News

News

Presse
gepostet am: Dienstag, 29.11.2022, 9:11 Uhr

Spendensammlung | Stolperschwelle für die Erinnerung an die NS-Euthanasieverbrechen in der Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Zusammenarbeit mit dem Maria-Merian Gymnasium Schkeuditz recherchieren 20 Schüler*innen der 10. und 11. Klasse in regelmäßigen Projektreffen zu den NS-Euthanasieverbrechen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz. Gemeinsam entstand so die Möglichkeit, die Geschichte der Anstalt in Bezug auf die NS-Euthanasieverbrechen aufzuarbeiten.

Dafür trafen sich die 20 Schüler*innen der zehnten und elften Klasse zu Projekttreffen in regelmäßigem Rhythmus, um, neben den einführenden Untersuchungen zu den Massenverbrechen im Rahmen der sogenannten „Behindertenmorde“ in Deutschland und Sachsen, vor Ort im Museum eingehende Lokalrecherche zu betreiben. Am 15. September 2022 gab es bereits eine erste öffentliche Veranstaltung mit dem Oberbürgermeister sowie der Verwaltungsdirektion des heutigen Krankenhauses in Schkeuditz. Dort wurden erste Ideen zur Schaffung eines Gedenkortes in Altscherbtz besprochen. Die Schüler*innen wollen neben einer Stolperschwelle ebenfalls eine Informationstafel rund um den Altscherbitzer Friedhof schaffen, um auf die NS-Euthanasieverbrechen aufmerksam zu machen.

Die Stolperschwelle wird als Mahnmal an die NS-Verbrechen rund um die Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz dienen. Die Geschichte der Anstalt reicht knapp 150 Jahre zurück. Gegründet wurde sie als „Provinzial-Irrenanstalt Altscherbitz“ im Jahr 1876. Ihr Konzept war für die damalige Zeit hochmodern und das „Offene-Tür-System“ ohne Mauern und Gitter galt als Inbegriff der medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritts. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam der Gedanke der Sterilisation psychisch und körperlicher kranker Menschen auf, welcher auch in Altscherbitz fruchtbaren Nährboden fand. Als am 14. Juli 1933 das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses in Kraft trat, wurden erstmals sieben Frauen aus Altscherbitz zur Sterilisation ins Evangelische Diakonissenhaus nach Halle überführt, woraufhin weitere Sterilisationen folgten. Ab 1940 wurde die Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz zu einer der sogenannten „Zwischenanstalten“, in denen die Menschen zunächst gesammelt und anschließend in Tötungsanstalten geschickt wurden. Der erste Transport aus Altscherbitz im Rahmen der Aktion T4 fand am 1. Juni 1940 statt. Dabei wurden 70 Personen in die Heil- und Pflegeanstalt Brandenburg deportiert und dort in Gaskammern ermordet.

Insgesamt folgten weitere 8 Transporte nach Brandenburg, sodass insgesamt 495 Patient*innen dorthin verbracht und getötet wurden. Nach Schließung der Anstalt in Brandenburg, wurden Patient*innen aus Altscherbitz fortan in die Landesheil- und Pflegeanstalt Bernburg in Sachsen-Anhalt deportiert. Bis zum Ende dieser Phase der „NS-Euthanasie“ wurden nachweislich 1864 Patient*innen aus der Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz getötet. Hunger und Medikamente als Tötungsmittel sind ebenfalls mit der Heil- und Pflegeanstalt Altscherbitz in Verbindung zu bringen. Mindestens 2862 Patient*innen starben durch Hunger und Medikamente als Tötungsmittel entweder in Altscherbitz selbst oder in anderen Einrichtungen durch Transporte aus Altscherbitz. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen.

Ähnlich einem Stolperstein fertigt der Kölner Künstler Gunter Demnig die ein Meter langen und zehn Zentimeter breiten Stolperschwellen an, um sie ebenerdig in den Gehweg einzulassen. Eine Messingplatte auf der Oberseite trägt eine Gravur, welche an die an diesem Ort begangenen Massenverbrechen erinnert. Auch Stolperschwellen verursachen im übertragenen Sinne ein gedankliches Stolpern der Lesenden.

Die Verlegung einer Stolperschwelle ist mit Kosten in Höhe von ca. 2000 Euro verbunden. Da es sich hierbei um ein Projekt der Zivilgesellschaft für die Zivilgesellschaft handelt, wollen wir ausschließlich um private Spenden werben. Wir bitten Sie daher um eine Spende auf folgendes Konto, um dieses wichtige Mahnmal finalisieren zu können:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.

