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gepostet am: Montag, 23.01.2023, 8:01 Uhr

30.01.2023: Leipzig leuchtet für Demokratie und Menschenrechte – wichtige Hinweise

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gepostet am: Montag, 16.01.2023, 10:01 Uhr

Neue Handreichung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“ erschienen

Die Publikation entstand im Rahmen der Fachtagung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“, die vom 29. – 30. September 2022 in Leipziger Neuen Rathaus stattfand.

Die Broschüre versammelt Beiträge, die von den Referent*innen zu den Inhalten ihrer Vorträge und Workshops verfasst wurden und diese kompakt wiedergeben. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen, werden in den Beiträgen verschiedene Formen des gegenwärtigen Judenhasses sowie rechtliche und präventive Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen Antisemitismus in den Blick genommen.

Mit Beiträgen von: Vicki Felthaus (Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig), Rabbinerin Esther Jonas-Märtin, Henry Lewkowitz (Erich-Zeigner-Haus e.V.), Prof. Dr. Stephan Grigat (Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien [CARS]), Dr. Olaf Glöckner (Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e.V.), Benjamin Männel, Dr. des. Ulrike Becker & Michael Spaney (Mideast Freedom Forum Berlin e.V.), Dr. Olaf Kistenmacher (Villigster Forschungsforum zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V.), Marie Künne (Debunk. Amadeu Antonio Stiftung), Marina Chernivsky (OFEK e. V. | Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment), Susanne Feustel (Kulturbüro Sachsen e.V.) und Peter Lewkowitz.

Die Broschüre ist ab sofort als Printversion kostenfrei über den Verein zu beziehen und steht hier zum Download bereit.

Das Projekt wurde durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Leipzig: „Ort der Vielfalt“ gefördert.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 12.01.2023, 14:01 Uhr

Zwischen Davidstern und roter Fahne. Buchvorstellung.

Leipzig, 1. Februar, Mittwoch, 18.00 Uhr

Lesung & Gespräch

Zwischen Davidstern und roter Fahne. Buchvorstellung.

Mit Michael Uhl (Autor und Historiker)

Eine Veranstaltung der RLS Sachsen in Kooperation mit der VVN-BdA Leipzig e.V. und dem Erich-Zeigner-Haus e.V.

Bibliothek Plagwitz “Georg Maurer”, Zschochersche Strasse 14, 04229 Leipzig

 

Der Historiker Michael Uhl (Tübingen) stellt in Wort und Bild seine 2022 im Schmetterling Verlag erschienene Biografie der jüdischen Krankenschwester Betty Rosenfeld vor, die als Freiwillige der Internationalen Brigaden am Spanischen Bürgerkrieg teilnahm und als Flüchtling in Frankreich den aus Leipzig stammenden Spanienkämpfer Sally Wittelson kennenlernte (für den 2021 in der Endersstraße ein Stolperstein verlegt worden ist). Im Sommer 1942 wurde das Paar gemeinsam nach Auschwitz deportiert.

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

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gepostet am: Mittwoch, 11.01.2023, 14:01 Uhr

Erinnerungskulturelles Theaterprojekt „stolpern“ zu Gast im Theater der jungen Welt

»stolpern« ist ein theaterpädagogisches Kooperationsprojekt zwischen der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin und dem Piccolo Kinder- und Jugendtheater Cottbus. Über mehrere Monate hinweg arbeiten die Theaterpädagogin Mai-An Nguyen und der stellvertretende Theaterleiter des Piccolo Theaters Matthias Heine zusammen mit Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren zum Thema Rechtsruck. Ausgangspunkt für das städteübergreifende künstlerisch-partizipative Format sind die »Stolpersteine«, eine Arbeit des Künstlers Gunter Demnig, mit der er an in der NS-Zeit verfolgte Menschen erinnert.

