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gepostet am: Donnerstag, 20.01.2022, 10:01 Uhr

15 Personen 1 Entscheidung – Die Wannseekonferenz

Heute vor 80 Jahren kamen 15 Männer zusammen, um über das Schicksal von insgesamt 6 Millionen später ermordeten Jüd:innen und Juden zu entscheiden. Was durch den Chef der Sicherheitspolizei Reinhard Heydrich als eine „Besprechung mit anschließendem Frühstück“ angekündigt wurde, steht heute für eine Veranstaltung, auf welcher die Schrecken und Grausamkeiten der NS-Zeit durch Organisation und Planung genauer konkretisiert wurden.

Die Rede ist von der Wannseekonferenz, welche sich am 20. Januar 1942 mit 15 führenden Vertretern der SS, der NSDAP als auch verschiedener Reichsministerien in der Berliner Villa „Am Großen Wannsee 56-58“ zutrug. Zur Debatte die „Endlösung der Judenfrage“, für die Beantwortung dieser wurde sich 90 Minuten Zeit genommen. Gemeint ist hiermit die Organisation des systematischen Massenmordes an den Jüd:innen und Juden Europas und die damit verbundene arbeitsteilige Zusammenarbeit von Behörden, Beamten und Parteiorganisationen.

Neben anderen Ereignissen ist die Wannseekonferenz fester Bestandteil unserer Erinnerungskultur und dies gilt es auch beizubehalten. Es ist notwendig über die Shoa und die Entscheidungen, welche den Weg zu dieser ebneten, weiterhin aufzuklären und aufzuzeigen, wohin gesellschaftliche und politische Prozesse führen können, wenn sie Wege jenseits von Demokratie und Menschenrechten einschlagen. Wir müssen uns an dieses Ereignis erinnern, als Zeichen des Respekts und der Trauer für die Menschen, welche Opfer des NS-Regimes wurden, und als Mahnung, um weiteren Massenmorden als auch Menschenrechtsverletzungen entgegenstehen zu können.

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gepostet am: Dienstag, 11.01.2022, 9:01 Uhr

Neuer Termin: Die Veranstaltung „Vermessung der Demokratie – Ein Wilhelm-Leuschner-Portrait

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass für den geplanten Wilhelm-Leuschner-Abend am 22. November 2021 ein neuer Termin gefunden wurde!

Am 26. April 2022 findet die Veranstaltung  „Vermessung der Demokratie – Ein Wilhelm-Leuschner-Portrait“ in der naTo um 19:00 Uhr statt!

Ein engagiertes, beeindruckendes Leben in spannender szenischer Inszenierung. Wer war der Mann, der das zivile Netzwerk um das Attentat des 20. Juli 1944 herum aufbaute? Wilhelm Leuschner war der Kopf der Untergrund-Gewerkschaft während der NS-Diktatur.

Jan Upleggern, Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier) präsentieren in spannender szenischer Inszenierung das engagierte Leben einer beeindruckenden Person, die bereits zur Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus zu einer der lautstärksten Verteidiger der deutschen Demokratie zählte.

Eine anschließende Diskussionsrunde setzt sich mit der Bedeutung Leuschners für unsere heutige Zeit auseinander.
Gast: Wolfgang Hasibether (Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth)

Veranstaltungsort:
die naTo
Karl-Liebknecht-Straße 46
04275 Leipzig
https://www.nato-leipzig.de/
Eintritt kostenfrei

Bitte beachten Sie das Hygienekonzept
https://www.nato-leipzig.de/haus/hygienekonzept/

Um Anmeldung wird gebeten
https://leipzig-nordsachsen.dgb.de/
0341-211 09 55

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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gepostet am: Montag, 10.01.2022, 11:01 Uhr

Das Ende der Geduld! – Aufmarsch von rechten Demokratiefeind:innen verhindern!

Es ist Sonntagabend 18:00 Uhr und wie so oft kennt der Aktivismus kein Wochenende.