IBAN: DE 94 860 555 92 11 002 798 96

Verwendungszweck: Stolperschwelle Altscherbitz

V.i.S.d.P. Henry Lewkowitz

Spendenquittungen werden selbstverständlich ausgestellt.

Wir danken herzlich für Ihre Unterstützung!

Außerdem möchten wir Sie zur Verlegung der Stolperschwelle am 23.06.2023 um 9:00 Uhr einladen.

 

Unterstützt wird dieses Projekt von der Partnerschaft für Demokratie in Nordsachsen (PfD Nordsachsen) und der Holger Koppe-Stiftung.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

Presse
gepostet am: Donnerstag, 24.11.2022, 11:11 Uhr

Einladung zur Vernissage der neuen Dauerausstellung „Ort der demokratischen Zivilcourage im Wandel der Zeit – Das Erich-Zeigner-Haus“am 16.12.2022

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte,

wir freuen uns sehr, am Freitag, den 16. Dezember 2022, unsere neue Dauerausstellung „Ort der demokratischen Zivilcourage im Wandel der Zeit – Das Erich-Zeigner-Haus“ eröffnen zu können. Zur Vernissage möchten wir Sie/Euch hiermit recht herzlich einladen und würden uns freuen, Sie/Euch um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Haus e. V. in der Zschochersche Straße 21 in Leipzig begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung legt dabei einen besonderen Fokus auf das demokratiepolitische Wirken Prof. Dr. Erich Zeigners, welcher als ehemaliger sächsischer Ministerpräsident (1923) und Leipziger Oberbürgermeister (1945-1949) zu den wohl interessantesten politischen Persönlichkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört. Sowohl sein Einsatz für die Demokratie als sächsischer Justizminister (1921) in der noch jungen Weimarer Republik als auch sein Wirken im Leipziger Rettungswiderstand sind dabei ein noch weitgehend unbekanntes Kapitel in der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion.

Daneben freuen wir uns, durch die Ausstellung einen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung des Erich-Zeigner-Hauses, dessen Lokalgeschichte sowie der aktuellen Demokratiearbeit des Erich-Zeigner-Haus e. V. leisten zu können. Eingerahmt wird die Ausstellung durch einen Begleitband der Autoren Dr. Manfred Hötzel, Dr. Nils Franke und Henry Lewkowitz. Die Grußworte wird Raimund Grafe als Vereinsvorsitzender halten.

Wir freuen uns, wenn Ihrerseits/Eurerseits Interesse zur Teilnahme besteht und wir Sie/Euch am 16. Dezember um 18 Uhr persönlich begrüßen dürfen. Zwecks Planung des Abends freuen wir uns über eine formlose Zusage per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de bis zum 13.12.2022.

Bei Rückfragen steht Ihnen das Team des Erich-Zeigner-Haus e. V. jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch!

 

 

Presse
gepostet am: Donnerstag, 10.11.2022, 14:11 Uhr

Rückblick und Danksagung zur Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Liebe Leipziger Putzpat*innen,

wir als Team des Erich-Zeigner-Haus e.V. möchten uns herzlich bei Euch und Ihnen bedanken. Nicht nur für das Putzen der Stolpersteine und das Abhalten der Mahnwachen am 9. November sind wir überaus dankbar, sondern auch für die beständige Unterstützung, das Zusenden von Bildern sowie das Teilen unserer Gedenkaktion. Von Eurem und Ihrem unglaublichen Engagement sind wir tief berührt und danken allen vielmals!

Wir freuen uns, dass am gestrigen Tage an allen Stolpersteinen und somit an 226 Stellen in Leipzig ein Licht geleuchtet hat und durch Euer und Ihr Engagement die Erinnerung sowie das Gedenken bewahrt wird.

Ebenso haben wir uns sehr über jede*n Teilnehmende*n unserer Gedenkveranstaltung am Dittrichring gefreut, die den wichtigen Worten der Redner*innen Frank Kimmerle, Friedrich Magirius, Christian Wolff und der Kulturamtsleiterin Dr. Anja Jackes zugehört haben.

