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Presse
gepostet am: Dienstag, 27.09.2022, 10:09 Uhr

Auftakt von DOCS ON TOUR in Halberstadt

Anlässlich des Weltkindertags wurde im Soziokulturellen Zentrum ZORA in Halberstadt der Film „Alleine Tanzen“ von Biene Pilavci gezeigt. Vor circa 40 Zuschauer*innen stellte die Filmemacherin in ihrem autobiografischen Film das Leben ihrer Familie vor, das in der Kindheit vor allem durch Gewaltexzesse und einem lieblosen, respektlosen Umgang miteinander bestimmt war. Die Veranstaltung, die sich insbesondere an Fachkräfte der Sozial- und Jugendarbeit richtete, hatte das Ziel für das Thema häusliche Gewalt in der Familie zu sensibilisieren und warf parallel die Frage auf, welche Möglichkeiten eine Gesellschaft hat, um in solchen gewaltvollen Strukturen zu intervenieren. Gleichzeitig stellte die Filmvorführung den Auftakt des Projekts DOCS ON TOUR dar, das mit drei kuratierten Dokumentarfilmreihen zu gesellschaftlich relevanten Themen ab Herbst 2022 deutschlandweit auf Tour geht.

Nach der Vorführung fand eine Gesprächsrunde mit Biene Pilavci statt, in der die Filmemacherin darüber sprach, inwieweit der Hass zwischen ihren Eltern und die häufigen Gewaltausbrüche sie und ihre vier Geschwister geprägt haben und welche Konsequenzen daraus für den Familienzusammenhalt entstanden sind. Darüber hinaus wurde neben der privaten auch die gesellschaftliche Ebene zum Thema gemacht. Gemeinsam wurde darüber diskutiert, welche Hilfestellungen die Familie gebraucht hätte, um die Situation zu verbessern und welche Personen für Bienes Entscheidung, die Familie mit gerade einmal 12 Jahren zu verlassen, besonders prägend waren. Aus diesen Impulsen heraus entwickelte sich ein intensives und bewegendes Gespräch, dass das Publikum zu persönlichen Statements veranlasste und einen Erfahrungsaustauch auf Augenhöhe möglich machte.

„Der Film ist eine Hommage an die Familie“ – mit diesem Satz endete der Abend, an dem Biene Pilavci mit ihrem Film einen sehr persönlichen Einblick in ihre Familie gegeben hat und die Zuschauer*innen nachhaltig bewegte sowie deren Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte anstoßen konnte.

Presse
gepostet am: Freitag, 23.09.2022, 10:09 Uhr

Pressestimmen zur Klage gegen die Sächsische Aufbaubank

Nach einer unverständlichen Ablehnung von Fördermitteln durch die Sächsische Aufbaubank hat der Erich-Zeigner-Haus e.V. beim Verwaltungsgericht Klage eingereicht.
Unter den folgenden Links finden Sie einige Medienberichte zum Thema.

Leipziger Volkszeitung (Ausgabe vom 29.08.2022)

Leipziger Volkszeitung II (Ausgabe vom 30.08.2022)

Kreuzer (Septemberausgabe)

Leipziger Zeitung (Ausgabe vom 26.08.2022)

Termine
gepostet am: Mittwoch, 21.09.2022, 15:09 Uhr

Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ 2022

Durch Putzpatenschaften ein Zeichen setzen! 

Hier finden Sie die neuesten Informationen.

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 15. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Mit Ihnen wollen wir gemeinsam der Menschen gedenken, die Opfer des faschistischen Regimes geworden sind. Durch die Stolpersteine wurden ihre Namen der Vergessenheit entzogen – nun wollen wir diese durch die Putzaktion in der Gesellschaft wieder sichtbar machen.

Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Im Rahmen einer deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich am 9. November zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Putzen der Stolpersteine.

Neben dem gewünschten Gedenken und Mahnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der alljährlichen Stolperstein-Reinigung zudem das Vorbeugen einer zunehmenden Verwitterung der Gedenksteine, deren Inschriften ohne eine regelmäßige Pflege mit der Zeit schlechter erkennbar werden. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Gedenksteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen.

Die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des 9. Novembers 2022 werden im Laufe der nächsten Wochen hier erscheinen. Auch auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Gedenkaktion informieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung.

