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gepostet am: Donnerstag, 14.05.2020, 11:05 Uhr

„Kommunikationsstrategien der Neuen Rechte im Internet“ – WEBINAR

LIVE-WEBINAR am 29. Mai 2020 von 18:00 bis 20:00 Uhr

 

Referent: Stefan Rochow
Moderation: PD Dr. Nils M. Franke

Das Internet, vor allem die Sozialen Netzwerke, ist mittlerweile ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Die Möglichkeit, sich online jederzeit zu vernetzen und auszutauschen stellt aber nicht nur für Privatpersonen eine Erleichterung in Sachen Kommunikation dar, sondern ermöglicht auch einen vereinfachten Austausch für Personen mit politischer Agenda. Doch wenn es um Kommunikation im Netz geht, werden Themen wie Rassismus, Antisemitismus und rechtsextremistisch motivierter Hass und Hetze meist nicht thematisiert. Dabei ist das Internet für Rechtsextremisten mittlerweile das Propagandamedium Nummer 1 – vor allem das soziale Netzwerk Facebook können rechte oder rechtsextremistische Parteien, wie die NPD oder die AfD, und rechte oder neurechte Gruppierungen, wie die Identitäre Bewegung, Pax Europa oder die Einprozent-Bewegung, zu ihrem Vorteil nutzen. Auf den Social Media Plattformen haben sie die Möglichkeit, insbesondere junge Menschen mit dem Ziel der Mobilisierung, Einschüchterung oder Rekrutierung zu erreichen. In einem Vortrag soll auf die unterschiedlichen Kommunikationsstrategien Rechter im Netz eingegangen und dabei aufzeigt werden, wie soziale Netzwerke zur Verbreitung von rechter Propaganda, Hass oder Hetze genutzt werden. Anschließend wollen wir uns im Rahmen einer Diskussion zum Thema austauschen.

Der Referent des Abends, Stefan Rochow, Jahrgang 1976, arbeitet als freier Journalist, Publizist, Referent und Blogger. Nachdem er selbst bis 2008 weit rechts stand, bei der NPD aktiv war und sich in rechtsextremen Vereinigungen engagierte, konvertierte er 2009 zur katholischen Kirche und begann ein Fernstudium der katholischen Theologie. Heute ist er u.a. freier Mitarbeiter des Programmes EXIT, das Personen beim Ausstieg aus der rechtsextremen Szene unterstützt, und setzt sich auch in seiner journalistischen Arbeit viel mit den Themen Totalitarismus, Religion und Politik auseinander.

Moderieren wird den Abend der Historiker, Kultur- und Kommunikationswissenschaftler PD Dr. Nils M. Franke, der seit 2005 als Leiter des Wissenschaftlichen Büros Leipzig arbeitet. Seine Forschungsgebiete sind die Geschichte der Medizin, Natur- und Umweltschutz sowie Rechtsextremismus und –populismus.


Das LIVE-WEBINAR kann über VIMEO sowie über die Facebook-Seite des Erich-Zeigner-Haus e.V. mitverfolgt werden. Hierfür ist keine Anmeldung nötig!

Hier geht es zu unserer LIVE-Veranstaltung:

Vimeo
Facebook

Wir freuen uns auf viele Zuschauer*innen und einen interessanten Abend!

Die Veranstaltung erfolgt in einer gemeinsamen Kooperation mit dem VVN-BdA Leipzig e.V. sowie mit dem (FÖJ) Freiwilliges Ökologisches Jahr. Die technische Unterstützung erfolgt durch den Leipziger Livestream-Anbieter ‚Streamio‘.

 

Gefördert wird diese Veranstaltung vom Bundesprogramm – Demokratie leben.