Rückblickend lässt sich von unserer Seite erfreulicherweise sagen, dass bisher kaum Vorfälle von Störungen der Mahnwachen oder Schändung der Stolpersteine gemeldet wurden. Sollte es doch noch Bedarf an Rücksprache geben, sind wir selbstverständlich per Mail und Telefon zu erreichen. Nochmals möchten wir uns an dieser Stelle für die vielen tollen Bilder bedanken, die uns erreicht haben, welche wir natürlich auch gerne teilen möchten. Unter den Hashtags #keinvergessen #stolpersteine können sicher auch heute noch Bilder der Stolperstein-Putzaktion auf den verschiedenen sozialen Plattformen geteilt werden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden und wünschen Euch und Ihnen alles Gute und beste Gesundheit!

Das Team aus dem Erich-Zeigner-Haus

                  

 

 

Presse
gepostet am: Mittwoch, 09.11.2022, 10:11 Uhr

„Mahnwache und Stolpersteine putzen“ 2022

 

Zum 84. Mal jähren sich am heutigen Tage die Novemberpogrome. In der Nacht vom 09. auf den 10. November im Jahr 1938 verübte das Nazi-Regime, geleitet von ihrer zu tiefst menschenverachtenden Ideologie, im gesamten Deutschen Reich Brandanschläge auf Synagogen, zerstörte Geschäfte, verwüstete Wohnungen und nahm unzähligen jüdischen Menschen das Leben. Daher möchten wir heute gemeinsam den Opfern der Pogrome und der Shoah gedenken und mahnen.

Menschenverachtende Einstellungen sind leider nach wie vor in weiten Teilen der Bevölkerung zu finden, weshalb das Erinnern und Gedenken an die Opfer unverzichtbar ist. Erst am vergangenen Montag haben verschiedene rechtsextreme und neonazistische Gruppierungen zu einem Fackelmarsch um den Ring – vorbei an Stolpersteinen in der nähe der jüdischen Gedenkstätte – aufgerufen.

Umso wichtiger ist es, dem Gedenken an die Opfer in angemessener Art und Weise Ausdruck zu verleihen und auf die menschenverachtenden Verbrechen des Nazi-Regimes aufmerksam zu machen.

Daher ruft der Leipziger Erich-Zeigner-Haus e. V. zum 15. Mal zur gemeinsamen Aktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ auf. Zur Mahnwache wollen wir gemeinsam die Stolpersteine reinigen und eine Kerze entzünden. Die Aktion zielt unter anderem darauf ab, auf die Einzelschicksale aufmerksam zu machen und nicht zu vergessen, wohin menschenverachtende Ideologien wie Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können. Das Eintreten für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage liegt dabei im Bewusstsein für die Vergangenheit begründet. Das Gedenken und Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus darf niemals in den Hintergrund geraten.

Umso mehr freuen wir uns, dass sich auch in diesem Jahr zahlreiche Putzpat*innen an der Aktion beteiligen.

 

Presse
gepostet am: Dienstag, 01.11.2022, 20:11 Uhr

Alle Stolpersteine an Putzpat*innen vergeben – Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Am 9. November findet wieder die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ statt. Sie sind herzlich eingeladen, als Putzpat*innen sich daran zu beteiligen.

Hier finden Sie auch die Putzanleitung und hier den Link für die Anmeldung. In der Tabelle finden Sie auch die Biografien zu den jeweiligen Personen.

Presse
gepostet am: Dienstag, 25.10.2022, 16:10 Uhr

DOCS ON TOUR GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE

In Witzenhausen wird am 27. Oktober um 19:30 Uhr der Film WEM GEHÖR MEIN DORF? von Christoph Eder gezeigt. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Vertreter*innen lokaler Aktionsbündnisse aus Witzenhausen statt.

Weitere Vorstellungen finden statt in:

Angermünde (08.11.), FREIE RÄUME – EINE GESCHICHTE DER JUGENDZENTRUMSBEWEGUNGEN

Witzenhausen (10.11.), HINTERM DEICH WIRD ALLES GUT

Angermünde (11.11.), WEM GEHÖRT MEIN DORF?

