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Termine
gepostet am: Montag, 02.05.2022, 11:05 Uhr

Sowjetische Kriegsgräber. Zwischen Totengedenken und Erinnerungskultur

Herzliche Einladung zum Vortrag mit anschließendem Gespräch am Freitag, den 6. Mai, um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus.

In der deutschen Sepulkralkultur (Kultur des Todes, des Sterbens, des Bestattens sowie des Trauerns) bestimmen kirchliche und kommunale Friedhöfe das öffentliche Bild. Es gibt jedoch Grabstätten in der Bundesrepublik, die einen anderen, in dem Fall politischen und kriegerischen Hintergrund haben. Gemeint sind die Grabfälder von Toten des Zweiten Weltkrieges, hierbei insbesondere sowjetischer Soldaten, Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter.

Die Leipzigerin Gisela Wedekind, Mitglied im BDWO (Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V.) und DenkMalFort e.V. – Die Erinnerungswerkstatt Dresden, beschäftigt sich seit 1994 mit sowjetischen Kriegsgräbern in Deutschland, ihrer Entstehung, dem ästhetischen Erscheinungsbild und ihrer Einbindung in die heutige Gedenk- und Erinnerungskultur.

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns über Ihr Kommen

 

Presse
gepostet am: Mittwoch, 23.02.2022, 11:02 Uhr

Zwei Stolpersteinverlegungen im Mai 2022 in Leipzig und Taucha

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem die Mitarbeitenden des Erich-Zeigner-Haus e.V. im letzten Jahr wieder erinnerungskulturelle Jugendprojekte an unterschiedlichen Schulen des Landkreises durchführen durften, möchten wir Sie nun zum feierlichen Abschluss der Projekte und den Stolpersteinverlegungen einladen.

Am 16. Mai werden neun Stolpersteine für Familie Rotter ihren Platz in Leipzig finden und an sie erinnern.

Fünf der Steine, für Eugenie (geb. Hein) Rotter, ihre Söhne und Karl Josef, Fritz Egon und Curt Rotter und Curts Frau Minna Rotter (geb. Springer), werden in der heutigen Jahnallee verlegt werden, da die Familie in der damaligen Frankfurter Straße 20 zuletzt gemeinsam lebte, bevor sich ihre Wege aufgrund des NS-Regimes trennten. Dem ältesten Sohn der Familie, Otto Rotter, wird gemeinsam mit seiner Frau Marianne (geb. Vogel), und ihren beiden Söhnen Klaus Adolf und Heinz in Form von vier Stolpersteinen in der Funkenburgstraße gedacht werden, wo sie bis 1933 gemeinsam lebten, bevor sie nach Frankreich flohen. Das Projekt wurde gemeinsam mit 17 Fußballern der U15-Mannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig durchgeführt, sie sind die erste Fußballmannschaft in ganz Sachsen, welche ein solches Stolpersteinprojekt durchführte.

Um 14:30 Uhr werden in der Funkenburgstr. 4 in Leipzig die ersten Stolpersteine für die Familie Rotter verlegt. Im Anschluss werden ab 14:50 Uhr die anderen Stolpersteine in Gedenken an Familie Rotter in der Jahnallee 14 verlegt.

Als zweite Gedenkveranstaltung möchten wir Sie herzlich zur Stolperschwellenverlegung am 17. Mai 2022 um 9.00 Uhr auf dem Markt 6 in Taucha einladen.

Gemeinsam mit zehn Schüler*innen der 10. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Taucha wurde die Geschichte der Zwangsarbeit in Taucha genauer recherchiert. Die Stolperschwelle möchte den Menschen gedenken, welche für die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG) und die Erla-Maschinenwerk GmbH Zwangsarbeit leisten mussten. Zwischen 1944 bis April 1945 waren bis zu 14.500 Zwangsarbeitende in den deutschen HASAG-Werken untergebracht und wurden ab April durch die SS-Einheiten auf sogenannte „Todesmärsche“ geschickt. Die Erla-Maschinenwerke beschäftigten in ihrem Rüstungsbetrieb 1943 circa 16.000 Zwangsarbeiter*innen, welche in großen Barackenlagern untergebracht waren, 20 dieser Lager befanden sich im Leipziger Stadtgebiet.

