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gepostet am: Freitag, 24.09.2021, 13:09 Uhr

Was bedeutet es heute, jüdisch in Deutschland zu sein? – Begegnung & Gespräch mit Peter Schüler

Jüdisches Leben existiert seit circa 1700 Jahren im deutschsprachigen Raum, dennoch halten sich die Kenntnisse der Deutschen über den jüdischen Glauben in Grenzen. Um der Vielseitigkeit des jüdischen Lebens gerecht zu werden, möchten wir sie am Freitag, den 8. Oktober 2021, zu unserer Veranstaltung „Was bedeutet es heute, jüdisch in Deutschland zu sein? – Begegnung & Gespräch mit Peter Schüler“ einladen.

Schüler selbst ist heute Leiter der Fachstelle Antisemitismus am Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäische jüdische Studien der Universität Potsdam und seine Biografie bietet vielfältige Einblicke in jüdisches Leben in Deutschland.  Diese umfasst beispielsweise die Fluchtgeschichte seiner Eltern, seine Kindheit als Sohn jüdischer Eltern in der damaligen DDR und seine politische Karriere in der wiedervereinigten Bundesrepublik. Im Rahmen einer Begegnung mit Peter Schüler wollen wir gemeinsam darüber sprechen, was es heute heißt, jüdisch zu sein.

Moderiert wird die Veranstaltung von Thekla Funke.

Eintritt: frei

Hygienekonzept: Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mundnasenschutzes (OP-Maske/FFP2-Maske) & Zugang zur Veranstaltung nach der 3G-Regelung (d.h. Geimpfte, Genesene und Getestete*)

Zur besseren Planung bitten wir um formlose Voranmeldung per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

Weitere Informationen zum Referenten und der Veranstaltung finden Sie auf unserer Facebookseite.

 

*Als getestet gilt jemand, der ein tagesaktuelles negatives Testergebnis von einer offiziellen Teststation vorlegen kann. Wir begrüßen es, wenn auch Geimpfte und Genesene aus solidarischen Gründen vorab zuhause einen Selbsttest durchführen.

Presse
gepostet am: Donnerstag, 09.09.2021, 15:09 Uhr

In Gedenken an die Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrund“

Vor 21 Jahren, am 09.09.2000, fand die rassistische Mordserie des sog. Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) mit dem Mord an Enver Şimşek seinen Ausgang. Şimşek wurde an seinem Blumenstand in Nürnberg-Langwasser durch mehrere Schüsse lebensbedrohlich verletzt und verstarb zwei Tage später im Krankenhaus. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 ermordete das rechtsterroristische Kern-Trio um Uwe Bönhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe mit Hilfe eines breiten Unterstützer*innennetzwerks neun weitere Personen aus rassistischen Motiven:

Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat sowie die Polizistin Michèle Kiesewetter.

Das seit 1998 aus dem Untergrund agierende Kern-Trio vertrat neben einem rassistischen auch ein antisemitisches Weltbild und propagierte dieses: Die Liste antisemitischer Vorfälle im Kontext des NSU ist lang und reicht von Drohungen gegen den damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden Ignatz Bubis bis hin zu dem in Eigenproduktion entstandenen, NS-verherrlichenden und Holocaust-relativierenden Spiel ‚Pogromoly‘, durch dessen Vertrieb der NSU Geld erwirtschaftete.

Die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden wurden bis zur Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 vorwiegend im (familiären) Umfeld der Ermordeten geführt, die Hinweise der Betroffenen auf einen rassistischen und rechtsextremen Hintergrund nicht ernst genommen. Stattdessen suchten die Behörden Verbindungen zur organisierten Kriminalität oder ins Drogenmilieu. Neben einer Kontinuität der Bagatellisierung und Entpolitisierung rechtsterroristischer Taten offenbart sich hieran folglich ebenso der institutionelle Rassismus innerhalb von Sicherheitsbehörden. Auch dies stellt eine Kontinuität dar, mit der sich 20 Jahre nach dem NSU auch die Hinterbliebenen der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags in Hanau konfrontiert sehen.

