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Termine
gepostet am: Donnerstag, 12.01.2023, 14:01 Uhr

Zwischen Davidstern und roter Fahne. Buchvorstellung.

Leipzig, 1. Februar, Mittwoch, 18.00 Uhr

Lesung & Gespräch

Zwischen Davidstern und roter Fahne. Buchvorstellung.

Mit Michael Uhl (Autor und Historiker)

Eine Veranstaltung der RLS Sachsen in Kooperation mit der VVN-BdA Leipzig e.V. und dem Erich-Zeigner-Haus e.V.

Bibliothek Plagwitz “Georg Maurer”, Zschochersche Strasse 14, 04229 Leipzig

 

Der Historiker Michael Uhl (Tübingen) stellt in Wort und Bild seine 2022 im Schmetterling Verlag erschienene Biografie der jüdischen Krankenschwester Betty Rosenfeld vor, die als Freiwillige der Internationalen Brigaden am Spanischen Bürgerkrieg teilnahm und als Flüchtling in Frankreich den aus Leipzig stammenden Spanienkämpfer Sally Wittelson kennenlernte (für den 2021 in der Endersstraße ein Stolperstein verlegt worden ist). Im Sommer 1942 wurde das Paar gemeinsam nach Auschwitz deportiert.

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

Presse
gepostet am: Mittwoch, 11.01.2023, 14:01 Uhr

Erinnerungskulturelles Theaterprojekt „stolpern“ zu Gast im Theater der jungen Welt

»stolpern« ist ein theaterpädagogisches Kooperationsprojekt zwischen der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin und dem Piccolo Kinder- und Jugendtheater Cottbus. Über mehrere Monate hinweg arbeiten die Theaterpädagogin Mai-An Nguyen und der stellvertretende Theaterleiter des Piccolo Theaters Matthias Heine zusammen mit Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren zum Thema Rechtsruck. Ausgangspunkt für das städteübergreifende künstlerisch-partizipative Format sind die »Stolpersteine«, eine Arbeit des Künstlers Gunter Demnig, mit der er an in der NS-Zeit verfolgte Menschen erinnert.

Nach Vorstellungen und Gastspielen in Berlin, Cottbus, Weimar und Senftenberg, wird das Theaterstück am 03. Februar 2023 um 19:30 Uhr nun auch in Leipzig im Theater der jungen Welt aufgeführt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kartenvorbestellung finden Sie hier: https://www.theaterderjungenweltleipzig.de/wann-und-was/stueckdetail/stolpern

Workshop | 01. / 02. Februar

Zusätzlich zu dem Theaterabend gibt es die Möglichkeit am 01. oder 02. Februar einen inszenierungsvorbereitenden Workshop zu vereinbaren. In diesen vierstündigen Workshops für Gruppen ab 12 Personen setzen wir uns ganz persönlich mit den zentralen Konflikten der Inszenierung auseinander und probieren spielerisch verschiedene theatrale Mittel und Wirkungsweisen der Inszenierung »stolpern «aus. Mit geschärften Sinnen können diese dann in der Vorstellung wiederentdeckt werden. Der Workshop findet in den Räumlichkeiten des Leipziger Erich-Zeigner-Haus e.V. statt: Zschochersche Straße 21, 04229 Leipzig.

Workshop Anmeldung über: Mai-An Nguyen (Leitung Theaterpädagogik Schaubühne Berlin) – MNguyen@schaubuehne.de

Förderer: Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) & Bildungsagenda NS-Unrecht des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)

Schaubühne am Lehniner Platz Berlin „stolpern. Ein theaterpädagisches Projekt“. Premiere am Piccolo Kinder- und Jugendtheater, Cottbus am 10. Juni 2022 Premiere an der Schaubühne, Berlin am 17. Juni 2022

© Gianmarco Bresadola, 2022

Termine
gepostet am: Montag, 05.12.2022, 10:12 Uhr

Einladung und Anmeldung digitale Vorstellung und offene Diskussion zur Leipziger Autoritarismus-Studie 2022

