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gepostet am: Mittwoch, 18.05.2022, 11:05 Uhr

Stolperschwelle in Taucha!

Am 17. Mai wurde eine Stolperschwelle am Markt 6 in Taucha erfolgreich verlegt.  Diese Stolperschwelle erinnert an über 2000 Zwangsarbeitende, welche ab 1944 in das KZ-Außenlager von Buchenwald zur Rüstungsproduktion in Taucha eingesetzt wurden.

Wir bedanken uns bei allen, die zur Verlegung erschienen sind und an der Organisation und Durchführung dieses Projekts beteiligt waren. Einen besonderen Dank widmen wir unseren Fördergebern der Holger Koppe Stiftung sowie Partnerschaften für Demokratie Nordsachsen, auf deren Unterstützung wir in diesem Projekt bauen dürften.

Mit einer Gruppe SchülerInnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Taucha der Klassenstufe 10 fand dieses Projekt über zwei Jahre hinweg statt. Angesichts einer intensiven Recherchearbeit, mehrerer Archivbesuche und umfangreichen Spendensammlungen bewiesen die SchülerInnen in mitten der Corona-Pandemie ihr außerordentliches Engagement.

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gepostet am: Dienstag, 17.05.2022, 12:05 Uhr

Zehn Stolpersteine für die Familie Rotter verlegt!

Am 16. Mai wurden in der Funkenburgstr. 4 und in der Jahnallee 14 zehn Stolpersteine in Gedenken an die Familie Rotter erfolgreich verlegt.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die zu der Verlegung gekommen sind sowie an der Erstellung und Umsetzung dieses Projekts beteiligt waren.

Gemeinsam mit 17 Fußballern der U15-Mannschaft vom 1.FC Lokomotive Leipzig ist es uns gelungen die Erinnerung an die vom NS-Regimes verfolgte Familie Rotter zu bewahren und freuen uns dieses Jugendprojekt nun erfolgreich abzuschließen. Insbesondere da diese selten in einem solchen institutionellen Rahmen stattfinden.

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gepostet am: Donnerstag, 12.05.2022, 12:05 Uhr

Einladung zur Fachtagung „Antisemitismus – Aktuelle Erscheinungsformen, Akteure und Prävention“ vom 14. – 15. Juni 2022

Antisemitismus hat eine lange Geschichte und Kontinuität. So zeugen zahlreiche Ereignisse der letzten Jahre von der fortwährenden Aktualität und Alltäglichkeit des Phänomens: von brennenden Israel-Fahnen vor Synagogen, geschichtsrevisionistischen Positionen und antisemitischen Verschwörungserzählungen, die nicht zuletzt im Kontext der sogenannten Querdenken-Bewegung Konjunktur haben, über verbale und körperliche Angriffe auf Menschen jüdischen Glauben bis hin zum antisemitisch motivierten Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019. Nicht immer zeigt sich der Antisemitismus jedoch konkret und offensichtlich. Häufig äußert er sich in Codes und Chiffren, die ihren antisemitischen Gehalt erst auf den zweiten Blick offenbaren. Um Antisemitismus abzubauen, ist es daher besonders wichtig, über dessen Erscheinungsformen aufzuklären und ihr (Fort-)Wirken in der Gegenwart aufzuzeigen.

Vom 14. – 15. Juni 2022 veranstaltet der Erich-Zeigner-Haus e.V. eine Fachtagung zum Thema „Antisemitismus – Aktuelle Erscheinungsformen, Akteure und Prävention“. Das kostenfreie Fortbildungsangebot wird durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung im Programm Auf!leben gefördert und richtet sich an Multiplikator*innen, Lehrkräfte, Sozialarbeiter*innen und Interessierte aus ganz Sachsen.

Der erste Tag der Fachtagung dient als Fundament und soll Wissen und Hintergrundinformationen über aktuelle Erscheinungsformen und Debatten in Form von Inputs, Workshops und Diskussionsrunden vermitteln, um so zu einem besseren Verständnis der komplexen Themenfelder beizutragen. Am zweiten Tag steht der Umgang mit Antisemitismus im Bildungskontext und dem beruflichen Alltag sowie Handlungsstrategien, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten im Fokus.

Das Programm der Fachtagung finden Sie hier.

