Heute vor 81 Jahren: Tag der Befreiung


Am 8. Mai 1945, heute vor 81 Jahren, kapitulierte die Wehrmacht endgültig. Der Tag markierte das Ende des deutschen Vernichtungskrieges, von millionenfacher Verfolgung und des systematischen Massenmords. Der 8. Mai war eine Befreiung für Jüdinnen und Juden, politische Gefangene, Zwangsarbeiter:innen und alle, die vom NS-Regime verfolgt wurden. 

Für die Mehrheit der Deutschen wurde der Tag jedoch als eine Niederlage verstanden. In der BRD prägte dieses Bild für viele Jahre die Erinnerung, während in der DDR ab 1950 der 8. Mai als „Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus“ begangen wurde. Die Bezeichnung als „Befreiung“ wurde in der BRD erst 1985 durch die Rede Richard von Weizsäckers gesellschaftlich etablierter. Jedoch wurde Deutschland nicht vollständig vom Faschismus befreit. 1945 endete zwar das NS-Regime, allerdings gab es zahlreiche Kontinuitäten, die sich vor allem in der Bundesrepublik in vielen Institutionen widerspiegelten.

Mit dem Aufstieg der Neuen Rechten wird die Erinnerung an den 8. Mai zunehmend angegriffen. Wenn die AfD von einem „Tag der absoluten Niederlage“ spricht, meint sie den Zusammenbruch eines Systems, mit dem extrem rechte Kräfte liebäugeln. Diese rechte Geschichtspolitik will relativieren und umdeuten. 

Wir stellen uns gegen das Vergessen und gegen rechte Umdeutung. Erinnerung heißt kämpfen. Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus.