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Jugendprojekte
gepostet am: Donnerstag, 28.10.2021, 11:10 Uhr

3.11 + 4.11 Stolpersteinverlegungen unserer Jugendprojekte

Ein Jahr voller Jugendprojekte neigt sich dem Ende entgegen und somit ist der Zeitpunkt erreicht, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Stolpersteinverlegungen ihre Jugendprojekte abschließen.

Im Rahmen dieser Projekte setzten sich die Teilnehmenden genauer mit der Zeit des Nationalsozialismus und speziell mit der Verfolgung verschiedener Opfergruppen auseinander. Sie besuchten bedeutende Orte der deutschen Erinnerungskultur, suchten ehemalige Wohnorte der Verfolgten auf und recherchierten deren Biografien mithilfe von Dokumenten aus unterschiedlichen Archiven. Abschließend erstellten sie mit unserer Unterstützung einen Flyer und entwarfen ein Rahmenprogramm, welches die Stolpersteinverlegung begleiten wird.

Verlegt werden die Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig selbst und es würde uns freuen, wenn auch Sie an den Verlegungen teilnehmen.

Am 3. November 2021

  • Vier Stolpersteine für Familie Jolowicz um 15.00 Uhr, Ferdinand-Rhode-Straße, 04107Leipzig

Am 4. November 2021

  • Stolperstein für Frieda Baufeld um 9.00 Uhr, Karl-Liebknecht-Straße 31, 04435, Schkeuditz/OT Glesien
  • Stolperstein für Robert Arthur Niesar um 10.30 Uhr, Schloßstraße 1, 04683 Naunhof
  • Zwei Stolpersteine für Wilhelm und Martha Mühlberger um 12.00 Uhr, Straße des Friedens 41A, Frohburg/OT Flößberg

Genauere Informationen zu den Jugendprojekten und den Biografien der einzelnen Personen finde Sie auf unserer Homepgae, unter dem Punkt „Jugendprojekte.

Wir freuen uns über Ihr kommen!

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gepostet am: Freitag, 22.10.2021, 8:10 Uhr

Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ 2021

Durch Putzpatenschaften ein Zeichen setzen! Bitte beachten Sie die geltenden Corona-Schutz-Auflagen!

Hier finden Sie die neuesten Informationen.

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 14. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Mit Ihnen wollen wir gemeinsam der Menschen gedenken, die Opfer des faschistischen Regimes geworden sind. Durch die Stolpersteine wurden ihre Namen der Vergessenheit entzogen – nun wollen wir diese durch die Putzaktion in der Gesellschaft wieder sichtbar machen.

Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Im Rahmen einer deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich am 9. November zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Putzen der Stolpersteine.

Neben dem gewünschten Gedenken und Mahnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der alljährlichen Stolperstein-Reinigung zudem das Vorbeugen einer zunehmenden Verwitterung der Gedenksteine, deren Inschriften ohne eine regelmäßige Pflege mit der Zeit schlechter erkennbar werden. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Gedenksteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen.

Die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des 9. Novembers 2020 werden im Laufe der nächsten Wochen hier erscheinen. Auch auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Gedenkaktion informieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung.

 

Henry Lewkowitz, Geschäftsführer

Caroline Müller, Projektleiterin Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Termine
gepostet am: Mittwoch, 13.10.2021, 13:10 Uhr

„Politische Polarisierung in digitalen Zeiten“ – Vortrag von Holger Marcks am 27.10.2021

Im vergangenen Jahrzehnt haben rechtsextreme Kräfte in vielen Ländern große Raumgewinne erzielt. Zu ihnen gesellen sich neuerdings verschwörungsideologische Bewegungen, die den demokratischen Diskurs gefährden, während die politische Polarisierung insgesamt zunimmt. Dass diese Prozesse auch, wenn nicht gar entscheidend, durch die sozialen Medien befördert werden, darüber besteht indessen kaum mehr Zweifel. Wie aber hängen Rechtsextremismus, Verschwörungsbewegungen und Polarisierung genau mit der Digitalisierung zusammen? Welche Interaktionsdynamiken greifen dabei ineinander?