Anlässlich der zunehmenden wachsenden Corona-Spaziergänge, welche immer Montags in Sachsens Gemeinden und Städten stattfinden und Raum für Verschwörungsideologien und rechte „Querdenkende“ schaffen, haben sich verschiedene Vertreter:innen für Zivilcourage und soziales Engagement digital zusammengefunden, um gemeinsam mit Robert Dobschütz (Herausgeber der LIZ) ins Gespräch zu kommen.

Anwesend waren Gisela Kallenbach, Irena Rudolph-Kokot, Gesine Oltmanns und auch Henry Lewkowitz (Geschäftsführer u. 2. Vorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V.).

Neben den Corona-Spaziergängen diskutieren die Gesprächsteilnehmenden unter anderem das Radikalisierungspotential, welches seit Beginn der Pandemie durch die Demonstrationen deutlich anstieg. Auch die Frage, weshalb auf eben genannten Demos die bürgerliche Mitte problemlos neben Rechtsextremen demonstriert, wurde genauer in den Blick genommen. Henry Lewkowitz hebt hier nochmals deutlich hervor, wie problematisch die Verwendung historisch geprägter Begriffe wie Genozid oder Holocaust im Kontext von Corona und Impfungen ist und wie die falsche Verwendung dieser Begriffe geschichtsrevisionistische Haltungen begünstigt.

Zum Ende des Gesprächs rufen alle Teilnehmenden geschlossen nochmal zur Teilnahme an der Gegenaktion „Das Ende der Geduld“ am heutigen Montag um 17:30 in der Leipziger Innenstadt auf. Die Gegendemonstration will den „Spazierenden“ etwas entgegensetzen, wird unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen stattfinden und wurde durch das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ und die Stiftung „Friedliche Revolution“ organisiert.

Wir, als Teil des Aktionsnetzwerks, können diesen Aufruf nur nochmal unterstreichen und freuen uns, viele bekannte als auch neue Gesichter auf der Gegenaktion heute zu sehen!

Das vollständige Video zum Gespräch finden Sie unter folgendem Link.

 

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gepostet am: Freitag, 07.01.2022, 11:01 Uhr

Aufruf zu Zivilcourage und Gegenprotest!

Immer regelmäßiger treffen sich „besorgte Bürger:innen“ in Sachsens Gemeinden und Städten für sogenannte „Corona-Spaziergänge.“ Spaziert wird hier Seite an Seite mit Neonazis und Rechtspopulist:innen, auch den Aufrufen der rechten Kleinstpartei „Freie Sachsen“ wird folgegeleistet.

Währende die Spaziergänge immer mehr Sichtbarkeit erhalten, Schutz von der Polizei erfahren und die Radikalisierung unter den Spazierenden immer mehr zunimmt, sehen sich Gegenprotestierende mit Platzverweisen und strengen Kontrollen konfrontierte.

Wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. sind Teil des Aktionsnetzwerks „Leipzig nimmt Platz“ und für uns ist es eine Frage von Zivilcourage, gegen die Coronaleugner:innen am nächsten Montag auf die Straße zu gehen.

Deshalb rufen wir, unter den Einschränkungen der Corona-Notfall-Verordnung dazu auf, sich – mit Maske und dem gebotenen Abstand – gegen diese teils offen rechte Mobilisierung zu stellen und deutlich zu machen, dass in Leipzig kein Platz ist für Verschwörungsmythen, Wissenschaftsleugnung, Antisemitismus und Menschenverachtung.

Demonstriert wird am Montag, den 10. Januar 2022 ab 17:30 Uhr in der Leipziger Innenstadt.

Genauere Infos findet ihr auf unserer Facebookseite und der Seite des Aktionsnetzwerks „Leipzig nimmt Platz“.

