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gepostet am: Mittwoch, 21.09.2022, 15:09 Uhr

Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ 2022

Durch Putzpatenschaften ein Zeichen setzen! 

Hier finden Sie die neuesten Informationen.

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 15. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ auf. Mit Ihnen wollen wir gemeinsam der Menschen gedenken, die Opfer des faschistischen Regimes geworden sind. Durch die Stolpersteine wurden ihre Namen der Vergessenheit entzogen – nun wollen wir diese durch die Putzaktion in der Gesellschaft wieder sichtbar machen.

Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Im Rahmen einer deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich am 9. November zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Putzen der Stolpersteine.

Neben dem gewünschten Gedenken und Mahnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der alljährlichen Stolperstein-Reinigung zudem das Vorbeugen einer zunehmenden Verwitterung der Gedenksteine, deren Inschriften ohne eine regelmäßige Pflege mit der Zeit schlechter erkennbar werden. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Gedenksteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen.

Die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf des 9. Novembers 2022 werden im Laufe der nächsten Wochen hier erscheinen. Auch auf unserer Facebook-Seite werden wir regelmäßig über den aktuellen Stand der Gedenkaktion informieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Rückmeldung.

 

Henry Lewkowitz, Geschäftsführer

Caroline Müller, Projektleiterin Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Termine
gepostet am: Mittwoch, 21.09.2022, 11:09 Uhr

Auftaktveranstaltung DOCS ON TOUR im Soziokulturellen Zentrum Zora e.V. in Halberstadt: ALLEINE TANZEN

Donnerstag, 22. September 2022, 19 Uhr
Auftaktveranstaltung DOCS ON TOUR
im Soziokulturellen Zentrum Zora e.V. in Halberstadt
aus der Reihe „Gesellschaftliche Transformationsprozesse“
ALLEINE TANZEN (2012, 97 min.)
Ein Dokumentarfilm über die Kraft der Liebe
Regie, Buch, Schnitt: Biene Pilavci

mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin

„Du kannst nirgendwo hingehen, ohne deine Vergangenheit mitzunehmen.“ (Biene Pilavci)

Mit ALLEINE TANZEN erzählt Biene Pilavci die Geschichte ihrer Familie: Körperliche Gewalt und ein liebloser, respektloser Umgang miteinander bestimmen ihre Kindheit. Biene flieht mit gerade einmal zwölf Jahren in ein katholisches Mädchenheim und bleibt dort bis zur Volljährigkeit. „Können meine vier Geschwister und ich es schaffen, nach vielen hasserfüllten Jahren und Gewaltexzessen gute Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, wenn es schon unsere Eltern und deren Eltern nicht konnten?“

Wir freuen über Ihr Interesse und Ihr Kommen!

Presse
gepostet am: Donnerstag, 25.08.2022, 11:08 Uhr

Zwei Stolpersteinverlegungen des Erich-Zeigber-Haus e.V. am 14. September 2022 in Leipzig

Am 14. September 2022 finden zwei vom Erich-Zeigner-Haus e.V. durchgeführte Jugendprojekte ihren Abschluss mit den Stolpersteinverlegungen für Irma Faber und die Familie Nemann.

Seit dem Jahr 2021 recherchierten und rekonstruierten 15  Schüler*innen aus der Oberschule Schkeuditz außerschulisch das Schicksal der Jüdin Irma Faber.

Die im Jahr 1902 Jahr geborene Irma Faber wuchs mit ihren Eltern Salomon und Sidonie Faber und den drei weiteren Brüdern Herbert, Erich und Georg in Leipzig auf. Irma Faber erlernte den Beruf der Kontoristin. In der Zeit der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft litt die ganze Familie Faber unter ihrer jüdischen Herkunft. Irmas Vater erlebte das Schicksal seiner Familie nicht mehr mit und starb 1935 im Alter von 69 Jahren. Ihre Brüder mussten das Land verlassen. Als Irma Faber und ihre Mutter zwangsweise in sogenannte „Judenhäuser“ ziehen sollten, starb die Mutter im Jahr 1942 in einem jüdischen Altersheim. Irma Faber wurde nach dem Tod ihrer Mutter wegen „Umgang mit Ariern“ verhaftet. Am 26. Februar 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Der Stolperstein wird am Mittwoch, 14. September, um 9:00 Uhr in der Mariannenstr. 3 verlegt.

