heute an? Das Buch skizziert die Hoffnung, dass ein guter Aufstand, der sich an den Widersprüchen unserer Zeit – wie Klimawandel und Globalisierung – orientiert, die autoritäre Welle noch einholen könnte.

Kolja Müller forscht am Zentrum für europäische Rechtspolitik der Universität Bremen zur Verfassungs- und Staatslehre sowie zur politischen Theorie und Soziologie. Zuvor arbeitete er unter anderem am Exzellenzcluster ››Normative Ordnungen‹‹ der Universität Frankfurt, war Research Fellow an der Universität Brasilia und der University of New South Wales in Sydney.

Die Moderation des Abends übernimmt Elsa Koester, Redakteurin der Wochenzeitung ‚der Freitag‘.

Wir freuen uns wie in jedem Jahr auf viele bücherbegeisterte und diskutierfreudige Besucher und Besucherinnen.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltung
gepostet am: Dienstag, 11.02.2020, 9:02 Uhr

Unsere Veranstaltung am 06.02.2020 – ein Rückblick auf den „Tag der Weimarer Republik“

Am vergangenen Donnerstag, den 06. Februar, fanden deutschlandweit Veranstaltungen zum Tag der Weimarer Republik statt. Wie wichtig die kontinuierliche Betonung des Wertes von Demokratie ist, wurde durch die aktuellen politischen Entwicklungen rund um die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen offenkundig.

Durch unsere Veranstaltung „Welche politischen Bedingungen braucht erfolgreicher Natur- und Umweltschutz? Von der Weimarer Republik bis heute – von Rudolf Steiner bis Greta Thunberg“ haben wir als Kooperationspartner des Weimarer Republik e.V. an diesem historischen Tag in Leipzig mitgewirkt.

In unserer Veranstaltung wurden die verschiedenen historischen Phasen des Umwelt- und Naturschutzes in Deutschland vorgestellt. Die ersten demokratischen Rahmenbedingungen der Weimarer Republik waren – so die These des Referenten Dr. Nils Franke – ausschlaggebend für die erfolgreiche Entwicklung des Natur- und Umweltschutzes in Deutschland. Der Wert der Demokratie und Analogien zwischen der Weimarer Republik und der Gegenwart lassen sich daher auch am Umweltschutz zeigen. So konnten in der Tat Überschneidungen bzw. gewisse Parallelen zwischen Greta Thunberg und Rudolf Steiner herausgearbeitet werden.

Wir bedanken uns bei unseren zahlreichen Gästen und unserem Referenten, Dr. Nils Franke, für den informativen Abend und die interessante Diskussion.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 16.01.2020, 10:01 Uhr

Welche politischen Bedingungen braucht erfolgreicher Natur- und Umweltschutz? Von der Weimarer Republik bis heute, von Rudolf Steiner bis Greta Thunberg.

Natur- und Umweltschutz wird eines der, wenn nicht das zentrale Thema des 21. Jahrhunderts werden. Treibende Faktoren sind dabei die zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure. Doch was braucht es heute für einen erfolgreichen Schutz von Natur und Umwelt? Unter welchen politischen Bedingungen war Natur- und Umweltschutz bisher erfolgreich? Und – was haben Rudolf Steiner und Greta Thunberg gemeinsam?

Der Vortrag soll in einem Rückblick auf die Geschichte des Natur- und Umweltschutzes seit der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der DDR und der BRD diesen Fragen nachgehen.

PD Dr. Nils M. Franke arbeitet seit 20 Jahren zur Geschichte des Natur- und Umweltschutzes und ist einer der bekannteste Umwelthistoriker Deutschlands.

Wann? Am 06.02.2020, 18.00 Uhr
Wo?     Erich-Zeigner-Haus, Zschochersche Straße 21, 04229 Leipzig
Was?   Vortrag und Diskussion

Eintritt frei.

Anlass der Veranstaltung ist der „Tag der Weimarer Republik“, den wir gemeinsam mit dem Weimarer Republik e.V. in diesem Jahr zum ersten Mal begehen wollen. Das Ziel dieses Tages ist es, an die erste deutsche Demokratie zu erinnern – denn am 06. Februar 1919 trat die verfassungsgebende Nationalversammlung erstmals zusammen.

