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gepostet am: Freitag, 18.10.2019, 14:10 Uhr

Stolpersteinverlegungen am 29.11.2019

Wir laden herzlich zu den vereinseigenen Verlegungen der 5 Stolpersteine am 29.11.2019 in Schkeuditz, Störmthal und Leipzig ein.

Die ersten 3 Stolpersteine für Euthanasieopfer in Schkeuditz werden gemeinsam mit dem Gymnasium Schkeuditz verlegt. Die Verlegung wird am 29.November um 9:00 Uhr stattfinden. Der Stein für Charlotte Rohde (am 18.04.1894 in Leipzig-Gohlis geboren) wird in der Weststraße 4 verlegt. Der Stein für Georg Fritzsche (am 10.10.1902 in Schkeuditz geboren, Sohn des Schriftstellers Franz Otto Fritzsche) wird in der Herderstraße 11 verlegt.
Der dritte und letzte Stein wird in der Schillerstraße 9 für Ernst Hennig (am 22.12.1878 in Medingen/Großenhain geboren) verlegt.

Weitere Informationen über das Projekt, als auch zu den Biografien über die einzelnen Personen, gibt es hier.

 

Im Anschluss wird ein Stolperstein der Schüler*innen der Geschwister-Scholl-Schule Liebertwolkwitz verlegt. Diese findet am 29. November um 11:30 Uhr in der Dorfstraße 30 in Störmthal statt. Verlegt wird ein Stein für Heinz Geidel, ein weiteres Opfer der NS-Euthanasie. Er ist am 10.11.1912 geboren und zog später von Leipzig mit seiner Familie nach Störmthal.

Weitere Informationen zu diesem Stolpersteinprojekt gibt es hier.

Um 13 Uhr beginnen dann die Stolpersteinverlegungen in Leipzig. Unser vereinseigenes Projekt mit den Schülern des Reclamgymnasiums startet um 14:15 Uhr vor der Sporthalle Brüderstraße 14, ehemalige Turnerstraße 9. Verlegt wird dieser Stein für den verfolgten Homosexuellen Werner Kähler, er ist am 18. November 1912 geboren, gehörte der evangelischen Religion an und wohnte zunächst in Hamburg.

Nähere Informationen zu der Biografie von Werner Kähler gibt es hier.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher*innen!

 

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gepostet am: Mittwoch, 18.09.2019, 11:09 Uhr

„Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ am 8. November

Durch Patenschaften an der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ teilnehmen

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 12. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ auf. In diesem Jahr fällt der 9. November auf den Sabbat – damit auch die Mitglieder der Israelitischen Religionsgemeinde sich an den Gedenkaktionen beteiligen können, finden alle Veranstaltungen und auch das Stolpersteine Putzen am Freitag den 8. November statt. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Dafür rufen wir auf, eine Patenschaft für Stolpersteine zu übernehmen und am 8. November an die Opfer zu erinnern und Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf der Gedenkveranstaltung „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ des 9. Novembers 2018 finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte/9. November. Hier können Sie sich auch über das Anmeldeformular als Pate/Patin eintragen.

 

 

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gepostet am: Dienstag, 17.09.2019, 10:09 Uhr

Mythos „Volk ohne Raum“ – Von der Weimarer Republik bis heute

Vortrag und Podiumsdiskussion am 22.11.2019 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referent Andreas Speit (taz)

Den Begriff „Volk ohne Raum“ beeinflusste der völkische Schriftsteller Hans Grimm mit seinem gleichnamigen Roman, der 1926 erschienen ist. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er zur Schullektüre und legitimierte den verbrecherischen Angriffskrieg Deutschlands auf Osteuropa. Heute wird diese Denkfigur „Volk ohne Raum“ von RechtsextremistInnen verwendet, um die Zuwanderung nach Deutschland zu kritisieren. Das Boot sei voll, so die Botschaft. Der Vortrag geht anlässlich des in diesem Jahr angemessenen Rückblicks auf die Weimarer Republik Denkfiguren nach, die damals geschaffen wurden und heute noch im Rechtsextremismus anschlagen.