 

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gepostet am: Montag, 11.05.2020, 11:05 Uhr

75 Jahre ‚Tag der Befreiung‘ – Rückblick auf den 08. Mai

Am vergangenen Freitag, dem 08. Mai 2020, jährte sich der ‚Tag der Befreiung‘ zum 75. Mal. Um auch 75 Jahre nach der Befreiung an die Bedeutung dieses Tages zu erinnern, organisierten wir gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk ‚Leipzig nimmt Platz‘ eine dezentrale Stolperstein-Putzaktion, um an den vielen Stolperstein-Stellen in ganz Leipzig an viele der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung zu erinnern, Blumen niederzulegen und zu mahnen.

Wenngleich wir aufgrund der aktuellen Umstände keine größere gemeinsame Aktion organisieren konnten, war auch der Aufruf zum dezentralen Gedenken ein voller Erfolg. So erreichten uns unter anderem über Facebook zahlreiche Bilder und Beiträge, die sich auf unseren Aufruf bezogen und Bilder von kleinen Mahnwachen und geputzten Stolpersteinen zeigten. Auch unser kleiner symbolische Auftakt gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk war ein voller Erfolg.

Wir möchten uns bei allen Menschen bedanken, die gemeinsam mit uns an diesem besonderen Tag den Opfern der NS-Verbrechen gedacht und an die Bedeutung des 08. Mai erinnert haben.
   

Nach dem symbolischen Putzen der Gedenksteine fand zusätzlich eine Kundgebung an der Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park statt, an der auch wir uns mit einem Redebeitrag beteiligten. Des Weiteren waren Vertreter*innen des VVN-BdA Leipzig e.V., linXXnet, Interim, DIE LINKE. Leipzig – vertreten durch Marco Böhme und Franz Sodann – sowie die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig in die Gestaltung der Kundgebung involviert.

    

Wir bedanken uns auch hier bei allen, die an der Veranstaltung mitgewirkt oder an ihr teilgenommen und sich somit deutlich für die Wichtigkeit einer aktiven Erinnerungskultur positioniert haben.

Nicht selten liest man heute auch Gegenstimmen, die keinen Grund mehr im Erinnern sehen, die lieber „abschließen“ wollen mit der Geschichte. Wir jedoch sind uns sicher, dass es eine Auseinandersetzung und Aufarbeitung des Vergangenen braucht – für die Opfer, ihre Familien, aber auch für alle Nachfolgegenerationen, die in einer demokratischen Gesellschaft leben und diese mitgestalten wollen. Wir sind uns diesen Rückblick nicht zuletzt auch deshalb schuldig, da unser Umgang mit den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes maßgeblich auf unsere aktuellen Einstellungen und Verhaltensweisen wirkt.

Lasst uns gemeinsam unsere historische Verantwortung wahrnehmen, uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen, aufklären und uns immer wieder darauf besinnen, wohin Ausgrenzung, Hass und menschenverachtendes Verhalten einst geführt haben. Nur so kann solches Gedankengut zukünftig keinen Nährboden mehr finden!

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gepostet am: Dienstag, 28.04.2020, 10:04 Uhr

Stolpersteine Putzen zum „Tag der Befreiung“ – 75. Jahrestag der Befreiung

Gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ möchten wir anlässlich des diesjährigen Tages der Befreiung am 08. Mai zu einer dezentralen Stolperstein-Putzaktion aufrufen.

Durch das Putzen der Stolpersteine in ganz Leipzig wollen wir an all jene erinnern, die im Nationalsozialismus ums Leben gekommen sind, verfolgt oder vertrieben wurden. Das Putzen der Steine steht dabei sinnbildlich für das Erinnern an die individuellen Schicksale aller Opfer und soll uns nicht nur erneut ins Gedächtnis rufen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können, sondern uns gleichermaßen mahnen, an demokratischen Werten festzuhalten und für Weltoffenheit, Toleranz und Zivilcourage einzustehen.

