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gepostet am: Montag, 07.06.2021, 12:06 Uhr

„Verfemte Musik“ – Konzert im Rahmen der Jüdischen Woche 2021

Die „Jüdische Woche“, die in Leipzig zum bereits 14. Mal gefeiert wird, ist in diesem Jahr eine ganz besondere: sie ist Teil der bundesweiten Feierlichkeiten im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Wie schon in den vergangenen Jahren widmet sich die „Jüdische Woche“ im Rahmen unterschiedlichster Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen, Gespräche und Kulturangebote der Vielfalt der jüdischen Kunst und Kultur, um ferner die Bedeutung derselben sowie die Erinnerung an die jüdische Geschichte für Deutschland und Europa wachzuhalten.

In diesem Jahr sind erneut mehr als 60 Institutionen und Vereine am Programm beteiligt, die insgesamt mehr als 120 digitale und analoge Veranstaltungen vorbereitet haben. Auch wir beteiligen uns am Programm und möchten in die historischen Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Hauses zu einer besonderen Gelegenheit einladen.

Am 02. Juli laden wir Sie und Euch von 19.00 bis 20.30 Uhr zu einem 90-minütigen Konzert des „DuoWaltherBosch“ im authentischen Ambiente und am Flügel Erich Zeigners ein. Die Musikerinnen Cornelia Walther (Violoncello) und Vanessa Bosch (Klavier) präsentieren ausgewählte Werke der „verfemten Musik“ – im Nationalsozialismus verbotene Musikstücke jüdischer Musiker*innen – und rufen sie ihrem Publikum so auf besondere Weise wieder ins Gedächtnis.

Die für das Konzert ausgewählten Werke sollen dabei nicht nur das Ausmaß der jüdischen Verfolgung unter dem NS-Regime verdeutlichen und daran erinnern, sondern ferner mit Blick auf den fortbestehenden Antisemitismus mahnen.

Cornelia Walther [Violoncello]
arbeitet im Bereich des Kulturmanagements für das Kammermusikfest Sylt und die Konzertreihe MUSICA+ und leitet die Abteilung ‚Kinderkonzerte‘. Darüber hinaus ist sie als Pädagogin und Studio-Cellistin im Raum Frankfurt tätig.

Vanessa Bosch [Klavier]
unterrichtet Klavier, Orgel und Korrepetition. Sie lehrt an der Kunstuniversität Graz und ist als freischaffende Musikerin tätig.

Gemeinsam gehen sie als DuoWaltherBosch einer regen Konzerttätigkeit nach, im Rahmen derer sie auch mit dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut sowie der Henry und Emma Budge-Stiftung kooperierten.

Als historisch-politischen Bildungsangebot für Jugendliche bieten sie Workshops über Werke verfemter Musik jüdischer Musiker*innen aus der Zeit des Nationalsozialismus an.

Anmeldung

Das Konzert findet unter Berücksichtigung eines entsprechenden Hygienekonzeptes statt. Aufgrund der dadurch begrenzten Anzahl an Plätzen bitten wir um verbindliche Voranmeldungen zur Teilnahme unter veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de (Anmeldefrist: 30. Juni 2021).

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein tagesaktuelles negatives Corona-Testergebnis oder ein Nachweis über eine Impfung (mind. 14 Tage nach Zweitimpfung).
Der Nachweis der Negativtestung ist entsprechend der aktuellen Regelungen zu erbringen – wir bitten hier um Selbstinformation.

Hausrecht
Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. V.i.S.d.P. Henry Lewkowitz

 

Die Veranstaltung wird gefördert und unterstützt durch die Holger-Koppe-Stiftung, die F.C. Flick Stiftung und das Kulturamt der Stadt Leipzig.

 

 

Termine
gepostet am: Montag, 31.05.2021, 16:05 Uhr

„Die Rolle der Frau in der Neonazi-Szene“ – Online-Seminar

Am 16. Juni 2021 laden wir Sie und Euch herzlich zur Teilnahme am Online-Seminar mit dem Titel „Die Rolle der Frau in der Neonazi-Szene“ ein.