Andreas Speit studierte Sozialwissenschaften und schloss sein Studium 1996 erfolgreich als Diplom-Sozialökonom ab. Er ist freier Journalist und schreibt seit 1991 für die „Taz“, unter anderem über rechte Esoterik, intellektuellen Rechtsextremismus, Deutschnationalismus und militanten Neonazismus. Der Hamburger Journalist engagiert sich im Bereich politischer Bildung sowie Aufklärungsarbeit.

Raimund Grafe, der Vorstandsvorsitzende des Erich-Zeigner-Haus e.V., wird die Veranstaltung moderieren.

 

Der Eintritt ist frei.

 

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gepostet am: Dienstag, 17.09.2019, 10:09 Uhr

Weißer Kittel = weiße Weste? NS-Mediziner in DDR und BRD: Das Beispiel Pathologie

Vortrag und Diskussion am 11.10.2019 von 18:00 bis 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referent PD Dr. Nils M. Franke

Mit Ende des zweiten Weltkrieges galt es im Zuge der sogenannten „Entnazifizierungsmaßnahmen“, festzustellen, wer an den Gewalttaten des NS-Regimes mitgewirkt hatte und diese Personen aus ihren Ämtern zu entlassen. Insbesondere Mediziner hatten zu großen Teilen der NSDAP angehört, waren SS- oder SA-Mitglieder gewesen. Schlägt man in dem Standardwerk von Ernst Klee „Wer war was vor und nach 1945“ nach, begegnet man vielen ihrer Namen. Im Gesundheitswesen der DDR legten zahlreiche Ärzte mit NS-Vergangenheit dennoch erneut den weißen Kittel an und gaben ihn als ihre „weiße Weste“ aus. Der Vortrag behandelt dieses Phänomen am Beispiel der speziellen Gruppe der Pathologen.

PD Dr. Nils M. Franke ist Kulturwissenschaftler sowie Historiker und analysiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büros Leipzig seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens.

Gloria Pfister absolvierte von September 2018 bis August 2019 ihr FSJ-Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. und ist aktuell als freie Mitarbeiterin im Verein tätig.

 

Der Eintritt ist frei.

 

 

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gepostet am: Montag, 16.09.2019, 12:09 Uhr

„Lasst uns reden!“ – Buchpräsentation und Diskussion

Diskussion und Buchpräsentation am 16.10.2019 von 19.00 bis 21.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung findet eine Buchvorstellung durch die Autoren Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring und Dr. Dietmar Molthagen statt, an deren Anschluss zur Diskussion geladen wird. Dabei geht es vor allem um die Inhalte des Buches mit dem Titel „Lasst uns reden!“, welches sich inhaltlich mit dem Gelingen von Kommunikation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzt.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Matthias Eisel, den Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, werden Frank Richter, Mitglied des Sächsischen Landtages, und Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V., ein Gespräch sowie eine Diskussion mit dem Publikum anleiten.
Dabei soll es darum gehen, wie insbesondere bei ambivalenten Gesprächsthemen konstruktiver Austausch stattfinden kann und welche Möglichkeiten es gibt, eventuelle Hürden diesbezüglich zu überwinden. Als Beispielthemen herangezogen und besprochen werden u.a. Themen wie „Einwanderung“, „Gender“, „Ungleichheit“ oder „Nationale Identität“.

Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnörig ist Kommunikationswissenschaftlerin an der HTW Berlin und Autorin des Buches „Lasst uns reden!“
Dr. Dietmar Molthagen kommt von der Friedrich-Ebert-Stiftung, ist Mitautor des Buches und moderiert die Veranstaltung.

Also „lasst uns reden“ am 16.10.2019!

Der Eintritt ist wie immer frei.

Für die Planung der Veranstaltung wäre eine Voranmeldung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung hilfreich.
Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen, Burgstraße 25, 04109 Leipzig
Mail: sachsen@fes.de
Tel.: 0341 – 9602431
Fax: 0341 – 9605091

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gepostet am: Montag, 19.08.2019, 17:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2019

Auch in diesem Jahr öffnen wir in Leipzig-Plagwitz wieder unsere Türen für interessierte Besucher*innen zum Tag des offenen Denkmals.

