Eine Gedenktafel für Familie Rotter

Nachdem der Erich-Zeigner-Haus e.V. bereits 2018 gemeinsam mit dem DGB-Stadtverband Leipzig den jüdischen Sportverein „SK Bar Kochba Leipzig“ ehrte, soll nun in diesem Jahr ein neues Projekt starten, das sich intensiver mit der Geschichte der jüdischen Familie Rotter befasst. Am Ende des Projektes soll der Familie, deren Oberhaupt, Adolf Rotter, einst den SK Bar Kochba gründete, gedacht werden.

Im Rahmen regelmäßiger Projekttreffen recherchieren daher aktuell Schülerinnen und Schüler des Neuen Nikolaigymnasiums Leipzig zum Schicksal der jüdischen Familie Rotter, die neben dem Verein SK Bar Kochba zudem einen Rauchwarengroßhandel im Leipziger Zentrum betrieb. Betreut vom Erich-Zeigner-Haus e.V. wird die Projektgruppe in den kommenden Wochen weiter an der Auswertung originaler Unterlagen aus dem Leipziger Staatarchiv arbeiten, um die Geschichte der Familie zu rekonstruieren. Mithilfe eines Flyers sollen dann die Spendengelder für die Anfertigung der Gedenktafel zusammengetragen werden, ehe sie dann im Laufe des Jahres eingeweiht werden soll.

Die Inschrift der Gedenktafel soll an jene Familienmitglieder erinnern, die Mitglieder des Vereins waren oder selbigen ebenso wie das Geschäft Adolf Rotters unterstützten. Dies trifft auf den engsten Familienkreis zu und umfasst die Ehefrau Adolf Rotters, Eugenie Rotter (geb. Hein), sowie ihre vier gemeinsamen Söhne – Joseph, Curt, Otto und Fritz Egon Rotter.

Da die Gedenktafel zudem das Engagements und die Arbeit der Familie ehren soll, wird die Gedenktafel an der Fassade eines Gebäudes befestigt werden, das heute auf dem Grundstück des ehemaligen Rauchwarengeschäftes der Familie Rotter befindlich ist. Die feierliche Einweihung der Gedenktafel ist aktuell für den Spätsommer 2020 geplant und wird, sofern möglich, in der Gedenkwoche für jüdische Bürger vom 24. Juni bis 02. Juli unter der Adresse „Brühl 33“ in Leipzig stattfinden.

 

Materialien für die Projektarbeit:

Arbeitsblatt zum Thema Stolpersteine.pdf

 

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem DGB-Stadtverband durchgeführt und von der Holger-Koppe-Stiftung gefördert.