Die zweite Stolpersteinverlegung wird am 14. September, um 11:30 Uhr in der Christianstr. 15 stattfinden.

Seit April 2021 recherchierten Schüler*innen der 10. und 11. Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums das Schicksal der in Leipzig ansässigen jüdischen Familie Nemann während der NS-Diktatur.

Das Ehepaar Wilhelm und Johanna Nemann (geb. Jacob) stammte aus dem heutigen Polen und gründete in den 1920er Jahren in Halle (Saale) ihre fünfköpfige Familie. Mit ihren drei Kindern Mirjam Agathe, Gideon Michael und Joachim Adolf zogen sie 1936 in die Leipziger Christianstraße 15. Die Familie engagierte sich in zahlreichen Sportvereinen und Organisationen, so beim Turnverein Bar Kochba oder in der Synagogengemeinde.

Wilhelm Nemann war ein progressiver, der Sozialdemokratie nahestehender Jurist. Er verteidigte Angeklagte in Abtreibungsprozessen – schon damals nach §218 – und wurde als Anwalt der sogenannten Roten Hilfe gelistet. Unter anderem wegen dieser politischen Ausrichtung war er im Juni 1933 als einer der ersten vom Berufsverbot der Nationalsozialisten betroffen. Die beiden ältesten Kinder Mirjam und Gideon wanderten beide 1936 bzw. 1939 nach Palästina aus und entkamen somit dem NS-Regime. Die beiden Eltern und ihr jüngster Sohn wurden ab 1940 in verschiedene Leipziger Judenhäuser zwangsumgesiedelt. Am 10.05.1942 wurde die Familie nach Bełżyce (Lublin, Polen) deportiert, wo sich ihre Spur verliert.

Sie sind herzlich eingeladen den Stolpersteinverlegungen am 14. September beizuwohnen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 18.08.2022, 16:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals am 11. September

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. freut sich, am 11. September wieder am Tag des offenen Denkmals beteiligt zu sein!

Alle Interessierte haben die Möglichkeit, von 11:00 bis 15:00 Uhr die Wohn- und Arbeitsräume des ehemaligen Leipziger Oberbürgermeisters Erich Zeigner zu besuchen und einen Einblick in sein Leben und seine Arbeit für Demokratie zu bekommen.

Erich Zeigner unterhielt im Haus sein Musik-, Arbeits- und Empfangszimmer, welches im Erdgeschoss des Hauses im fast vollständigen Originalzustand erhalten ist. Zu sehen ist ebenso die Bibliothek Erich Zeigners, die zahlreiche originale Bücher und Schallplatten umfasst. Im Musikzimmer steht außerdem sein Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Zeigner gemeinsam mit seiner Sekretärin Johanna Landgraf und dem Dominikaner Pater Aurelius Arkenau den Leipziger Rettungswiderstand und rettete damit jüdische Menschen vor der NS-Verfolgung und Ermordung.

Außerdem können Sie die Ausstellung „Opfer, Täter*innen und offene Fragen. Grauzonen der Erinnerung an die NS-„Euthanasie“ in Altscherbitz“ besuchen, die sich den Problemen der historischen Euthanasieforschung und der Erinnerung an die Opfer der NS-„Euthanasie“ widmet .