Im Rahmen des Seminars, welches im virtuellen Raum stattfinden wird, behandelt die Referentin des Abends, Andrea Röpke, Themen rund um die in der Neonazi-Szene organisierten Frauen.

Dabei wird sie uns einen Einblick in die sehr unterschiedlichen Vorstellungen über die Rolle der weiblichen Kameradinnen und die Umsetzung des ideologischen Rollen- und Familienbildes innerhalb der Szene geben. Ferner wird auch thematisiert, welche Funktionen Frauen in der rechten Szene außerhalb der Kindererziehung übernehmen, welche Taktiken dahinterstehen können und welche Beweggründe es für Frauen geben kann, sich einer so antifeministischen Szene anzuschließen. Weitere spannende Fragen können in der anschließenden offenen Diskussion geklärt werden.

Andrea Röpke
publiziert seit den 1990er Jahren zu den Themenschwerpunkten Rechtsextremismus und Neonazismus und wurde mehrfach für ihre Insider-Reportagen ausgezeichnet, in denen sie sich u.a. mit den Freien Kameradschaften und der Heimattreuen Deutschen Jugend befasste. Sie veröffentlichte unterschiedliche Bücher zur völkischen Kindererziehung sowie zur Rolle der Frau in der Neonazi-Szene, wie z.B. das Buch „Mädelssache! Frauen in der Neonazi-Szene“, welches 2006 erschien und in Zusammenarbeit mit Andreas Speit entstand. Zuletzt veröffentlichte sie ebenfalls zusammen mit Andreas Speit das Buch „Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos“ im Jahr 2019. Zudem schreibt sie für die Zeitschrift „Der Rechte Rand“ und unterstützt regelmäßig für die „Bundeszentrale für politische Bildung“.

Durch den Abend wird uns Paula Roos moderieren, die das Seminar im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres im Erich-Zeigner-Haus e.V. organisierte.

Wie auch bei unseren letzten Online-Veranstaltungen bitten wir um eine Voranmeldung zur Teilnahme am ZOOM-Seminar in Form einer formlosen E-Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de
Anmeldungen sind bis zum 13. Juni möglich.

Nach Ablauf des Anmeldungszeitraumes wird der Zugangslink dann an alle angemeldeten Personen per Mail versandt.

Wir freuen uns auf viele Teilnehmende und ein spannendes Seminar.

 

Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.      
V.i.S.d.P. Henry Lewkowitz

Termine
gepostet am: Mittwoch, 05.05.2021, 8:05 Uhr

„Facing up to the Far Right: What can we learn?“

Nachdem wir zu Beginn dieses Jahres mit dem Obermayer Award für unser bildungspolitisches Engagement ausgezeichnet wurden, freuen wir uns sehr, nun erneut mit Widen the Circle – der gemeinnützigen Organisation, die die Preisverleihung in Zusammenarbeit mit der Obermayer-Foundation verwaltet – kooperieren zu können.

Wir möchten Sie und Euch in diesem Sinne ganz herzlich zu einer spannenden Online-Veranstaltung am 11. Mai 2021 (Dienstag) um 20 Uhr einladen, die sich der folgenden Fragestellung widmen wird: „Facing up to the Far Right: What can we learn?“ (Frei übersetzt: „Was können wir lernen, wenn wir uns mit Rechtsradikalen befassen?“)

Inhaltlich soll der Umgang mit Rechtsradikalismus in Deutschland und den USA aus Sicht zweier unterschiedlicher Organisationen besprochen und beleuchtet werden – wobei der Erich-Zeigner-Haus e.V. die deutsche Perspektive bereitstellen wird. Die Herausforderung des Umgangs mit Rechtsextremismus und Neonazismus kann unterschiedlich angegangen werden – zwei mögliche Ansätze wollen wir im Gespräch vorstellen und diskutieren.
Dabei soll es um mögliche Taktiken, Strategien und Programme sowie um die Bedeutung der lokalen Geschichte gehen. Ferner soll darauf eingegangen werden, warum es entscheidend ist, falschen historischen Narrativen entschieden entgegenzutreten.