 

Henry Lewkowitz, Geschäftsführer

Caroline Müller, Projektleiterin Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Termine
gepostet am: Mittwoch, 21.09.2022, 11:09 Uhr

Auftaktveranstaltung DOCS ON TOUR im Soziokulturellen Zentrum Zora e.V. in Halberstadt: ALLEINE TANZEN

Donnerstag, 22. September 2022, 19 Uhr
Auftaktveranstaltung DOCS ON TOUR
im Soziokulturellen Zentrum Zora e.V. in Halberstadt
aus der Reihe „Gesellschaftliche Transformationsprozesse“
ALLEINE TANZEN (2012, 97 min.)
Ein Dokumentarfilm über die Kraft der Liebe
Regie, Buch, Schnitt: Biene Pilavci

mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin

„Du kannst nirgendwo hingehen, ohne deine Vergangenheit mitzunehmen.“ (Biene Pilavci)

Mit ALLEINE TANZEN erzählt Biene Pilavci die Geschichte ihrer Familie: Körperliche Gewalt und ein liebloser, respektloser Umgang miteinander bestimmen ihre Kindheit. Biene flieht mit gerade einmal zwölf Jahren in ein katholisches Mädchenheim und bleibt dort bis zur Volljährigkeit. „Können meine vier Geschwister und ich es schaffen, nach vielen hasserfüllten Jahren und Gewaltexzessen gute Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, wenn es schon unsere Eltern und deren Eltern nicht konnten?“

Wir freuen über Ihr Interesse und Ihr Kommen!

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gepostet am: Freitag, 02.09.2022, 15:09 Uhr

Ein neuer Erinnerungsort in Schkeuditz entsteht – Podiumsdiskussion am 15.09.2022 im Kulturhaus „Sonne“

Die Partnerschaft für Demokratie in Nordsachsen lädt im Rahmen der jährlichen
Demokratiekonferenz interessierte Bürger*innen zu einer Podiumsdiskussion am
15.09. um 17 Uhr in das Kulturhaus „Sonne“ in Schkeuditz ein. Anlass ist die geplante Entstehung eines
neuen Erinnerungsortes in Schkeuditz auf dem alten Friedhof Altscherbitz. Hier wird im
nächsten Jahr in Rammen eines Jugendprojekts des Erich-Zeigner-Haus e.V. in Zusammenarbeit mit dem Maria-Merian Gymnasium eine Stolperschwelle sowie eine Informationstafel angebracht, die an die vielen Euthanasie-Opfer des Altscherbitzer Krankenhauses während der Zeit des Nationalsozialismus erinnern soll.

Wir freuen über Ihr Interesse und Ihr Kommen!

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gepostet am: Freitag, 02.09.2022, 15:09 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Opfer, Täter*innen und offene Fragen. Grauzonen der Erinnerung an die NS-„Euthanasie“ in Altscherbitz“

Gestern Abend fand im Musikzimmer des Erich-Zeigner-Hauses die Eröffnung der Ausstellung Opfer, Täter*innen und offene Fragen. Grauzonen der Erinnerung an die NS-„Euthanasie“ in Altscherbitz“ statt. Wir freuen uns über die zahlreich erschienenen Gäste. Im Rahmen der Ausstellung konnten Einblicke in die lokale Geschichte der Landesheil- und Pflegeanstalt Altscherbitz erlangt und sechs Schicksale näher kennengelernt werden. Diese Schicksale wurden ausgewählt, weil sie in der NS-„Euthanasie“-Forschung als Grauzonen gelten.
Wir sind zudem sehr dankbar für den guten und vielseitigen thematischen Austausch und die gemeinsame Reflexion.
Die Ausstellung wird noch bis zum 30. September für Schulklassen und Besucher*innen geöffnet sein und kann von Montag bis Freitag nach einer Anmeldung per Mail an: kontakt(at)erich-zeigner-haus-ev.de besucht werden.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihren Besuch!

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gepostet am: Donnerstag, 01.09.2022, 14:09 Uhr

Die Handreichung zur Fachtagung Antisemitismus ist da!

Die Publikation entstand im Rahmen der Fachtagung „Antisemitismus – Aktuelle Erscheinungsformen, Akteure und Prävention“, die vom 14. – 15. Juni 2022 in Leipzig stattfand.

Die Handreichung richtet sich primär an Praktiker*innen und Multiplikator*innen aus der schulischen und außerschulischen Bildung. Sie fasst die Inhalte der Fachtagung kompakt zusammen, führt Literaturhinweise an und gibt einen Überblick über Institutionen und Vereine in Sachsen, die ihre Arbeit in vielfältiger Weise dem Abbau von Antisemitismus widmen. Teil dieser Handreichung sind ebenfalls drei Module zur Anwendung in der schulischen und außerschulischen Bildung. Die Module knüpfen an die in der Fachtagung vermittelten Inhalte an und sollen den Leser*innen als Anregung dienen, die Ergebnisse der Fachtagung in den beruflichen Alltag weiterzutragen.

Die Broschüre ist als Printversion kostenfrei über den Verein zu beziehen.