Am Sonntag, den 08. September, können zu diesem Anlass die ehemaligen Wohn- und Arbeitsräume Erich Zeigners, die heute dem Erich-Zeigner-Haus e.V. als Vereins- und Veranstaltungsräume dienen, besichtigt werden. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig (1945-1949) unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangzimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangzimmer organisierte Zeigner den Leipziger Rettungswiderstand und schützte damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung. 

Führungen durch alle Räumlichkeiten finden kostenlos und stündlich von 10 bis 15 Uhr statt. Hintergründe zu der politisch bewegten Zeit, in der Erich Zeigner das Haus bewohnte, zur Geschichte des Hauses und zur Person Zeigners werden in den Führungen erläutert.

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gepostet am: Freitag, 02.08.2019, 11:08 Uhr

Strukturelle Gründe für Rechtspopulismus: Kultur, Ökonomie oder Facebook?

Vortrag am 20.08. um 19.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Eine Veranstaltung des AK Neue Ökonomik Leipzig

„Menschen, welche die AfD wählen, zählen zu den wirtschaftlich „Abgehängten“. Wir müssen etwas gegen Ungleichheit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse tun, um dem entgegen zu wirken!“
„Stimmt nicht! Rechtspopulistische Wähler*innen sind einfach fremdenfeindlich und rassistisch. Sie kommen mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht klar, mit Wirtschaft hat das nichts zu tun!“
„Stimmt auch nicht! Rechte Parteien beherrschen soziale Netzwerke und framen die mediale Berichterstattung. Filterblasen und Facebook sind das Problem!“

Es existiert eine Vielzahl an Erklärungen für den Erfolg rechter Parteien in Deutschland, Europa und der Welt. Doch wer hat am Ende recht? Und was sagt die wissenschaftliche Forschung dazu?
Dieser Vortrag versucht das Dickicht zu lichten und die zahlreichen gängigen Erklärungsansätzen für rechte Wahlerfolge zusammenzubringen, einzuordnen und kritisch auszuwerten.
Der Vortrag ist in einfacher Sprache gehalten, basiert auf wissenschaftlich fundierter und fächerübergreifender Forschung und kann als Grundlage für eine hoffentlich spannende Diskussion dienen!

Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, der Jungen GEW Sachsen und ver.di Jugend Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

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gepostet am: Donnerstag, 18.07.2019, 12:07 Uhr

Leipzig, Stadt der „Wende“. Dominiert die „Friedliche Revolution“ die Erinnerungskultur in Leipzig auf Kosten der Erinnerung an den Nationalsozialismus?

Diese Veranstaltung entfällt!

Streitgespräch und Diskussion am 20.09.2019 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V.

Referenten: Prof. Dr. Ulrich Brieler, Dr. Bertram Triebel

Leipzig ist die Stadt der „Friedlichen Revolution“. Dieser Titel ist historisch angemessen und berechtigt. Doch verdrängt der stolze Rückblick auf dieses Ereignis die Erinnerungskultur an weniger erbauliche Ereignisse? Wie verhielten sich die LeipzigerInnen in der Zeit des Nationalsozialismus? Wie war der Umgang mit Juden, Sinti und Roma oder den vielen ZwangsarbeiterInnen in der Stadt? Brauchen wir hier eine Schwerpunktverschiebung in der Erinnerungskultur?

Prof. Dr. Ulrich Brieler studierte Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Bochum. Seit 1992 lebt er in Leipzig und ist im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters tätig. Zudem ist er Honorarprofessor am Institut für Philosophie der Universität Leipzig.

Dr. Bertram Triebel ist promovierter Historiker. In Leipzig und Nancy studierte er Geschichte, Politik und Journalistik. Er ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort forscht er noch bis 2020 zum Thema „Thüringer Hochschulen und Universitäten in der DDR nach der dritten Hochschulreform – Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik unter den Bedingungen des Staatssozialismus“.

Henry Lewkowitz ist geschäftsführender 2. Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V. und moderiert die Veranstaltung.

Der Eintritt ist frei.

