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gepostet am: Mittwoch, 14.11.2018, 15:11 Uhr

Gedenken an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren

Wie in den Jahren zuvor engagierten sich am 09.11.2018 zahlreiche Vereine, Stiftungen, Institutionen, Parteien aber vor allem Leipziger Bürger*innen, um der Opfer der Novemberpogrome vor nun über 80 Jahren zu gedenken. Die diesjährige Neuorganisation der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen 2018“, die zum Einen sicherstellen sollte, dass zum 80. Jahrestag alle Steine einem Paten oder einer Patin zugeteilt werden und dass PutzpatInnen, die altersbedingt die Steine nicht mehr betreuen können, abgelöst  werden konnten, sorgte auch für eine besonders hohe Bereitschaft Leipziger Schulen.

Wie in vielen anderen Städten, Gemeinden und Dörfern deutschlandweit brannten auch in Leipzig aufgrund der Reichspogromnacht Synagogen. Jüdische Einrichtungen, Lebensräume und Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Neben den materiellen Verlusten hinterließen die Pogrome vorrangig Traumata, zerstörte Identitäten, Gemeinschaften und Familien. Allein in Leipzig wurden in der Nacht vom 9. zum 10. November mehr als 500 jüdische und nichtjüdische Personen verhaftet.

Unter den zahlreichen Aktionen zum Gedenken an die Reichpogromnacht am 09.11.1938, die in Leipzig stattfanden, konnte auch die eigens vom Erich-Zeigner-Haus e.V. organisierte symbolischen Auftaktveranstaltung an den Stolpersteinen der Familie Frankenthal beim Dittrichring 13, die 11:00 Uhr begann, sowie die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“, die in den Zeiträumen von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr und 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr an allen in Leipzig verlegten Stolpersteinen stattfand, gezählt werden.

9:30 Uhr begann die städtische Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte in der Gottschedstraße. An diesem Ort befand sich bis zur Pogromnacht die Große Gemeindesynagoge in Leipzig. Am 9.11.1938 wurde das Gebäude in Brand gesteckt und vollkommen zerstört. Zu Beginn des darauf folgenden Jahres musste die Israelitische Religionsgemeinde für den Abriss der einstigen Synagoge aufkommen. Neben dem Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning sprach auch Ministerpräsident Michael Kretschmer. Besonders bewegend war die Anwesenheit einer 96-jährigen Zeitzeugin, Eva Wechsberg, die heute in Los Angeles lebt. Mit 16 Jahren erlebte sie 1938 mit ihrer Familie Eindrücke und Ausmaße der Reichpogromnacht in Leipzig. Obwohl ihr Zuhause verschont blieb, bekam die Familie zu spüren, was in der Nacht geschah. Mehrere Tage blieben sie aus Angst im Haus. Eva Wechsberg gelang die Flucht aus Deutschland. Bei der Gedenkveranstaltung schilderte sie in einem bewegenden Redebeitrag ihre Eindrücke der Leipziger Pogromnacht.

Wie in den vergangenen Jahren spürte man bei der Gedenkveranstaltung in der Gottschedstraße die Betroffenheit der Anwesenden und der Beitragenden. Die gewechselten Worte und die Aufforderungen, für eine friedliche Welt aktiv einzustehen, erreichten die Zuhörenden. Blumen und Steine erinnerten an die Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Dass es heute nicht reicht zu sagen, dass so etwas nie wieder passieren darf, war allen Anwesenden klar.

Auch bei der Gedenkveranstaltung des Erich-Zeigner-Hauses am Dittrichring 13, die zugleich die symbolische Auftaktveranstaltung der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ darstellte, sprachen einige Personen zum Jahrestag der Reichpogromnacht – so Frank Kimmerle, Ehrenvorsitzender des Vereins, Superintendent a.D. Friedrich Margirius und erneut der Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning. Auch zwei Schülerinnen leisteten Beiträge – eine Schülerin des Neuen Nikolaigymnasiums stellte die Biographie der Familie Frankenthal vor, für die der Verein seine ersten Stolpersteine in Leipzig verlegen ließ, und eine Schülerin der 94. Oberschule schilderte die politische Bedeutung der gemeinsamen Projektarbeit der SchülerInnen in Zusammenarbeit mit dem Verein. An den Stolpersteinen der jüdischen Familie Frankenthal trafen sich etwa 50 ZuhörerInnen. Es wurden die eingängige Worte gefunden, um allen Anwesenden deutlich zu machen, dass wir für einander und für die Rechte aller Menschen aktiv einstehen und wir dafür sorgen müssen, dass sich die Verbrechen aus der Vergangenheit heute nicht wiederholen dürfen. Herr Magirius rief dazu auf, dass wir uns immer wieder mit der Vergangenheit und den Schicksalen der Opfer beschäftigen müssen, damit diese nicht in Vergessenheit geraten. Auch die Redebeiträge der Schülerinnen zeigten, dass wir die nächste Generation nicht unterschätzen sollten: sie sind bereits jetzt reflektiert genug, um festzustellen, dass auch Schülerinnen und Schüler zu einer demokratischen Gesellschaft beitragen müssen.

Beim Putzen der Stolpersteine beteiligten sich dieses Jahr so viele BürgerInnen wie noch nie und das Engagement der Menschen war besonders stark. An vielen Steinen gab es mehrere PutzpatInnen und die Beteiligten gedachten der Opfer auf verschiedenste Weise: durch das Vorlesen derer Schicksale, mit Blumen oder Kerzen.

Die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen 2018“ wurde unterstützt durch das Kulturamt der Stadt Leipzig.

Wir können es nicht oft genug sagen: Danke an alle, die sich an diesem Tag beteiligten und das Gedenken unterstützten.

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gepostet am: Montag, 29.10.2018, 10:10 Uhr

Deutsche Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus – ein internationales Vorbild?

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, den 16.11., um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus.

Seit 1945 hat die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Ursachen in Deutschland zu einer neuen Erinnerungskultur geführt. Sie erzählt die Geschichte des Landes nicht mehr nur als Abfolge von Heldentaten und Erfolgen, sondern auch der Verbrechen und Irrwege.
Ein solcher Blick auf die eigene Geschichte findet zunehmend auch in anderen Ländern Anklang.
Denn anders als vermutet, hat die Aufarbeitung der Geschichte nicht dazu geführt, dass Deutsche im Ausland ständig in „Sack und Asche“ gehen müssten. Im Gegenteil, die Deutsche Erfahrung im Umgang mit ihrer Geschichte stößt auf Interesse und Anerkennung. Die Frage, wie das Ausland die Deutschen Bemühungen um eine ehrliche Geschichtsaufarbeitung wahrnimmt und ob eine Erinnerungskultur, welche die dunklen Seiten nicht ausblendet, ein internationales Vorbild etwa in der Aufarbeitung von Kolonial- und anderen Formen von Unterdrückungsgeschichte sein kann, ist Gegenstand der letzten Veranstaltung unserer Reihe.

Wir wollen diese bedeutenden Aspekte deutscher Erinnerungskultur diskutieren mit den ReferentInnen

Botschafter Heinz-Peter Behr, Programmdirektor, International Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts, Berlin,

Ramona Bräu, Internationaler Suchdienst Bad Arolsen, Abteilung Tracing

und Dr. Hans Christian Jasch, Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin.

Die Moderation übernimmt Raimund Grafe, Vorsitzender des Erich Zeigner Haus e.V.

Wie immer ist der Eintritt kostenfrei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen e.V., dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig, dem VVN-BdA Leipzig e.V. und dem ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. Vielen Dank!

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gepostet am: Freitag, 05.10.2018, 13:10 Uhr

Widerstand, nicht Resignation – Eine antifaschistische Widerstandsgruppe der SAP in Leipzig

Buchpräsentation mit dem Autor Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz am Dienstag, 20. November um 18:30 Uhr im Erich-Zeigner-Haus unter Mitarbeit von Manfred Hedlich

Die Studie „Widerstand, nicht Resignation“ schildert Bildung und Arbeitsweise der großen Leipziger Widerstandsgruppe von 40 Mitgliedern der linkssozialdemokratischen Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Sie wurde 1935 durch zwei NS-Spitzel, die in die Dresdner sächsische Landesleitung der SAP eingedrungen waren, erkannt. Alle Mitglieder wurden in zwei Prozessen, einem in Dresden, der andere vorm NS-Volksgerichtshof in Berlin zu -teils hohen- Zuchthausstrafen verurteilt. Die Darstellung erfolgt nach den Prozessprotokollen und nach Erinnerungen von Mitgliedern der Widerstandsgruppe. Einige Mitglieder werden eingehender biographisch geschildert. In einem gesonderten Teil wird die viel diskutierte Thematik der seinerzeit und auch nach 1945 kritisierten Gründung [1931] der demokratisch-sozialistischen Partei SAP gegenüber SPD und KPD auf Grundlage von Originaldokumenten neu beurteilt. Ein Exkurs ergänzt kulturelle Voraussetzungen solchen Widerstandsentschlusses, die über politische Bildung der entschlossenen Sozialdemokraten hinausgehen.

Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz, Jahrgang 1935, ist Philosoph an der Humboldt Universität Berlin und Autor. Sein Vater Hans Irrlitz war leitendes Mitglied in der Leipziger SAP Widerstandsgruppe und im Leipziger Rettungswiderstand aktiv.

Manfred Hedlich, Jahrgang 1943, recherchierte das Schicksal seines ihm unbekannten Vaters Herbert Hedlich über 50 Jahre hinweg, dokumentierte dessen Wirken in der Leipziger SAP und erforschte die empirische Grundlage zum Buch über alle Mitglieder der Widerstandsgruppe.

Der Eintritt ist kostenfrei.

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gepostet am: Montag, 24.09.2018, 10:09 Uhr

09.11.2018 – Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Werden auch Sie Pate/ Patin für Stolpersteine in Leipzig am 9. November 2018!

2018. In diesem bedeutsamen Jahr ruft auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 11. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November auf. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Der 80. Jahrestag und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Dafür rufen wir auf, eine Patenschaft für Stolpersteine zu übernehmen und am 9. November, diesem historischen Datum, an die Opfer zu erinnern und Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf der Gedenkveranstaltung „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ des 9. Novembers 2018 finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte/9. November. Hier können Sie sich auch über das Anmeldeformular als Pate/Patin eintragen.

 

 

 

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gepostet am: Mittwoch, 05.09.2018, 12:09 Uhr

„Das christliche Abendland“ – ein Mythos? Christliche Religion und ihr Einfluss auf die [Erinnerungs-]Kultur

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, 26.10.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

In seinem Buch „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende“ zeigt der Philosoph und Historiker Rolf Bergmeier auf, dass die sogenannten „europäischen Werte“ eher auf den arabisch-islamischen als den christlichen Kulturkreis zurückzuführen sind. Bergmeiers Analyse belegt, dass das Mittelalter über Jahrhunderte hinweg nur nördlich der Pyrenäen, im Einflussbereich der christlichen Kirchen, „finster“ war, während im Osmanischen Reich Wissenschaft, Kultur und Handel blühte. Selten zuvor wäre die Rede vom „christlichen Abendland“ mit solch klaren Argumenten ad absurdum geführt. Er zeichnet die Entwicklung des Christentums anhand historischer Fakten nach und belegt, dass die Machtzunahme religiöser Kräfte in der Zeit der Spätantike mit einem zivilisatorischen Rückschritt verbunden war, von dem sich Europa erst in der Zeit der Renaissance, mit der Wiederbelebung der antiken Kultur, erholen konnte.

Rolf Bergmeier (*1940 in Oberhausen) ist Althistoriker, Philosoph und kirchenkritischer Autor. Neben seinem Werk „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende (2014) veröffentlichte er unter anderem die Bücher „Schatten über Europa – Der Untergang der antiken Kultur“ (2012), „Karl der Große – Die Korrektur eines Mythos“ (2016) und „Machtkampf. Die Geburt der Staatskirche: Vom Sieg des Katholizismus und den Folgen für Europa“ (2018).

Der Vortrag wird gemeinsam ausgerichtet mit der gbs Leipzig – Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Die gbs ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, die sich am Leitbild des evolutionären Humanismus orientiert und der sich viele renommierte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angeschlossen haben.

Moderation: Maximilian Steinhaus (Sprecher der gbs Leipzig)“

 

Veranstaltung
gepostet am: Dienstag, 04.09.2018, 13:09 Uhr

Treffen des „Aufruf 2019“ im Ariowitsch-Haus

Unsere Teilnahme am Treffen des „Aufruf 2019“

Am Abend des 22.10.2018 fanden wir uns unter fast 200 eingeladenen Organisationen und interessierten Leipziger BürgerInnen beim ersten Treffen des „Aufruf 2019“ im Ariowitsch-Haus ein. Die Initiative wurde gegründet, um zusammen für ein weltoffenes Leipzig, ein demokratisches Sachsen und ein geeintes Europa zu stehen. Auch wir, der Erich-Zeigner-Haus e.V., unterstützt natürlich die Initiative. Wir wollen mit unserer Teilnahme und unserer Arbeit die Demokratie, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Integration und politische Bildung neben anderen Aspekten stärken und Lösungen beitragen. Neben Redebeiträgen des Oberbürgermeisters Burkhard Jung oder von Gisela Kallenbach, Vorsitzende des Vereins Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig, konnten sich alle Anwesenden über eine Stunde mit eigenen Vorschlägen in die Diskussionsrunde einbringen und damit das Konzept des „Aufruf 2019“ mit beeinflussen. Wir freuen uns auf die Teilhabe an weiteren Treffen und rufen gern zur breiten Unterstützung der Initiative „Aufruf 2019“ auf.

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gepostet am: Dienstag, 04.09.2018, 12:09 Uhr

Konzertworkshop „Verfemte Musik“ mit dem DuoWaltherBosch

Workshop am Montag, den 17.09.2018, zweimalig gehalten vor vier Schülergruppen im Erich-Zeigner-Haus

Was bedeutet der Begriff „verfemte Musik“, wie können verbotene Werke klingen und wie gestaltete sich der Alltag verfemter Komponisten, Musikerinnen und Musikern? Diesen Fragen wird im Workshop anhand exemplarisch ausgewählter Biographien und Kompositionen auf den Grund gegangen, wobei insbesondere die Musik einen einzigartigen Zugang zu den Schicksalen von Exilantinnen und Exilanten, Konzentrationslager-Inhaftierten und Holocaust-Überlebenden bietet. Ziel ist es, Jugendlichen ab Schulstufe acht das Leben und Wirken von KomponistInnen und MusikerInnen, deren Werke im Dritten Reich nicht aufgeführt werden bzw. die selbst nicht auftreten durften, zu vermitteln.

Der dreiteilige Workshop dauert insgesamt 120 Minuten.

Für die Konzeption und Durchführung des Workshops sind Cornelia Walther (Vioncello) und Vanessa Bosch (Klavier) verantwortlich, die beide sowohl als Künstlerinnen als auch als Pädagoginnen aktiv sind. Gemeinsam gehen sie als DuoWaltherBosch einer regen Konzerttätigkeit nach, im Rahmen derer sie auch schon mit dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut sowie der Henry und Emma Budge-Stiftung kooperierten. Weitere Informationen zum DuoWaltherBosch erhalten Sie auf www.duowaltherbosch.com

Der Konzertworkshop „Verfemte Musik“ wird vor Schülergruppen von vier Schulen aus Leipzig und dem Leipziger Umland stattfinden. Wir freuen uns, das DuoWaltherBosch am 17.09. bei uns im Erich-Zeigner Haus begrüßen zu können und natürlich auf den interessanten Workshop.

 

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gepostet am: Donnerstag, 30.08.2018, 15:08 Uhr

Bürgerfest des Bundespräsidenten

Wir waren zu Gast im Schloss Bellevue

„Bitte lassen sie uns heute deutlich zeigen: Gegen grundlose Wut, gegen Demokratieverachtung wollen wir zusammenstehen!“ – mit diesen Worten leitete der Bundespräsident Frank Walther Steinmeier am Freitagnachmittag das Bürgerfest in seinem Schlossgarten ein, zu dem über 4000 Ehrenamtliche als Dank für ihr Engagement eingeladen waren.

Auch zwei Mitglieder des Erich-Zeigner-Hauses, Geschäftsführer Henry Lewkowitz und Ehrenvorsitzender des Vereins, Frank Kimmerle, hatten die Ehre, teilzunehmen. Der Bundespräsident machte den Anwesenden in seiner Rede deutlich, dass die ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Arbeit für eine Demokratie unabdingbar ist und bedankte sich mehrfach. Es war uns eine große Freude, unter den vielen anderen Engagierten eine solche Anerkennung für unsere Arbeit zu erhalten und uns ein Beweis dafür, dass unsere Arbeit von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung  ist.
Wir haben uns sehr über die Einladung zum Bürgerfest gefreut und es genossen, in Form des Festes vom Bundespräsidenten persönlich ein „Dankeschön“ zu erhalten sowie ins Gespräch mit anderen engagierten Menschen zu kommen.