Wir gedenken der Opfer des NSU und zeigen uns solidarisch mit den Hinterbliebenen.

Presse
gepostet am: Donnerstag, 02.09.2021, 15:09 Uhr

LOK-NACHWUCHS RECHERCHIERT JÜDISCHE SCHICKSALE – U15-Junioren kombinieren Trainingslager mit Workshop

Vom 16. bis 20. August hat der 1. FC Lokomotive Leipzig gemeinsam mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. ein Jugendprojekt zu Ausgrenzung und Diskriminierung im Sport während der NS-Diktatur durchgeführt. Dabei verbanden die 13 und 14 Jahre alten Regionalliga-Kicker ihr Sommertrainingslager mit zahlreichen Veranstaltungen zum Thema. Besonders beleuchtet wurden die Schicksale von neun Mitgliedern der Familie Rotter, die den jüdischen Sportklub Bar Kochba Leipzig maßgeblich geprägt hatten.
Die Jugendlichen erarbeiteten unter anderen einen Flyer mit ausführlichen Informationen über das Wirken der Familie sowie deren Vertreibung, Deportation und Ermordung durch das Nazi-Regime. Auch der Besuch der ehemaligen Spielstätte von Bar Kochba Leipzig in der Delitzscher Straße war für die Nachwuchskicker ein beeindruckender Tagesordnungspunkt.

„Ein wichtiger Bestandteil des Trainingslagers war auch die Aufarbeitung der Geschichte des 1.FC Lokomotive Leipzig und dessen Vorgängerverein VfB Leipzig, bei dem auch Mitglieder der Familie Rotter aktiv gewesen waren. Die Jugendlichen lernten somit nicht nur umfassend etwas über den eigenen Verein, sondern konnten auch direkt einen persönlichen Bezug zum Projekt über die Familie selbst herstellen.“, erklärt Jens Hirschmann, VfB-Präsident/Aufsichtsratsmitglied des 1. FC Lokomotive.

Das Projekt soll im kommenden Jahr mit der Verlegung sogenannter Stolpersteine im Gedenken an die Mitglieder der Familie Rotter zu einem Abschluss kommen. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Projekt-Unterstützern bedanken; insbesondere bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) und beim Freistaat Sachsen, der mit dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ das zivilgesellschaftliche Engagement für die freiheitlich demokratische Grundordnung fördert und dieses Projekt zu großen Teilen finanziell unterstützten.

Lok-Präsident Thomas Löwe: „Wir freuen uns als Erben des Ersten Deutschen Meisters erneut klar Stellung für Toleranz und ein demokratisches Miteinander in unserer Gesellschaft beziehen zu können. Mich hat besonders die Neugier und Akribie unserer jungen Fußballer bei diesem Projekt begeistert.“

Dr. Thomas Feist, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben und Schirmherr im Wirtschaftsbeirat des 1. FC Lok: „Als mitgliederstärkster Fußballverein Leipzigs nimmt der 1. FC Lok seine Verantwortung immer wieder wahr und auch in Zukunft soll das so sein. Deshalb versuche ich, die Landesregierung zur Unterstützung weiterführender Projekte zu bewegen und werde den 1. FC Lok in seiner sehr engagierten Arbeit gegen Rassismus und gegen Diskriminierung weiterhin unterstützen.“

Raimund Grafe, Vorsitzender Erich-Zeigner-Haus e.V.: „Aus unserer Erfahrung wirkt eine Beschäftigung mit der Geschichte wie eine Impfung gegen Wiederholungen in der Gegenwart. Es ist gut, wenn der heutige Fußball angefangen bei den Jugendmannschaften gegen Diskriminierung und Intoleranz eine robuste Immunreaktion zeigt.“

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig und dienen der Sichtbarmachung der unterschiedlichen Verfolgungsschicksale in der NS-Zeit. Die mit beschrifteten Messingplatten belegten Pflastersteine sollen Passanten zum Stehenbleiben, Innehalten und Erinnern anregen und markieren europaweit Orte, die mit Schicksalen der Verfolgung und Deportation verbunden sind.