Im Gespräch werden sich die folgenden führenden Vertreter:innen der Organisationen miteinander austauschen:

Raimund Grafe
Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V. in Leipzig (Deutschland)

Kate Bitz
Programmdirektorin des Western States Center aus Spokane (Washington)
Das Western States Center engagiert sich wie auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. im Bereich der Demokratiearbeit. Kate Bitz konzentriert sich dabei vor allem auf die Bekämpfung des weißen Nationalismus durch Organisation, Forschung und Entwicklung lokaler Führungskräfte im pazifischen Nordwesten.

Die virtuelle Konversation wird in englischer Sprache abgehalten. Die Moderation übernimmt Joel Obermayer, Gründer und Geschäftsführer von Widen the Circle. Weitere Informationen über die Veranstaltung und Möglichkeiten der Anmeldung können hier abgerufen werden.

Wir freuen uns wie immer über Interesse an der Veranstaltung und hoffen auf zahlreiche Anmeldungen und einen spannenden internationalen Austausch.

 

Presse
gepostet am: Dienstag, 04.05.2021, 10:05 Uhr

Dezentrales Stolpersteine-Putzen am 08. Mai 2021

Am kommenden Samstag ist der 08. Mai und somit jährt sich zum mittlerweile 76. Mal der „Tag der Befreiung“, der in verschiedenen europäischen Ländern als Jahrestag der „Befreiung“ durch die Alliierten und als Ende des Zweiten Weltkriegs begangen wird. Aber es ist nicht allein dieser „positive Anlass“ des 08. Mai, an den wir an diesem wichtigen Tag erinnern möchten. Vielmehr steht dieses Datum für uns für die Bedeutung des Erinnerns an die Verbrechen der NS-Vergangenheit wie auch für das Einstehen gegen Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung aller Art.

In diesem Sinne würden wir gerne zu einer passenden Veranstaltung oder Kundgebung einladen – doch wie auch schon im vergangenen Jahr erachten wir dies aufgrund der Pandemielage für schwierig umsetzbar. Wir möchten daher, ebenfalls wie im vergangenen Jahr, stattdessen gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ und dem „Leipzig. Courage zeigen! e.V.“ zum dezentralen Stolpersteine-Putzen einladen, um an den Tag der Befreiung und die zahlreichen Opfer, die das NS-Regime gefordert hat, zu erinnern. Das Putzen der Steine steht dabei aber nicht nur sinnbildlich für das Erinnern an die individuellen Schicksale aller Opfer, sondern soll uns ferner erneut vor Augen führen, wohin Menschenfeindlichkeit und Intoleranz führen können. Die Stolpersteine mahnen uns überdies, an unseren demokratischen Werten festzuhalten und uns für Weltoffenheit, Toleranz und Zivilcourage zu engagieren – gegenwärtig und zukünftig.

Das dezentrale Stolpersteine-Putzen wollen wir in diesem Jahr mit einem symbolischen Auftakt um 12.30 Uhr in der Eisenbahnstraße 47 zusammen mit unseren Kooperationspartnern begehen. Hier wollen wir die Steine von Mania und Josef Weißblüth sowie Samuel Hundert putzen und ihnen somit gedenken.

Samuel Hundert (*1902, Stanislau) war etwa 1927 nach Leipzig gekommen und hatte sich dort, wie auch sein Bruder Aria Jehuda, der Leipziger LO (Linke Opposition) angeschlossen. Sie waren zwei von 100-150 Mitgliedern und Sympathisanten der politischen Gruppierung, die zur KPD gehörte. Als Samuel nach Leipzig kam, lebte seine ältere Schwester Mania (*1897, Stanislau) bereits zusammen mit ihrem Mann Josef Weißblüth (*1897, Bohorodczany) in der Stadt. Samuel zog bei ihnen in die damalige Melchiorstraße 12, eine Verbindungsstraße zwischen Eisenbahnstraße und Rabet, ein. In der Hainstraße führte er später die Textilfirma „Hundert & Co.“, ehe er am 15.07.1933 aus Deutschland floh und nach Paris emigrierte. Dabei blieb er fortlaufend politisch engagiert und unterstützte die im Oktober 1933 aus der LO/KPD hervorgegangenen Internationale Kommunisten Deutschlands (IKD). 1938 ging Samuel Hundert dann aus existentiellen Gründen zurück in seine Heimatstadt Stanislau, wo er wieder auf Mania und Josef Weißblüth stieß, die 1935 aus Deutschland ausgewiesen und nach Polen abgeschoben worden waren. Ein Jahr nach Samuels Rückkehr in die Heimat wurde Stanislau durch den Hitler-Stalin-Pakt von sowjetischen Truppen besetzt. Nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begannen deutsche Mordkommandos und ihre Verbündeten mit Massenerschießungen und der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in Stanislau. So wurden allein am 12. Oktober 1941 10.000 bis 12.000 Menschen erschossen und in Massengräbern verscharrt. Im Dezember 1941 errichteten die Nazis ein Ghetto in Stanislau, das im Januar 1943 liquidiert wurde. Bei diesem Massenmord wurden Samuel Hundert (39 Jahre), Mania (44 Jahre) und Josef Weißblüth (44 Jahre) wahrscheinlich 1941 ermordet.

Wer an der Auftaktveranstaltung teilnehmen möchte, ist hierzu herzlich unter Berücksichtigung aller Auflagen zum Infektionsschutz eingeladen. Für das eigenständige Stolpersteine-Putzen ist auf unserer Homepage eine Übersicht der  Verlegeorte der Leipziger Stolpersteine sowie eine Anleitung zum Putzen der Steine hinterlegt. Die Stolpersteine können im Laufe des gesamten Tages geputzt werden. Jene, die sich an der Aktion beteiligen wollen, bitten wir jedoch um die Berücksichtigung aller derzeit gültigen Auflagen zum Infektionsschutz. Dies ist auch mit Blick auf die Größe der Personengruppen vor Ort zu berücksichtigen. Da wir aufgrund der Kürze der Zeit anders als am 09. November nicht allen Verlegeorten direkte Paten/Patinnen zuordnen können, bitten wir um eine gewisse Flexibilität in der Steinauswahl – es kann passieren, dass sich mehrere Personen den gleichen Stein aussuchen, sodass es hilfreich sein kann, sich direkt mehrere Adressen in der Nähe auszusuchen.

Vielen Dank an alle, die diese Aktion unterstützen.

Bleibt solidarisch und aufmerksam. Erinnert.

 

Termine
gepostet am: Mittwoch, 25.11.2020, 12:11 Uhr

Antisemitismus im Alltag – Zoom-Seminar & Gespräch

Es ist soweit: unsere Veranstaltungsreihe geht zu Ende. Am 18.12. werden wir zum letzten Mal in diesem Jahr an einem Freitagabend von 18.00 bis 20.00 Uhr für eine gemeinsame Veranstaltung (digital) zusammenkommen und uns mit einem wichtigen Thema der politischen Bildung befassen.

Den thematischen Ausklang in diesem Jahr soll dabei eine Veranstaltung über „ZOOM“ darstellen, die als eine Art Gespräch mit großem interaktivem Potenzial gestaltet wird. Die Referenten und Gesprächspartner des Abends, Marc Schwietring und Sigmount A. Königsberg, werden das Thema „Antisemitismus im Alltag“ anhand von sechs zuvor ausgearbeiteten Thesen besprechen, die ganz bewusst zum Nachdenken anregen und Debatten provozieren sollen.