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Presse
gepostet am: Donnerstag, 18.08.2022, 14:08 Uhr

Fachtagung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“ vom 29.-30. September 2022

Der Antisemitismus in Deutschland nimmt zu – nicht erst seit dem Aufkommen der Anti-Corona-Proteste häufen sich antisemitische Straftaten und Anfeindungen, auch die aktuellen Antisemitismus-Vorfälle auf der Documenta fifteen zeugen von der fortwährenden Aktualität und Alltäglichkeit des Phänomens. Wie aber äußert sich Antisemitismus in der Gegenwart? Wie erkenne ich antisemitische Codes und Chiffren? Und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten gibt es im Umgang mit und der Prävention von Antisemitismus?

Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns im Rahmen der Fachtagung „Aktuelle Erscheinungsformen und Herausforderungen des Antisemitismus“ vom 29. – 30. September 2022 in Leipzig widmen. Das kostenfreie Fortbildungsangebot wird durch die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Leipzig: „Ort der Vielfalt“ gefördert und richtet sich an städtische Mitarbeiter*innen, Multiplikator*innen, Lehrkräfte und Interessierte aus Leipzig.

Am ersten Tag der Fachtagung steht die Vermittlung von Wissen und Hintergrundinformationen über aktuelle Erscheinungsformen und Debatten in Form von Inputs und Workshops im Vordergrund, um so zu einem besseren Verständnis der komplexen Themenfelder beizutragen. Der zweite Tag ist praxisorientiert und beschäftigt sich mit rechtlichen und präventiven Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen Antisemitismus. Zudem soll aufgezeigt werden, dass es sich beim Antisemitismus um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt, weshalb der Antisemitismus innerhalb verschiedener politischer Spektren in den Fokus genommen wird.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Die Fachtagung findet in den Räumlichkeiten des Neuen Rathaus der Stadt Leipzig statt. Die Adresse lautet: Martin-Luther Ring 4 – 6.

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 16. September unter nachfolgender Mailadresse: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

Wir freuen uns über Ihr Interesse und einen spannenden Austausch.

Das Erich-Zeigner-Haus Team

Presse
gepostet am: Sonntag, 14.08.2022, 21:08 Uhr

Neue Ausstellung in Erich-Zeigner-Haus e.V. „Opfer, Täter*innen und offene Fragen. Grauzonen der Erinnerung an die NS-„Euthanasie“ in Altscherbitz“

Problemfälle der historischen Forschung sind ein sehr aktuelles Thema, nicht nur wenn es um NS-„Euthanasie“ geht, sondern auch bei anderen Verbrechen des Dritten Reiches. Viele Fälle und Informationen sind aufgrund von Veröffentlichungsrechten und Schutzfristen noch geschlossen. Unzählige Dokumente wurden von den Nationalsozialisten vernichtet und verfälscht. Das ist die Ursache für das Erstehen sogenannter „grauer Fälle“, über die wir womöglich nie die Wahrheit erfahren können.

Diesem Konflikt der historischen Euthanasieforschung und der Erinnerung an den Opfern der NS-„Euthanasie“ widmet sich die Ausstellung, die am Donnerstag, 01. September 2022 um 18.00 Uhr im Musikzimmer des Erich-Zeiger-Haus e.V. eröffnet und bis 30. September andauern wird.

Die Besucher*innen der Ausstellung erhalten einen Einblick in die schreckliche lokale Geschichte der NS-Euthanasieverbrechen und es werden unklare Momente der Euthanasieforschung anhand von biografischen Fallbeispielen analysiert.

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung ein. Daneben kann die Ausstellung von Montag-Freitag gern von 9:00 bis 15:00 Uhr besucht werden. Wir bitten hierfür um eine formlose Anmeldung über die Mailadresse: kontakt(at)erich-zeigner-haus-ev.de.

Eintritt: frei.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Presse
gepostet am: Dienstag, 05.07.2022, 12:07 Uhr

Demokratiekonferenz in Bad Düben am 07.07.2022

Hiermit möchten wir auf folgende Veranstaltung hinweisen, an welcher wir als Kooperationspartner mit der Partnerschaft für Demokratie Eilenburg – Bad Düben – Laußig teilnehmen werden.