Auch oder auch gerade in der aktuell schwierigen Zeit, wollen wir uns daran erinnern, dass wir miteinander solidarisch sein müssen. Unsere Aktion findet daher dezentral statt und ist somit auch mit dem Infektionsschutz vereinbar, um für den Schutz aller zu sorgen.


Alle, die sich am Putzen der Stolpersteine beteiligen möchten, sind herzlich dazu eingeladen, sich auf unserer Homepage über die Verlegeorte der Leipziger Stolpersteine zu informieren und sich einen Gedenkstein zum Putzen auszusuchen. Auf der gleichen Seite findet sich auch eine Anleitung zum Putzen der Steine.

Zusammen mit dem Aktionsnetzwerk wollen wir das dezentrale Putzen an diesem Tag um 16 Uhr stellvertretend am Stolperstein von Kurt Günther in der Kurt-Günther-Straße 12 beginnen.
Da die Aktion dezentral stattfindet, kann das Putzen aller anderen Steine soll jedoch ganztägig stattfinden und kann daher auch schon vorher erfolgen.

75 Jahre nach der Befreiung ist es an der Zeit, dass der 8. Mai ein bundesweiter regulärer Feiertag wird. Nur wenn wir uns mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen und diese aufarbeiten, können wir Veränderungen bewirken, unsere geschichtliche Verantwortung übernehmen und daran erinnern, dass Hass und Ausgrenzung keine Platz in unserer Gesellschaft haben dürfen.

Wir freuen uns über alle, die an dieser Aktion teilnehmen und gemeinsam mit uns an den unterschiedlichsten Stellen in Leipzig erinnern wollen.

 

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gepostet am: Donnerstag, 23.04.2020, 14:04 Uhr

Die Bibliothek Erich Zeigners – Veröffentlichung & Erstpräsentation im Sommer 2020

Auch in diesem Jahr wird der Erich-Zeigner-Haus e.V. eine eigene Publikation herausbringen. Im Sommer wird die Bibliographie der Bibliothek Erich Zeigners veröffentlicht werden, die von Zeigner-Biograph und Historiker Dr. Manfred Hötzel verfasst wurde.

In seiner Publikation „Sozialistica und andere Bücherschätze in der Bibliothek Erich Zeigners“ präsentiert Dr. Manfred Hötzel ein Verzeichnis aller Bücher, Schriften und weiterer Publikationen, die im Besitz Erich Zeigners oder seiner Familie waren und immer noch im Bestand des Erich-Zeigner-Hauses in seiner Funktion als offenes Museum vorhanden sind. Neben Dr. Manfred Hötzel als Hauptautor waren außerdem Dr. Till Böttger, Jörg Künzelmann, Henry Lewkowitz, Caroline Müller, Cornelia Müller, Gloria Pfister, Felix Ihlow und Reinhard Wohlfahrt bei der inhaltlichen Auflistung der Titel beteiligt. Die Grafikerin Mendy Gleissner unterstützte das Projekt bei der Gestaltung.

Ein besonderes Augenmerk der Bibliographie liegt auf den sogenannten „Sozialistica“ – den sozialistischen Schriften, die für Erich Zeigners politisches Profil kennzeichnend waren. Nichtsdestotrotz finden die Leserinnen und Leser der Bibliographie auch zahlreiche Schriften zu vielen anderen Themenbereichen sowie belletristische Literatur verzeichnet. Bestimmte Titel und Autoren wurden von Dr. Hötzel kommentiert, um dem Leser/der Leserin das zeitgenössische Umfeld des Autors oder den Inhalt des betreffenden Werkes deutlicher zu machen.