These 1: „Antisemitismus ist das Gerücht über Juden.“ (Theodor W. Adorno)

These 2: Antisemitismus darf nicht nur auf Rechts- und Linksextremist*innen sowie Islamist*innen externalisiert werden, sondern ist Teil – und somit Problem – der gesamten Gesellschaft.

These 3: In Deutschland gilt derjenige, der auf Antisemitismus hinweist, für viel gefährlicher als der Antisemit selbst.

These 4: Der moderne Antisemit sagt nicht mehr: „Ich hasse Juden!“, sondern „Ich hasse Israel!“ – meint aber das gleiche.

These 5: Antisemitismus gehört zur kulturellen DNA Europas.

These 6: Antisemitismus ist kein Vorurteil, sondern manichäisches Weltbild.

Zusätzlich laden die Redner dazu ein, im Zuge der Anmeldung zur Veranstaltung eigene Fragen oder Thesen zum Thema einzureichen, die dann nach Möglichkeit in den Abend integriert und besprochen werden sollen.

Marc Schwietring ist Politikwissenschaftler, seit 2009 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Universitäten tätig und fokussiert sich in seiner Forschung vor allem auf die Politische Psychologie sowie Rechtsextremismus- und Antisemitismusforschung. An der FU Berlin bietet er Kurse zum Thema Populismus, Nationalismus und Rechtsextremismus an.

Sigmount A. Königsberg, geb. 1960 in Saarbrücken, studierte Kommunikationswissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft an der FU Berlin. Seit 1994 ist er Mitarbeiter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und seit dem 1.9.2017 deren Beauftragter gegen Antisemitismus.

Die Moderation des Abends übernimmt Henry Lewkowitz.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Wir erbitten jedoch eine formlose Voranmeldung bis zu 16.12. (gerne unter Zusendung einer eigenen Frage) für die anschließende Zusendung der Einwahldaten zum Seminar per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

Wir hoffen auf ein spannendes Gespräch.

Presse
gepostet am: Mittwoch, 18.11.2020, 9:11 Uhr

Historisch politische Bildungsarbeit – Abschluss-Fachtagung

Nachdem der Erich-Zeigner-Haus e.V. im vergangenen Jahr einen Leitfaden zur Historisch-politischen Bildungsarbeit veröffentlichte, konnte selbiger in diesem Jahr als Grundlage für eine Workshopreihe dienen, welche nun am 05.12.2020 mit einer Fachtagung zum Abschluss kommen soll.

In vier verschiedenen Städten in Nordsachen – Eilenburg, Torgau, Schkeuditz und Taucha – hatten in den letzten Monaten regelmäßige Zusammentreffen ortsansässiger Multiplikator*innen stattgefunden, welche zur eigenständigen Durchführung erinnerungskultureller Projekte geschult und befähigt wurden. Die Vermittlung von benötigtem Hintergrundwissen ebenso wie wichtigen Tipps sollte den Teilnehmenden das notwendige Handwerkszeug mitgeben. Alle Hinweise und Handreichungen wurden dabei nicht nur theoretisch vermittelt, sondern gleichermaßen praktisch umgesetzt, z.B. in Form von eigener Archivrecherche als Vorbereitung für ein Stolpersteinprojekt. Nun soll eine abschließende Tagung mit allen vier Workshopgruppen sowie weiteren interessierten Multiplikator*innen ein Zusammentragen des Erlernten, eine Vorstellung der erarbeiteten Projekte und eine Vernetzung untereinander ermöglichen.

Hierzu laden die Projektinitiatoren am 05. Dezember ab 10 Uhr (und bis max. 13 Uhr) ein.
Stattfinden wird die Tagung aufgrund des derzeitigen Infektionssgeschehens digital über die Videokonferenz-Plattform „ZOOM“.