 

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gepostet am: Dienstag, 28.08.2018, 15:08 Uhr

Kontinuitäten „rechten“ Gedankengutes? Das Beispiel der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und MigrantInnen

Podiumsdiskussion am Freitag, den 14.09.2018 um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus 

Um sich in eine Gesellschaft zu integrieren bedarf es vieler Faktoren. Essentiell dabei ist es, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten zu können und sich dadurch als Teil der Gesellschaft zu fühlen. Dies gilt für alle Mitglieder dieser Gesellschaft. Dennoch wird es auch MigrantInnen erschwert, sich in die Arbeitswelt zu integrieren. Zum Teil liegt die Ursache dafür sicherlich an fehlenden Qualifikationen, aber auch diskriminierende Ressentiments seitens der ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sowie institutionelle Einschränkungen sind dafür verantwortlich.

In dieser Podiumsdiskussion werden die ReferentInnen über Fortschritte bei der Integration von Migranten in Arbeitsverhältnisse (Praktika, Ausbildung und Anstellungen) sowie auch über Blockaden bei der Integration in die Arbeitswelt informieren.

Kristian Milde hat sich während seines Masterstudiums in Global Studies intensiv mit politisch motivierten Migrationsprozessen beschäftigt und erarbeitet momentan ein Forschungsprojekt mit dem Schwerpunkt der Wege von Geflüchteten in den sächsischen Arbeitsmarkt.
Moutaz Zafer
forscht im Rahmen eines Doktorandenstudiums an der TU Dresden bereits in diesem Gebiet mit dem Fokus der Weiterqualifizierung von Migranten in sächsischen Unternehmen.
Rudaba Badakhshi ist Mitarbeiterin im Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig und mit dem Thema im Detail vertraut.
René Jalaß
wird als Mitglied des Sächsischen Landtages die Problemfelder und etwaige Lösungsansätze auf politischer Ebene beisteuern.

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gepostet am: Montag, 27.08.2018, 12:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2018

Tag des offenen Denkmals im Erich-Zeigner Haus am 09.09.2018

Auch wir öffnen zum Tag des offenen Denkmals wieder unsere Türen und bieten Führungen durch die Wohnräume des ehemaligen Oberbürgermeisters von Leipzig (1945-49) und sächsischen Ministerpräsidenten Erich Zeigner an.

Zu besichtigen sind Arbeitszimmer, Bibliothek und Musikzimmer im Originalzustand mit Originalmöbeln wie Schreibtisch, Bücherschränke und Büchern. Im Musikzimmer steht Zeigners Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Erich-Zeigner den Leipziger Rettungswiderstand und rettete Juden vor der NS-Verfolgung.

Die Führung erfolgt durch alle Räumlichkeiten Erich-Zeigners und des heutigen Vereins, dessen Arbeit im geistigen Erbe Zeigners parallel vorgestellt wird. Optional befindet sich eine Ausstellung von John Heartfields Politischen Fotomontagen gegen das NS-Regime im Ersten Obergeschoss und kann ebenfalls besichtigt werden.Die kostenlosen Führungen am Tag des offenen Denkmals finden stündlich von 11 bis 14 Uhr statt.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/ über die Suchfunktion mit dem Stichwort „Erich-Zeigner-Haus“.

Wir freuen uns auf alle Besucher!

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Brückenfest 2018

Brückenfest 4.0 am 25. August von 14 – 22 Uhr auf der Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park 

Brückenfest – ankommen. platznehmen. mitgestalten.

Demokratie leben, Gesellschaft mitgestalten, das ist die Grundlage für unser Zusammenleben. Mitgestalten ist Auftrag und Chance zugleich. Nur wenn alle gleichgestellt mitgestalten können, ist eine offene, solidarische, respektvolle Gesellschaft möglich. Nur wenn alle erfahren, dass ihre Entscheidungen Einfluss haben, entsteht eine aktive Einwohner*innenschaft, die von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist.

Im „Jahr der Demokratie“ in Leipzig wollen wir zeigen, wie Menschen sich einbringen und mitentscheiden können – politisch, kulturell, sozial – für ein mutiges, buntes und vielfältiges Leipzig. Es ist dringender denn je für eine aktive Einwohner*innenschaft einzutreten. Es stehen viele Errungenschaften unserer Demokratie in diesen Zeiten wieder auf dem Spiel. In unserer Gesellschaft gibt es zu viel Ausgrenzung: ökonomisch, sozial, rassistisch, kulturell, allzu oft unsichtbar. Das Fest will Brücken bauen: kulturelle Teilhabe ermöglichen, soziale Sicherheit schaffen, politische Mitgestaltung fördern. Demokratie baut Brücken. Brücken schaffen Zusammenleben.

Zum vierten Mal möchte das Aktionsnetzwerk »Leipzig nimmt Platz« gemeinsam mit der Kulturfabrik Werk 2, dem Netzwerk Integration – Migrant*innen in Leipzig und neuen Partner*innen wie der Moritzbastei und dem Leipzig. Courage zeigen e.V. den Brückenschlag zu all den Menschen, die ausgrenzt werden, üben. Wir haben gemeinsam Platz genommen und uns kennengelernt. Nun wird es Zeit, dass wir gemeinsam unsere Stadt und unser Land gestalten. Wir freuen uns auf eine Börse Leipziger Vereine, eine Straße der Begegnungen, ein interkulturelles Angebot vieler Vereine und Initiativen mit Musik, politischen Botschaften, Infoständen, Gastronomie, Kleinkunst und Spendensammlungen, vor allem aber auf all die Menschen, die gemeinsam Platz nehmen und Brücken bauen.

Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. wird in diesem Jahr wieder daran teilnehmen. Wir freuen uns auf tolle Gespräche!

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Ausstellungseröffnung „…’vergiß die Fotos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vom 16.8. bis zum 23.8. wird die Ausstellung: „‘…vergiß die Fotos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ im Felsenkeller präsentiert. Die Ausstellung, die wir als Kooperationspartner unterstützen, zeigt anhand einzigartiger Fotos des Rosslauer Fotografen Hanns Weltzel von den Anfängen der Verfolgung, über den Alltag im Dritten Reich bis zur Internierung und Massenmord die Leidensgeschichte mitteldeutscher Sinti und Roma. Die sehr umfangreiche Ausstellungen (50 Tafeln) wird im großen Saal des Felsenkellers gezeigt werden. Zudem soll am 16.8. zur Eröffnung der Ausstellung ein Konzert mit der Berliner Sinti-Swing-Band „Radio Django“ stattfinden. Der Gitarrist Janko Lauenberger ist ein Nachkomme einer der in der Ausstellung betrachteten Sinti-Familien. Die Macherin der Ausstellung Jana Müller aus Dessau wird die Eröffnung begleiten.

Wir laden Sie recht herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen und an der Eröffnungsfeier am 16.08. 20.00 Uhr teilzunehmen.

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Wie neu ist die Neue Rechte? Lifestyle, Denken und Botschaften in alter Tradition und Neuen Medien

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, 17.08.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

KennerInnen der Nationalsozialismus reiben sich die Augen. Vieles, was im aktuellen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Öffentlichkeit als überraschend neu diskutiert wird, hat seine Wurzeln in der Weimarer Republik, in der Zeit zwischen 1933 bis 1945 oder in der sogenannten „Alten Rechten“. Seien es Strategien, Lifestile oder Inhalte. Es stellt sich also die Frage: Wie neu ist die sogenannte Neue Rechte und warum gibt es überhaupt noch rechtes Gedankengut nach dem Holocaust?

Referentin: Andrea Röpke ist Politologin sowie mehrfach ausgezeichnete Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus. Zuletzt veröffentlichte sie zusammen mit dem ausgewiesenen Rechtsextremismusexperten Andreas Speit das Buch „Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland“ (2013) sowie die „Jahrbücher rechter Gewalt“ 2017 und 2018.

Der Kulturwissenschaftler Eiko Kühnert moderiert den Vortrag und die anschließende Diskussion.