Die Anzahl an Stolpersteinen, welche für all diese Zwangsarbeitenden verlegt werden müssten, übersteigt jegliche Vorstellungen und räumliche Kapazitäten. Gerade aufgrund dieser hohen Opferzahl ist es notwendig den Zwangsarbeiter*innen in einem angemessenen Rahmen zu gedenken. Die Stolperschwelle wird deshalb vor dem Gelände einer solchen ehemaligen Unterbringung in Taucha verlegt werden, um dauerhaft an die stattgefundenen Verbrechen zu erinnern.

Beide Verlegungen werden unter den Auflagen der dann geltenden Corona-Regeln stattfinden.

Wir freuen uns über Ihr Erscheinen und genauere Informationen zu diesen und kommenden Verlegungen können Sie auf unserer Homepage finden.

Termine
gepostet am: Montag, 14.02.2022, 10:02 Uhr

Lesung und Gespräch mit Tom Schmieder am 18.03.2022, 19.30 Uhr

Wir freuen uns, dass trotz der abgesagten Leipziger Buchmesse wir den Autor Tom Schmieder bei uns begrüßen dürfen.

Am 18. März 2022 um 19:30 Uhr wird Tom Schmieder selbst aus seinem Roman „Als wir einmal erfolgreich waren“ vorlesen und im Anschluss über die Themen Linksradikalismus und das politische Engagement junger Menschen ins Gespräch kommen.

Tom Schmieders Debütroman dreht sich um den Langzeitstudenten Mark und seinen Kampf gegen das politische System und die persönliche Bedeutungslosigkeit. Der Roman spielt im Spätherbst 1979 in Westberlin und erzählt über die innerdeutsche Teilung, den Klassenkampf zwischen Linken und Konservativen und zeigt das geheime Leben der linken Gegenkultur von innen heraus.

Der Roman erschien 2021 im Leipziger Liesmich Verlag und wir freuen uns, dass die Lesung in Kooperation mit diesem stattfinden wird.
Carolin Jürgens wird sie durch den Abend führen und mit Tom Schmieder ins Gespräch kommen.

 

Wir bitten um eine formlose Anmeldung bis zum 16.03.2022 über die Mailadresse

veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de.

Für die Veranstaltung gilt 2GPlus, ein Test vor Ort ist gegen eine kleine Spende möglich.

Eintritt: frei

 

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

 

*Aufgrund der abgesagten Buchmesse fällt die geplante Lesung mit Jürgen Pettinger am 18.03.2022 um 18.00 Uhr leider aus.

Jugendprojekte
gepostet am: Donnerstag, 28.10.2021, 11:10 Uhr

3.11 + 4.11 Stolpersteinverlegungen unserer Jugendprojekte

Ein Jahr voller Jugendprojekte neigt sich dem Ende entgegen und somit ist der Zeitpunkt erreicht, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Stolpersteinverlegungen ihre Jugendprojekte abschließen.

Im Rahmen dieser Projekte setzten sich die Teilnehmenden genauer mit der Zeit des Nationalsozialismus und speziell mit der Verfolgung verschiedener Opfergruppen auseinander. Sie besuchten bedeutende Orte der deutschen Erinnerungskultur, suchten ehemalige Wohnorte der Verfolgten auf und recherchierten deren Biografien mithilfe von Dokumenten aus unterschiedlichen Archiven. Abschließend erstellten sie mit unserer Unterstützung einen Flyer und entwarfen ein Rahmenprogramm, welches die Stolpersteinverlegung begleiten wird.

Verlegt werden die Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig selbst und es würde uns freuen, wenn auch Sie an den Verlegungen teilnehmen.