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gepostet am: Mittwoch, 22.12.2021, 14:12 Uhr

Digital präventiv gegen Alltagsrassismus im ländlichen Raum – Ein Jahresrückblick

Zum Ende des Jahres blicken der Leipziger Erich-Zeigner-Haus e.V. und der Leipzig. Courage Zeigen e.V. auf die erfolgreiche Umsetzung des Projektes „Digital präventiv gegen Alltagsrassismus im ländlichen Raum“ zurück, das im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ seit Anfang 2021 gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche und junge Erwachsene für Alltagsrassismus zu sensibilisieren und dem Phänomen so präventiv zu begegnen. In den vergangenen zwölf Monaten nahmen mehr als 12 Schulen und außerschulische Lernorte aus ganz Sachsen an dem Projekt teil. Dem Erich-Zeigner-Haus e.V. war es dabei ein Anliegen, das Workshopangebot allen Schulformen zu unterbreiten. Mit Erfolg: Das Projekt konnte in diesem Jahr mit eigens entwickelten Konzepten an Förderschulen, Oberschulen, Gymnasien und an der Berufsakademie Breitenbrunn durchgeführt werden. „Der Zuspruch und das Interesse an unserem Workshopangebot freut uns, zeigt aber auch, dass an sächsischen Schulen Handlungsbedarf in Bezug auf Alltagsrassismus und Ungleichwertigkeitsideologien im Allgemeinen besteht“, sagt Emily Bandt, die Projektleiterin. Auch Irena Rudolph-Kokot, die als Vorstandsmitglied des Leipzig. Courage zeigen e.V. tätig ist, merkt an: „Wir freuen uns, dieses Projekt als Kooperationspartner zu unterstützen und somit einen wichtigen Beitrag zur Schwächung von menschenfeindlichen Einstellungen sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum zu leisten“.

Die teilnehmenden Gruppen vertieften im Rahmen der mehrtägig angelegten Workshopreihe ihr Wissen über die Entstehung und Geschichte des Rassismus und tauschten sich in angeregten Diskussionen über den gegenwärtigen Alltagsrassismus sowie eigene Beobachtungen und Erfahrungen aus ihrem Lebensumfeld aus. Im weiteren Verlauf erstellten alle Teilnehmenden kurze Videoclips, sog. „audiovisuelle Kontexte“. So entstanden im Laufe der vergangenen Monate spannende und vielfältig gestaltete Kurzfilme, die Themen wie etwa Rassismus in der Werbung, in verschiedenen Berufsfeldern oder auf institutioneller Ebene aufgreifen. Dies erwies sich als besonders fruchtbar: die Teilnehmenden erstellten die Videos mit viel Engagement und konnten sich durch dieses Medium selbstständig und intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Die Videoclips werden im Oktober 2022 im Rahmen eines landesweiten Wettbewerbs präsentiert, von einer Fachjury bewertet und prämiert.

Für das kommende Jahr sind bereits viele Workshopanfragen eingegangen, doch es gibt noch immer Kapazitäten. Zudem veranstaltet der Erich-Zeigner-Haus e.V. ab Frühjahr 2022 Multiplikator*innenschulungen, um auch Fachkräfte für Alltagsrassismus zu sensibilisieren. „Alltagsrassismus macht auch vor den Lehrer*innenzimmern nicht halt. Uns ist es ein Anliegen Fachkräfte im Umgang mit diskriminierenden Situationen im Schulalltag zu stärken, aber auch kritisch nach eigenen rassistischen Denk- und Handlungsweisen zu fragen“, fasst Henry Lewkowitz als Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V. das Ziel der Schulungen zusammen. Über den Start der Multiplikator*innenschulungen und die Anmeldeformalia informiert der Verein Anfang nächsten Jahres über die Vereinshomepage.

Anfragen zur Teilnahme am Workshopangebot für Schulen und außerschulische Lernorte können fortlaufend über das Anmeldeformular auf der Projekthomepage als auch per Mail an demokratie@erich-zeigner-haus-ev.de gestellt werden.