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen wiedererstarkende rechte Strukturen in der Gegenwart

Am Mittwoch, den 11.07.2018 um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus I Musikalische Lesung mit Werken zeitgenössischer Autoren und Musikern

– Wiedererstarkende rechte Strukturen und Rechtspopulismus, der extrem menschenverachtend und menschenfeindlich ist und unser demokratisches Miteinander in Deutschland und Europa gefährdet – Auch heute setzen sich noch Musiker, Komponisten, Schriftsteller, Lyriker und Theaterregisseure mit diesem Thema auseinander. Die „Flüchtlingskrise“ war in aller Munde und vor allem montags auf Deutschlands Straßen. Die Forderung „Deutschland den Deutschen“, die Sorge, dass „der Islam unsere deutsche Kultur zerstöre“ und das mit offenen Grenzen am Rande unseres Landes ohne „Obergrenze“, die „Ausländer uns Deutsche überrollen und vertreiben werden“, bewog viele Künstler sich dagegen zu positionieren. Es wurden und werden Benefizkonzerte für die Flüchtlingshilfe organisiert und Konzerte zum Thema Krieg und Frieden veranstaltet, im Poetry Slam und auf Theaterbühnen werden die „besorgten Bürger“ satirisch hinterfragt, analysiert und beim Thema Krieg und Flucht wird sich mitmenschlich, solidarisch und helfend geäußert.

Die Schlussveranstaltung der Reihe bildet die Analogie zwischen den Werken aus den 30ern sowie 40ern und der Gegenwart, um auch die aktuelle Problematik rechter Strukturen aufzuzeigen und Beispiele von zivilcouragiertem Handeln und künstlerische Proteste gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz zu würdigen.

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gepostet am: Montag, 25.06.2018, 13:06 Uhr

„Finis Germania“: Wie rechtes Gedankengut zum Spiegelbestseller wird

Am Freitag den 29.06.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus I Podiumsdiskussion zum Thema „Finis Germania“: Wie rechtes Gedankengut zum Spiegelbestseller wird I Aus der Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt! Über die aktuelle Macht der Vergangenheit“

 

Der Verlag Antaios des Rechtsextremisten Götz Kubitschek hat 2017 einen Spiegelbestseller gelandet. Das Buch „Finis Germania“ des verstorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle wurde veröffentlicht und von führenden Publizisten hoch bewertet. Erst danach wurde allen Beteiligten klar, dass es sich um eine rechtsradikale Schrift handelt. Wie konnte das geschehen bzw. was steckt hinter dem dort präsentierten rechtsextremistischen Gedankengebäude? Was ist das darin enthaltene Geschichtskonzept von Rechts?

Referenten: Prof. Dr. Ulrich Brieler studierte Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Bochum. Seit 1992 lebt er in Leipzig und ist im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters tätig. Zudem hat er eine Honorarprofessur am Institut für Philosophie an der Universität Leipzig.
Jan Rathje ist Politikwissenschaftler. Er studierte in Potsdam und Greifswald mit den Schwerpunkten Rechtsextremismus und Politische Theorie. Er ist Mitarbeiter bei der Amadeu Antonio Stiftung und veröffentlichte 2017 das Buch „Reichsbürger, Selbstverwalter und Souveränisten. Vom Wahn des bedrohten Deutschen.“

Moderation: Dr. Nils M. Franke ist Kulturwissenschaftler sowie Historiker und analysiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büro Leipzigs seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens.

Der Eintritt ist kostenfrei

Wir laden Sie und Euch herzlich ein, an der Veranstaltung zahlreich teilzunehmen!

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gepostet am: Montag, 25.06.2018, 13:06 Uhr

Gedenktafeleinweihung für den jüdischen Sportverein „BAR KOCHBA Leipzig“

Gedenktafeleinweihung und Gedenkstunde  am Freitag, 29. Juni 2018, 17.00 Uhr in der Elsterstr. 7, 04109 Leipzig

Der Erich-Zeigner-Haus Verein hat sich gemeinsam mit dem DGB-Stadtverband Leipzig das Ziel und die Aufgabe gestellt, den jüdischen Sportverein „BAR KOCHBA Leipzig“ zu ehren. Unterstützt werden wir in diesem Projekt darüber hinaus von dem Tüpfelhausen – Das Familienportal e.V. und der israelitischen Religionsgemeinde Leipzig.

In der „Reichspogromnacht“ am 9. November 1938 wurde das Haus, in dem der Verein wirkte, von der Gestapo verwüstet. Der Verein wurde schließlich durch die NS-Diktatur im Jahr 1939 zur Selbstauflösung gezwungen. Viele Vereinsmitglieder wurden verhaftet, interniert, mussten fliehen, verloren ihre Heimat oder wurden ermordet.

Wir möchten an diese fast vergessenen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern, die bis zum 9. November 1938 neben ihrer Sportstätte in der Delitzscher Straße ihr Jugendhaus und ihre Geschäftsstelle in der Elsterstr. 7 in Leipzig innehatten.

Wir möchten dies zum Anlass nehmen, Sie recht herzlich einzuladen, um in einer Stunde des Gedenkens eine Stehle an diesen Ort zu enthüllen.

Dies geschieht auch im Namen unserer vielen Kooperationspartner, die uns in der Vorbereitung und Umsetzung des Projektes aktiv begleitet haben.

 

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gepostet am: Montag, 11.06.2018, 14:06 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus in der direkten Nachkriegszeit

Am Mittwoch den 20.06. um 19:00 Uhr findet die dritte musikalische Lesung der Reihe „Widerstand in Ton und Wort“ im Erich-Zeigner-Haus statt. Diesmal mit Werken, die in der direkten Nachkriegszeit entstanden sind. 

– Das Ende des Krieges – zerstörte Städte, Millionen Tote und Traumatisierte, gebrochene Familien, schrecklicher Hunger, ein Winter, der erneut seine Opfer forderte und überall Menschen, die das Hitlerbild von der Wand nahmen und ihre Westen weißwuschen. All dies schlägt sich in der Literatur und Musik nach 1945 nieder. Die Schriftsteller und Musiker konnten zurück nach Deutschland und mussten nicht mehr mit Vertreibung und Tod rechnen, wenn sie ihre Werke veröffentlichten – zumindest nicht in den ersten Nachkriegsjahren. Auch wenn der Krieg vorbei war, merkt man in der Kunst, wie omnipräsent noch immer Tod, Traumata, Leid und der Krieg mit all seinen Zerstörungen waren. Nach dem 08. Mai 1945 wurden zahlreiche Werke veröffentlicht, die den Künstlern seit Jahren auf dem Herzen brannten. Aber nicht nur die vergangen Eindrücke wurden in der Musik und der Literatur veröffentlicht, sondern auch die neuen Sorgen und Leiden, mit denen die Menschen nach 12 Jahren Nazi-Diktatur lebten.

es erklingen Werke von Paul Celan, Erich Kästner, Bertolt Brecht sowie Kurt Weil, Lon Beery, Arnold Schönberg

Der Eintritt ist wie gewohnt kostenfrei.

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gepostet am: Montag, 11.06.2018, 13:06 Uhr

Stolpersteinverlegungen im Leipziger Umland und in Leipzig

Am 20./21. 06. werden die Stolpersteine von vier unserer Schülerprojekte verlegt. 

Am 20.06. reist der Künstler Gunter Demnig durch Sachsen und verlegt die Stolpersteine um 09:00 Uhr auf dem Rathausplatz in Naunhof für die Juden Max Moses Ratner und Mosey Witensohn, um 11:00 Uhr in der Merseburgerstraße 11 und Waldstraße 13 in Schkeuditz für die dreiköpfige jüdische Familie Engelberg und den Juden Osias Krumholz und schließlich 14:00 Uhr in der August-Bebel-Straße 25 in Bad Lausick für den Zeugen Jehovas Friedrich Kaubisch.

Am 21.06. wird gegen 14:30 Uhr der Stolperstein für Walter Heise vor der Russenstraße 57 verlegt, zu dem eine Schülergruppe aus der Oberschule am Adler recherchierte.

Für alle Verlegungen bereiteten die jeweiligen Projektgruppen ein kulturelles Rahmenprogramm vor.

Im Namen der Schüler*innen und des Vereins laden wir Sie und Euch herzlich zu den Stolpersteinverlegungen im Leipziger Umland und in Leipzig ein!