Die Fachtagung findet in den Räumlichkeiten des Wasser-Stadt-Leipzig e.V. statt. Die Adresse lautet: Industriestraße 72, 04229 Leipzig

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine formlose Anmeldung bis zum 01. Juni unter nachfolgender Mailadresse: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

 

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gepostet am: Donnerstag, 12.05.2022, 11:05 Uhr

Stolpersteinverlegungen in Leipzig und Taucha am 16. und 17. Mai

Am 16. Mai werden neun Stolpersteine zur Erinnerung an Familie Rotter in Leipzig verlegt.

Fünf der Steine, für Eugenie (geb. Hein) Rotter, ihre Söhne und Karl Josef, Fritz Egon und Curt Rotter und Curts Frau Minna Rotter (geb. Springer), werden in der Jahnallee verlegt werden. Die damalige Frankfurter Straße 20 war der letzte gemeinsame Wohnort der Familie, bevor sich ihre Wege aufgrund des NS-Regimes trennten. Dem ältesten Sohn der Familie, Otto Rotter, wird gemeinsam mit seiner Frau Marianne (geb. Vogel), und ihren beiden Söhnen Klaus Adolf und Heinz in Form von vier Stolpersteinen in der Funkenburgstraße gedacht werden. Hier lebten sie gemeinsam bis 1933, bevor sie nach Frankreich flohen. Das Projekt wurde gemeinsam mit 17 Fußballern der U15-Mannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig durchgeführt, sie sind die erste Fußballmannschaft in ganz Sachsen, welche ein solches Stolpersteinprojekt durchführte.

Um 14:30 Uhr werden in der Funkenburgstr. 4 in Leipzig die ersten Stolpersteine für die Familie Rotter verlegt. Im Anschluss werden ab 14:50 Uhr die anderen Stolpersteine in Gedenken an Familie Rotter in der Jahnallee 14 verlegt.

 

Am 17. Mai 2022 um 9.00 Uhr auf dem Markt 6 in Taucha wird eine Stolperschwelle den Opfern der Zwangsarbeit in dem KZ-Außenlager Taucha verlegt.   

Gemeinsam mit zehn Schüler*innen der 10. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Taucha wurde die Geschichte der Zwangsarbeit in Taucha genauer recherchiert. Die Stolperschwelle möchte den Menschen gedenken, welche für die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG) und die Erla-Maschinenwerk GmbH Zwangsarbeit leisten mussten. Zwischen 1944 bis April 1945 waren bis zu 14.500 Zwangsarbeitende in den deutschen HASAG-Werken untergebracht und wurden ab April durch die SS-Einheiten auf sogenannte „Todesmärsche“ geschickt. Die Erla-Maschinenwerke beschäftigten in ihrem Rüstungsbetrieb 1943 circa 16.000 Zwangsarbeiter*innen, welche in großen Barackenlagern untergebracht waren, 20 dieser Lager befanden sich im Leipziger Stadtgebiet.

Beide Verlegungen werden unter den Auflagen der geltenden Corona-Regeln stattfinden.

Wir freuen uns über Ihr Kommen!

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gepostet am: Freitag, 06.05.2022, 12:05 Uhr

Einladung zu Gedenkveranstaltungen 8. und 9. Mai

Der 8. Mai ist in verschiedenen europäischen Ländern als „Tag der Befreiung“ bekannt – der Jahrestag der „Befreiung“ durch die Alliierten und der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Damit endete der 2. Weltkrieg in Europa.

Um den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken, möchten wir Sie am Sonntag, den 8. Mai um 11:00 Uhr auf dem Ostfriedhof Leipzig, Oststraße 119, zur Gedenkveranstaltung der Stadt Leipzig zum 77. Jahrestag des Kriegsendes einladen.

Hinsichtlich des verheerenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der gegenwärtig in Europa stattfindet, möchten wir zudem auf folgende Veranstaltungen hinweisen:

Am 9. Mai um 18:00 Uhr findet auf dem Nikolaikirchhof eine Kundgebung statt, bei der unter anderem Gabriele Goldfuß, Brigitte Moritz und Christian Wolff nach einem Friedensgebet sprechen werden.

Ebenfalls am 9. Mai um 19:00 Uhr wird die Öffentliche Diskussionsveranstaltung des EuropaMaidan Leipzig e.V. mit dem Titel „Abkehr von Russland? – 77 Jahre nach der Befreiung vom deutschen Nationalsozialismus“ mit Stephan Bickhardt, Vorsitzender des EuropaMaidan Leipzig e.V. und Dr. Oksana Makohon, Ukrainische griechisch-katholische Gemeinde Leipzig, stattfinden. Im Podium: Dr. Andreas Umland, Prof. Dr. Beate Mitzscherlich, Andrii Kozak. Moderation: Reinhard Bohse. Veranstaltungsort ist das Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv, Außenstelle Leipzig, Dittrichring 24.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme auf.
Bitte den Aufruf weiterverbreiten!