Nach Vorstellungen und Gastspielen in Berlin, Cottbus, Weimar und Senftenberg, wird das Theaterstück am 03. Februar 2023 um 19:30 Uhr nun auch in Leipzig im Theater der jungen Welt aufgeführt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kartenvorbestellung finden Sie hier: https://www.theaterderjungenweltleipzig.de/wann-und-was/stueckdetail/stolpern

Workshop | 01. / 02. Februar

Zusätzlich zu dem Theaterabend gibt es die Möglichkeit am 01. oder 02. Februar einen inszenierungsvorbereitenden Workshop zu vereinbaren. In diesen vierstündigen Workshops für Gruppen ab 12 Personen setzen wir uns ganz persönlich mit den zentralen Konflikten der Inszenierung auseinander und probieren spielerisch verschiedene theatrale Mittel und Wirkungsweisen der Inszenierung »stolpern «aus. Mit geschärften Sinnen können diese dann in der Vorstellung wiederentdeckt werden. Der Workshop findet in den Räumlichkeiten des Leipziger Erich-Zeigner-Haus e.V. statt: Zschochersche Straße 21, 04229 Leipzig.

Workshop Anmeldung über: Mai-An Nguyen (Leitung Theaterpädagogik Schaubühne Berlin) – MNguyen@schaubuehne.de

Förderer: Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) & Bildungsagenda NS-Unrecht des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)

Schaubühne am Lehniner Platz Berlin „stolpern. Ein theaterpädagisches Projekt“. Premiere am Piccolo Kinder- und Jugendtheater, Cottbus am 10. Juni 2022 Premiere an der Schaubühne, Berlin am 17. Juni 2022

© Gianmarco Bresadola, 2022

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gepostet am: Dienstag, 20.12.2022, 14:12 Uhr

Ausstellung: „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ vom 02.01. – 17.03.2023

Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des United States Holocaust Memorial Museums widmet sich einer zentralen Frage: Wie war der Holocaust möglich? Die Rolle Adolf Hitlers und anderer führender Persönlichkeiten der NSDAP für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Tätergruppe von unzähligen anderen Menschen ist weniger bekannt. Im NS-Deutschland und im von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall – in Regierung und Gesellschaft – Formen von Zusammenarbeit und (Mit-)Täterschaft, wo immer Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.

Die Ausstellung untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Dazu gehörten Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Vorteilsnahme, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn. Die Ausstellung zeigt aber auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in extremen Zeiten Alternativen zu Kollaborationen und Täterschaft gibt.

Die Ausstellung wird durch ein pädagogisches Angebot für Schülerinnen und Schüler begleitet. Hierbei wird ein partizipativer Lernansatz verfolgt und lokale Bezüge hergestellt. Durch Dialoge, Fragen und Analyse des historischen Materials werden die Teilnehmenden dabei unterstützt, die Ausstellung zu erkunden und zu verstehen, wie sich der Holocaust aus der Gesellschaft heraus entwickeln konnte. In diesem Lernprozess spielen die Teilnehmenden eine entscheidende Rolle: Sie erarbeiten sich die Bedeutung der historischen Ereignisse und inwiefern diese für sie in der Gegenwart relevant sind. Die pädagogische Begleitung erfolgt durch das Schulmuseum Leipzig und den Erich-Zeigner-Haus e.V.

Die Präsentation der Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Stadt Leipzig und dem United States Holocaust Memorial Museum. Weitere Informationen zu den pädagogischen Angeboten und der Anmeldung finden Sie hier.

Wo? Neues Rathaus der Stadt Leipzig, Untere Wandelhalle

Wann? 02.01. – 17.03.2023

 

Termine
gepostet am: Montag, 05.12.2022, 10:12 Uhr

Einladung und Anmeldung digitale Vorstellung und offene Diskussion zur Leipziger Autoritarismus-Studie 2022

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Herausforderungen für den aktuellen demokratischen Diskurs“ möchten wir Sie herzlich zur digitalen Vorstellung der Leipziger Autoritarismus-Studie 2022 mit anschließender Diskussion und offenem Gespräch einladen. Frau Charlotte Höcker (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Else-Frenkel-Brunswik-Institut) wird die Studie und Ihre Ergebnisse vorstellen, vor allem mit einem Augenmerk auf Antifeminismus und Geschlechterdemokratie. Moderiert wird die Veranstaltung von PD Dr. Nils M. Franke (Wissenschaftliches Büro Leipzig).