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gepostet am: Dienstag, 05.06.2018, 11:06 Uhr

Die vermeintliche „Überlegenheit“ der Deutschen? Vom Germanenmythos zum Sachsenmonitor 2017

8.6.2018 I 18.00 Uhr I Podiumsdiskussion: Die vermeintliche „Überlegenheit“ der Deutschen? Vom Germanenmythos zum Sachsenmonitor 2017

RechtsextremistInnen gehen davon aus, dass die Deutschen ein überlegenes Volk seien. Selbst im aktuellen „Sachsenmonitor“ vertreten 15% der Befragten diese Position. Wie kommt man auf so eine Idee? Wie wird die unterstellte Überlegenheit begründet? Und welche Folgen hat das?

Referenten:

Holger Mann (MdL SPD) studierte Politik, Journalismus und Geschichte. Er ist seit 2009 Landtagsabgeordneter  und Sprecher für Digitalisierung, Technologie und EU-Förderpolitik der SPD-Fraktion. Er war von 2004 bis 2009 Landesvorsitzender  der sächsischen Jusos. Seit 2006 gehört er dem Landesvorstand der SPD Sachsen an.

Kerstin Köditz (MdL DIE LINKE) ist Politikerin (Partei DIE LINKE) und seit 2001 Mitglied des sächsischen Landrates, sowie Sprecherin ihrer Fraktion für antifaschistische Politik. Nach ihrem Marxismus – Leninismus Studium wechselte sie 1989 zu Philosophie, sowie Soziologie, Neuere und Neuste Geschichte. Von 1994 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Landtagsabgeordneten Monika Runge. Von April 2012 bis 2014 war sie eines der 19 Mitgliedern des ersten sächsischen NSU-Untersuchungsausschusses und gehörte auch dem zweiten Ausschuss seit 2015 an.

Moderation: Brigitta Triebel

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gepostet am: Montag, 04.06.2018, 15:06 Uhr

Bürgercafé Kleinzschocher am 05. Juni 17-20 Uhr

Gemeinsam mit Andreas Goecke (stellv. Leiter des Polizeireviers Südwest), Heiko Müller (Stadtumbaumanagement Leipziger Westen) und Antje Brodhun (Abteilungsleiterin der Kulturförderung, Kulturamt der Stadt Leipzig) diskutieren wir aktuelle Entwicklungen in unserem Stadtteil.
Das Bürgercafé ist offen für alle AnwohnerInnen und Interessierten. Der Eingang zum L-OFT 64 befindet sich vom zentralen Parkplatz aus mit Blick auf die Limburger Straße auf der rechten Seite. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich.

Das Bürgercafé wird von der Stadt Leipzig und der Bürgerinitiative Kleinzschocher wird bunt organisiert:

buntes-kleinzschocher@gmx.de
Facebook-Seite

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gepostet am: Sonntag, 20.05.2018, 13:05 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus während des Zweiten Weltkrieges 1939-1945

Am Mittwoch den 23.05. um 19:00 Uhr findet die zweite Veranstaltung der Reihe „Widerstand in Ton und Wort“ im Erich-Zeigner-Haus statt. Diesmal mit Werken, die in der Zeit des Zweiten Weltkrieges entstanden sind. 

Unbenannt– „Seit 05.45 Uhr wird zurückgeschossen“ – So Adolf Hitler am 01. September 1939. Und zurückgeschossen wurde bis Mai 1945. Fast sechs Jahre forderte dieser beispiellose Krieg seine Opfer. Nicht nur Mütter mussten zusehen, wie ihre Männer und Söhne an die Front gingen und wahrscheinlich nie wiederkehrten. Die perverse Rassenideologie der Nazis führte zur Vernichtung ganzer Familien und Völker; führte zu Vernichtungslagern, die die Welt in diesem Ausmaß noch nie gesehen hatte und ließ die Asche von Millionen verbrannter Menschen über die Städte regnen. Aber die „normale Zivilbevölkerung“ hat „natürlich“ von all dem nichts gewusst. Den Gegenbeweis bringen die Werke aus der Kunst. Aus dem Exil und der inneren Emigration schrieben Schriftsteller und Musiker ihren Eindruck aus dieser Zeit, wenden sich an die deutschen Hörer und Leser, versuchten Trost zu spenden und zu mahnen. Sie sahen zu, wie Deutschland zerstörte und Deutschland zerstört wurde – aber im Gegensatz zu anderen schwiegen sie nicht.

Es erklingen Werke von Thomas Mann, Klaus Mann, Charlie Chaplin, der Weißen Rose, dem Münsteraner Bischof Clemens von Galen, sowie der Comedian Harmonists, Richard Strauss‘ und Musikern aus Konzentrationslagern

Es singen Robert Pohlers, Oskar Didt, Johann Winter, Aaron Müller und Vincent Berger. Am zeignerischen Flügel wird Charlotte Steppes sitzen, die Texte werden von Caroline Müller gelesen.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen

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gepostet am: Mittwoch, 02.05.2018, 11:05 Uhr

“Volk” oder “Bevölkerung”? “Deutsch sein” im Diskurs

Am 18.05. um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Sich Erinnern ist ein politischer Akt!” Über die aktuelle Macht der Vergangenheit

18.05.Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus”, heißt es in Artikel 20 des Grundgesetzes.
Was heißt “Volks”souveränität heute? Wie verhält sich der Volksbegriff des Grundgesetzes zum Begriff des Volkes als “Abstammungsgemeinschaft”? RechtsextremistInnen fürchten den “großen Austausch”, postulieren demgegenüber ein biologistisches “Deutsch-Sein”und eine Gefahr der Verdrängung von “Deutschen” durch “Fremde”. Sind “Fremde” automatisch Feinde? Was ist dran an dieser Gemengelage?

Referent: Maximilian Steinbeis ist Gründer und Herausgeber des “Verfassungsblogs”, einer weltweit gelesenen Diskursplattform zu verfassungsrechtlichen und -politischen Themen, die als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und politischer Öffentlichkeit vermittelt. Er ist Jurist, Schriftsteller sowie Journalist und hat als Mitautor des Buches “Mit Rechten reden” im Jahr 2017 auf sich aufmerksam gemacht.

Moderation: Dr. Nils M. Franke ist Kulturwissenschaftler sowie Historiker und analysiert als Leiter des Wissenschaftlichen Büro Leipzigs seit Jahren die Geschichte des rechtsextremistischen Denkens.

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gepostet am: Mittwoch, 18.04.2018, 9:04 Uhr

Schaut auf dieses Land!

Am Freitag, den 20. April 2018 um 18 Uhr im Café Eigler im Capa-Haus (Jahnallee 61) berichtet der Leipziger Fotoreporter Sylvio Hoffmann über seine gefährliche Arbeit in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt.

Eine Veranstaltung der Bürgerinitiative Capa-Haus und dem Erich-Zeigner-Haus e.V.Capahaus Capa-Haus

 

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gepostet am: Donnerstag, 12.04.2018, 10:04 Uhr

Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus bis 1939

Am Mittwoch, den 18.04.2018 um 19 Uhr, eine Veranstaltung im Erich-Zeigner-Haus e.V.: „Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus bis 1939“

aus der Reihe:

„Widerstand in Ton und Wort. Wie künstlerische Ästhetik politische Dimensionen in der NS-Diktatur und Gegenwart erlangt“

Unbengannt df

18.04. Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus bis 1939
– Werke von Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Erich Kästner, Thomas Mann, Oskar Maria Graf sowie Kurt Thomas, Hanns Eisler, Kurt Weill und Gustav Schreck

– Widerstand – Die Flut an Gesetzen, die die Nationalsozialisten seit 1933 verabschiedeten, welche Maßnahmen daraus resultierten und wie die verschiedenen Oppositionellen der Zeit reagierten, werden vor allem in Schulen, aber auch in demokratiefördernden Einrichtungen viel und intensiv thematisiert. Vergessen wird hierbei jedoch häufig, welchen Einfluss diese Gesetze und Maßnahmen nicht nur für Sozialdemokraten und Kommunisten, sondern auch auf die Arbeit von z.B. Schriftstellern und Musikern und natürlich auch auf die betroffenen Künstler selbst. Seit dem Beginn der 30er Jahre veröffentlichten die Nazis Listen, welche Schriftsteller, Musiker und Maler verboten oder erlaubten. Was nicht ideologisch korrekt war oder den Ästhetikvorstellungen und – erwartungen des Regimes entsprach, wurde als entartet degradiert und in der Öffentlichkeit verbrannt, um weitere Verbreitungen zu verhindern oder mit Repressalien zu belegen. Und dabei war die Bücherverbrennung und die Flucht in ein anderes Land erst der Anfang. Den Mut aufzubringen und sich nicht symbolisch und buchstäblich einsperren zu lassen, sondern „die Feder in die Hand zu nehmen“ und zu schreiben, ist in einer Diktatur ein Beweis von Zivilcourage und enormer Stärke. Ob in der inneren Emigration unter falschem Namen oder im Exil zwischen Europa, Amerika und Afrika veröffentlichten Künstler ihre Werke und „beschimpften, bitteten, beleidigten und lachten“ das herrschende System und die deutsche Bevölkerung aus und hofften, dass die Menschheit sich so wenigstens „ein ganz klein wenig bessern könnte“.