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gepostet am: Mittwoch, 01.12.2021, 7:12 Uhr

Erinnerung an die eingeführte Kennzeichnungspflicht für Jüdinnen und Juden vor 82 Jahren

Heute ist der 1. Dezember 2021 und wir erinnern uns gemeinsam an die erste eingeführte Kennzeichnungspflicht für Jüdinnen und Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. Vor 82 Jahren, im September 1939 griff das Deutsche Reich Polen an und setzte dort am 1. Dezember 1939 die erste Kennzeichnungspflicht für Jüdinnen und Juden in den von Deutschland besetzten Gebieten um.

Bereits seit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 erfuhren Jüdinnen und Juden wirtschaftliche und gesellschaftliche Ausgrenzung und 1935 wurden sie im Rahmen der Nürnberger Gesetze ihrer Bürgerrechte beraubt. 1941 erreichte die Kennzeichnungspflicht auch das Dritte Reich selbst. Sie zeigt den Übergang zur letzten Stufe der Verfolgung von Jüdinnen und Juden im Deutschen Reich an und steht somit auch im direkten Zusammenhang mit der Ermordung von Jüdinnen und Juden.

Der Beschluss zur öffentlichen Stigmatisierung wurde am 19.9.1941 innerhalb der „Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden“ durch Reinhard Heydrich beschlossen. Diese verpflichtete alle im Deutschen Reich lebenden Jüdinnen und Juden, die das sechste Lebensjahr vollendet hatten, dazu, einen gelben Aufnäher sichtbar auf ihrer linken Brustseite zu tragen. Die Ausgestaltung des sogenannten „Judensterns“ oblag dem ehemaligen Reichspropagandaminister Joseph Goebbels und manifestierte sich in einem gelben Aufnäher, welcher einen sechseckigen Stern zeigte, angelehnt an den Davidstern, welcher den Schriftzug „Jude“ in der Mitte aufwies.

Schauen wir nun in die Pandemiejahre und den sogenannten „Querdenkerdemonstrationen“ zurück, so tauchen wieder Personen mit gelben Aufnähern auf ihrer Kleidung auf Demonstrationen auf. Diese waren mit Worten wie „ungeimpft“ und „ungechipt“ versehen und stellten für Corona-Gegner:innen anscheinend ein „geeignetes“ Ausdrucksmittel zur Bekundung ihres Unmuts über die Corona-Auflagen dar. Tatsächlich steht die Verwendung dieses Aufnähers für eine starke geschichtsrevisionistische Haltung, welche eine Täter-Opfer-Umkehr vollzieht und den Holocaust auf das stärkste verharmlost. Diese Selbststilisierung als Opfer, als „die neuen Juden“ welche die Corona-Leugner:innen vollziehen, ist neben den antisemitischen Verschwörungserzählungen ein fester Bestandteil der Anti-Corona-Bewegung geworden. Die ist zutiefst erschreckend und weisen wir auf das Schärfste zurück!

An solch einem Tag wie heute ist es wichtig, daran zu erinnern, dass die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in keinem Fall mit dem Holocaust und der Zeit des Nationalsozialismus gleichzusetzen sind. Die Verwendung solcher Symbole verzerrt die Realität, verharmlost die Erfahrungen von Opfern der NS-Zeit und bedient antisemitische Ressentiments.

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gepostet am: Mittwoch, 10.11.2021, 14:11 Uhr

„Warum ist die extrem Rechte online (scheinbar) so erfolgreich? – Online-Seminar mit Patrick Stegemann am 24.11.2021

Sie lächeln freundlich von Instagram-Fotos und machen lustige Youtube-Videos. Die extrem Rechten haben ihr Auftreten in den vergangenen Jahren verändert: Sie möchten persönlicher, emotionaler und netter wirken. Ihr Welt- und Menschenbild aber ist nach wie vor reaktionär, anti-liberal und gefährlich. Welche Mechanismen nutzen sie, um ihre Ideen zu verbreiten und wie wirksam sind ihre Strategien?