An die Bibliographie der Bibliothek Erich Zeigners schließt sich zudem eine Kurzbiographie Erich Zeigners sowie ein Vereinsprofil des Erich-Zeigner-Haus e.V. an. Somit gibt das Werk einerseits durch eine Übersicht des Literaturbestandes Erich Zeigners, andererseits durch die Zusammenstellung entscheidender biographischer Daten einen tiefgreifenden Blick auf Erich Zeigner als Person im privaten wie auch im politischen Kontext. Durch die Darlegung der Vereinsgeschichte bis hin zur aktuellen Vereinsarbeit des Erich-Zeigner-Haus e.V. wird deutlich, warum die politischen Handlungen dieses für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts bedeutsamen Politikers nicht nur namentlich, sondern auch inhaltlich für das Profil des Vereines in der Gegenwart verantwortlich sind. Leserinnen und Leser können somit verstehen, was die historisch-politische Bildungsarbeit des Vereins „im Sinne Erich Zeigners“ meint und was es heißt, aktiv Zivilcourage zu stärken und erinnerungskulturelle Projekte sowie deren politische Bedeutung für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Die Bibliographie Erich Zeigners wird am 16. Juli veröffentlicht – dem Tag, an dem Zeigner zum Oberbürgermeister ernannt wurde – und anschließend über den Passage-Verlag zu erhalten sein. Die Erstpräsentation der Bibliographie soll ebenfalls am 16. Juli stattfinden. Wir hoffen, dass wir zu diesem Anlass wieder zu Veranstaltungen in das Erich-Zeigner-Haus einladen können. Aktuelle Informationen werden vorab hier auf der Homepage sowie auf der Facebookseite des Vereins geteilt werden.

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gepostet am: Montag, 20.04.2020, 14:04 Uhr

EHRUNG GEORG ELSERS – SPENDENAUFRUF – UMBENNUNG DER GASTHOFBRÜCKE

Obwohl die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sowie die damit verbundenen Einschränkungen auch uns beschäftigen, geht die Projektarbeit für uns weiter. Eines der Projekte, die wir aktuell unterstützen, ist die Umbenennung der Gasthofbrücke in Lindenau (nahe der Musikalischen Komödie) in „Georg-Elser-Brücke“, die am 01. September 2020 (Weltfriedenstag) realisiert werden soll. Nachdem eine Brückenumbennung über mehrere Jahre versucht wurde, konnte nun die Genehmigung der Stadt eingeholt werden. Entscheidend für den Erfolg war das jahrelange Engagement des Projektinitiators und früheren Sprechers des Leipziger Komitees für Gerechtigkeit e.V., Dr. Hans-Joachim Wienhold, sowie die Unterstützung durch den Stadtrat Marco Götze (DIE LINKE). In Form zweier Namenstafeln an den Seiten der Brücke soll zukünftig an das Engagement Georg Elsers, einem herausragenden Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, erinnert werden.

Georg Elser verübte am 08. November 1939 ein alleinig vorbereitetes Attentat auf Hitler und andere führende Nationalsozialisten bei deren Zusammenkunft im Münchner Bürgerbräukeller. Der von Elser selbst gebauter Sprengkörper, den er zeitgesteuert explodieren ließ, detonierte erfolgreich, führte jedoch nicht zum Tod von Hitler oder seinen hochrangigen Anhängern, die unplanmäßig eine vorzeitige Abreise antraten. Elser selbst wurde bei seiner Flucht in die Schweiz an der Grenze als Verdächtiger verhaftet und der Gestapo ausgeliefert. Nach schwerer Folter gestand er seine Alleintat, wurde aber dennoch zunächst zum „Agenten des englischen Geheimdienstes“ erklärt und als „Sonderhäftling“ für einen Schauprozess nach dem „Endsieg“ im KZ Sachsenhausen und im KZ Dachau gefangen gehalten. Auf Befehl Hitlers wurde er im KZ Dachau am 09. April 1945 erschossen.

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. möchte dieses Projekt zur Ehrung des Engagements des Hitler-Attentäters gerne unterstützen.
Wir rufen daher zu Spenden auf, um die Anfertigung der Gedenktafeln zu ermöglichen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf insgesamt 1.500 €.

