Ein Stolperstein für Irma Faber

Im Frühjahr 2020 hat erneut ein Stolpersteinprojekt in Zusammenarbeit mit der Oberschule am Adler in Leipzig begonnen. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassenstufe soll im Rahmen dieses Projektes der historisch-politischen Bildungsarbeit das Schicksal der Jüdin Irma Faber rekonstruiert und durch die Verlegung eines Stolpersteines im Frühjahr 2021 bedacht werden.

Irma Faber wurde am 03.01.1902 geboren, besaß die deutsche Staatsangehörigkeit und war Jüdin. In Leipzig wuchs sie auf und arbeitete als Kontoristin. Nachdem man ihr den „Umgang mit Ariern“ vorwarf, der jüdischen MitbürgerInnen untersagt war, musste sie vom 05.08. bis zum 18.09.1942 eine Haftstrafe verbüßen. Am 17. Februar 1943 wurde Irma nach Berlin gebracht und mit dem sogenannten „Osttransport 30“ nach Auschwitz deportiert. Im Konzentrations- und Vernichtungslager von Auschwitz kam sie noch im gleichen Jahr zu Tode.

Im Laufe des nun bevorstehenden Schuljahres werden die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Adler nun im Rahmen regelmäßig stattfindender Projekttreffen die individuelle Biografie von Irma Faber rekonstruieren und ihre Verfolgung nachvollziehen. Geplant sind zudem Exkursionen ins Leipziger Staatsarchiv zur Einsicht der originalen NS-Akten, sobald die Archive wieder zur Akteneinsicht geöffnet werden. Darüber hinaus werden die am Projekt teilnehmenden Jugendlichen im Laufe des Projektes Allgemeines zu den Themen Rassismus und Antisemitismus lernen, grundlegendes Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust erhalten und sich mit der Bedeutung von Erinnerungskultur befassen.

 

Materialien für die Projektarbeit:

Arbeitsblatt zum Thema Stolpersteine.pdf

 

 

Das Projekt wird gefördert vom Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ durch den Freistaat Sachsen

.