Wenn Sie den 1. FC Lokomotive Leipzig bei der Finanzierung der neun Stolpersteine zu unterstützen, können Sie dies in Form einer Spende an das folgende Konto tun:
1. FC Lokomotive Leipzig e.V.
IBAN: DE16 860 700 240 1294230 06
Deutsche Bank Leipzig

 

 

 

 

Presse
gepostet am: Dienstag, 31.08.2021, 9:08 Uhr

Städtisches Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges auf dem Ostfriedhof

Am heutigen Weltfriedenstag/Antikriegstag jährt sich auch zum bereits 82. Mal der Überfall auf Polen, mit dem das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1939 den Zweiten Weltkrieg entfesselte.
In Erinnerung an die Opfer des Krieges und der nationalsozialistischen Verfolgung fand daher heute eine Gedenkveranstaltung mit unserem Oberbürgermeister Burkhard Jung statt, die um 11 Uhr mit einer Kranzniederlegung am polnischen Mahnmal auf dem Ostfriedhof begann und durch das Honorarkonsulat der Republik Polen für Sachsen begleitet wurde.
In Leipzig kamen mehr als vierhundert polnische Menschen durch das NS-Regime, vor allem Zwangsarbeiter:innen und KZ-Häftlinge, ums Leben.

     

Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. hat an der Gedenkveranstaltung teilnehmen dürfen und einen Kranz zur Erinnerung an alle Opfer der NS-Verfolgung niedergelegt Vertreten wurden wir heute durch unseren Ehrenvorsitzenden, Frank Kimmerle.

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gepostet am: Donnerstag, 26.08.2021, 14:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2021

In diesem Jahr öffnen wir in Leipzig-Plagwitz wieder unsere Türen für interessierte Besucher*innen zum Tag des offenen Denkmals.

Am Sonntag, den 12. September, können zu diesem Anlass von 11 bis 15 Uhr die ehemaligen Wohn- und Arbeitsräume Erich Zeigners, die heute dem Erich-Zeigner-Haus e.V. als Vereins- und Veranstaltungsräume dienen, besichtigt werden. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident (1923) und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig (1945-1949) unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangszimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Zeigner gemeinsam mit seiner Sekretärin Johanna Landgraf und dem Dominikaner Pater Aurelius Arkenau den Leipziger Rettungswiderstand und rettete damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung und Ermordung.

Halbstündige Führungen durch alle Räumlichkeiten finden kostenlos und stündlich von 11 bis 15 Uhr statt. Hintergründe zu der politisch bewegten Zeit, in der Erich Zeigner das Haus bewohnte, zur Geschichte des Hauses, zur Person Zeigners und der Arbeit des heutigen Erich-Zeigner-Haus e.V. werden in den Führungen erläutert. Zudem kann in der ersten Etage die Ausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“ – Die Mitverantwortung des Christentums für den Holocaust besichtigt werden. Jeweils um 11, 13 und 15 Uhr wird es eine kurze mündliche Einführung in das Thema der Ausstellung im 1. OG geben.

Wir möchten Sie bitten, sich und andere zu schützen und daher die 3G-Regel und das Tragen einer Maske zu beachten.