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Herausforderungen für den aktuellen demokratischen Diskurs“ möchten wir Sie herzlich zur digitalen Vorstellung der Leipziger Autoritarismus-Studie 2022 mit anschließender Diskussion und offenem Gespräch einladen. Frau Charlotte Höcker (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Else-Frenkel-Brunswik-Institut) wird die Studie und Ihre Ergebnisse vorstellen, vor allem mit einem Augenmerk auf Antifeminismus und Geschlechterdemokratie. Moderiert wird die Veranstaltung von PD Dr. Nils M. Franke (Wissenschaftliches Büro Leipzig).

Seit 2002 erscheint in einem Zwei-Jahres-Rhythmus die Leipziger Autoritarismus-Studie, die anhand von empirischen Erhebungen die Verbreitung extrem rechter Einstellungen in der „Mitte“ der Gesellschaft untersucht.

Die Studie ist heute ein elementarer Bestandteil der Rechtsextremismusforschung und ein wichtiger Beitrag zur Untersuchung politischer Einstellungen in Deutschland.

Bei Interesse können Sie sich bis zum Sonntag, dem 11.12.2022 mit einer formlosen Mail an: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de anmelden. Die Zugangsdaten zur Zoomkonferenz bekommen Sie dann spätestens am Morgen des 12.12.2022 zugesandt.

Was: Digitale Vorstellung und offene Diskussion zur Leipziger Autoritarismus-Studie 2022

Wer: Charlotte Höcker (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Else Frenkel-Brunswik Institut), Moderation PD Dr. Nils M. Franke (Wissenschaftliches Büro Leipzig)

Wann: Dienstag, den 13.12.2022 um 18:00 Uhr

Die Vortragsreihe wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie: „Leipzig. Ort der Vielfalt“.

Presse
gepostet am: Donnerstag, 24.11.2022, 11:11 Uhr

Einladung zur Vernissage der neuen Dauerausstellung „Ort der demokratischen Zivilcourage im Wandel der Zeit – Das Erich-Zeigner-Haus“am 16.12.2022

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Interessierte,

wir freuen uns sehr, am Freitag, den 16. Dezember 2022, unsere neue Dauerausstellung „Ort der demokratischen Zivilcourage im Wandel der Zeit – Das Erich-Zeigner-Haus“ eröffnen zu können. Zur Vernissage möchten wir Sie/Euch hiermit recht herzlich einladen und würden uns freuen, Sie/Euch um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des Erich-Zeigner-Haus e. V. in der Zschochersche Straße 21 in Leipzig begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung legt dabei einen besonderen Fokus auf das demokratiepolitische Wirken Prof. Dr. Erich Zeigners, welcher als ehemaliger sächsischer Ministerpräsident (1923) und Leipziger Oberbürgermeister (1945-1949) zu den wohl interessantesten politischen Persönlichkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört. Sowohl sein Einsatz für die Demokratie als sächsischer Justizminister (1921) in der noch jungen Weimarer Republik als auch sein Wirken im Leipziger Rettungswiderstand sind dabei ein noch weitgehend unbekanntes Kapitel in der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion.

Daneben freuen wir uns, durch die Ausstellung einen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung des Erich-Zeigner-Hauses, dessen Lokalgeschichte sowie der aktuellen Demokratiearbeit des Erich-Zeigner-Haus e. V. leisten zu können. Eingerahmt wird die Ausstellung durch einen Begleitband der Autoren Dr. Manfred Hötzel, Dr. Nils Franke und Henry Lewkowitz. Die Grußworte wird Raimund Grafe als Vereinsvorsitzender halten.

Wir freuen uns, wenn Ihrerseits/Eurerseits Interesse zur Teilnahme besteht und wir Sie/Euch am 16. Dezember um 18 Uhr persönlich begrüßen dürfen. Zwecks Planung des Abends freuen wir uns über eine formlose Zusage per Mail an veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de bis zum 13.12.2022.