Für weitere Informationen zu den deutschlandweit stattfindenden Veranstaltungen zum „Tag der Weimarer Republik“ kann die Website des Weimarer Republik e.V. unter https://www.weimarer-republik.net/ besucht werden.

Termine
gepostet am: Freitag, 29.11.2019, 18:11 Uhr

„HISTORISCH-POLITISCHE BILDUNGSARBEIT. EIN LEITFADEN.“ – Präsentationen

Wir laden ein – zur Vorstellung des Leitfadens zur historisch-politischen Bildungsarbeit!

Der Leitfaden wird vom Erich-Zeigner-Haus e.V. herausgegeben und gründet auf der Arbeit des Vereines für Weltoffenheit und Zivilcourage. Die Autoren Henry Lewkowitz und PD Dr. Nils M. Franke blicken auf jahrelange Erfahrungen in der historisch-politischen Bildungsarbeit zurück und widmen sich in ihrem Leitfaden der Frage nach den Möglichkeiten der Gestaltung gedenkkultureller Arbeit. In ihrer Broschüre stellen sie daher nicht nur eine Auswahl praxisorientierter Jugendprojekte vor, die der Orientierung der eigenen Projektgestaltung dienen können, sondern bieten überdies konkret am Beispiel Nordsachsens eine inhaltliche Grundlage der historisch-politischen Bildungsarbeit an. Der Leitfaden versucht, zur selbstständigen Projektarbeit zu motivieren und sich aktiv gegen das Vergessen von Verbrechen in der NS-Diktatur einzusetzen.

Henry Lewkowitz, Jahrgang 1989, studierte Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig sowie Kulturwissenschaften und Geschichte an der Fernuniversität in Hagen. Aktuell ist er geschäftsführender 2. Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V. und initiiert nunmehr seit vielen Jahren Projekte mit Schülergruppen, deren Anliegen das Setzen von Denkmälern für die Opfer des Nationalsozialismus und sogenannte „Stille Helden“ ist.

PD Dr. Nils M. Franke, Jahrgang 1971, ist Historiker, Kommunikationswissenschaftler und Privatdozent an der Universität Leipzig. Seit 2005 ist er Leiter des Wissenschaftlichen Büro Leipzigs und analysiert seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens sowie die Entwicklung von Konzepten wie Heimat, Globalisierung und Identität.

Die Autoren vereint das gemeinsame Engagement im Bereich der historisch-politischen Bildung und die Zusammenarbeit im Rahmen verschiedener Projekte des Erich-Zeigner-Haus e.V. in und um Leipzig.

Hier noch einmal die genauen Daten zu den Präsentationsveranstaltungen:

11.12.2019, von 18-20 Uhr
Stadtbibliothek Schkeuditz
Bahnhofstraße 9
04435 Schkeuditz

16.12.2019, von 18-20 Uhr
Mehrgenerationenhaus Arche Eilenburg
Nikolaiplatz 3
04838 Eilenburg

Wir freuen uns auf viele Interessierte, die Lust haben, mehr über die historisch-politische Bildungsarbeit zu lernen.

Termine
gepostet am: Montag, 25.11.2019, 15:11 Uhr

Aufarbeitungskulturen in Ost- und Westdeutschland und die Frage des Neonazismus in DDR und BRD

Podiumsdiskussion am 13. Dezember von 18:00 bis 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referent Dr. Harry Waibel

Obwohl sich nach Ende des zweiten Weltkrieges 1949 Deutschland in Ost- und Westdeutschland aufteilte, sahen sich die beiden unterschiedlichen Staaten mit dem gleichen Problem konfrontiert: Bei der Etablierung einer neuen Staatsform galt es nun für beide Regierungen, einen Umgang mit der Vergangenheit zu finden. Immerhin hatten große Teile ihrer Bevölkerung zuvor das System der Nationalsozialisten unterstützt. Noch dazu  hob die „Hydra des Neonazismus“ immer wieder den Kopf. Wie gingen die beiden Staaten erinnerungskulturell und politisch mit dieser Sache um und welche Unterschiede gab es in den beiden Aufarbeitungskulturen von Ost- und Westdeutschland?

Dr. Harry Waibel studierte Lehramt an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und an der Freien Universität Berlin. Dort schloss er sein Studium als Diplom-Pädagoge ab. Seit der Wende erforscht der Historiker und Soziologe den Neonazismus in der DDR und wurde am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin promoviert. Seine Themenschwerpunkte sind Rechtsextremismus und Antisemitismus. Im Jahre 2014 erschien sein Buch „Der gescheiterte Anti-Faschismus der SED: Rassismus in der DDR“.