Erich-Zeigner-Haus e.V., Zschochersche Str. 21, 04229 Leipzig

Termine
gepostet am: Montag, 23.08.2021, 15:08 Uhr

„Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ – Vorpremiere in den Passage Kinos

Am 22. September 2021 findet um 20 Uhr die öffentliche Vorpremiere des Kinodokumentarfilmes „Walter Kaufmann – Welch ein Leben!“ in den Passage Kinos statt und wird dort im Rahmen der 21. Filmkunstmesse Leipzig in Anwesenheit der Regisseure – Karin Kaper und Dirk Szuszies – gezeigt. Zur Filmvorführung möchten wir hiermit herzlich einladen. Der Erich-Zeigner-Haus e.V. ist einer der offiziellen Kooperationspartner des Filmes, zusammen mit dem Ariowitsch-Haus e.V., der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft, dem Literaturhaus Leipzig e.V. sowie einigen anderen.

Walter Kaufmann – Welch ein Leben!

Der Film erzählt aus dem Leben des am 15.04.2021 im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann, welches in außergewöhnlichster Weise weltweit bedeutende Ereignisse, Katastrophen und Erschütterungen des letzten Jahrhunderts spiegelt, die bis in unsere Gegenwart wirken. Der Film folgt den wesentlichen Lebenslinien und weltweiten Erfahrungen des Protagonisten. Walter Kaufmann erlebte persönlich die katastrophalen Folgen des Nationalsozialismus. Als Schriftsteller und Korrespondent nahm er regen Anteil an der Bürgerrechtsbewegung in den USA, am Prozess gegen Angela Davis, an der Revolution in Kuba, den Auswirkungen der Atombombenabwürfe in Japan, der unendlichen Geschichte des israelisch-palästinensischen Konfliktes, der Entwicklung und dem Zusammenbruch der DDR. Der Film bietet jüngeren und älteren Zuschauern eine letzte Gelegenheit, die Welt aus der Perspektive dieses einzigartigen Zeitzeugen vermittelt zu bekommen.

„Seit seiner Jugend schlägt sich Walter Kaufmann auf die Seite der Verfolgten und Entrechteten dieser Erde. Seine Abenteuerlust ist Ausdruck eines wachen Geistes, der die Welt mit eigenen Augen erfassen will.“, sagen die Filmemacher. „Es ist eine seltene letzte Gelegenheit für junge und ältere Zuschauer, die Welt aus der Perspektive dieses Zeitzeugen vermittelt zu bekommen.“

Trailer
Den offiziellen Trailer zum Film können Interessierte hier abrufen.

Details zum Film:

FSK: ab 12 Jahre / Länge: 101 Minuten / Produktion und Verleih: Karin Kaper Film Berlin

Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ sowie mit dem „Internationalen Auschwitz Komitee e.V.“ und wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, der FFA und der Löwenstein/Losten Stiftung.

Wer nicht an der Vorpremiere teilnehmen kann, findet weitere Termine ab dem 30.9.2021 zum bundesweiten Kinostart.

 

Presse
gepostet am: Dienstag, 17.08.2021, 11:08 Uhr

Lesung mit Michael-Alexander Lauter – „Von einem, der im Zuchthaus Mathematik studierte – Gespräche mit Hans Lauter am runden Tisch“

Am 17. September wollen wir zu einer Lesung in die historischen Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Hauses einladen. Lesen wird Michael-Alexander Lauter aus seinem Buch „Von einem, der im Zuchthaus Mathematik studierte“, welches in der Reihe LEBENSZEICHEN erscheint und von Roswitha Scholz im Leipziger Verlag „OsirisDruck“ herausgegeben wurde. Die Lesung findet von 18.00 bis 20.00 Uhr statt.

Michael-Alexander Lauter sagt über sein eigenes Leben, dass es aus vielen eigentümlichen Geschichten besteht. Neben seiner eigenen Herkunft, seiner Zeit in verschiedenen Kinderheimen, der Suche nach seinem Vater und einem großen Lebensumbruch brachten auch die Begegnungen mit Menschen und ihren Biografien viele dieser Geschichten mit sich. Dazu gehörte auch das Zusammensein mit seinem Schwiegervater, Hans Lauter, einem antifaschistischen Widerstandskämper, Politiker und Hochschullehrer. Mit 92 Jahren zog dieser im Jahr 2005 in die Grünauer Wohnung Michael-Alexander Lauters ein. Den Entschluss, seinen Schwiegervater nach Grünau zu holen, bezeichnet Lauter heute als ein „Wagnis“, welches er gemeinsam mit seiner Frau einging. Belohnt wurden die beiden für diesen Entschluss mit Erlebnissen und Geschichten des Schwiegervaters. Einige von ihnen hat er nun aufgeschrieben.