Seit 2002 erscheint in einem Zwei-Jahres-Rhythmus die Leipziger Autoritarismus-Studie, die anhand von empirischen Erhebungen die Verbreitung extrem rechter Einstellungen in der „Mitte“ der Gesellschaft untersucht.

Die Studie ist heute ein elementarer Bestandteil der Rechtsextremismusforschung und ein wichtiger Beitrag zur Untersuchung politischer Einstellungen in Deutschland.

Bei Interesse können Sie sich bis zum Sonntag, dem 11.12.2022 mit einer formlosen Mail an: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de anmelden. Die Zugangsdaten zur Zoomkonferenz bekommen Sie dann spätestens am Morgen des 12.12.2022 zugesandt.

Was: Digitale Vorstellung und offene Diskussion zur Leipziger Autoritarismus-Studie 2022

Wer: Charlotte Höcker (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Else Frenkel-Brunswik Institut), Moderation PD Dr. Nils M. Franke (Wissenschaftliches Büro Leipzig)

Wann: Dienstag, den 13.12.2022 um 18:00 Uhr

Die Vortragsreihe wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie: „Leipzig. Ort der Vielfalt“.

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gepostet am: Dienstag, 29.11.2022, 9:11 Uhr

Spendensammlung | Stolperschwelle für die Erinnerung an die NS-Euthanasieverbrechen in der Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Zusammenarbeit mit dem Maria-Merian Gymnasium Schkeuditz recherchieren 20 Schüler*innen der 10. und 11. Klasse in regelmäßigen Projektreffen zu den NS-Euthanasieverbrechen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz. Gemeinsam entstand so die Möglichkeit, die Geschichte der Anstalt in Bezug auf die NS-Euthanasieverbrechen aufzuarbeiten.

Dafür trafen sich die 20 Schüler*innen der zehnten und elften Klasse zu Projekttreffen in regelmäßigem Rhythmus, um, neben den einführenden Untersuchungen zu den Massenverbrechen im Rahmen der sogenannten „Behindertenmorde“ in Deutschland und Sachsen, vor Ort im Museum eingehende Lokalrecherche zu betreiben. Am 15. September 2022 gab es bereits eine erste öffentliche Veranstaltung mit dem Oberbürgermeister sowie der Verwaltungsdirektion des heutigen Krankenhauses in Schkeuditz. Dort wurden erste Ideen zur Schaffung eines Gedenkortes in Altscherbtz besprochen. Die Schüler*innen wollen neben einer Stolperschwelle ebenfalls eine Informationstafel rund um den Altscherbitzer Friedhof schaffen, um auf die NS-Euthanasieverbrechen aufmerksam zu machen.

Die Stolperschwelle wird als Mahnmal an die NS-Verbrechen rund um die Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz dienen. Die Geschichte der Anstalt reicht knapp 150 Jahre zurück. Gegründet wurde sie als „Provinzial-Irrenanstalt Altscherbitz“ im Jahr 1876. Ihr Konzept war für die damalige Zeit hochmodern und das „Offene-Tür-System“ ohne Mauern und Gitter galt als Inbegriff der medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritts. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam der Gedanke der Sterilisation psychisch und körperlicher kranker Menschen auf, welcher auch in Altscherbitz fruchtbaren Nährboden fand. Als am 14. Juli 1933 das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses in Kraft trat, wurden erstmals sieben Frauen aus Altscherbitz zur Sterilisation ins Evangelische Diakonissenhaus nach Halle überführt, woraufhin weitere Sterilisationen folgten. Ab 1940 wurde die Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz zu einer der sogenannten „Zwischenanstalten“, in denen die Menschen zunächst gesammelt und anschließend in Tötungsanstalten geschickt wurden. Der erste Transport aus Altscherbitz im Rahmen der Aktion T4 fand am 1. Juni 1940 statt. Dabei wurden 70 Personen in die Heil- und Pflegeanstalt Brandenburg deportiert und dort in Gaskammern ermordet.