Termine
gepostet am: Montag, 02.05.2022, 11:05 Uhr

Sowjetische Kriegsgräber. Zwischen Totengedenken und Erinnerungskultur

Herzliche Einladung zum Vortrag mit anschließendem Gespräch am Freitag, den 6. Mai, um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus.

In der deutschen Sepulkralkultur (Kultur des Todes, des Sterbens, des Bestattens sowie des Trauerns) bestimmen kirchliche und kommunale Friedhöfe das öffentliche Bild. Es gibt jedoch Grabstätten in der Bundesrepublik, die einen anderen, in dem Fall politischen und kriegerischen Hintergrund haben. Gemeint sind die Grabfälder von Toten des Zweiten Weltkrieges, hierbei insbesondere sowjetischer Soldaten, Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter.

Die Leipzigerin Gisela Wedekind, Mitglied im BDWO (Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V.) und DenkMalFort e.V. – Die Erinnerungswerkstatt Dresden, beschäftigt sich seit 1994 mit sowjetischen Kriegsgräbern in Deutschland, ihrer Entstehung, dem ästhetischen Erscheinungsbild und ihrer Einbindung in die heutige Gedenk- und Erinnerungskultur.

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns über Ihr Kommen

 

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gepostet am: Montag, 04.04.2022, 11:04 Uhr

Gemeinsames Gedenken am Todestag von Erich Zeigner

Am Dienstag, den 5. April 2022, um 11 Uhr auf dem Leipziger Südfriedhof, Sektion 11.

Der Namensgeber unseres Vereins Erich Zeigner starb vor 73 Jahren in Folge einer schweren Krankheit im Amt des ersten Leipziger Oberbürgermeisters nach der NS-Diktatur. Morgen, am 5. April 2022, wollen wir an der neu gestalteten Grabstelle Zeigners auf dem Südfriedhof ihm und seiner Arbeit gedenken.

Erich Zeigner hat nicht nur als Oberbürgermeister beim Aufbau Leipzigs entschieden mitgewirkt, sondern war während der NS-Zeit unter eigener Lebensgefahr zivilcouragiert engagiert und rettete gemeinsam mit seiner Sekretärin Johanna Landgraf mindestens einer jüdischen Familie das Leben. Sein Einsatz und seine Selbstlosigkeit in dunklen Zeiten ist der geistige Hintergrund, hinter der wir heute unsere Arbeit sehen und gestalten.

Seien Sie also herzlich zum gemeinsamen Gedenken an Erich Zeigner und sein Wirken morgen, am 5. April um 11 Uhr auf den Südfriedhof an seinem Grab in Sektion 11 eingeladen.

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gepostet am: Montag, 21.03.2022, 10:03 Uhr

Zum heutigen „Internationalen Tag gegen Rassismus“

Der heutige Internationale Tag gegen Rassismus erinnert seit 1966 an das „Massaker von Sharpville“, bei dem in der gleichnamigen südafrikanischen Stadt während einer Demonstration gegen die Apartheidsgesetze 69 Personen von Polizist*innen erschossen und min. 180 weitere Personen teils schwer verletzt wurden. Seit nunmehr 56 Jahren wird am 21. März den Opfern des Massakers gedacht. Zusätzlich finden anlässlich des Tages die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt. Vom 14. bis zum 27. März werden in zahlreichen Städten verschiedene Veranstaltungen zum Thema Rassismus ausgerichtet. Für Leipzig gibt es auch in diesem Jahr ein breites Angebot, das unter anderem Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Weiterbildungen und Workshops umfasst.

Außerdem möchten wir an diese Stelle auf unsere Multiplikator*innenschulungen „Alltagsrassismus erkennen, reflektieren und begegnen“ hinweisen. Das Weiterbildungsangebot richtet sich unter anderem an Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen und möchte in diesem Rahmen für Alltagsrassismus sensibilisieren sowie rassistische Denk- und Handlungsmuster reflektieren. Weitere Informationen finden Sie hier.