Nachdem das ursprünglich im Juli geplante Seminar krankheitsbedingt ausfallen musste, freuen wir uns, Sie erneut am 27. Oktober 2021 von 18.00 – 20.00 Uhr ins Erich-Zeigner-Haus einladen zu können. In dem Vortrag wollen wir gemeinsam mit dem Referenten Holger Marcks näher beleuchten, wieso sich die Propaganda von extremistischen Akteuren so gut in die sozialen Medien einfügt – und warum im digitalen Kontext nicht nur Extremisten für die Demokratie zum Problem werden. Denn durch das postredaktionelle Prinzip der sozialen Medien erleben wir eine Konjunktur des Postfaktischen, mit der sich nicht nur das rechtsextreme und verschwörungsideologische Potenzial erweitert. Es erschwert auch generell die demokratische Verständigung, wenn sich geteilte Wahrheiten auflösen und noch mehr zu einer Frage der Identität werden.

Holger Marcks ist Sozialwissenschaftler und Co-Autor des Buches „Digitaler Faschismus. Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus“, das im letzten Jahr im Dudenverlag erschien. Er forscht insbesondere zu Radikalisierungsprozessen im digitalen Kontext und ist assoziiert mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg sowie der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.

Die Moderation des Abends übernimmt Emily Bandt. Sie studierte Germanistik (B.A.) und Kulturwissenschaften (M.A.) an der Universität Leipzig und arbeitete im Rahmen ihres Masterstudiums soziologisch und historisch zu den Themenfeldern Rechtsterrorismus sowie Rechtsextremismus und Gender. Seit 2021 ist sie Projektreferentin im Erich-Zeigner-Haus e.V. in Leipzig.

Anmeldungen sind bis 24. Oktober über veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de möglich.

Eintritt: frei

Hygienekonzept: Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mundnasenschutzes (OP-Maske/FFP2-Maske) & Zugang zur Veranstaltung nach der 3G-Regelung (d.h. Geimpfte, Genesene und Getestete*)

 

*Als getestet gilt jemand, der ein tagesaktuelles negatives Testergebnis von einer offiziellen Teststation vorlegen kann. Wir begrüßen es, wenn auch Geimpfte und Genesene aus solidarischen Gründen vorab zuhause einen Selbsttest durchführen.

Termine
gepostet am: Dienstag, 05.10.2021, 13:10 Uhr

Ausstellungseröffnung am 8. Oktober um 16:00 Uhr

Am 8. Oktober um 16:00 Uhr wird die Ausstellung „Archen im Meer der Gnadenlosigkeit“, im 1. OG vom Erich-Zeigner-Haus e.V. eröffnet

Die Ausstellung wird von acht SchülerInnen vom Friedrich-Schiller-Gymnasium präsentiert, die ein „Stille Helden“ Projekt über Georg Jünemann und seine Tochter Josephine Hühnerfeld machen. Die beiden haben die dreiköpfige jüdische Familie Leopold während der NS-Zeit bei sich versteckt und ihnen so das Leben gerettet.

Die Ausstellung beschreibt Schicksal von der Familie Leopold und die Rettungsaktion, die die „Stillen Helden“ Georg Jünemann und Josephine Hühnerfeld durchgeführt haben. Neben der Ausstellung soll in Zukunft in Leipzig auch eine Gedenktafel an dem ehemaligen Wohnhaus von Georg Jünemann und Josefine Hünerfeld in der Jägerstraße 15 an die Heldentat erinnern. Die Ausstellung wird bis zum 15. Dezember zugänglich sein.

Ehrengäste am 8. Oktober werden Achim und Dorothee Jünemann sein, die Nachfahren Georg Jünemanns, mit denen die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld auch ein Zeitzeugengespräch führen werden.

In dieser Zeit gilt bei den Veranstaltungen im Erich-Zeigner-Haus e.V. die 3-G-Regel. Sie können sich gerne über die Mailadresse 9ternovember@erich-zeigner-haus-ev.de anmelden.

 

Wir freuen uns über ihren Besuch!