Wer das Projekt finanziell unterstützen will und kann, kann dies über folgende Bankverbindung tun:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.
IBAN: DE94 860 555 92 11 002 798 96
Verwendungszweck: Namenstafeln Georg-Elser-Brücke

 

Wir bedanken uns vorab für jede Spende!

Das Team vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

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gepostet am: Montag, 20.04.2020, 12:04 Uhr

DANKE!

In den letzten Wochen mussten wir uns, wie viele andere auch, an die neue Situation mit allen damit verbundenen Einschränkungen und Veränderungen anpassen. Veranstaltungen, Projekte, Workshops – all das mussten wir für die nächsten Wochen absagen oder verschieben. Im Moment können wir nur Geduld haben.
In unserem vorletzten Beitrag haben wir daran erinnern wollen, dass unserem Verein geholfen werden kann. Dies kann durch eine kleine Spende oder durch eine Mitgliedschaft geschehen.
Wir waren positiv überrascht, dass sich schon nach kurzer Zeit viele Menschen bei uns gemeldet haben, die bereit waren, unserem Verein auch in schlechten Zeiten zu unterstützen. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, und Ihnen allen DANKE sagen – Danke, für Ihre Unterstützung, egal in welcher Form Sie uns diese haben zukommen lassen. Auch möchten wir uns für die vielen aufmunternden Worte bedanken, die uns erreicht haben.
Wir wissen es in der jetzigen Situation mehr als zu schätzen, wie viele Menschen hinter unserem Verein stehen. Wir hoffen, dass wir schon bald wieder unsere Arbeit an den Schulen aufnehmen und zu spannenden Abendveranstaltungen einladen können.
Über alle weiteren Entwicklungen werden wir über unsere Facebookseite sowie über unsere Homepage informieren.

Allen Betroffenen wünschen wir alles Gute, bleiben Sie gesund.

Ihr Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

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gepostet am: Dienstag, 07.04.2020, 10:04 Uhr

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. bittet um Unterstützung!

In den letzten drei Wochen ist es um unseren Verein herum still gewesen, wie Einigen vermutlich aufgefallen sein wird. Nachdem wir erste Veranstaltungen und Kooperationen erst verschieben und dann absagen mussten, stellen uns die aktuellen Entwicklungen infolge der Corona-Pandemie und die damit verbundenen notwendigen Einschränkungen des gesamten gesellschaftlichen Lebens vor weitere unvorhergesehene Herausforderungen. Nicht nur geschlossene Schulen, die ein Pausieren unserer Jugendprojekte mit sich bringen, sondern auch Verbote von Zusammenkünften, die den Start unserer Veranstaltungsreihe, unserer Weiterbildungen und Workshops sowie aller hauseigenen Veranstaltungen und Museumsführungen unmöglich machen, haben uns auch finanziell stark beeinträchtigt. Hinzukommen noch nicht unerhebliche Ausfälle von Fördermitteln.

Aktuell weiß niemand so genau, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Auch wir können noch nicht voraussehen, wie genau unsere Arbeit, seien es die gedenkkulturellen Projekte, die hauseigenen Bildungsveranstaltungen oder unsere Workshops, in den kommenden Wochen und Monaten weiterlaufen kann.

Wir möchten daher gerne daran erinnern, dass man unsere Projekte und unseren Verein auch ganz entscheidend durch Spenden oder eine Mitgliedschaft unterstützen kann.
Wer das gerne tun möchte, kann unsere Beitrittserklärung hier auf unserer Homepage (https://erich-zeigner-haus-ev.de/mitmachen/) finden oder uns durch eine Spende an das ebenfalls auf der Beitrittserklärung erwähnte Konto finanziell unterstützen. Natürlich ist uns bewusst, dass insbesondere die finanzielle Unterstützung zum aktuellen Zeitpunkt nicht immer so einfach ist.

Es sei daher auch erwähnt, dass das Teilen unserer Projekte, die wir natürlich weiterhin so gut wir können weiter umsetzen werden, uns ebenfalls sehr hilft!

Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung und möchten uns hierfür im Voraus bereits bedanken.
Wir wünschen allen, die gerade ebenfalls bangen, alles Gute, Durchhaltevermögen und natürlich beste Gesundheit.

Das Team von Erich-Zeigner-Haus e.V.

 

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gepostet am: Freitag, 13.03.2020, 10:03 Uhr

Aktuelle Info zum CORONA-Virus – Veranstaltungen & Termine

Liebe Unterstützer*innen, liebe Interessierte!

Auch uns, wie alle anderen auch, beschäftigt die starke Verbreitung des Corona-Virus zum aktuellen Zeitpunkt. Wir möchten damit verantwortungsvoll und mit Bedacht umgehen.
Nicht nur unsere Arbeit an Schulen, sondern auch die Organisation von Veranstaltungen unserer diesjährigen Veranstaltungsreihe, die wir im April beginnen möchten, verlangt es, dass wir die Situation täglich neu bewerten und abwägen, ob Termine abgesagt oder verschoben werden müssen.

Wir bitten daher um Verständnis für eventuell ausfallende Veranstaltungen und möchten darauf hinweisen, dass wir über (kurzfristige) Absagen hier auf unserer Homepage sowie auf unserer Facebookseite informieren werden.

Wer darüber hinaus Informationen über unseren E-Mail-Verteiler erhalten möchte, kann dort über eine kurze Mitteilung an unsere Kontaktadressse kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de aufgenommen werden.

Wir wünschen allen viel Gesundheit!
Das Team vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

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gepostet am: Freitag, 06.03.2020, 12:03 Uhr

Ein Rückblick auf die Stolpersteinverlegungen am 27. Februar 2020 im Landkreis Leipzig

Am vergangenen Donnerstag wurden im Leipziger Land drei neue Stolpersteine im Rahmen unserer vereinseigenen Jugendprojekte verlegt. Im Folgenden möchten wir daher einen kleinen Rückblick auf die Verlegungen geben.

Begonnen haben die Verlegungen in Naunhof. Dort wurde das erste Mal für ein Opfer der NS-Euthanasie gedacht. Hierbei handelte es sich um den gebürtigen Naunhofer Arthur Alfred Kieschnick. Die Jugendlichen des Freien Gymnasiums Naunhof, die zu dem Verfolgten recherchiert haben, konnten dank der vielen Spenden diesen Gedenkstein in der Gartenstraße 17 verlegen. Zu der Verlegung haben sich viele BesucherInnen eingefunden um einem Menschen zu gedenken, der durch die Nationalsozialisten aufgrund eines angeblich diagnostizierten „angeborenen Schwachsinns“ aufgrund schlechter Schulnoten zwangssterilisiert und ermordet wurde.

 

                 

Nach der Verlegung in Naunhof wurde in Geithain ebenfalls einem Opfer der NS Euthanasie gedacht. Hierbei handelte es sich um Wella Elfriede Müller. Die Jugendlichen des Internationalen Gymnasiums Geithain hatten anhand einer Projektwoche zu der genannten Person ausführlich recherchiert. Durch ihre Nichte Brigitta Haim, die uns damals informierte, dass ihre Tante ebenfalls ein Opfer der Euthanasie im Nationalsozialismus wurde, konnte der vierte Stolperstein für diese Opfer-Gruppe verlegt werden.
Im Vorfeld gab es ein Zeitzeugengespräch mit Frau Haim, welche eigens zur Verlegung aus Israel anreiste. Hierbei erfuhren die Jugendlichen Informationen aus dem Leben von Frau Haim und von Wella Elfriede Müller.
Am Nachmittag wurde Frau Müller durch einen Stolperstein in der Dresdener Str. 16 gedacht, der uns Menschen daran erinnern soll, dass sich solch eine Geschichte nicht wiederholen darf. Auch zu dieser Verlegung haben sich vielen BewohnerInnen aus Geithain eingefunden, um zusammen mit Frau Haim und den Jugendlichen zu gedenken.