Caroline Müller studiert an der Universität Leipzig Philosophie und Religionswissenschaften. Seit 2017 ist sie als Vorstandsmitglied und freie Mitarbeiterin im Verein tätig.

 

Der Eintritt ist frei!

Unterstützt wird die Veranstaltung vom ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.

Veranstaltung
gepostet am: Montag, 11.11.2019, 11:11 Uhr

„MAHNWACHE UND STOLPERSTEINE PUTZEN“ 2019 – Rückblick & Dankeschön

Am vergangenen Freitag, den 08.11.2019, fand die diesjährige Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ statt, die wie auch in den vergangenen Jahren von unserem Verein organisiert wurde. Unsere Auftaktveranstaltung am Dittrichring kann ebenso wie die städtische Gedenkveranstaltung, die im Anschluss stattfand, als erfolgreich bewertet werden. Beide Veranstaltungen wurden von starken Redebeiträgen und bewegenden Gebeten begleitet und haben uns gemeinschaftlich innehalten lassen.

      

Wir möchten uns bei allen bedanken, die an unserer Veranstaltung teilgenommen, die Aktion unterstützt und/oder Putzpatenschaften für Stolpersteine übernommen haben.

Die Teilnahme so vieler Menschen in ganz Leipzig, die gemeinschaftlich am vergangenen Freitag mehr als 200 Stolpersteine geputzt, mit Biografien, Lichtern oder Blumen versehen und Mahnwachen abgehalten haben, muss ganz besonders hervorgehoben werden.


Auch am Sonntagabend konnte man an vielen Stellen noch Lichter und Rosen entdecken und über die Steine „stolpern“, stehen bleiben und gedenken. So ist es nicht nur der Gedenktag selbst, an dem das alljährliche Stolpersteine Putzen und das Abhalten der Mahnwachen wirkt.

 

Termine
gepostet am: Freitag, 18.10.2019, 14:10 Uhr

Stolpersteinverlegungen am 29.11.2019

Wir laden herzlich zu den vereinseigenen Verlegungen der 5 Stolpersteine am 29.11.2019 in Schkeuditz, Störmthal und Leipzig ein.

Die ersten 3 Stolpersteine für Euthanasieopfer in Schkeuditz werden gemeinsam mit dem Gymnasium Schkeuditz verlegt. Die Verlegung wird am 29.November um 9:00 Uhr stattfinden. Der Stein für Charlotte Rohde (am 18.04.1894 in Leipzig-Gohlis geboren) wird in der Weststraße 4 verlegt. Der Stein für Georg Fritzsche (am 10.10.1902 in Schkeuditz geboren, Sohn des Schriftstellers Franz Otto Fritzsche) wird in der Herderstraße 11 verlegt.
Der dritte und letzte Stein wird in der Schillerstraße 9 für Ernst Hennig (am 22.12.1878 in Medingen/Großenhain geboren) verlegt.

Weitere Informationen über das Projekt, als auch zu den Biografien über die einzelnen Personen, gibt es hier.

 

Im Anschluss wird ein Stolperstein der Schüler*innen der Geschwister-Scholl-Schule Liebertwolkwitz verlegt. Diese findet am 29. November um 11:30 Uhr in der Dorfstraße 30 in Störmthal statt. Verlegt wird ein Stein für Heinz Geidel, ein weiteres Opfer der NS-Euthanasie. Er ist am 10.11.1912 geboren und zog später von Leipzig mit seiner Familie nach Störmthal.

Weitere Informationen zu diesem Stolpersteinprojekt gibt es hier.

Um 13 Uhr beginnen dann die Stolpersteinverlegungen in Leipzig. Unser vereinseigenes Projekt mit den Schülern des Reclamgymnasiums startet um 14:15 Uhr vor der Sporthalle Brüderstraße 14, ehemalige Turnerstraße 9. Verlegt wird dieser Stein für den verfolgten Homosexuellen Werner Kähler, er ist am 18. November 1912 geboren, gehörte der evangelischen Religion an und wohnte zunächst in Hamburg.

Nähere Informationen zu der Biografie von Werner Kähler gibt es hier.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen!

 

Veranstaltung
gepostet am: Donnerstag, 17.10.2019, 15:10 Uhr

„’LASST UNS REDEN!‘ – Wie Kommunikation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelingt“ – Ein Rückblick

Ein Rückblick auf die Veranstaltung vom 16.10.2019 von 19.00-21.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Gestern Abend wurde das Erich-Zeigner-Haus erneut zum Ort einer interessanten Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen, in deren Rahmen eine Buchvorstellung stattfand und angeregt diskutiert wurde.

Die Autoren Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring und Dr. Dietmar Molthagen konnten gemeinsam mit MdL Frank Richter zahlreiche Denkanstöße zum Gelingen von Kommunikation in verschiedenen Bereichen geben. Für besonders viel Gesprächsstoff sorgte zudem die eingeschobene Diskussionsphase, in der alle BesucherInnen an einzelnen Tischen zu verschiedenen ambivalenten Themen zusammenkamen und sich austauschen sollten. So konnte beispielsweise zu den Themen „Einwanderung“, „Gender“ oder „Ungleichheit“ der Aufruf des Buches „Lasst uns reden!“ höchst erfolgreich umgesetzt werden.

Wir bedanken uns bei Matthias Eisel von der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen für die gemeinsame Zusammenarbeit und die Anleitung des Abends sowie bei den Autoren Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring und Dr. Dietmar Molthagen für die Vorstellung ihres Buches und den gelungenen Austausch. Auch möchten wir Frank Richter für seine Beteiligung am Gespräch mit den Autoren und dem Publikum danken.

Die Veranstaltung wurde von Henry Lewkowitz moderiert.

Wir freuen uns darüber, dass die Veranstaltung so gut besucht war und hoffen, dass die Dialoge des Abends und die miteinander diskutierten kommunikativen Strategien auch einige weitere Gespräche zu Tage fördern und begleiten werden.

 

   

    

Die Fotos stammen von Gaby Waldek/Waldek Fotografie.


                            
Termine
gepostet am: Mittwoch, 18.09.2019, 11:09 Uhr

„Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ am 8. November

Durch Patenschaften an der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ teilnehmen

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 12. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ auf. In diesem Jahr fällt der 9. November auf den Sabbat – damit auch die Mitglieder der Israelitischen Religionsgemeinde sich an den Gedenkaktionen beteiligen können, finden alle Veranstaltungen und auch das Stolpersteine Putzen am Freitag den 8. November statt. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Dafür rufen wir auf, eine Patenschaft für Stolpersteine zu übernehmen und am 8. November an die Opfer zu erinnern und Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf der Gedenkveranstaltung „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ des 9. Novembers 2018 finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte/9. November. Hier können Sie sich auch über das Anmeldeformular als Pate/Patin eintragen.

 

 

Termine
gepostet am: Dienstag, 17.09.2019, 10:09 Uhr

Mythos „Volk ohne Raum“ – Von der Weimarer Republik bis heute

Vortrag und Podiumsdiskussion am 22.11.2019 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referent Andreas Speit (taz)

Den Begriff „Volk ohne Raum“ beeinflusste der völkische Schriftsteller Hans Grimm mit seinem gleichnamigen Roman, der 1926 erschienen ist. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er zur Schullektüre und legitimierte den verbrecherischen Angriffskrieg Deutschlands auf Osteuropa. Heute wird diese Denkfigur „Volk ohne Raum“ von RechtsextremistInnen verwendet, um die Zuwanderung nach Deutschland zu kritisieren. Das Boot sei voll, so die Botschaft. Der Vortrag geht anlässlich des in diesem Jahr angemessenen Rückblicks auf die Weimarer Republik Denkfiguren nach, die damals geschaffen wurden und heute noch im Rechtsextremismus anschlagen.

Andreas Speit studierte Sozialwissenschaften und schloss sein Studium 1996 erfolgreich als Diplom-Sozialökonom ab. Er ist freier Journalist und schreibt seit 1991 für die „Taz“, unter anderem über rechte Esoterik, intellektuellen Rechtsextremismus, Deutschnationalismus und militanten Neonazismus. Der Hamburger Journalist engagiert sich im Bereich politischer Bildung sowie Aufklärungsarbeit.

Raimund Grafe, der Vorstandsvorsitzende des Erich-Zeigner-Haus e.V., wird die Veranstaltung moderieren.

 

Der Eintritt ist frei.

Unterstützt wird die Veranstaltung vom ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V.

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