Gedenkstätte für die Opfer des KZ- Langenstein-Zwieberge (15.11.), DER ZWEITE ANSCHLAG

Quedlinburg (16.11.), WENN WIR ERST TANZEN

Presse
gepostet am: Freitag, 21.10.2022, 15:10 Uhr

Erich-Zeigner-Haus e.V. veranstaltet Preisverleihung zum Abschluss des sachsenweiten Projekts „Digital präventiv gegen Alltagsrassismus im ländlichen Raum“

Das Projekt „Digital präventiv gegen Alltagsrassismus im ländlichen Raum“ ist seit Januar 2021 Teil des Workshopangebots des Leipziger Erich-Zeigner-Haus e.V. und wird im Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert. Die Workshopreihe hat zum Ziel, Jugendliche und junge Erwachsene für Alltagsrassismus zu sensibilisieren und dem Phänomen so präventiv zu begegnen. Seit Beginn des Projektes wurde der Workshop in insgesamt 11 Städten und Dörfern in den Landkreisen Nordsachsen, Landkreis Leipzig, Landkreis Bautzen, im Erzgebirgskreis, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Stadt Leipzig durchgeführt. In den letzten zwei Jahren setzten sich über 200 Jugendliche und junge Erwachsene aus Gymnasien, Oberschulen, Förderschulen sowie FÖJ-Leistende und Studierende der Berufsakademie Breitenbrunn mit den alltäglichen Formen rassistischer Diskriminierung auseinander.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Phänomen (Alltags-)Rassismus, erstellten die Teilnehmenden außerdem kurze Videoclips, sog. audiovisuelle Kontexte, in denen sie die behandelten Themen selbstständig aufgriffen und filmisch umsetzten. Seit Projektbeginn sind so ca. 35 Videos entstanden, in denen die Teilnehmenden u.a. Themen wie Rassismus in den Medien oder im Sport sowie alltägliche Formen rassistischer Diskriminierung behandelten.

Die im Projekt entstandenen Videos wurden im Rahmen eines Wettbewerbs von einer Jury, bestehend aus Mitarbeitenden des Leipziger Stadtteilprojekts PERSPECTIVES, akribisch begutachtet, diskutiert und anschließend bewertet. „Auf Anfrage des Erich-Zeigner-Hauses sind wir Teil der Jury geworden und freuen uns, das Projekt auf diese Weise unterstützen zu können. Die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit dem Thema Rassismus durch das Medium Film findet wir sehr spannend. Die Vielseitigkeit der Beiträge und Verarbeitung der Inhalte durch die Teilnehmer*innen haben uns beeindruckt“, so Clara Nunes, Mitarbeiterin im Projekt PERSPECTIVES und Jurymitglied.

Die Preisverleihung, bei der die im Projekt entstandenen Videoclips ausgezeichnet wurden, veranstaltete der Erich-Zeigner-Haus e.V. am 08. Oktober 2022 im Werk II in Leipzig. Der 3. Platz ging an Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse aus der Werner-Seelenbinder-Schule Bad Lausick. In ihrem Video „Rassismus in Bad Lausick“ befragten die Jugendliche Bewohner*innen der Kleinstadt zum Thema Rassismus und stellten die Aussagen einem Faktencheck kritisch gegenüber. Der 2. Platz im Wettbewerb ging an Schülerinnen aus einer 11. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha. In dem Film „Alltagsrassismus“ setzten sie sich mit der Repräsentation von People of Color in Werbungen und Produktdesign auseinander. Der 1. Platz ging schließlich an zwei ehemalige FÖJlerinnen, die im Rahmen eines Online-Seminars der SUA Umweltakademie an der Workshopreihe teilnahmen. In ihrem Videoclip „Viele kleine Stiche“ beschäftigten sich die Gewinnerinnen mit der Wirkung von Alltagsrassismus auf Betroffene und wählten hierfür eine literarische sowie kreative Ausdrucksweise. Zuletzt gewann eine Gruppe aus einer 12. Klasse der Neuen Nikolaischule in Stötteritz den Anerkennungspreis für ihr Video „Diskriminierung von Asiaten – ein leises Problem der Gesellschaft“. In dem Video interviewten die Schülerinnen und Schüler einen von Rassismus betroffenen Mitschüler und gaben seinen Erfahrungen in dem Beitrag Raum.

Mit der Preisverleihung findet das Projekt praktisch seinen Abschluss. Diesbezüglich konstatiert die Projektleiterin Emily Bandt: „Für eine nachhaltige Bildungsarbeit gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung ist es jedoch langfristig wichtig, solche Projekte in schulische und außerschulische Regelstrukturen zu integrieren und eine fortwährende und ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen – von der Grundschule bis ins Erwachsenenalter. Dies gilt ebenfalls für die Bildungsarbeit gegen andere Phänomene Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, um letztlich ein gleichberechtigtes, demokratisches Zusammenleben für alle Menschen in unserer Gesellschaft zu stärken.“

Presse
gepostet am: Mittwoch, 12.10.2022, 17:10 Uhr

07.-11.11.2022: VILLA Leipzig -Projekttage für Jugendliche zum Gedenken an den 9.11.