                      

Die letzte Verlegung des Tages fand in Groitzsch statt. Hier wurde der Jüdin Anna Reichardt durch einen Stolperstein gedacht. Die SchülerInnen des Wiprecht-Gymnasiums Groitzsch recherchierten seit 2018 zu der genannten Person. Durch die damalige Ablehnung des Stadtrats und des Bürgermeisters den Stolperstein zu verlegen, gab es zeitweise wenig Hoffnung bei den SchülerInnen, aber nachdem uns die Verlegung nach öffentlichem Protest genehmigt wurde, konnte das Projekt der Jugendlichen einen erfolgreichen Abschluss finden. Zahlreiche BesucherInnen erschienen zu der Verlegung in die Leipziger Straße 28, um der verfolgten und deportierten Jüdin würdevoll zu Gedenken.

                         

Bei allen Verlegungen wurde ein kulturelles Rahmenprogramm durch die jeweiligen Schülergruppen organisiert und durchgeführt. Teil dieses Programmes waren verschiedene Redebeiträge, das Vortragen von musikalischen Stücken oder Gedichten und eine Schweigeminute. Höhepunkt in jedem Programm ist immer das Vortragen der jeweiligen Schicksale der Personen, die im Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, vertrieben ermordet oder in den Suizid getrieben wurden sind.

Wir bedanken uns selbstverständlich bei allen Schülerinnen und Schülern, Leherinnen und Lehrer sowie jedem Spendenden.Ebenfalls bedanken wir uns für die Förderung unserer Projekte bei der F.C. Flick Stiftung und dem Landesprogramm Weltoffenes Sachsen.

Durch das große Engagement der Jugendlichen konnten weitere wichtige Beiträge zu der Erinnerungskultur in Deutschland geleistet haben!

Jugendprojekte
gepostet am: Freitag, 21.02.2020, 10:02 Uhr

Erinnerungskulturelle Arbeit am Internationalen Gymnasium in Geithain – eine Reportage von Mephisto 97.6

Im Januar haben wir am Internationalen Gymnasium in Geithain gemeinsam mit 24 Schülerinnen und Schülern der 9., 10. und 12. Klassenstufe eine Projektwoche durchgeführt, in deren Verlauf wir zum Schicksal eines Geithainer Euthanasie-Opfers recherchiert und ein Zeitzeuginnengespräch sowie eine Stolpersteinverlegung geplant und vorbereitet haben. Dies sind übliche Schritte unserer Jugendprojekte, die wir mit Schülerinnen und Schülern an unterschiedlichen Schulen in Leipzig und im Leipziger Land initiieren und begleiten. Das besondere Format der Projektwoche ermöglichte einen Besuch des Radiosenders „Mephisto 97.6“ der Leipziger Universität und somit eine Dokumentation unseres Projektes, über die wir uns sehr freuen.

Die Reporterinnen von Mephisto haben nicht nur mit uns, sondern auch mit einem Lehrer der Schule und einigen Schülern und Schülerinnen über das Projekt, die dahinterstehende Motivation und die Ziele unserer erinnerungskulturellen Arbeit mit Jugendlichen gesprochen und geben dadurch in ihrer Reportage einen guten ersten Einblick in unsere Arbeit mit Jugendlichen.

Wer Interesse an unseren Jugendprojekten und den Eindrücken der SchülerInnen hat, ist herzlich dazu eingeladen, in die Reportage von Mephisto 97.6 hinein zu hören.

Reportage über die historisch-politische Bildungsarbeit des Erich-Zeigner-Haus e.V.

Weitere Infos zum Projekt in Geithain finden sich ebenfalls auf unserer Homepage unter „Jugendprojekte 2020“.

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