Michael-Alexander Lauter ist gelernter Rinderzüchter, Diplom-Agraringenieur und Diplom-Gesellschaftswissenschaftler. Obwohl er mittlerweile in Rente ist, ist er weiterhin freiberuflich als Dozent tätig. Er ist verheiratet und hat 6 Kinder, 11 Enkel und 2 Urenkel.
Hygienekonzept: In Abhängigkeit von der derzeitigen Infektionslage werden wir ein Hygienekonzept entwerfen und Kontaktdaten für den Fall der notwendigen Kontaktverfolgung aufnehmen. Bitte informieren Sie sich vorab über die aktuellen Auflagen und kommen Sie mit Mundnasenmaske und tagesaktuellem negativem Textergebnis.

Wir bitten Interessierte um Voranmeldungen per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de bis zum spätestens 16.09.2021

Termine
gepostet am: Dienstag, 27.07.2021, 9:07 Uhr

„Gegen das Vergessen – 60 Jahre der Suche nach den Spuren seines Vaters“ – ein Vortrag mit Manfred Hedlich

Am Freitag, den 13. August, wollen wir Sie und Euch gerne in die historischen Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Hauses zu einem Vortrag von unserem Vereinsmitglied Manfred Hedlich einlacden.

Manfred Hedlich recherchierte 60 Jahre lang zu seinem Vater und dokumentierte dessen Wirken in der Leipziger SAP.
In seinem Vortrag schildert er seine Beziehung und die biografischen Erkenntnisse zu seinem Vater und wird dabei auch darauf eingehen, wie dieser sein Leben beeinflussen konnte, obwohl er ihn niemals kennen gelernt hat.

Inhalt:
Manfred Hedlich wurde am 01.11.1943 in Leipzig geboren. Seinen Vater, Herbert Hedlich, hat er nie persönlich kennengelernt. Bis zu seinem 22. Geburtstag war ihm nur bekannt, dass sein Vater als Sozialist während der Nazizeit im Zuchthaus gewesen und im Dezember 1943 in Italien gefallen war.
Für Manfred Hedlich war dies der Grund, sich selbst am 08.08.1961 bei der Deutschen Grenzpolizei zu verpflichten. Doch ihm wurde schnell klar, dass er die Grenze nicht gegen die Feinde des Sozialismus schützen musste, sondern die eigenen Leute mit Waffengewalt von der Republikflucht abhalten sollte. Nach dieser Erkenntnis teilte er seinem Vorgesetzten mit, dass er die an ihn gestellte Aufgabe nicht weiter erfüllen werde. Er gab ihm damals klar zu verstehen: „Ich bin freiwillig gekommen und werde freiwillig zurückgehen.“ Am 31.08.1961 wurde er schließlich in Unehren von den Grenztruppen entlassen.

Eintritt:
frei

Voranmeldungen über: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de (Aufgrund des Hygienekonzeptes bitte bis zum 10. August 2021)

Hygienekonzept: Die Veranstaltung wird unter Berücksichtigung der zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen Auflagen zum Infektionsschutz durchgeführt.

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher, die am 13. August dabei sein möchten, um der Geschichte einer ganz besonderen Spurensuche zu lauschen.

Presse
gepostet am: Dienstag, 06.07.2021, 12:07 Uhr

VERSCHOBEN AUF DEN 27.10. – Politische Polarisierung in digitalen Zeiten.– ZOOM-Seminar

ABSAGE DER VERANSTALTUNG – NEUER TERMIN: 27. Oktober 2021

Leider kommt es nun einen Tag vor unserem geplanten Online-Seminar mit Holger Marcks aus gesundheitlichen Gründen zu einer Absage der Veranstaltung.