Die musikalischen Beiträge werden übernommen von: Robert Pohlers, Christian Pohlers, Johann Winter, Aaron Müller, Vincent Berger, Agnes Hein, Johanna Jäger, Katherina Schmidt,

Die literarischen Beiträge werden übernommen von: Caroline Müller

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gepostet am: Montag, 19.03.2018, 14:03 Uhr

Schluss mit Auschwitz?! Ein Ende des „Kriegsschuldkults“?!

Der Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt!“ Über die aktuelle Macht der Vergangenheit!
Am Freitag den 13.04.2018 findet um 18 Uhr die erste Veranstaltung unserer neuen Reihe im Erich-Zeigner-Haus statt.

Unbenannt
Björn Höcke [AfD] forderte zu Beginn des Jahres 2017 eine „180 Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur“. Zur Staatsraison der Bundesrepublik Deutschland gehört eine Verurteilung des Nationalsozialismus und die Übernahme einer Verantwortung für die historischen Geschehnisse. Die Forderungen von B. Höcke durchbricht diesen Konsens.
Zurecht? Müssen wir uns nach 70 Jahren nicht mehr der Verantwortung stellen? Schluss mit Auschwitz? Worin liegen die historischen Ursprünge dieser Forderung von Rechts und in wieweit hat der Vorwurf einer postulierten „political correctness“ tatsächlich Bestand?
Pia Heine hält dazu einen Vortrag und lädt anschließend zu einer offenen Diskussion ein.
Henry Lewkowitz moderiert den Abend.

Der Eintritt ist kostenfrei. Wir freuen uns über zahlreiche Interessierte !

Erich-Zeigner-Haus e.V.
Zschochersche Straße 21, 04229 Leipzig
kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de
0341 870 95 07

 

 

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gepostet am: Donnerstag, 15.03.2018, 13:03 Uhr

Geschichte greifbar machen – ein Stolpersteinprojekt und seine politische Dimension im Fokus

Veranstaltung vom Erich-Zeigner-Haus e.V. und der 94. Oberschule im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 22.03.2018 ab 18 Uhr 

Im Schuljahr 2016/17 führte die 94. Oberschule Leipzig-Grünau mit Unterstützung des Erich-Zeigner-Haus e.V. ein Stolpersteinprojekt durch. Die Schüler recherchierten zu einem Juden aus Leipzig, der 1941 im Konzentrationslager Dachau ermordet wurde. Für Theodor Erich Boss wurde schließlich am 27.05.2017 ein Stolperstein gegenüber der Nordstraße 24 in Leipzig verlegt.
Sie bekommen exemplarisch an diesem Stolpersteinprojekt einen Eindruck, wie der Ablauf eines solchen Schülerprojektes aussehen kann, was man alles benötigt und wohin man sich wenden kann, um Schülern Geschichte greifbar zu machen, um damit dem zunehmenden Geschichtsvergessen der künftigen Generationen entgegenzuwirken. All dies erfahren Sie im Erich-Zeigner-Haus durch dortige Mitarbeiter und dem Projektleiter der Schule.

Hier können Sie die Hintergründe zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus nachlesen.

!! !! Wichtiger Hinweis !! !!
Die Zschochersche Straße ist vor dem Erich-Zeigner-Haus wegen einer Baustelle gesperrt. Wer mit dem Auto kommt muss nach dem Parken ein paar Schritte mehr laufen; die Linie 14 fährt regulär und hält am Felsenkeller; für die Linie 3 fährt ein Schienenersatzverkehr, wer diesen Bus nutzt, muss „Erich-Zeigner-Allee“ aussteigen und 200 Meter laufen.

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gepostet am: Donnerstag, 22.02.2018, 13:02 Uhr

Gedenktafelanbringung für den „Stillen Helden“ Otto Heinze

Am 13.04.2018 um 16.30 Uhr möchte die Projektgruppe des Immanuel-Kant-Gymnasiums gemeinsam mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. die „Stille Helden“ – Gedenktafel für Otto Heize in der Marktstraße 7 anbringen.

Hier finden Sie alle Hintergrundinformationen zu dem „Stille Helden“ – Projekt.

 

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gepostet am: Dienstag, 20.02.2018, 12:02 Uhr

Buchpräsentation: „Von Biedermännern und Brandstiftern“

Donnerstag, 15. März 2018 um 19:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Eine gemeinsame Veranstaltung von Leipzig. Courage zeigen. e.V. und Erich-Zeigner-Haus e.V.

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse stellen Björn Allmendinger, Joachim Fährmann und Klaudia Tietze ihr Buch „Von Biedermännern und Brandstiftern“ vor.

Auch Gewerkschaftsmitglieder gehörten zu den Wähler*innen der AfD, die im flyer_buchmesse_2018_vorderseiteSeptember 2017 mit 12,6% in den Bundestag einzog. Gezielt sucht die AfD die Konfrontation auch mit Parteien und Organisationen, die sich in der Tradition der Arbeiterbewegung verorten. Exemplarisch steht hierfür etwa der Slogan »Das neue Rot der Arbeitnehmer ist Blau«, welcher von der Interessengemeinschaft der »Arbeitnehmer in der AfD« (AidA) verbreitet wird. Warum wirkt der Rechtspopulismus bei Arbeitnehmer*innen? Viele Menschen fühlen sich von der herrschenden politischen Klasse nicht mehr vertreten. Durch die fortschreitende Prekarisierung werden immer mehr Kolleg*innen vom regulären Arbeitsmarkt ausgegrenzt. Auch die Entwicklung in Richtung einer digitalen Gesellschaft (Industrie 4.0) schürt Abstiegsängste. Gewerkschaften müssen diese Sorgen aufgreifen und zugleich ihre Kernthemen vorantreiben: betriebliche Mitbestimmung, Teilhabe und Anerkennung, gute Arbeit mit gerechten Löhnen und eine Rente, die zum Leben reicht. Und es geht um die Verteidigung gewerkschaftlicher Grundwerte wie Solidarität, kulturelle Vielfalt und Chancengleichheit. Darüber sprechen die drei Herausgeber*innen Björn Allmendinger (bis Mitte April Studienleiter im Bildungszentrum HVHS Hustedt), Joachim Fährmann (IG Metall Wolfsburg) und Klaudia Tietze (Geschäftsführerin des Vereins »Mach meinen Kumpel nicht an!«).

Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung zahlreich teilzunehmen !

!! !! Wichtiger Hinweis !! !!
Die Zschochersche Straße ist vor dem Erich-Zeigner-Haus wegen einer Baustelle gesperrt. Wer mit dem Auto kommt muss nach dem Parken ein paar Schritte mehr laufen; die Linie 14 fährt regulär und hält am Felsenkeller; für die Linie 3 fährt ein Schienenersatzverkehr, wer diesen Bus nutzt, muss „Erich-Zeigner-Allee“ aussteigen und 200 Meter laufen.

 

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gepostet am: Freitag, 01.12.2017, 12:12 Uhr

15.12. Vortrag – Das Frauen- und Männerbild im Rechtsextremismus – 18-20 Uhr

Am Freitag, den 15.12.2017 von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ der vorerst letzte Vortrag zum Thema „Das Frauen- und Männerbild im Rechtsextremismus“ im Erich-Zeigner-Haus stattfinden.

15.12.Während im nationalsozialistischen Weltbild Frauen die Rolle der Gebährenden zugesprochen wurde, versuchen heutige Rechtspopulisten eine scheinbare Neubestimmung des Frauenbildes. Einerseits wird die Frau am Herd wieder idealisiert, auf der anderen Seite stehen bei Pegida, AfD, Front National usw. Frauen in den ersten Reihen.
Im Vortrag sollen sowohl Konservative als auch NS-Frauenbilder skizziert und dem gegenwärtigen Wiedererstarken und der Abwandlung solcher Bilder nachgegangen werden – dabei wird ebenfalls das komplementäre Männerbild besprochen, welches im Rechtspopulismus zutage tritt.