Am 3. November 2021

  • Vier Stolpersteine für Familie Jolowicz um 15.00 Uhr, Ferdinand-Rhode-Straße, 04107Leipzig

Am 4. November 2021

  • Stolperstein für Frieda Baufeld um 9.00 Uhr, Karl-Liebknecht-Straße 31, 04435, Schkeuditz/OT Glesien
  • Stolperstein für Robert Arthur Niesar um 10.30 Uhr, Schloßstraße 1, 04683 Naunhof
  • Zwei Stolpersteine für Wilhelm und Martha Mühlberger um 12.00 Uhr, Straße des Friedens 41A, Frohburg/OT Flößberg

Genauere Informationen zu den Jugendprojekten und den Biografien der einzelnen Personen finde Sie auf unserer Homepgae, unter dem Punkt „Jugendprojekte.

Wir freuen uns über Ihr kommen!

Facebook
gepostet am: Freitag, 22.10.2021, 8:10 Uhr

Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ 2021

Durch Putzpatenschaften ein Zeichen setzen! Bitte beachten Sie die geltenden Corona-Schutz-Auflagen!

Hier finden Sie die neuesten Informationen.

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 14. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Mit Ihnen wollen wir gemeinsam der Menschen gedenken, die Opfer des faschistischen Regimes geworden sind. Durch die Stolpersteine wurden ihre Namen der Vergessenheit entzogen – nun wollen wir diese durch die Putzaktion in der Gesellschaft wieder sichtbar machen.

Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Im Rahmen einer deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich am 9. November zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Putzen der Stolpersteine.

Neben dem gewünschten Gedenken und Mahnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der alljährlichen Stolperstein-Reinigung zudem das Vorbeugen einer zunehmenden Verwitterung der Gedenksteine, deren Inschriften ohne eine regelmäßige Pflege mit der Zeit schlechter erkennbar werden. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Gedenksteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen.

Die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des 9. Novembers 2020 werden im Laufe der nächsten Wochen hier erscheinen. Auch auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Gedenkaktion informieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung.

 

Henry Lewkowitz, Geschäftsführer

Caroline Müller, Projektleiterin Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Termine
gepostet am: Mittwoch, 13.10.2021, 13:10 Uhr

„Politische Polarisierung in digitalen Zeiten“ – Vortrag von Holger Marcks am 27.10.2021

Im vergangenen Jahrzehnt haben rechtsextreme Kräfte in vielen Ländern große Raumgewinne erzielt. Zu ihnen gesellen sich neuerdings verschwörungsideologische Bewegungen, die den demokratischen Diskurs gefährden, während die politische Polarisierung insgesamt zunimmt. Dass diese Prozesse auch, wenn nicht gar entscheidend, durch die sozialen Medien befördert werden, darüber besteht indessen kaum mehr Zweifel. Wie aber hängen Rechtsextremismus, Verschwörungsbewegungen und Polarisierung genau mit der Digitalisierung zusammen? Welche Interaktionsdynamiken greifen dabei ineinander?

Nachdem das ursprünglich im Juli geplante Seminar krankheitsbedingt ausfallen musste, freuen wir uns, Sie erneut am 27. Oktober 2021 von 18.00 – 20.00 Uhr ins Erich-Zeigner-Haus einladen zu können. In dem Vortrag wollen wir gemeinsam mit dem Referenten Holger Marcks näher beleuchten, wieso sich die Propaganda von extremistischen Akteuren so gut in die sozialen Medien einfügt – und warum im digitalen Kontext nicht nur Extremisten für die Demokratie zum Problem werden. Denn durch das postredaktionelle Prinzip der sozialen Medien erleben wir eine Konjunktur des Postfaktischen, mit der sich nicht nur das rechtsextreme und verschwörungsideologische Potenzial erweitert. Es erschwert auch generell die demokratische Verständigung, wenn sich geteilte Wahrheiten auflösen und noch mehr zu einer Frage der Identität werden.