Insgesamt folgten weitere 8 Transporte nach Brandenburg, sodass insgesamt 495 Patient*innen dorthin verbracht und getötet wurden. Nach Schließung der Anstalt in Brandenburg, wurden Patient*innen aus Altscherbitz fortan in die Landesheil- und Pflegeanstalt Bernburg in Sachsen-Anhalt deportiert. Bis zum Ende dieser Phase der „NS-Euthanasie“ wurden nachweislich 1864 Patient*innen aus der Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz getötet. Hunger und Medikamente als Tötungsmittel sind ebenfalls mit der Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz in Verbindung zu bringen. Mindestens 2862 Patient*innen starben durch Hunger und Medikamente als Tötungsmittel entweder in Altscherbitz selbst oder in anderen Einrichtungen durch Transporte aus Altscherbitz. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen.

Ähnlich einem Stolperstein fertigt der Kölner Künstler Gunter Demnig die ein Meter langen und zehn Zentimeter breiten Stolperschwellen an, um sie ebenerdig in den Gehweg einzulassen. Eine Messingplatte auf der Oberseite trägt eine Gravur, welche an die an diesem Ort begangenen Massenverbrechen erinnert. Auch Stolperschwellen verursachen im übertragenen Sinne ein gedankliches Stolpern der Lesenden.

Die Verlegung einer Stolperschwelle ist mit Kosten in Höhe von ca. 2000 Euro verbunden. Da es sich hierbei um ein Projekt der Zivilgesellschaft für die Zivilgesellschaft handelt, wollen wir ausschließlich um private Spenden werben. Wir bitten Sie daher um eine Spende auf folgendes Konto, um dieses wichtige Mahnmal finalisieren zu können:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.

IBAN: DE 94 860 555 92 11 002 798 96

Verwendungszweck: Stolperschwelle Altscherbitz

V.i.S.d.P. Henry Lewkowitz

Spendenquittungen werden selbstverständlich ausgestellt.

Wir danken herzlich für Ihre Unterstützung!

Außerdem möchten wir Sie zur Verlegung der Stolperschwelle am 23.06.2023 um 9:00 Uhr einladen.

 

Unterstützt wird dieses Projekt von der Partnerschaft für Demokratie in Nordsachsen (PfD Nordsachsen) und der Holger Koppe-Stiftung.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

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gepostet am: Donnerstag, 24.11.2022, 11:11 Uhr

Einladung zur Vernissage der neuen Dauerausstellung „Ort der demokratischen Zivilcourage im Wandel der Zeit – Das Erich-Zeigner-Haus“am 16.12.2022

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte,

wir freuen uns sehr, am Freitag, den 16. Dezember 2022, unsere neue Dauerausstellung „Ort der demokratischen Zivilcourage im Wandel der Zeit – Das Erich-Zeigner-Haus“ eröffnen zu können. Zur Vernissage möchten wir Sie/Euch hiermit recht herzlich einladen und würden uns freuen, Sie/Euch um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Haus e. V. in der Zschochersche Straße 21 in Leipzig begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung legt dabei einen besonderen Fokus auf das demokratiepolitische Wirken Prof. Dr. Erich Zeigners, welcher als ehemaliger sächsischer Ministerpräsident (1923) und Leipziger Oberbürgermeister (1945-1949) zu den wohl interessantesten politischen Persönlichkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört. Sowohl sein Einsatz für die Demokratie als sächsischer Justizminister (1921) in der noch jungen Weimarer Republik als auch sein Wirken im Leipziger Rettungswiderstand sind dabei ein noch weitgehend unbekanntes Kapitel in der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion.

Daneben freuen wir uns, durch die Ausstellung einen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung des Erich-Zeigner-Hauses, dessen Lokalgeschichte sowie der aktuellen Demokratiearbeit des Erich-Zeigner-Haus e. V. leisten zu können. Eingerahmt wird die Ausstellung durch einen Begleitband der Autoren Dr. Manfred Hötzel, Dr. Nils Franke und Henry Lewkowitz. Die Grußworte wird Raimund Grafe als Vereinsvorsitzender halten.

Wir freuen uns, wenn Ihrerseits/Eurerseits Interesse zur Teilnahme besteht und wir Sie/Euch am 16. Dezember um 18 Uhr persönlich begrüßen dürfen. Zwecks Planung des Abends freuen wir uns über eine formlose Zusage per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de bis zum 13.12.2022.

Bei Rückfragen steht Ihnen das Team des Erich-Zeigner-Haus e. V. jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch!