Termine
gepostet am: Freitag, 24.09.2021, 13:09 Uhr

Was bedeutet es heute, jüdisch in Deutschland zu sein? – Begegnung & Gespräch mit Peter Schüler

Jüdisches Leben existiert seit circa 1700 Jahren im deutschsprachigen Raum, dennoch halten sich die Kenntnisse der Deutschen über den jüdischen Glauben in Grenzen. Um der Vielseitigkeit des jüdischen Lebens gerecht zu werden, möchten wir sie am Freitag, den 8. Oktober 2021, zu unserer Veranstaltung „Was bedeutet es heute, jüdisch in Deutschland zu sein? – Begegnung & Gespräch mit Peter Schüler“ einladen.

Schüler selbst ist heute Leiter der Fachstelle Antisemitismus am Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäische jüdische Studien der Universität Potsdam und seine Biografie bietet vielfältige Einblicke in jüdisches Leben in Deutschland.  Diese umfasst beispielsweise die Fluchtgeschichte seiner Eltern, seine Kindheit als Sohn jüdischer Eltern in der damaligen DDR und seine politische Karriere in der wiedervereinigten Bundesrepublik. Im Rahmen einer Begegnung mit Peter Schüler wollen wir gemeinsam darüber sprechen, was es heute heißt, jüdisch zu sein.

Moderiert wird die Veranstaltung von Thekla Funke.

Eintritt: frei

Hygienekonzept: Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mundnasenschutzes (OP-Maske/FFP2-Maske) & Zugang zur Veranstaltung nach der 3G-Regelung (d.h. Geimpfte, Genesene und Getestete*)

Zur besseren Planung bitten wir um formlose Voranmeldung per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

Weitere Informationen zum Referenten und der Veranstaltung finden Sie auf unserer Facebookseite.

 

*Als getestet gilt jemand, der ein tagesaktuelles negatives Testergebnis von einer offiziellen Teststation vorlegen kann. Wir begrüßen es, wenn auch Geimpfte und Genesene aus solidarischen Gründen vorab zuhause einen Selbsttest durchführen.

Presse
gepostet am: Dienstag, 31.08.2021, 9:08 Uhr

Städtisches Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Ostfriedhof

Am heutigen Weltfriedenstag/Antikriegstag jährt sich auch zum bereits 82. Mal der Überfall auf Polen, mit dem das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1939 den Zweiten Weltkrieg entfesselte.
In Erinnerung an die Opfer des Krieges und der nationalsozialistischen Verfolgung fand daher heute eine Gedenkveranstaltung mit unserem Oberbürgermeister Burkhard Jung statt, die um 11 Uhr mit einer Kranzniederlegung am polnischen Mahnmal auf dem Ostfriedhof begann und durch das Honorarkonsulat der Republik Polen für Sachsen begleitet wurde.
In Leipzig kamen mehr als vierhundert polnische Menschen durch das NS-Regime, vor allem Zwangsarbeiter:innen und KZ-Häftlinge, ums Leben.

     

Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. hat an der Gedenkveranstaltung teilnehmen dürfen und einen Kranz zur Erinnerung an alle Opfer der NS-Verfolgung niedergelegt Vertreten wurden wir heute durch unseren Ehrenvorsitzenden, Frank Kimmerle.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 26.08.2021, 14:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2021

In diesem Jahr öffnen wir in Leipzig-Plagwitz wieder unsere Türen für interessierte Besucher*innen zum Tag des offenen Denkmals.

Am Sonntag, den 12. September, können zu diesem Anlass von 11 bis 15 Uhr die ehemaligen Wohn- und Arbeitsräume Erich Zeigners, die heute dem Erich-Zeigner-Haus e.V. als Vereins- und Veranstaltungsräume dienen, besichtigt werden. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident (1923) und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig (1945-1949) unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangszimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Zeigner gemeinsam mit seiner Sekretärin Johanna Landgraf und dem Dominikaner Pater Aurelius Arkenau den Leipziger Rettungswiderstand und rettete damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung und Ermordung.