Die Referentin des Abends wird Katharina Schenk sein, die als Politikwissenschaftlerin und Philosophin das Bild der Frauen und Männer zweier Zeiten beleuchten möchte und dabei eventuelle Widersprüche oder Übereinkünfte deutlich macht. Die Moderation wird von dem Vorstandsvorsitzenden des Erich-Zeigner-Haus e.V. Raimund Grafe übernommen. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe soll der Fokus ebenfalls auf einigen offen gebliebenen Fragen des Publikums liegen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig, dem Arbeit und Leben Sachsen e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachen e.V. statt.

Zu dieser Veranstaltung sind Sie/seid ihr recht herzlich eingeladen!

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gepostet am: Montag, 13.11.2017, 10:11 Uhr

24.11. – Vortrag und Podiumsdiskussion – Politik und Religion

Politik und Religion – Vortrag und Podiumsdiskussion im Erich-Zeigner-Haus e.V. am 24.11. von 18-20 Uhr 

flyer_24_11_2017_vorderseiteIn Zeiten zunehmender religiöser Konflikte, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, gibt es Bestrebungen, mögliche Antworten durch die philosophische Betrachtung der Unvereinbarkeit von Politik und Religion zu erhalten. Mit der Frage, wie eine säkulare Gesellschaft mit einem nicht diskursiv verhandelbaren „religiösen Kern“ einer Glaubensgemeinschaft umgehen kann, wird Henry Lewkowitz Möglichkeiten und Grenzen der Vereinigung von Politik und Religion aufzeigen. An einer anschließenden Podiumsdiskussion wird Prof. Dr. emer. Matthias Petzoldt als Professor für Fundamentaltheologie und Hermeneutik an der Universität Leipzig teilnehmen und auch eine theologische Perspektive mit dem Umgang von Politik und Religion beitragen.

Als vorletzter Vortrag unserer Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ ist dieser Exkurs in eine allgemeine politische und religiöse Problematik, die seit hunderten und tausenden Jahren schon besteht, eine Möglichkeit, für jeden Interessierten selbst über die Unvereinbarkeit beider Positionen nachzudenken.

 

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gepostet am: Mittwoch, 04.10.2017, 14:10 Uhr

13.10. Vortrag: Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus

Am 13.10. findet von 18-20 Uhr im Erich-Zeigner-Haus ein Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus“ statt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ werden die ReferentInnen Kerstin Köditz, Florian Illerhaus und Prof. Dr. Gert Pickel über Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus referieren und auf aktuelle Debatten in Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingehen. Moderiert wird die Veranstaltung vom Kulturwissenschaftler Eiko Kühnert.

Islamfeindlichkeit steht als aktuelles gesellschaftliches Feindbild im Zentrum der Aussagen und Positionen nicht nur der AfD. Besonders interessant ist die Tatsache, dass in Ostdeutschland die Islamfeindlichkeit im Vergleich zu dem geringen muslimischen Bevölkerungsanteil erschreckend hoch ist. Eine begründbare Angst vor möglicher „Überfremdung“ ist also de facto nicht möglich. Zusammen mit den ReferentInnen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft soll in der Veranstaltung die Vorstellung einer „homogenen bio-deutschen Bevölkerung“ und damit zusammenhängende Gefahren sowie deren Aktualisierungsbestrebungen durch die „Neue Rechte“ thematisiert und problematisiert werden.

Herzliche Einladung an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei, über Spenden sind wir sehr dankbar.

Unterstützt wird diese Veranstaltung von der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz.

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gepostet am: Montag, 25.09.2017, 16:09 Uhr

Buchvorstellung: Wörterbuch des besorgten Bürgers

Am 02.11. um 18.00 Uhr wird die dritte Auflage des Buches von
Robert Feustel / Nancy Grochol / Tobias Prüwer /  Franziska Reif (Hg.) vorgestellt. 

Von »Asylindustrie« über »Merkeljugend« bis »Volkstod«: In Kreisen besorgter Bürger machen dieser Tage Begriffe die Runde, deren Unsinn nicht selbstverständlich ist.

Dieses Wörterbuch kartografiert und kritisiert – unvollständig und selbst wertend – in 150 Einträgen den sprachlichen Zauber, der weite Teile der politischen Öffentlichkeit erfasst hat und der beharrlich mit stilisierten Ängsten spielt. Konsequent aus einer falschen Opferperspektive werden Tabubrüche inszeniert, um noch so derbe Zumutungen als verkannte Wahrheit zu deklarieren. Neben der politischen Schärfe, welche die Aufarbeitung besorgter Sprache unweigerlich zeigt, kommt auch (ungewollt) Komisches zum Vorschein: Wer etwa von »Volksverdünnern« spricht, hat nicht darüber nachgedacht, dass Besorgte – um im Bild zu bleiben – dann die Arterien der Gesellschaft verstopfen.

Zu etwas mehr als einer Lesung, mit Ausflügen zu den Abgründen der Sprache, laden wir herzlich ein. Es lesen und parlieren Nancy Grochol und Robert Feustel. Mit neuen Texten, aus der überarbeiteten und ergänzten 3. Auflage des Buches werden sie uns unterhalten. Momente von Spaß, Grusel, Verzweiflung, Wut und Erkenntnis sind an diesem Abend garantiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbund – Region Leipzig-Nordsachsen, der Friedrich Ebert Stiftung und des Erich-Zeigner-Haus e.V.

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gepostet am: Dienstag, 05.09.2017, 12:09 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, den 10.09.2017 findet ab 11 Uhr auch bei uns Haus der Tag des offenen Denkmals statt.

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September sind unter dem Motto „Tag des offenen Denkmals“ historische Bauten und Stätten zu besichtigen, auch jene, die sonst nicht täglich die Türen für Besucher öffnen. An diesem Tag sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. „Geschichte zum Anfassen“, das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise.

Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.

Im Erich-Zeigner-Haus finden von 11-14 Uhr, zu den vollen Stunden, Führungen durch die Wohnung des ehemaligen Oberbürgermeisters von Leipzig und sächsischen Ministerpräsidenten von 1923 Erich Zeigner (1886-1949) statt. Zu sehen ist das Arbeitszimmer, die Bibliothek und das Musikzimmer im Originalzustand mit Originalmöbeln wie Schreibtisch, Bücherschränke und Büchern. Im Musikzimmer steht Zeigners Flügel, der heute noch spielbar ist. Zusätzlich ist die Ausstellung „Politische Fotomontagen John Heartfields“ zu sehen.

Herzlich Willkommen – wir freuen uns über zahlreiche Besucher in unserem Haus.

Weitere Informationen finden Sie hier: Tag des offenen Denkmals

Termine
gepostet am: Dienstag, 05.09.2017, 11:09 Uhr

Andreas Speit im Erich-Zeigner-Haus

Am kommenden Freitag, den 08.09.2017 von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr findet die mittlerweile vierte Veranstaltung zum Thema „Völkische Grundlagen des Rechtsextremismus“ im Erich-Zeigner-Haus statt.

FlyerASDer ausgewiesene Rechtsextremismusexperte und Hamburger Journalist Andreas Speit wird die Frage klären, inwieweit die völkischen Grundlagen des Nationalsozialismus heute durch die AFD aktualisiert beziehungsweise modifiziert werden. Unter Bezugnahme auf sein neues Buch „Bürgerliche Scharfmacher – Deutschlands neue rechte Mitte von AFD bis PEGIDA“ (2016) wird er auf viele Fragen rund um das Thema „Neue Rechte“ eingehen und sich in einer anschließenden Diskussion den offen gebliebenen Fragen des Publikums stellen. Moderiert wird die Veranstaltung von dem Vorstandsvorsitzenden Raimund Grafe.

 

 

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gepostet am: Montag, 04.09.2017, 16:09 Uhr

Podiumsdiskussion im Erich-Zeigner-Haus

Am 23.09 von 19.30 Uhr – 22.00 Uhr Kooperationsveranstaltung zum Thema „Was können wir wissen, was wollen wir glauben?“. von Lauter Leise e.V. und Erich-Zeigner-Haus e.V. 

Welchen Einfluss haben Verschwörungstheorien auf unsere Gesellschaft und auf welchen Ebenen kann man ihnen wirkungsvoll begegnen?