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gepostet am: Donnerstag, 10.03.2022, 9:03 Uhr

Aufruf „Leipzig: Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine“

Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses „Stoppt den Krieg“ und rufen auch diesen Sonntag, den 13. März ab 12 Uhr dazu auf, sich zahlreich an folgender Kundgebung auf dem Augustusplatz zu beteiligen, um gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Solidarität zu setzen.

„Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der russischen Führung im Herzen Europas wird immer brutaler. Sie droht mit Atomwaffen. Das Leiden der Menschen in der Ukraine wird immer dramatischer. Wir fühlen mit ihnen und stehen an ihrer Seite. Wir halten unsere Türen offen für jede*n, der*die aus Kriegen entkommen kann – unabhängig von Hautfarbe, Staatsangehörigkeit und Identität und ohne rassistische Zurückweisung. Solidarität mit den Ukrainer*innen ist das Gebot der Stunde – und diese tragen wir am Sonntag den 13. März in Leipzig auf die Straße.

Unsere Solidarität gilt auch den Menschen, die in Moskau, Sankt Petersburg und so vielen anderen Städten Russlands ihre Stimme gegen den Krieg erheben. Wir sind tief beeindruckt von ihrer Kraft und ihrem Mut. Gemeinsam mit ihnen streiten wir dafür, dass Putin sofort alle Angriffe einstellt, sich aus der Ukraine zurückzieht und deren territoriale Integrität wieder herstellt. Unser Ziel sind Friedensverhandlungen, die in einem atomwaffenfreien Europa gemeinsamer Sicherheit, des Friedens und der Abrüstung unter Einschluss von Ukraine und Russland münden.

Nicht der Breite der russischen Bevölkerung, sondern der politischen und wirtschaftlichen Führungsriege gilt unsere Forderung, dem Krieg den Geldhahn zuzudrehen. Wir befürworten scharfe wirtschaftliche Sanktionen, die gezielt darauf ausgerichtet sind, die Kanäle zur Finanzierung des Krieges zu kappen.

Die gegenwärtige Krise zeigt, wie dringend wir uns aus der Abhängigkeit von fossilen Energieimporten befreien müssen, die wir vor allem aus Autokratien beziehen. Wir müssen möglichst schnell raus aus Kohle, Öl und Gas. Mit einem massiven Investitionsprogramm müssen wir in einer ganz neuen Geschwindigkeit als bisher rein in Energieeffizienz, Energiesparen, Erneuerbare Energien und eine Verkehrswende. Für den Frieden, das Weltklima und Millionen neue gute Jobs!

Wir bekennen uns zum Ziel gemeinsamer Sicherheit und fordern eine aktive Friedenspolitik. Wir benötigen mehr Geld für eine sozial-ökologische Transformation und einen leistungsfähigen Sozialstaat. Zudem müssen weit mehr Mittel als bisher für Krisenprävention, zivile Konfliktbearbeitung und den Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stehen. Eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben Deutschlands um 100 Milliarden Euro sehen wir sehr kritisch. Dem Kauf neuer Flugzeuge zum Einsatz von Atombomben stellen wir uns entgegen. Die Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes lehnen wir ab.

Wir treten ein für ein Europa des Friedens, der Solidarität und der Abrüstung. Dafür gehen wir am Sonntag, den 13. März ab 12 Uhr in Leipzig mit Hunderttausenden auf die Straßen. Sei dabei! Sag deinen Freund*innen, Bekannten und Arbeitskolleg*innen Bescheid! In Solidarität miteinander halten wir die Corona-Hygieneregeln ein und bitten geimpft, getestet und mit Maske an der Kundgebung teilzunehmen.

Wir beginnen mit einer Kundgebung auf dem Augustusplatz. Nach einer Demonstration über den Ring findet die Endkundgebung wieder auf dem Augustusplatz statt.“

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gepostet am: Mittwoch, 09.03.2022, 10:03 Uhr

Kein Krieg in der Ukraine! – Ein Statement unserer FÖJ-lerin aus Sankt Petersburg

Am 24. Februar um 04:00 Uhr schickte der russische Präsident Vladimir Vladimirovich Putin, unter dem Vorwand der Befreiung der selbsternannten Republiken DVR und LVR und der vermeintlichen Entnazifizierung der Ukraine, Truppen auf das Territorium der Ukraine.

Wir, in Westeuropa, leben ein friedliches Leben, können uns das Unmögliche nicht vorstellen und so ist es auch unmöglich zu beschreiben, was jetzt in der Ukraine passiert. Menschen, die noch vor ein paar Wochen genau wie wir ihr normales Leben führten, sehen, wie ihre heimischen Orte zerstört und geliebte Menschen getötet werden.