 

 

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gepostet am: Donnerstag, 10.11.2022, 14:11 Uhr

Rückblick und Danksagung zur Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Liebe Leipziger Putzpat*innen,

wir als Team des Erich-Zeigner-Haus e.V. möchten uns herzlich bei Euch und Ihnen bedanken. Nicht nur für das Putzen der Stolpersteine und das Abhalten der Mahnwachen am 9. November sind wir überaus dankbar, sondern auch für die beständige Unterstützung, das Zusenden von Bildern sowie das Teilen unserer Gedenkaktion. Von Eurem und Ihrem unglaublichen Engagement sind wir tief berührt und danken allen vielmals!

Wir freuen uns, dass am gestrigen Tage an allen Stolpersteinen und somit an 226 Stellen in Leipzig ein Licht geleuchtet hat und durch Euer und Ihr Engagement die Erinnerung sowie das Gedenken bewahrt wird.

Ebenso haben wir uns sehr über jede*n Teilnehmende*n unserer Gedenkveranstaltung am Dittrichring gefreut, die den wichtigen Worten der Redner*innen Frank Kimmerle, Friedrich Magirius, Christian Wolff und der Kulturamtsleiterin Dr. Anja Jackes zugehört haben.

Rückblickend lässt sich von unserer Seite erfreulicherweise sagen, dass bisher kaum Vorfälle von Störungen der Mahnwachen oder Schändung der Stolpersteine gemeldet wurden. Sollte es doch noch Bedarf an Rücksprache geben, sind wir selbstverständlich per Mail und Telefon zu erreichen. Nochmals möchten wir uns an dieser Stelle für die vielen tollen Bilder bedanken, die uns erreicht haben, welche wir natürlich auch gerne teilen möchten. Unter den Hashtags #keinvergessen #stolpersteine können sicher auch heute noch Bilder der Stolperstein-Putzaktion auf den verschiedenen sozialen Plattformen geteilt werden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden und wünschen Euch und Ihnen alles Gute und beste Gesundheit!

Das Team aus dem Erich-Zeigner-Haus

                  

 

 

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gepostet am: Mittwoch, 09.11.2022, 10:11 Uhr

„Mahnwache und Stolpersteine putzen“ 2022

 

Zum 84. Mal jähren sich am heutigen Tage die Novemberpogrome. In der Nacht vom 09. auf den 10. November im Jahr 1938 verübte das Nazi-Regime, geleitet von ihrer zu tiefst menschenverachtenden Ideologie, im gesamten Deutschen Reich Brandanschläge auf Synagogen, zerstörte Geschäfte, verwüstete Wohnungen und nahm unzähligen jüdischen Menschen das Leben. Daher möchten wir heute gemeinsam den Opfern der Pogrome und der Shoah gedenken und mahnen.

Menschenverachtende Einstellungen sind leider nach wie vor in weiten Teilen der Bevölkerung zu finden, weshalb das Erinnern und Gedenken an die Opfer unverzichtbar ist. Erst am vergangenen Montag haben verschiedene rechtsextreme und neonazistische Gruppierungen zu einem Fackelmarsch um den Ring – vorbei an Stolpersteinen in der nähe der jüdischen Gedenkstätte – aufgerufen.

Umso wichtiger ist es, dem Gedenken an die Opfer in angemessener Art und Weise Ausdruck zu verleihen und auf die menschenverachtenden Verbrechen des Nazi-Regimes aufmerksam zu machen.

Daher ruft der Leipziger Erich-Zeigner-Haus e. V. zum 15. Mal zur gemeinsamen Aktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ auf. Zur Mahnwache wollen wir gemeinsam die Stolpersteine reinigen und eine Kerze entzünden. Die Aktion zielt unter anderem darauf ab, auf die Einzelschicksale aufmerksam zu machen und nicht zu vergessen, wohin menschenverachtende Ideologien wie Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können. Das Eintreten für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage liegt dabei im Bewusstsein für die Vergangenheit begründet. Das Gedenken und Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus darf niemals in den Hintergrund geraten.

Umso mehr freuen wir uns, dass sich auch in diesem Jahr zahlreiche Putzpat*innen an der Aktion beteiligen.

 

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