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gepostet am: Mittwoch, 17.07.2019, 11:07 Uhr

Was kann Politik heute (noch) aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts lernen?

Podiumsdiskussion am 06.09.2019 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Referenten: Prof. Dr. Peter Porsch, Prof. Dr. Bernd Faulenbach

Die SPD hat ihre parteiinterne Historische Kommission aufgelöst. Die älteste im Bundestag vertretene Partei verzichtet damit auf eine konkrete Auseinandersetzung mit der Geschichte. Als Grund wurden finanzielle Einsparungszwänge angegeben. Ist das ein Ausdruck von Geschichtsvergessenheit? Und kann sich eine Partei, die die Bundesrepublik Deutschland historisch in wichtigen Phasen entscheidend mitprägte, Geschichtsvergessenheit leisten?

Prof. Dr. Peter Porsch, geboren 1944 in Wien, studierte Germanistik und Anglistik zunächst in Wien, im Anschluss Germanistik und Politologie an der Freien Universität Berlin. An der Universität Leipzig lehrte er unter anderem Dialektologie und Soziolinguistik.  Als Mitglied der PDS und deren Nachfolgerpartei Die Linke war er von 1990 bis 2009 Abgeordneter im sächsischen Landtag. Von 1997 bis 2001 war er Vorsitzender der PDS Sachsen. Aktuell ist er Vorstandsvorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Prof. Dr. Bernd Faulenbach, geboren 1943 in Pommern, ist Historiker und Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum. Er schloss ein Studium der Geschichtswissenschaft, Germanistik, Politikwissenschaft, Philosophie sowie Pädagogik ab. Dr. Faulenbach gehörte verschiedenen Kommissionen des Bundes und der Länder sowie Stiftungen, Museen und Gedenkstätten an. Von 1989 bis zu deren Auflösung im Jahr 2018 war er Vorsitzender der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand. Derzeit ist er der Vorsitzende des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie.“

Dr. Nils Franke moderiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büros Leipzig die Veranstaltung.

 

 

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gepostet am: Freitag, 14.06.2019, 12:06 Uhr

„Verfemte Musik“

Konzert von 18.00 bis 19.30 Uhr mit dem DuoWaltherBosch im historischen Musikzimmer Erich Zeigners

Vom 23. bis zum 30. Juni 2019 findet in Leipzig die „Jüdische Woche“ statt, zu der die Stadt Leipzig seit dem Jahre 1992 Interessierte und insbesondere ehemalige Leipzigerinnen und Leipziger jüdischen Glaubens aus verschiedenen Ländern weltweit einlädt. Das diesjährige Motto lautet „L’dor v’dor – Von Generation zu Generation“. Für eine Woche wird jüdische Kunst und Kultur in Leipzig erlebbar sein. Mit Konzerten, Lesungen, Filmen, Zeitzeugengesprächen, Theater und Tanz können die Besucherinnen und Besucher in jüdisches Leben, Alltag und Festtage, in Religion und Kunst eintauchen. Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. beteiligt sich in diesem Jahr erstmalig am Programm der Jüdischen Woche.

Im neunzigminütigen Konzert von Cornelia Walther und Vanessa Bosch werden im authentischen Ambiente und am historischen Flügel von Erich Zeigner Werke der „verfemten Musik“ präsentiert. Sie stellen die im Nationalsozialismus verbotenen Musikstücke jüdischer Musikerinnen und Musiker dar, die im Konzert wieder ins Gedächtnis gebracht werden sollen. Anhand der Vorstellung dieser ausgewählten Werke soll den Gästen die jüdische Verfolgung unter der Herrschaft der Nationalsozialisten deutlich gemacht werden, um diese nicht zu vergessen und, besonders in Anbetracht des heutigen Antisemitismus, davor zu mahnen. Die beiden Künstlerinnen Cornelia Walther (Violoncello) aus Frankfurt und Vanessa Bosch (Klavier) aus Graz gehen gemeinsam als DuoWaltherBosch einer regen Konzerttätigkeit nach, im Rahmen derer sie auch schon mit dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut sowie der Henry und Emma Budge-Stiftung kooperierten.

Erich-Zeigner-Haus e.V.

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