Die Demokratiekonferenz findet am 07.07.2022 von 16:00 bis 20:00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Paradeplatz in Bad Düben. Weitere Informationen zum Ablauf der Konferenz finden sich hier.

Presse
gepostet am: Donnerstag, 12.05.2022, 12:05 Uhr

Einladung zur Fachtagung „Antisemitismus – Aktuelle Erscheinungsformen, Akteure und Prävention“ vom 14. – 15. Juni 2022

Antisemitismus hat eine lange Geschichte und Kontinuität. So zeugen zahlreiche Ereignisse der letzten Jahre von der fortwährenden Aktualität und Alltäglichkeit des Phänomens: von brennenden Israel-Fahnen vor Synagogen, geschichtsrevisionistischen Positionen und antisemitischen Verschwörungserzählungen, die nicht zuletzt im Kontext der sogenannten Querdenken-Bewegung Konjunktur haben, über verbale und körperliche Angriffe auf Menschen jüdischen Glauben bis hin zum antisemitisch motivierten Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019. Nicht immer zeigt sich der Antisemitismus jedoch konkret und offensichtlich. Häufig äußert er sich in Codes und Chiffren, die ihren antisemitischen Gehalt erst auf den zweiten Blick offenbaren. Um Antisemitismus abzubauen, ist es daher besonders wichtig, über dessen Erscheinungsformen aufzuklären und ihr (Fort-)Wirken in der Gegenwart aufzuzeigen.

Vom 14. – 15. Juni 2022 veranstaltet der Erich-Zeigner-Haus e.V. eine Fachtagung zum Thema „Antisemitismus – Aktuelle Erscheinungsformen, Akteure und Prävention“. Das kostenfreie Fortbildungsangebot wird durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung im Programm Auf!leben gefördert und richtet sich an Multiplikator*innen, Lehrkräfte, Sozialarbeiter*innen und Interessierte aus ganz Sachsen.

Der erste Tag der Fachtagung dient als Fundament und soll Wissen und Hintergrundinformationen über aktuelle Erscheinungsformen und Debatten in Form von Inputs, Workshops und Diskussionsrunden vermitteln, um so zu einem besseren Verständnis der komplexen Themenfelder beizutragen. Am zweiten Tag steht der Umgang mit Antisemitismus im Bildungskontext und dem beruflichen Alltag sowie Handlungsstrategien, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten im Fokus.

Das Programm der Fachtagung finden Sie hier.

Die Fachtagung findet in den Räumlichkeiten des Wasser-Stadt-Leipzig e.V. statt. Die Adresse lautet: Industriestraße 72, 04229 Leipzig

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um eine formlose Anmeldung bis zum 01. Juni unter nachfolgender Mailadresse: veranstaltungen@erich-zeigner-haus-ev.de

 

Termine
gepostet am: Montag, 02.05.2022, 11:05 Uhr

Sowjetische Kriegsgräber. Zwischen Totengedenken und Erinnerungskultur

Herzliche Einladung zum Vortrag mit anschließendem Gespräch am Freitag, den 6. Mai, um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus.

In der deutschen Sepulkralkultur (Kultur des Todes, des Sterbens, des Bestattens sowie des Trauerns) bestimmen kirchliche und kommunale Friedhöfe das öffentliche Bild. Es gibt jedoch Grabstätten in der Bundesrepublik, die einen anderen, in dem Fall politischen und kriegerischen Hintergrund haben. Gemeint sind die Grabfälder von Toten des Zweiten Weltkrieges, hierbei insbesondere sowjetischer Soldaten, Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter.

Die Leipzigerin Gisela Wedekind, Mitglied im BDWO (Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V.) und DenkMalFort e.V. – Die Erinnerungswerkstatt Dresden, beschäftigt sich seit 1994 mit sowjetischen Kriegsgräbern in Deutschland, ihrer Entstehung, dem ästhetischen Erscheinungsbild und ihrer Einbindung in die heutige Gedenk- und Erinnerungskultur.