Diesen Fragen sind die beiden Autoren Patrick Stegemann und Sören Musyal über Jahre nachgegangen. Ihre Recherche führte sie von Undercover-Einsätzen in verdeckten Troll-Servern, über Gespräche mit Aktivisten der rechten Szene bis nach New York und Kalifornien, zu den Tech-Giganten wie Youtube und Facebook.

In einem Online-Seminar über ZOOM gibt Patrick Stegemann am 24. November 2021 von 18:00 bis 20:00 Uhr Einblicke in das gemeinsam mit Sören Musyal verfasste Buch „Die rechte Mobilmachung. Wie radikale Netzaktivisten die Demokratie angreifen“ und verdeutlicht, welche Wechselwirkung Corona und Verschwörungstheorien wie QAnon dabei haben.

Patrick Stegemann studierte Kommunikations- und Sozialwissenschaften in Erfurt, Berlin, Haifa und Kairo. Er ist als Autor, Journalist und Filmemacher tätig und erhielt für die Dokumentation Lösch Dich. So organisiert ist der Hass im Netz unter anderem den Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus.

2020 erschien Musyals und Stegemanns gemeinsames Buch „Die rechte Mobilmachung. Wie radikale Netzaktivisten die Demokratie angreifen“ im Ullstein Verlag.

Die Moderation übernimmt Emily Bandt. Sie ist Kulturwissenschaftlerin und studierte an der Universität Leipzig. Sie arbeitet unter anderem zu den Themenfeldern Rechtsterrorismus sowie Rechtsextremismus und Gender. Seit 2021 ist sie Projektreferentin im Erich-Zeigner-Haus e.V. in Leipzig.

Anmeldungen sind bis zum 21. November über veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de möglich.

Nach Ablauf des Anmeldezeitraums werden die Zugangsdaten versandt. Wir verschicken keine Anmeldebestätigungen, alle Anmeldungen werden berücksichtigt.

Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung!

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gepostet am: Dienstag, 09.11.2021, 9:11 Uhr

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht und die Opfer des Nationalsozialismus

Wir können dankbar sein, für das große Interesse und die enorm große Beteiligung an der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ zum heutigen Tag. Wir wünschen allen eine ehrende und gelingende Gedenkveranstaltung und sind auf Ihre und eure Bilder und Erfahrungen gespannt.

Leider müssen wir aber auch in diesem Jahr einiges Beachten: Zusätzlich zu den bereits geltenden Regelungen (3G, Kontakterfassung, Testpflichten für Mitarbeiter*innen mit direktem Kundenkontakt) gilt ab dem 8.11.2021 u.a. eine Limitierung der Personenzahl bei privaten Zusammenkünften im öffentlichen und privaten Raum auf zehn Personen unabhängig von der Zahl der Hausstände, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres bei der Zählung ebenso wenig berücksichtigt werden müssen wie geimpfte oder genesene Personen.

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gepostet am: Freitag, 05.11.2021, 16:11 Uhr

Ein Jahr nach der Anti-Corona-Demonstration 2020

Am Sonntag jährt sich die große Demonstration der Coronaleugnenden, welche letztes Jahr in Leipzig für polizeiliche Überforderung sorgte und den meisten Leipziger*innen noch lange im Gedächtnis blieb und bleibt. Auf der Anti-Corona-Demonstration kamen letztes Jahr unter anderem Rechtsextreme, Hooligans und Querdenkende zusammen, um gegen die derzeitigen Corona-Regeln zu demonstrieren. Neben den gewalttätigen Auseinandersetzungen, welche sich nach dem Abbruch der Veranstaltung zutrugen und dem Vorgehen der Polizei, welches von Überforderung und Hilflosigkeit geprägt war, war dies auch eine Demonstration, auf welcher antisemitische und geschichtsrevisionistische Haltungen durch das Tragen von gelben Sternen und Vergleichen mit dem Holocaust einen Nährboden fanden.