Holger Marcks ist Sozialwissenschaftler und Co-Autor des Buches „Digitaler Faschismus. Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus“, das im letzten Jahr im Dudenverlag erschien. Er forscht insbesondere zu Radikalisierungsprozessen im digitalen Kontext und ist assoziiert mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg sowie der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.

Die Moderation des Abends übernimmt Emily Bandt. Sie studierte Germanistik (B.A.) und Kulturwissenschaften (M.A.) an der Universität Leipzig und arbeitete im Rahmen ihres Masterstudiums soziologisch und historisch zu den Themenfeldern Rechtsterrorismus sowie Rechtsextremismus und Gender. Seit 2021 ist sie Projektreferentin im Erich-Zeigner-Haus e.V. in Leipzig.

Anmeldungen sind bis 24. Oktober über veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de möglich.

Eintritt: frei

Hygienekonzept: Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mundnasenschutzes (OP-Maske/FFP2-Maske) & Zugang zur Veranstaltung nach der 3G-Regelung (d.h. Geimpfte, Genesene und Getestete*)

 

*Als getestet gilt jemand, der ein tagesaktuelles negatives Testergebnis von einer offiziellen Teststation vorlegen kann. Wir begrüßen es, wenn auch Geimpfte und Genesene aus solidarischen Gründen vorab zuhause einen Selbsttest durchführen.

Termine
gepostet am: Dienstag, 05.10.2021, 13:10 Uhr

Ausstellungseröffnung am 8. Oktober um 16:00 Uhr

Am 8. Oktober um 16:00 Uhr wird die Ausstellung „Archen im Meer der Gnadenlosigkeit“, im 1. OG vom Erich-Zeigner-Haus e.V. eröffnet

Die Ausstellung wird von acht SchülerInnen vom Friedrich-Schiller-Gymnasium präsentiert, die ein „Stille Helden“ Projekt über Georg Jünemann und seine Tochter Josephine Hünerfeld machen. Die beiden haben die dreiköpfige jüdische Familie Leopold während der NS-Zeit bei sich versteckt und ihnen so das Leben gerettet.

Die Ausstellung beschreibt Schicksal von der Familie Leopold und die Rettungsaktion, die die „Stillen Helden“ Georg Jünemann und Josephine Hünerfeld durchgeführt haben. Neben der Ausstellung soll in Zukunft in Leipzig auch eine Gedenktafel an dem ehemaligen Wohnhaus von Georg Jünemann und Josephine Hünerfeld in der Jägerstraße 15 an die Heldentat erinnern. Die Ausstellung wird bis zum 15. Dezember zugänglich sein.

Ehrengäste am 8. Oktober werden Achim und Dorothee Jünemann sein, die Nachfahren Georg Jünemanns, mit denen die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld auch ein Zeitzeugengespräch führen werden.

In dieser Zeit gilt bei den Veranstaltungen im Erich-Zeigner-Haus e.V. die 3-G-Regel. Sie können sich gerne über die Mailadresse 9ternovember@erich-zeigner-haus-ev.de anmelden.

 

Wir freuen uns über ihren Besuch!

Termine
gepostet am: Freitag, 24.09.2021, 13:09 Uhr

Was bedeutet es heute, jüdisch in Deutschland zu sein? – Begegnung & Gespräch mit Peter Schüler

Jüdisches Leben existiert seit circa 1700 Jahren im deutschsprachigen Raum, dennoch halten sich die Kenntnisse der Deutschen über den jüdischen Glauben in Grenzen. Um der Vielseitigkeit des jüdischen Lebens gerecht zu werden, möchten wir sie am Freitag, den 8. Oktober 2021, zu unserer Veranstaltung „Was bedeutet es heute, jüdisch in Deutschland zu sein? – Begegnung & Gespräch mit Peter Schüler“ einladen.