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November organisiert Die VILLA Leipzig im Jugendtreff Projekttage mit verschiedenen Themen und Aktionen rund um Stolpersteine, Gedenken und Erinnerung.

 

Termine
gepostet am: Mittwoch, 12.10.2022, 15:10 Uhr

Digitale Podiumsdiskussion „Heißer Herbst- Gefahr für die Demokratie oder nur heiße Luft?“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Herausforderungen für den aktuellen demokratischen Diskurs“ möchten wir Sie herzlich zur digitalen Podiumsdiskussion „Heißer Herbst- Gefahr für die Demokratie oder nur heiße Luft?“ mit MdL Kerstin Köditz (DIE LINKE) und Dr. phil. Johannes Kiess (ELSE-FRENKEL-BRUNSWIK-INSTITUT für Demokratieforschung in Sachsen) einladen.

Das Narrativ des „Heißen Herbst“ wird seit Ende August/Anfang September immer wieder von linken und rechten Gruppen bedient und vereinnahmt. Zuletzt war dies am 08. Oktober in Berlin zu beobachten, wo etwa 10.000 Menschen dem Demo-Aufruf der AfD unter dem Motto „Unser Land zuerst!“ gegen die Energiepolitik der Bundesregierung folgten. Die Inhalte der Proteste gegen die Teuerungen v.a. von Gas und Strom, aber auch gegen einen „Wirtschaftskrieg“ mit Russland und gegen Waffenlieferungen, mobilisieren dabei teils eine große Anhängerschaft und ein breites Publikum.

Das Gespräch soll ein differenziertes Bild über die aktuellen Protestbewegungen in Leipzig und Sachsen von Seiten rechtspopulistischer Akteur*innen vermitteln und den Fragen auf den Grund gehen, welche Möglichkeiten Staat und Zivilgesellschaft haben, diesen neuen Protesten mit teils gewalttätigen Beteiligten etwas entgegenzusetzen. Zudem soll diskutiert werden, inwiefern eine Gefahr für unseren aktuellen demokratischen Diskurs besteht und wie nachhaltig die neuen Allianzen innerhalb des Demontrationsbündnisses sind.

Bei Interesse können Sie sich bis zum Sonntag, dem 30.10.2022 mit einer formlosen Mail an: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de anmelden. Die Zugangsdaten zur Zoomkonferenz bekommen Sie dann spätestens am Morgen des 01.11.2022 zugesandt.

Was: Digitale Podiumsdiskussion „Heißer Herbst- Gefahr für die Demokratie oder nur heiße Luft?“

Wer: Kerstin Köditz (DIE LINKE) und Dr. phil. Johannes Kiess (ELSE-FRENKEL-BRUNSWIK-INSTITUT für Demokratieforschung in Sachsen), Moderation: Henry Lewkowitz (Geschäftsführer Erich-Zeigner-Haus e.V.)

Wann: Dienstag, den 01.11.2022 um 18:00 Uhr

Die Vortragsreihe wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie: „Leipzig. Ort der Vielfalt“.

Presse
gepostet am: Freitag, 07.10.2022, 14:10 Uhr

Rückschau: Fachtagung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“

Vom 29. bis 30. September 2022 fand unsere Fachtagung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“ in den Räumlichkeiten des Neuen Rathaus erfolgreich statt.

Im Rahmen von Inputs und Workshops näherten sich die Teilnehmer*innen diesem komplexen Thema an. Neben aktuellen Erscheinungsformen, ging es dabei um die Geschichte des Nahostkonflikts, verschiedene politisch und religiös motivierte Formen von Antisemitismus. Ebenso wurden juristische und allgemeine Handlungsstrategien in den Blick genommen.

Zwischendurch war auch Zeit miteinander ins Gespräch zu kommen, sich über Gelerntes auszutauschen und sich zu vernetzen.

Unser Dank gilt an dieser Stelle allen Referierenden für die spannenden und informativen Beiträge, den Teilnehmenden für den regen Austausch und das mitgebrachte Interesse, der Stadt Leipzig für die Räumlichkeiten und die Förderung, der Bürgermeisterin und Beigeordneten für Jugend, Schule und Demokratie Frau Vicki Felthaus für das Grußwort und  dem Team von Wullewupp für die Verpflegung.

Das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V.

Senden Sie uns eine Nachricht