Bei Interesse am Nachholtermin oder an anderen Seminaren oder Workshops können Sie sich über unsere Homepage sowie über unsere Facebookseite über die kommenden Veranstaltungstermine informieren oder sich per formloser Mail an kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de für unseren Newsletter anmelden, in dem wir ebenfalls über Veranstaltungen informieren.

Wir bitten um Entschuldigung für etwaige Unannehmlichkeiten und hoffen auf ein spannendes Seminar im Herbst – im Zeignerhaus oder im digitalen Raum.

 
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

Im vergangenen Jahrzehnt haben rechtsextreme Kräfte in vielen Ländern große Raumgewinne erzielt. Zu ihnen gesellen sich neuerdings verschwörungsideologische Bewegungen, die den demokratischen Diskurs gefährden, während die politische Polarisierung insgesamt zunimmt. Dass diese Prozesse auch, wenn nicht gar entscheidend, durch die sozialen Medien befördert werden, darüber besteht indessen kaum mehr Zweifel. Wie aber hängen Rechtsextremismus, Verschwörungsbewegungen und Polarisierung genau mit der Digitalisierung zusammen? Welche Interaktionsdynamiken greifen dabei ineinander?

In einem Online-Seminar über ZOOM wollen wir am 21.07.2021 von 18.00 – 20.00 Uhr gemeinsam mit dem Referenten Holger Marcks näher beleuchten, wieso sich die Propaganda von extremistischen Akteuren so gut in die sozialen Medien einfügt – und warum im digitalen Kontext nicht nur Extremisten für die Demokratie zum Problem werden. Denn durch das postredaktionelle Prinzip der sozialen Medien erleben wir eine Konjunktur des Postfaktischen, mit der sich nicht nur das rechtsextreme und verschwörungsideologische Potenzial erweitert. Es erschwert auch generell die demokratische Verständigung, wenn sich geteilte Wahrheiten auflösen und noch mehr zu einer Frage der Identität werden.

Holger Marcks ist Sozialwissenschaftler und Co-Autor des Buches „Digitaler Faschismus. Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus“, das im letzten Jahr im Dudenverlag erschien. Er forscht insbesondere zu Radikalisierungsprozessen im digitalen Kontext und ist assoziiert mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg sowie der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.

Die Moderation des Abends übernimmt Emily Bandt. Sie studierte Germanistik (B.A.) und Kulturwissenschaften (M.A.) an der Universität Leipzig und arbeitete im Rahmen ihres Masterstudiums soziologisch und historisch zu den Themenfeldern Rechtsterrorismus sowie Rechtsextremismus und Gender. Seit 2021 ist sie Projektreferentin im Erich-Zeigner-Haus e.V. in Leipzig.

Anmeldungen sind bis 19. Juli über veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de möglich.
Nach Ablauf des Anmeldezeitraums werden die Zugangsdaten versandt. Wir verschicken keine Anmeldebestätigungen, alle Anmeldungen werden berücksichtigt.

Wir freuen uns auf dieses interessante Seminar und hoffen auf einen spannenden Austausch!

Sonstiges
gepostet am: Dienstag, 06.07.2021, 12:07 Uhr

Parteiabend der Landes-SPD im Zeignerhaus-Garten

Am vergangenen Samstag, dem 03. Juli, fand im Garten des Erich-Zeigner-Hauses der Parteiabend der Landes-SPD statt, an dem Vertreter:innen aus Land- und Bundestag zugegen waren, die uns auch in unserer langjährigen bildungspolitischen Arbeit stets unterstützt haben.

  

Wir freuen uns, dass wir nun auch etwas zurückgeben konnten und bedanken uns für das Vertrauen.

 

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