Das Projekt wird im Programm AUF!leben — Zukunft ist jetzt. der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms Aufholen nach Corona der Bundesregierung

 

 

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gepostet am: Dienstag, 30.08.2022, 14:08 Uhr

Erinnerung Austellungseröffnung am Donnerstag, den 1. September 18.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Wir freuen uns, Sie daran zu erinnern, dass schon am kommenden Donnerstag, den 1. September um 18:00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Opfer, Täter*innen und offene Fragen. Grauzonen der Erinnerung an die NS-„Euthanasie“ in Altscherbitz“ im Musikzimmer des Erich-Zeigner-Hauses e.V. stattfinden wird.

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

 

 

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gepostet am: Donnerstag, 25.08.2022, 11:08 Uhr

Zwei Stolpersteinverlegungen des Erich-Zeigber-Haus e.V. am 14. September 2022 in Leipzig

Am 14. September 2022 finden zwei vom Erich-Zeigner-Haus e.V. durchgeführte Jugendprojekte ihren Abschluss mit den Stolpersteinverlegungen für Irma Faber und die Familie Nemann.

Seit dem Jahr 2021 recherchierten und rekonstruierten 15  Schüler*innen aus der Oberschule Schkeuditz außerschulisch das Schicksal der Jüdin Irma Faber.

Die im Jahr 1902 Jahr geborene Irma Faber wuchs mit ihren Eltern Salomon und Sidonie Faber und den drei weiteren Brüdern Herbert, Erich und Georg in Leipzig auf. Irma Faber erlernte den Beruf der Kontoristin. In der Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft litt die ganze Familie Faber unter ihrer jüdischen Herkunft. Irmas Vater erlebte das Schicksal seiner Familie nicht mehr mit und starb 1935 im Alter von 69 Jahren. Ihre Brüder mussten das Land verlassen. Als Irma Faber und ihre Mutter zwangsweise in sogenannte „Judenhäuser“ ziehen sollten, starb die Mutter im Jahr 1942 in einem jüdischen Altersheim. Irma Faber wurde nach dem Tod ihrer Mutter wegen „Umgang mit Ariern“ verhaftet. Am 26. Februar 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Der Stolperstein wird am Mittwoch, 14. September, um 9:00 Uhr in der Mariannenstr. 3 verlegt.

Die zweite Stolpersteinverlegung wird am 14. September, um 11:30 Uhr in der Christianstr. 15 stattfinden.

Seit April 2021 recherchierten Schüler*innen der 10. und 11. Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums das Schicksal der in Leipzig ansässigen jüdischen Familie Nemann während der NS-Diktatur.

Das Ehepaar Wilhelm und Johanna Nemann (geb. Jacob) stammte aus dem heutigen Polen und gründete in den 1920er Jahren in Halle (Saale) ihre fünfköpfige Familie. Mit ihren drei Kindern Mirjam Agathe, Gideon Michael und Joachim Adolf zogen sie 1936 in die Leipziger Christianstraße 15. Die Familie engagierte sich in zahlreichen Sportvereinen und Organisationen, so beim Turnverein Bar Kochba oder in der Synagogengemeinde.

Wilhelm Nemann war ein progressiver, der Sozialdemokratie nahestehender Jurist. Er verteidigte Angeklagte in Abtreibungsprozessen – schon damals nach §218 – und wurde als Anwalt der sogenannten Roten Hilfe gelistet. Unter anderem wegen dieser politischen Ausrichtung war er im Juni 1933 als einer der ersten vom Berufsverbot der Nationalsozialisten betroffen. Die beiden ältesten Kinder Mirjam und Gideon wanderten beide 1936 bzw. 1939 nach Palästina aus und entkamen somit dem NS-Regime. Die beiden Eltern und ihr jüngster Sohn wurden ab 1940 in verschiedene Leipziger Judenhäuser zwangsumgesiedelt. Am 10.05.1942 wurde die Familie nach Bełżyce (Lublin, Polen) deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Sie sind herzlich eingeladen den Stolpersteinverlegungen am 14. September beizuwohnen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 18.08.2022, 16:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals am 11. September

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. freut sich, am 11. September wieder am Tag des offenen Denkmals beteiligt zu sein!

Alle Interessierte haben die Möglichkeit, von 11:00 bis 15:00 Uhr die Wohn- und Arbeitsräume des ehemaligen Leipziger Oberbürgermeisters Erich Zeigner zu besuchen und einen Einblick in sein Leben und seine Arbeit für Demokratie zu bekommen.

Erich Zeigner unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangszimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Zeigner gemeinsam mit seiner Sekretärin Johanna Landgraf und dem Dominikaner Pater Aurelius Arkenau den Leipziger Rettungswiderstand und rettete damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung und Ermordung.

Außerdem können Sie die Ausstellung „Opfer, Täter*innen und offene Fragen. Grauzonen der Erinnerung an die NS-„Euthanasie“ in Altscherbitz“ besuchen, die sich den Problemen der historischen Euthanasieforschung und der Erinnerung an die Opfer der NS-„Euthanasie“ widmet .

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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