Halbstündige Führungen durch alle Räumlichkeiten finden kostenlos und stündlich von 11 bis 15 Uhr statt. Hintergründe zu der politisch bewegten Zeit, in der Erich Zeigner das Haus bewohnte, zur Geschichte des Hauses, zur Person Zeigners und der Arbeit des heutigen Erich-Zeigner-Haus e.V. werden in den Führungen erläutert. Zudem kann in der ersten Etage die Ausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“ – Die Mitverantwortung des Christentums für den Holocaust besichtigt werden. Jeweils um 11, 13 und 15 Uhr wird es eine kurze mündliche Einführung in das Thema der Ausstellung im 1. OG geben.

Wir möchten Sie bitten, sich und andere zu schützen und daher die 3G-Regel und das Tragen einer Maske zu beachten.

Erich-Zeigner-Haus e.V., Zschochersche Str. 21, 04229 Leipzig

Termine
gepostet am: Montag, 23.08.2021, 15:08 Uhr

„Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ – Vorpremiere in den Passage Kinos

Am 22. September 2021 findet um 20 Uhr die öffentliche Vorpremiere des Kinodokumentarfilmes „Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ in den Passage Kinos statt und wird dort im Rahmen der 21. Filmkunstmesse Leipzig in Anwesenheit der Regisseure – Karin Kaper und Dirk Szuszies – gezeigt. Zur Filmvorführung möchten wir hiermit herzlich einladen. Der Erich-Zeigner-Haus e.V. ist einer der offiziellen Kooperationspartner des Filmes, zusammen mit dem Ariowitsch-Haus e.V., der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft, dem Literaturhaus Leipzig e.V. sowie einigen anderen.

Walter Kaufmann – Welch ein Leben!

Der Film erzählt aus dem Leben des am 15.04.2021 im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann, welches in außergewöhnlichster Weise weltweit bedeutende Ereignisse, Katastrophen und Erschütterungen des letzten Jahrhunderts spiegelt, die bis in unsere Gegenwart wirken. Der Film folgt den wesentlichen Lebenslinien und weltweiten Erfahrungen des Protagonisten. Walter Kaufmann erlebte persönlich die katastrophalen Folgen des Nationalsozialismus. Als Schriftsteller und Korrespondent nahm er regen Anteil an der Bürgerrechtsbewegung in den USA, am Prozess gegen Angela Davis, an der Revolution in Kuba, den Auswirkungen der Atombombenabwürfe in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, der Entwicklung und dem Zusammenbruch der DDR. Der Film bietet jüngeren und älteren Zuschauern eine letzte Gelegenheit, die Welt aus der Perspektive dieses einzigartigen Zeitzeugen vermittelt zu bekommen.

„Seit seiner Jugend schlägt sich Walter Kaufmann auf die Seite der Verfolgten und Entrechteten dieser Erde. Seine Abenteuerlust ist Ausdruck eines wachen Geistes, der die Welt mit eigenen Augen erfassen will.“, sagen die Filmemacher. „Es ist eine seltene letzte Gelegenheit für junge und ältere Zuschauer, die Welt aus der Perspektive dieses Zeitzeugen vermittelt zu bekommen.“

Trailer
Den offiziellen Trailer zum Film können Interessierte hier abrufen.

Details zum Film:

FSK: ab 12 Jahre / Länge: 101 Minuten / Produktion und Verleih: Karin Kaper Film Berlin

Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ sowie mit dem „Internationalen Auschwitz Komitee e.V.“ und wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, der FFA und der Löwenstein/Losten Stiftung.

Wer nicht an der Vorpremiere teilnehmen kann, findet weitere Termine ab dem 30.9.2021 zum bundesweiten Kinostart.

 

Presse
gepostet am: Dienstag, 17.08.2021, 11:08 Uhr

Lesung mit Michael-Alexander Lauter – „Von einem, der im Zuchthaus Mathematik studierte – Gespräche mit Hans Lauter am runden Tisch“

Am 17. September wollen wir zu einer Lesung in die historischen Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Hauses einladen. Lesen wird Michael-Alexander Lauter aus seinem Buch „Von einem, der im Zuchthaus Mathematik studierte“, welches in der Reihe LEBENSZEICHEN erscheint und von Roswitha Scholz im Leipziger Verlag „OsirisDruck“ herausgegeben wurde. Die Lesung findet von 18.00 bis 20.00 Uhr statt.