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns über Ihr Kommen

 

Presse
gepostet am: Mittwoch, 23.02.2022, 11:02 Uhr

Zwei Stolpersteinverlegungen im Mai 2022 in Leipzig und Taucha

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem die Mitarbeitenden des Erich-Zeigner-Haus e.V. im letzten Jahr wieder erinnerungskulturelle Jugendprojekte an unterschiedlichen Schulen des Landkreises durchführen durften, möchten wir Sie nun zum feierlichen Abschluss der Projekte und den Stolpersteinverlegungen einladen.

Am 16. Mai werden neun Stolpersteine für Familie Rotter ihren Platz in Leipzig finden und an sie erinnern.

Fünf der Steine, für Eugenie (geb. Hein) Rotter, ihre Söhne und Karl Josef, Fritz Egon und Curt Rotter und Curts Frau Minna Rotter (geb. Springer), werden in der heutigen Jahnallee verlegt werden, da die Familie in der damaligen Frankfurter Straße 20 zuletzt gemeinsam lebte, bevor sich ihre Wege aufgrund des NS-Regimes trennten. Dem ältesten Sohn der Familie, Otto Rotter, wird gemeinsam mit seiner Frau Marianne (geb. Vogel), und ihren beiden Söhnen Klaus Adolf und Heinz in Form von vier Stolpersteinen in der Funkenburgstraße gedacht werden, wo sie bis 1933 gemeinsam lebten, bevor sie nach Frankreich flohen. Das Projekt wurde gemeinsam mit 17 Fußballern der U15-Mannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig durchgeführt, sie sind die erste Fußballmannschaft in ganz Sachsen, welche ein solches Stolpersteinprojekt durchführte.

Um 14:30 Uhr werden in der Funkenburgstr. 4 in Leipzig die ersten Stolpersteine für die Familie Rotter verlegt. Im Anschluss werden ab 14:50 Uhr die anderen Stolpersteine in Gedenken an Familie Rotter in der Jahnallee 14 verlegt.

Als zweite Gedenkveranstaltung möchten wir Sie herzlich zur Stolperschwellenverlegung am 17. Mai 2022 um 9.00 Uhr auf dem Markt 6 in Taucha einladen.

Gemeinsam mit zehn Schüler*innen der 10. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Taucha wurde die Geschichte der Zwangsarbeit in Taucha genauer recherchiert. Die Stolperschwelle möchte den Menschen gedenken, welche für die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG) und die Erla-Maschinenwerk GmbH Zwangsarbeit leisten mussten. Zwischen 1944 bis April 1945 waren bis zu 14.500 Zwangsarbeitende in den deutschen HASAG-Werken untergebracht und wurden ab April durch die SS-Einheiten auf sogenannte „Todesmärsche“ geschickt. Die Erla-Maschinenwerke beschäftigten in ihrem Rüstungsbetrieb 1943 circa 16.000 Zwangsarbeiter*innen, welche in großen Barackenlagern untergebracht waren, 20 dieser Lager befanden sich im Leipziger Stadtgebiet.

Die Anzahl an Stolpersteinen, welche für all diese Zwangsarbeitenden verlegt werden müssten, übersteigt jegliche Vorstellungen und räumliche Kapazitäten. Gerade aufgrund dieser hohen Opferzahl ist es notwendig den Zwangsarbeiter*innen in einem angemessenen Rahmen zu gedenken. Die Stolperschwelle wird deshalb vor dem Gelände einer solchen ehemaligen Unterbringung in Taucha verlegt werden, um dauerhaft an die stattgefundenen Verbrechen zu erinnern.

Beide Verlegungen werden unter den Auflagen der dann geltenden Corona-Regeln stattfinden.

Wir freuen uns über Ihr Erscheinen und genauere Informationen zu diesen und kommenden Verlegungen können Sie auf unserer Homepage finden.

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