Bei Rückfragen steht Ihnen das Team des Erich-Zeigner-Haus e. V. jederzeit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren/Euren Besuch!

 

 

Termine
gepostet am: Mittwoch, 12.10.2022, 15:10 Uhr

Digitale Podiumsdiskussion „Heißer Herbst- Gefahr für die Demokratie oder nur heiße Luft?“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Herausforderungen für den aktuellen demokratischen Diskurs“ möchten wir Sie herzlich zur digitalen Podiumsdiskussion „Heißer Herbst- Gefahr für die Demokratie oder nur heiße Luft?“ mit MdL Kerstin Köditz (DIE LINKE) und Dr. phil. Johannes Kiess (ELSE-FRENKEL-BRUNSWIK-INSTITUT für Demokratieforschung in Sachsen) einladen.

Das Narrativ des „Heißen Herbst“ wird seit Ende August/Anfang September immer wieder von linken und rechten Gruppen bedient und vereinnahmt. Zuletzt war dies am 08. Oktober in Berlin zu beobachten, wo etwa 10.000 Menschen dem Demo-Aufruf der AfD unter dem Motto „Unser Land zuerst!“ gegen die Energiepolitik der Bundesregierung folgten. Die Inhalte der Proteste gegen die Teuerungen v.a. von Gas und Strom, aber auch gegen einen „Wirtschaftskrieg“ mit Russland und gegen Waffenlieferungen, mobilisieren dabei teils eine große Anhängerschaft und ein breites Publikum.

Das Gespräch soll ein differenziertes Bild über die aktuellen Protestbewegungen in Leipzig und Sachsen von Seiten rechtspopulistischer Akteur*innen vermitteln und den Fragen auf den Grund gehen, welche Möglichkeiten Staat und Zivilgesellschaft haben, diesen neuen Protesten mit teils gewalttätigen Beteiligten etwas entgegenzusetzen. Zudem soll diskutiert werden, inwiefern eine Gefahr für unseren aktuellen demokratischen Diskurs besteht und wie nachhaltig die neuen Allianzen innerhalb des Demontrationsbündnisses sind.

Bei Interesse können Sie sich bis zum Sonntag, dem 30.10.2022 mit einer formlosen Mail an: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de anmelden. Die Zugangsdaten zur Zoomkonferenz bekommen Sie dann spätestens am Morgen des 01.11.2022 zugesandt.

Was: Digitale Podiumsdiskussion „Heißer Herbst- Gefahr für die Demokratie oder nur heiße Luft?“

Wer: Kerstin Köditz (DIE LINKE) und Dr. phil. Johannes Kiess (ELSE-FRENKEL-BRUNSWIK-INSTITUT für Demokratieforschung in Sachsen), Moderation: Henry Lewkowitz (Geschäftsführer Erich-Zeigner-Haus e.V.)

Wann: Dienstag, den 01.11.2022 um 18:00 Uhr

Die Vortragsreihe wird gefördert von der Partnerschaft für Demokratie: „Leipzig. Ort der Vielfalt“.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 21.09.2022, 15:09 Uhr

Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ 2022

Durch Putzpatenschaften ein Zeichen setzen! 

Hier finden Sie die neuesten Informationen.

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 15. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Mit Ihnen wollen wir gemeinsam der Menschen gedenken, die Opfer des faschistischen Regimes geworden sind. Durch die Stolpersteine wurden ihre Namen der Vergessenheit entzogen – nun wollen wir diese durch die Putzaktion in der Gesellschaft wieder sichtbar machen.

Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Im Rahmen einer deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich am 9. November zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Putzen der Stolpersteine.

Neben dem gewünschten Gedenken und Mahnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der alljährlichen Stolperstein-Reinigung zudem das Vorbeugen einer zunehmenden Verwitterung der Gedenksteine, deren Inschriften ohne eine regelmäßige Pflege mit der Zeit schlechter erkennbar werden. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Gedenksteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen.

Die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des 9. Novembers 2022 werden im Laufe der nächsten Wochen hier erscheinen. Auch auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Gedenkaktion informieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung.