Gerade solche geschichtsrevisionistischen Haltungen und Denkweisen finden innerhalb unserer heutigen Gesellschaft immer mehr Verbreitung und anscheinend auch Zuspruch. Wir dürfen in keiner Weise akzeptieren, wenn Pandemieregelungen mit der Verfolgung von Jüdinnen* und Juden zur Zeit des Nationalsozialismus verglichen werden und es ist unsere Aufgabe, zu jeder Zeit den Antisemitismus solcher Haltungen aufzuzeigen, um den Opfern der NS-Zeit zu gedenken und anzuerkennen, was ihnen angetan wurde.

Für diesen Samstag, den 06.11.2021 haben Coronaleugnende wieder eine Demonstration angemeldet und wir fordern Sie auf, vielzählig an den Gegendemonstrationen teilzunehmen und den öffentlichen Raum nicht für antisemitische und geschichtsrevisionistische Haltungen und Parolen freizugeben.

Zudem möchte der Erich-Zeigner-Haus e.V. Sie alle dazu aufrufen, uns am 9. November 2021 zu unterstützen und mit uns gemeinsam Stolpersteine zu putzen. An diesem Tag und auch an jedem anderen, bieten die Stolpersteine eine Möglichkeit dezentral allen Opfergruppen des Nationalsozialismus zu gedenken und die Verbrechen der Deutschen aufgedeckt und sichtbar zu lassen.

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gepostet am: Montag, 01.11.2021, 17:11 Uhr

Gemeinsamer Aufruf zu Gegenprotesten: Keine Nazis auf dem Ring – Querdenkenbewegung? Läuft nicht!

Wir schließen uns dem nachfolgenden Aufruf des Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ an und rufen gemeinsam dazu auf, sich am 6. November klar gegen Faschistinnen und Faschisten und rechtsradikaler Gesinnung jeder Couleur zu positionieren.

„Am 6.11.2021 rufen abermals Querdenker:innen und mit ihnen Neonazis und Hooligans dazu auf, nach Leipzig zu kommen. Bundesweit möchte man an die Ereignisse vor einem Jahr erinnern. Als zehntausende Querdenker:innen sich von Neonazis und Hooligans den Weg freischlagen ließen und mit diesen über den Leipziger Ring marschierten, postulierten sie die irre Vorstellung, damit die nächste „friedliche Revolution“ einzuläuten.

War es vor einem Jahr eine große heterogene Bewegung, stellt sich die Situation inzwischen anders dar. Die Bewegung hat sich spürbar radikalisiert und Querdenker:innen beteiligen sich zunehmend an Überlegungen einer völkischen Revolte mit der Zielsetzung einer „neuen nationalen Autorität“. Es ging nie um eine Kritik der Corona-Maßnahmen selbst, es geht um ein beliebiges Objekt, über das man seine Ablehnung der pluralen Demokratie und Verschwörungstheorien transportieren kann.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger zu entschlossenem, friedlichem Protest auf. Wir dulden keine Neonazis und weisen die Vereinnahmung der demokratischen Tradition in Leipzig vehement zurück.“

Geplante Veranstaltungen am 06.11.2021:

  1. Kundgebung DGB / Leipzig nimmt Platz: Augustusplatz ab 15 Uhr.
  2. Demonstrationen zum Augustusplatz jeweils 14:30 Uhr von Connewitzer Kreuz und Rabet.
  3. Fahrraddemo vom Lindenauer Markt zum Augustuspatz, 14:30 Uhr.
  4. Infopunkte ab 15 Uhr: Runde Ecke, kl. Wilhelm-Leuschner-Platz, kl. Willy-Brandt-Platz

Wir bitten wie immer um die Berücksichtigung aller gültigen Auflagen zum Infektionsschutz im Falle einer Teilnahme.

Das Team vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

 

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