Schüler selbst ist heute Leiter der Fachstelle Antisemitismus am Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäische jüdische Studien der Universität Potsdam und seine Biografie bietet vielfältige Einblicke in jüdisches Leben in Deutschland.  Diese umfasst beispielsweise die Fluchtgeschichte seiner Eltern, seine Kindheit als Sohn jüdischer Eltern in der damaligen DDR und seine politische Karriere in der wiedervereinigten Bundesrepublik. Im Rahmen einer Begegnung mit Peter Schüler wollen wir gemeinsam darüber sprechen, was es heute heißt, jüdisch zu sein.

Moderiert wird die Veranstaltung von Thekla Funke.

Eintritt: frei

Hygienekonzept: Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mundnasenschutzes (OP-Maske/FFP2-Maske) & Zugang zur Veranstaltung nach der 3G-Regelung (d.h. Geimpfte, Genesene und Getestete*)

Zur besseren Planung bitten wir um formlose Voranmeldung per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

Weitere Informationen zum Referenten und der Veranstaltung finden Sie auf unserer Facebookseite.

 

*Als getestet gilt jemand, der ein tagesaktuelles negatives Testergebnis von einer offiziellen Teststation vorlegen kann. Wir begrüßen es, wenn auch Geimpfte und Genesene aus solidarischen Gründen vorab zuhause einen Selbsttest durchführen.

Presse
gepostet am: Dienstag, 31.08.2021, 9:08 Uhr

Städtisches Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Ostfriedhof

Am heutigen Weltfriedenstag/Antikriegstag jährt sich auch zum bereits 82. Mal der Überfall auf Polen, mit dem das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1939 den Zweiten Weltkrieg entfesselte.
In Erinnerung an die Opfer des Krieges und der nationalsozialistischen Verfolgung fand daher heute eine Gedenkveranstaltung mit unserem Oberbürgermeister Burkhard Jung statt, die um 11 Uhr mit einer Kranzniederlegung am polnischen Mahnmal auf dem Ostfriedhof begann und durch das Honorarkonsulat der Republik Polen für Sachsen begleitet wurde.
In Leipzig kamen mehr als vierhundert polnische Menschen durch das NS-Regime, vor allem Zwangsarbeiter:innen und KZ-Häftlinge, ums Leben.

     

Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. hat an der Gedenkveranstaltung teilnehmen dürfen und einen Kranz zur Erinnerung an alle Opfer der NS-Verfolgung niedergelegt Vertreten wurden wir heute durch unseren Ehrenvorsitzenden, Frank Kimmerle.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 26.08.2021, 14:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2021

In diesem Jahr öffnen wir in Leipzig-Plagwitz wieder unsere Türen für interessierte Besucher*innen zum Tag des offenen Denkmals.

Am Sonntag, den 12. September, können zu diesem Anlass von 11 bis 15 Uhr die ehemaligen Wohn- und Arbeitsräume Erich Zeigners, die heute dem Erich-Zeigner-Haus e.V. als Vereins- und Veranstaltungsräume dienen, besichtigt werden. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident (1923) und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig (1945-1949) unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangszimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Zeigner gemeinsam mit seiner Sekretärin Johanna Landgraf und dem Dominikaner Pater Aurelius Arkenau den Leipziger Rettungswiderstand und rettete damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung und Ermordung.

Halbstündige Führungen durch alle Räumlichkeiten finden kostenlos und stündlich von 11 bis 15 Uhr statt. Hintergründe zu der politisch bewegten Zeit, in der Erich Zeigner das Haus bewohnte, zur Geschichte des Hauses, zur Person Zeigners und der Arbeit des heutigen Erich-Zeigner-Haus e.V. werden in den Führungen erläutert. Zudem kann in der ersten Etage die Ausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“ – Die Mitverantwortung des Christentums für den Holocaust besichtigt werden. Jeweils um 11, 13 und 15 Uhr wird es eine kurze mündliche Einführung in das Thema der Ausstellung im 1. OG geben.

Wir möchten Sie bitten, sich und andere zu schützen und daher die 3G-Regel und das Tragen einer Maske zu beachten.

Erich-Zeigner-Haus e.V., Zschochersche Str. 21, 04229 Leipzig

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