Michael-Alexander Lauter sagt über sein eigenes Leben, dass es aus vielen eigentümlichen Geschichten besteht. Neben seiner eigenen Herkunft, seiner Zeit in verschiedenen Kinderheimen, der Suche nach seinem Vater und einem großen Lebensumbruch brachten auch die Begegnungen mit Menschen und ihren Biografien viele dieser Geschichten mit sich. Dazu gehörte auch das Zusammensein mit seinem Schwiegervater, Hans Lauter, einem antifaschistischen Widerstandskämper, Politiker und Hochschullehrer. Mit 92 Jahren zog dieser im Jahr 2005 in die Grünauer Wohnung Michael-Alexander Lauters ein. Den Entschluss, seinen Schwiegervater nach Grünau zu holen, bezeichnet Lauter heute als ein „Wagnis“, welches er gemeinsam mit seiner Frau einging. Belohnt wurden die beiden für diesen Entschluss mit Erlebnissen und Geschichten des Schwiegervaters. Einige von ihnen hat er nun aufgeschrieben.

Michael-Alexander Lauter ist gelernter Rinderzüchter, Diplom-Agraringenieur und Diplom-Gesellschaftswissenschaftler. Obwohl er mittlerweile in Rente ist, ist er weiterhin freiberuflich als Dozent tätig. Er ist verheiratet und hat 6 Kinder, 11 Enkel und 2 Urenkel.
Hygienekonzept: In Abhängigkeit von der derzeitigen Infektionslage werden wir ein Hygienekonzept entwerfen und Kontaktdaten für den Fall der notwendigen Kontaktverfolgung aufnehmen. Bitte informieren Sie sich vorab über die aktuellen Auflagen und kommen Sie mit Mundnasenmaske und tagesaktuellem negativem Textergebnis.

Wir bitten Interessierte um Voranmeldungen per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de bis zum spätestens 16.09.2021

Termine
gepostet am: Dienstag, 27.07.2021, 9:07 Uhr

„Gegen das Vergessen – 60 Jahre der Suche nach den Spuren seines Vaters“ – ein Vortrag mit Manfred Hedlich

Am Freitag, den 13. August, wollen wir Sie und Euch gerne in die historischen Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Hauses zu einem Vortrag von unserem Vereinsmitglied Manfred Hedlich einlacden.

Manfred Hedlich recherchierte 60 Jahre lang zu seinem Vater und dokumentierte dessen Wirken in der Leipziger SAP.
In seinem Vortrag schildert er seine Beziehung und die biografischen Erkenntnisse zu seinem Vater und wird dabei auch darauf eingehen, wie dieser sein Leben beeinflussen konnte, obwohl er ihn niemals kennen gelernt hat.

Inhalt:
Manfred Hedlich wurde am 01.11.1943 in Leipzig geboren. Seinen Vater, Herbert Hedlich, hat er nie persönlich kennengelernt. Bis zu seinem 22. Geburtstag war ihm nur bekannt, dass sein Vater als Sozialist während der Nazizeit im Zuchthaus gewesen und im Dezember 1943 in Italien gefallen war.
Für Manfred Hedlich war dies der Grund, sich selbst am 08.08.1961 bei der Deutschen Grenzpolizei zu verpflichten. Doch ihm wurde schnell klar, dass er die Grenze nicht gegen die Feinde des Sozialismus schützen musste, sondern die eigenen Leute mit Waffengewalt von der Republikflucht abhalten sollte. Nach dieser Erkenntnis teilte er seinem Vorgesetzten mit, dass er die an ihn gestellte Aufgabe nicht weiter erfüllen werde. Er gab ihm damals klar zu verstehen: „Ich bin freiwillig gekommen und werde freiwillig zurückgehen.“ Am 31.08.1961 wurde er schließlich in Unehren von den Grenztruppen entlassen.

Eintritt:
frei

Voranmeldungen über: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de (Aufgrund des Hygienekonzeptes bitte bis zum 10. August 2021)

Hygienekonzept: Die Veranstaltung wird unter Berücksichtigung der zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen Auflagen zum Infektionsschutz durchgeführt.

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher, die am 13. August dabei sein möchten, um der Geschichte einer ganz besonderen Spurensuche zu lauschen.

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