 

Henry Lewkowitz, Geschäftsführer

Caroline Müller, Projektleiterin Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Termine
gepostet am: Mittwoch, 21.09.2022, 11:09 Uhr

Auftaktveranstaltung DOCS ON TOUR im Soziokulturellen Zentrum Zora e.V. in Halberstadt: ALLEINE TANZEN

Donnerstag, 22. September 2022, 19 Uhr
Auftaktveranstaltung DOCS ON TOUR
im Soziokulturellen Zentrum Zora e.V. in Halberstadt
aus der Reihe „Gesellschaftliche Transformationsprozesse“
ALLEINE TANZEN (2012, 97 min.)
Ein Dokumentarfilm über die Kraft der Liebe
Regie, Buch, Schnitt: Biene Pilavci

mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin

„Du kannst nirgendwo hingehen, ohne deine Vergangenheit mitzunehmen.“ (Biene Pilavci)

Mit ALLEINE TANZEN erzählt Biene Pilavci die Geschichte ihrer Familie: Körperliche Gewalt und ein liebloser, respektloser Umgang miteinander bestimmen ihre Kindheit. Biene flieht mit gerade einmal zwölf Jahren in ein katholisches Mädchenheim und bleibt dort bis zur Volljährigkeit. „Können meine vier Geschwister und ich es schaffen, nach vielen hasserfüllten Jahren und Gewaltexzessen gute Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, wenn es schon unsere Eltern und deren Eltern nicht konnten?“

Wir freuen über Ihr Interesse und Ihr Kommen!

Presse
gepostet am: Donnerstag, 25.08.2022, 11:08 Uhr

Zwei Stolpersteinverlegungen des Erich-Zeigber-Haus e.V. am 14. September 2022 in Leipzig

Am 14. September 2022 finden zwei vom Erich-Zeigner-Haus e.V. durchgeführte Jugendprojekte ihren Abschluss mit den Stolpersteinverlegungen für Irma Faber und die Familie Nemann.

Seit dem Jahr 2021 recherchierten und rekonstruierten 15  Schüler*innen aus der Oberschule Schkeuditz außerschulisch das Schicksal der Jüdin Irma Faber.

Die im Jahr 1902 Jahr geborene Irma Faber wuchs mit ihren Eltern Salomon und Sidonie Faber und den drei weiteren Brüdern Herbert, Erich und Georg in Leipzig auf. Irma Faber erlernte den Beruf der Kontoristin. In der Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft litt die ganze Familie Faber unter ihrer jüdischen Herkunft. Irmas Vater erlebte das Schicksal seiner Familie nicht mehr mit und starb 1935 im Alter von 69 Jahren. Ihre Brüder mussten das Land verlassen. Als Irma Faber und ihre Mutter zwangsweise in sogenannte „Judenhäuser“ ziehen sollten, starb die Mutter im Jahr 1942 in einem jüdischen Altersheim. Irma Faber wurde nach dem Tod ihrer Mutter wegen „Umgang mit Ariern“ verhaftet. Am 26. Februar 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Der Stolperstein wird am Mittwoch, 14. September, um 9:00 Uhr in der Mariannenstr. 3 verlegt.

Die zweite Stolpersteinverlegung wird am 14. September, um 11:30 Uhr in der Christianstr. 15 stattfinden.

Seit April 2021 recherchierten Schüler*innen der 10. und 11. Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums das Schicksal der in Leipzig ansässigen jüdischen Familie Nemann während der NS-Diktatur.

Das Ehepaar Wilhelm und Johanna Nemann (geb. Jacob) stammte aus dem heutigen Polen und gründete in den 1920er Jahren in Halle (Saale) ihre fünfköpfige Familie. Mit ihren drei Kindern Mirjam Agathe, Gideon Michael und Joachim Adolf zogen sie 1936 in die Leipziger Christianstraße 15. Die Familie engagierte sich in zahlreichen Sportvereinen und Organisationen, so beim Turnverein Bar Kochba oder in der Synagogengemeinde.