Die Teilnahme an der Abschlusstagung ist kostenfrei. Wir bitten um eineverbindliche, formlose Anmeldung bis zum 03.12.2020 per E-Mail an kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de
Eine Zusendung der Einwahldaten erfolgt dann am 03.12. nach Eingang aller Anmeldungen.

Eine vorherige Partizipation an den einzelnen Workshops ist nicht erforderlich.
Auf unsere Website finden Sie weitere Informationen zu unseren Workshops/Multiplikator*innen-Schulungen in Nordsachsen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 05.11.2020, 18:11 Uhr

„Die Bedeutung der katholischen und evangelischen Kirche beim Aufstieg des Nationalsozialismus“ – ZOOM-SEMINAR

Am 20. November um 18 Uhr laden wir zum vorletzten digitalen Seminar im Rahmen unserer diesjährigen Veranstaltungsreihe ein.

Im Rahmen der Online-Veranstaltung bespricht der Referent des Abends, Dr. Dirk Schuster, die Gründe der relativ hohen Unterstützungsrate kirchlicher Amtsträger zugunsten der NSDAP und beleuchtet anschließend näher die möglichen Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen. Dabei wird auch auf die jeweils theologischen Argumentationen zur Unterstützung der Hitler-Partei eingegangen. Anschließend wird in einem zusammenfassenden Überblick die Stellung der einzelnen christlichen Konfessionen gegenüber dem Nationalsozialismus in der Zeit zwischen 1933 und 1945 gegeben.

Dr. Dirk Schuster absolvierte an der Universität Leipzig das Studium der Mittleren/Neueren Geschichte und der Religionswissenschaft. 2016 wurde er an der Freien Universität Berlin mit der Dissertationsschrift „Die Lehre vom arischen Christentum. Das wissenschaftliche Selbstverständnis im Eisenacher »Entjudungsinstitut«“ promoviert. Heute ist er akademischer Mitarbeiter an der Universität Potsdam. Seine Forschung fokussiert sich insbesondere auf die Interdependenzen von Religion und Politik, die Bedeutung von Religion im Nationalsozialismus und neue religiöse Bewegungen.

Die Moderation des Abends übernimmt Maximilian Steinhaus. Er ist Jurist, studierte bis März 2012 Rechtswissenschaften an der FSU Jena und ist bei der Giordano-Bruno-Stiftung als Sprecher für deren Leipziger Regionalgruppe aktiv.

Wie schon in den vergangenen Monaten erbitten wir auch hier eine Voranmeldung zum Online-Seminar per Mail an kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de

Die Zugangsdaten für Zoom werden dann ab dem 18. November versendet.
Wir freuen uns wie immer über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer und auf ein spannendes Online-Seminar.

Das Team vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 22.10.2020, 14:10 Uhr

Gedenkaktion Mahnwache und Stolpersteine Putzen

Es Sind noch 75 Stolperstein-Stellen in Leipzig ohne Putzpaten  II Außerdem das Programm für Leipzig zum Gedenktag am 9. November 2020

Wir suchen noch 75 neue und alte „Putz-PatInnenen“ für die Stolpersteine, die an diesem Tag symbolisch geputzt werden. Wir hoffen auch sehr auf Rückmeldungen von jenen, die bereits seit vielen Jahren eine Patenschaft übernehmen, damit wir die Verteilung besser koordinieren können und sicherstellen können, dass an jedem Stolperstein eine Mahnwache abgehalten und geputzt wird.

Die Mahnwachen und das Stolpersteine Putzen finden am 9. November in der Zeit von 10:00 – 18:00 Uhr statt.

Die vollständigen Biographien zu den Menschen, für die Stolpersteine verlegt wurden, finden Sie auf der Homepage der AG Stolpersteine , in welche auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. Mitglied ist. Zudem sind die Links zu den Biografien in der Tabelle eingefügt.