Seit dem Kriegsbeginn sind laut UN 474 Ukrainer|innen gestorben und 861 verletzt. Laut der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, könnte die tatsächliche Zahl der Opfer jedoch viel höher sein. Laut UN mussten über 2 Millionen Menschen ihre Häuser und Verwandten verlassen und aus der Ukraine fliehen.  Menschen sitzen tagelang in den U-Bahn-Stationen und Kellern, um Schutz zu suchen. Am 26. Februar wurde in der U-Bahn in Kiew sogar ein Kind geboren.  Menschen wachen morgens von Bombeneinschlägen auf.  Die riesige Anzahl von Gebäuden, Wohnhäusern und wichtigen Objekten, wie ein Kindergarten, das Tanklager, der Fernsehturm oder der Hauptplatz in Charkiw sind zerstört worden. Manche Städte sind bereits von russischen Soldaten besetzt. Städte werden Tag und Nacht mit den Raketen beschossen.  Menschen versuchen, ihr Land zu verteidigen. Viele Ukrainer|innen beschließen, auch ohne militärische Erfahrungen an den Kämpfen teilzunehmen. Die Menschen tun alles, um zu helfen, stellen Molotow- Cocktails her und bauen Barrikaden. Auf beiden Seiten gibt es viele Gefangene. Laut ukrainischen Angaben vom 9. März sind mehr als 12000 russische Soldaten getötet worden, die sich freiwillig und nicht am Krieg beteiligen. Russische Behörden geben die genaue Anzahl der russischen Opfer nicht an.

Es wichtig zu verstehen, dass dies Putins Krieg ist und nicht der Krieg der russischen Bevölkerung. Putin führt nicht nur gegen die Ukraine Krieg, sondern auch gegen Russland. Russland ist jetzt ein völlig isolierter Staat. Es wird berichtet, dass vielen Soldaten gesagt wurde, sie würden nur zu Übungen gehen, stattdessen wurden sie zum Sterben in den Krieg geschickt. Fast alle in Russland haben Verwandte oder Freund*innen in der Ukraine.  In vielen Städten in ganz Russland gehen Menschen auf die Straßen, um zu protestieren, trotz zahlreicher Festnahmen, Schläge und Einschüchterungen von den Behörden. Seit dem 24. Februar sind laut dem russischen unabhängigen Menschenrechtsmedienprojekt OVD-Info 13797  Menschen festgenommen worden. Viele werden in Polizeistationen gefoltert.  Leute gehen ins Gefängnis, denn sie wollen keinen Krieg. In Russland ist es verboten, diesen Krieg einen Krieg zu nennen. Man soll in Russland den Krieg in der Ukraine eine “Militäraktion“ oder“ Befreiungsoperation“ nennen. Menschen, die die Ukraine finanziell unterstützen möchten, werden mit einem Artikel über Hochverrat bedroht. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren, weil sie ihren Protest offen gezeigt haben.  Der Staat hat fast alle unabhängigen Medien blockiert. Viele haben aufgrund eines neuen Gesetzes, das die Verbreitung von Informationen verbietet, die nicht der Position des Staates entsprechen, aufgehört Informationen über den Krieg zu verbreiten. Bei Verstößen gegen dieses Gesetz kann man mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden. Soziale Netzwerke, wie Twitter und Facebook, in denen Informationen verbreitet werden und sich Menschen gegen den Krieg aussprechen, arbeiten auch nicht mehr.

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt leiden heute unter der Situation in der Ukraine. Jeder hat Gründe dafür: Menschen versuchen in Angst ihre Lieben anzurufen oder Kontakt zu ihren Söhnen, Ehemännern und Brüdern aufzunehmen, die in den Krieg geschickt worden sind. Viele Leute wissen, dass sie ihre Lieben für lange Zeit nicht sehen und nicht in ihr Heimatland zurückkehren können. Viele Menschen lesen die Nachrichten und stellen mit Schmerz fest, dass sie fast nichts tun können. Niemand will diesen Krieg. Niemand will diese humanitäre und absolut grundlose Weltkatastrophe. Niemand will dieses ungeheuerliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wir möchten denen, die im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine leiden, unser Mitgefühl ausdrücken.  Wir möchten darauf hinweisen, dass jede Hilfe jetzt sehr wichtig ist. Zusammen können wir diese Grausamkeit beenden. Kein Krieg in der Ukraine!

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