Neue Stolpersteine am 11. März 2026 in Leipzig verlegt

Am Mittwoch, dem 11. März haben wir gemeinsam mit Jugendlichen aus Leipzig und Schkeuditz an zwei Orten sechs neue Stolpersteine verlegt.

In der Reichsstraße 14 erinnern nun fünf Stolpersteine an die jüdische Familie Steinfeld. Im Oktober 1938 wurde sie nach Polen ausgewiesen und lebte fortan in der Stadt Sosnowice, wo später ein jüdisches Ghetto errichtet wurde. Die SS verschleppte 1943 Jonas, Peppi und Evelyn vermutlich nach Auschwitz und Heinz Steinfeld in das KZ Groß-Rosen. Die Tochter Ruth entkam 1938 der Abschiebung, musste in einem KZ-Außenlager Zwangsarbeit leisten und überlebte als einzige das Kriegsende. Seit Sommer 2024 beschäftigen sich 23 Schüler:innen der 11. Klassen des Gymnasiums Schkeuditz mit den Biografien. Das Projekt knüpfte an eine Studienfahrt an, die die Jugendlichen in die Gedenkstätte Groß-Rosen unternahmen. 

Jugendliche der U15-Mannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig recherchierten im Rahmen ihres Trainingslagers im Herbst 2024 das Schicksal von Leon Dressler. Dieser war Rechtsanwalt und Fußballspieler des VfB Leipzig und Bar Kochba Leipzig. Dressler wurde von den Nationalsozialisten im Zuge der Novemberpogrome verhaftet und in das KZ Buchenwald deportiert. Nach seiner Freilassung gelang ihm im Dezember 1938 die Flucht ins Exil. Der Stolperstein wurde vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der Trufanowstraße 34 verlegt.

Neben den Verlegungen in unserer Patenschaft fanden am selben Tag noch fünf weitere statt. Der Überblick und die Biografien sind bei der AG Stolpersteine Leipzig zu finden: https://stolpersteine-leipzig.de/download/einladung_stolpersteine_2026_maerz_11.pdf