Programm für Leipzig:

Montag, 9.11.2020:

10:00 Uhr – Symbolischer Auftakt durch die Projektkoordinatoren des Erich-Zeigner-Haus e.V. am Dittrichring 13 (aufgrund der Corona-Verordnungen in diesem Jahr keine öffentliche Veranstaltung)

Von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr findet die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ statt. In diesem Zeitraum werden alle Stolpersteine in Leipzig durch engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger geputzt. Die Mahnwachen können von jeder / von jedem selbst und individuell gestaltet werden. Wichtig ist, dass es nicht darum geht, 8 Stunden lang vor Ort zu sein. In der Regel nehmen sich die Menschen 30 – 60 Minuten Zeit, um die Stolpersteine zu putzen, die Biografien der Opfer des Faschismus zu verlesen und vielleicht durch Blumen, Kerzen, Gedichte oder Musik inne zu halten und zu gedenken. In diesem Jahr dürfen aufgrund der Corona-Pandnemie an den Stolpersteinen maximal 10 Personen aus 2 Haushalten für ihre Mahnwachen und das Putzen der Steine zusammenkommen. Wir bitten darum, alle geltenden Auflagen zum Infektionsschutz zu beachten, Mundnasenmasken zu tragen und Abstände zu wahren.

Wir freuen uns auf Rück- und Anmeldungen von Ihnen und Euch.

Veranstaltung
gepostet am: Dienstag, 20.10.2020, 12:10 Uhr

Mahnmalspaziergang durch Plagwitz (KEW Leipzig)

Morgen laden wir bei wunderbarem Herbstwetter von 15.00 bis 17.00 Uhr zu einem Stadtteilspaziergang durch Plagwitz ein. Ausgangs- und Treffpunkt ist das Erich-Zeigner-Haus (Zschochersche Str. 21, gegenüber vom Felsenkeller), welches aufgrund seiner besonderen Geschichte zugleich den ersten wichtigen Spaziergangsstopp markiert.
Von dort aus geht es weiter durch das Viertel und hin zu verschiedenen Mahnmalen, bei denen es sich zu einem großen Teil auch um Stolpersteine handeln wird. Die in ganz Leipzig liegenden Gedenksteine konnten zu großen Teilen durch und im Anschluss an von uns betreute historisch-politische Jugendprojekte verlegt werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Kritischen Einführungswochen (KEW) der Universität Leipzig statt.
Für den Spaziergang empfehlen wir die Mitnahme von warmer Kleidung, Thermoskannen und Mundnasenschutz. Weitere Informationen zum Hygienekonzept der KEW sind ebenfalls auf der entsprechenden Website abrufbar.

Wir freuen uns über viele Interessierte, die mit uns gemeinsam einen genaueren Blick zwischen die Pflastersteine von Plagwitz werfen, die Mahnmale unseres Viertels entdecken und so mehr darüber erfahren möchten.

 

Das Team vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

Facebook
gepostet am: Montag, 19.10.2020, 16:10 Uhr

Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Durch Putzpatenschaften ein Zeichen setzen!

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 13. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Mit Ihnen wollen wir gemeinsam der Menschen gedenken, die Opfer des faschistischen Regimes geworden sind. Durch die Stolpersteine wurden ihre Namen der Vergessenheit entzogen – nun wollen wir diese durch die Putzaktion in der Gesellschaft wieder sichtbar machen.

Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Im Rahmen einer deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich am 9. November zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Putzen der Stolpersteine.

Neben dem gewünschten Gedenken und Mahnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der alljährlichen Stolperstein-Reinigung zudem das Vorbeugen einer zunehmenden Verwitterung der Gedenksteine, deren Inschriften ohne eine regelmäßige Pflege mit der Zeit schlechter erkennbar werden. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Gedenksteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen.

Die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des 9. Novembers 2020 werden im Laufe der nächsten Wochen hier erscheinen. Auch auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Gedenkaktion informieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung.

 

Henry Lewkowitz, Geschäftsführer

Caroline Müller, Projektleiterin Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

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