Wilhelm Nemann war ein progressiver, der Sozialdemokratie nahestehender Jurist. Er verteidigte Angeklagte in Abtreibungsprozessen – schon damals nach §218 – und wurde als Anwalt der sogenannten Roten Hilfe gelistet. Unter anderem wegen dieser politischen Ausrichtung war er im Juni 1933 als einer der ersten vom Berufsverbot der Nationalsozialisten betroffen. Die beiden ältesten Kinder Mirjam und Gideon wanderten beide 1936 bzw. 1939 nach Palästina aus und entkamen somit dem NS-Regime. Die beiden Eltern und ihr jüngster Sohn wurden ab 1940 in verschiedene Leipziger Judenhäuser zwangsumgesiedelt. Am 10.05.1942 wurde die Familie nach Bełżyce (Lublin, Polen) deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Sie sind herzlich eingeladen den Stolpersteinverlegungen am 14. September beizuwohnen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 18.08.2022, 16:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals am 11. September

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. freut sich, am 11. September wieder am Tag des offenen Denkmals beteiligt zu sein!

Alle Interessierte haben die Möglichkeit, von 11:00 bis 15:00 Uhr die Wohn- und Arbeitsräume des ehemaligen Leipziger Oberbürgermeisters Erich Zeigner zu besuchen und einen Einblick in sein Leben und seine Arbeit für Demokratie zu bekommen.

Erich Zeigner unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangszimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Zeigner gemeinsam mit seiner Sekretärin Johanna Landgraf und dem Dominikaner Pater Aurelius Arkenau den Leipziger Rettungswiderstand und rettete damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung und Ermordung.

Außerdem können Sie die Ausstellung „Opfer, Täter*innen und offene Fragen. Grauzonen der Erinnerung an die NS-„Euthanasie“ in Altscherbitz“ besuchen, die sich den Problemen der historischen Euthanasieforschung und der Erinnerung an die Opfer der NS-„Euthanasie“ widmet .

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Presse
gepostet am: Donnerstag, 18.08.2022, 14:08 Uhr

Fachtagung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“ vom 29.-30. September 2022

Der Antisemitismus in Deutschland nimmt zu – nicht erst seit dem Aufkommen der Anti-Corona-Proteste häufen sich antisemitische Straftaten und Anfeindungen, auch die aktuellen Antisemitismus-Vorfälle auf der Documenta fifteen zeugen von der fortwährenden Aktualität und Alltäglichkeit des Phänomens. Wie aber äußert sich Antisemitismus in der Gegenwart? Wie erkenne ich antisemitische Codes und Chiffren? Und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten gibt es im Umgang mit und der Prävention von Antisemitismus?

Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns im Rahmen der Fachtagung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“ vom 29. – 30. September 2022 in Leipzig widmen. Das kostenfreie Fortbildungsangebot wird durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Leipzig: „Ort der Vielfalt“ gefördert und richtet sich an städtische Mitarbeiter*innen, Multiplikator*innen, Lehrkräfte und Interessierte aus Leipzig.

Am ersten Tag der Fachtagung steht die Vermittlung von Wissen und Hintergrundinformationen über aktuelle Erscheinungsformen und Debatten in Form von Inputs und Workshops im Vordergrund, um so zu einem besseren Verständnis der komplexen Themenfelder beizutragen. Der zweite Tag ist praxisorientiert und beschäftigt sich mit rechtlichen und präventiven Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen Antisemitismus. Zudem soll aufgezeigt werden, dass es sich beim Antisemitismus um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, weshalb der Antisemitismus innerhalb verschiedener politischer Spektren in den Fokus genommen wird.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Die Fachtagung findet in den Räumlichkeiten des Neuen Rathaus der Stadt Leipzig statt. Die Adresse lautet: Martin-Luther Ring 4 – 6.

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 16. September unter nachfolgender Mailadresse: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

Wir freuen uns über Ihr Interesse und einen spannenden Austausch.

Das Erich-Zeigner-Haus Team

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