Wir leben im 21. Jahrhundert und Trump scheint nur die Spitze des Phänomens zu sein, dass Menschen in einer komplexer erscheinenden Welt Realität fern von Fakten, von Wissenschaftlichkeit und zum Teil entgegen der Vernunft definieren. Auch bei uns kommt es immer öfter vor, dass sich Menschen bei bestimmten Themen als empfänglich für Verschwörungstheorien zeigen. Dies führt zu emotionalen Debatten, öfter aber noch zu Themenwechsel oder Kontaktabbruch, weil die Überzeugtheit des einen den anderen durch Empfinden undurchdringlicher Unrichtigkeit sprach- und ratlos macht. Die Skepsis beispielsweise Medien oder Politikern gegenüber spaltet die Gesellschaft und schadet unserem demokratischen System. Nachbesserungen an der bestehenden Demokratie werden durch die Auseinandersetzung mit extremistischen Positionen, die mittelfristig aus der Skepsis erwachsen, verhindert.
Verschwörungstheorien ist zu Eigen, dass sie schwierig zu erfassende oder zu erklärende Vorgänge in eine einfache Logik und scheinbar kohärente Erzählung bringen. Sie haben eine hohe Überzeugungskraft, weil sie reale, mit anderen geteilte Erfahrungen einbeziehen und daher nicht als gänzlich falsch gelten können, selbst wenn die Erklärungen absurd sind. Außerdem – und das macht es besonders schwierig – scheinen Versuche sie zu widerlegen zu ihrer Bestätigung beizutragen. Widerlegungsversuche werden durch weitere ad-hoc-Hypothesen in die Verschwörungstheorien integriert, die sich so gegen Kritik immun macht. Was können wir also tun, wenn wir nicht zuschauen wollen, wie unsere Gesellschaft in den Aufklärungsgrad des Mittelalters zurück fallen will?

Es diskutieren Christoph Jäger (Erkenntnistheoretiker, Universität Innsbruck), Jürgen Kasek (demokratisch engagierter Anwalt) und Frank Richter, Theologe (ehemaliger Direktor der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung), Moderation: Anna Kaleri

Herzliche Einladung an alle.

Mehr Informationen auf unserer Facebook-Seite oder beim Lauter Leise e.V.

Termine
gepostet am: Montag, 07.08.2017, 12:08 Uhr

Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus

Am 13.10.2017 findet bei uns ein neuer Vortrag mit Podiumsdiskussion zum Thema Islamfeindlichkeit im Rechtspopulismus statt. Wie immer von 18:00 – 20:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ des Erich-Zeigner-Haus e.V. werden die ReferentInnen Kerstin Köditz, Prof. Gert Pickel und Florian Illerhaus über Islamfeindlichkeit im aktuellen Rechtspopulismus referieren.

Kerstin Köditz ist Mitglied des sächsischen Landtages für die LINKE und setzt sich dort als Sprecherin ihrer Fraktion für eine antifaschistische Politik ein. Prof. Gert Pickel ist Soziologe und Politikwissenschaftler und lehrt seit 2009 an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig Kirchen- und Religionssoziologie. Florian Illerhaus ist Isamwissenschaftler und Mitglied des Netzwerks gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig. Als Referent klärt er über aktuelle Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus auf.

Islamfeindlichkeit steht als aktuelles Feindbild im Zentrum der Aussagen und Positionen der AfD. Besonders interessant ist die Tatsache, dass in Ostdeutschland die Islamfeindichkeit im Vergleich zum geringen muslimischen Bevölkerungsanteil erschreckend hoch ist. Eine begründete Angst vor möglicher „Überfremdung“ ist also de facto nicht möglich. Innerhalb dieser Veranstaltung soll es zusammen mit den ReferentInnen  aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik um die Forderung einer „homogenen bio-deutschen Bevölkerung“ und deren Gefahren gehen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 29.06.2017, 13:06 Uhr

BRÜCKENFEST 3.0

Sachsenbrücke (Anton-Bruckner-Allee im Clara-Zetkin-Park)  26.8.2017, 14 bis 22 Uhr

Teilhabe ist Menschenrecht. In einer Gesellschaft leben, heißt sie miterleben. In unserer Vorstellung ist diese geprägt von Offenheit, Solidarität, gegenseitigem Respekt und Anerkennung. Das erreichen wir nur, wenn alle gleichberechtigt mitgestalten können und mitentscheiden dürfen.

Im Bundestagswahljahr wird wieder deutlich werden, dass genau dieses Mitentscheiden nicht für alle hier lebenden Menschen möglich ist. Unsere Gesellschaft ist immer noch geprägt von vielfältiger Ausgrenzung – ökonomischer, rassistischer, sozialer, bildungsständischer. Diese gilt es zu überwinden und wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten.

Schon zweimal hat das Aktionsnetzwerk »Leipzig nimmt Platz«, gemeinsam mit dem Werk 2, dem Student*innenrat der Uni Leipzig und dem Netzwerk Integration-Migrant/-innen in Leipzig e.V., den Brückenschlag zu all den Menschen, die von Alltag gewordenem Rassismus betroffen sind, geübt. Wir haben Platz genommen und uns kennengelernt. Nun wird es Zeit, dass wir gemeinsam unsere Stadt und unser Land gestalten und uns darüber austauschen, welche Hürden es noch beim Mitmachen und -entscheiden gibt. Wir freuen uns auf Diskussionsforen, ein interkulturelles Angebot vieler Vereine mit Musik, Infoständen, Gastronomie, Kleinkunst und Spendensammlungen, vor allem aber auf all die Menschen, die gemeinsam Platz nehmen und Brücken bauen.

Termine
gepostet am: Donnerstag, 29.06.2017, 12:06 Uhr

11 Stolpersteine für die jüdische Familie Rosenzweig

Am 29.11.2017 werden in der Funkenburgstraße 17 in  Leipzig 11 Stolpersteine für die jüdische Familie Rosenzweig verlegt. Die Projektteilnehmenden einer 11. Klasse des Neuen Nikolaigymnasiums Leipzig sammeln derzeit aktiv Spenden, um die 11 Stolpersteine finanzieren zu können. Wenn auch Sie die Projektgruppe unterstützen möchten, dann Spenden Sie gerne an folgendes Konto:

Spendenkonto:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.
IBAN: DE 94 860 555 92 11 002 798 96
Verwendungszweck: Fam. Rafe
V.i.S.d.P. Henry Lewkowitz

Die genaue Uhrzeit für die Verlegung wird noch folgen. Wenn Sie immer auf dem aktuellsten Stand bleiben möchten, dann besuchen Sie uns gerne auf Facebook.

Mehr Informationen zum Projekt und den Biografien finden Sie hier.

 

 

Termine
gepostet am: Freitag, 23.06.2017, 12:06 Uhr

Erinnerungskultur in Leipzig

Heute 18.00 Uhr – 20.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus 
Vortrag und offene Diskussion zum Thema Erinnerungspolitik in Leipzig

Die armenische Gemeinde in Leipzig engagiert sich derzeit
für die Errichtung eines Kreuzsteins in der Messestadt. Weltweit
erinnern bereits zahlreiche dieser jahrhundertealten, traditionell-
armenischen Kunstwerke an die Opfer des Völkermordes
an den Armeniern im Osmanischen Reich während
des Ersten Weltkrieges. Referiert wird über die historische
Symbolik der Kreuzsteine sowie über die Hintergründe des
Projekts.

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. engagiert sich seit Langem für
Stolpersteine und Erinnerungstafeln zum Gedenken an die
Opfer des Nationalsozialismus sowie an die Stillen Helden
und hat entsprechende Kompetenzen in Bezug auf die Erinnerungskultur
in Leipzig. In der Veranstaltung wird darüber
diskutiert, warum Erinnerung immer zugleich ein Politikum
ist.

Gedenkanlage Leipziger
Friedhöfe – Ostfriedhof
In den Deutschen Soldatengräbern
sind auch von Nazis Hingerichtete
beerdigt, die bis heute
noch nicht als Opfer des Nazionalsozialismus
rehabilitiert sind,
da der diskreditierende Hinrichtungsgrund
als Plünderer von
den Nazis unhinterfragt übernommen
wurde. Dieser wird nun
in Zweifel gezogen.

Referent/innen: Jeanne Gevorkian / H.-J. Halbach
Dr. Manfred Hötzel / Henry Lewkowitz
Moderation: Susanne Borschke

Facebook
gepostet am: Dienstag, 18.04.2017, 13:04 Uhr

„Rechte Ökologie“ – Vortrag und offene Diskussion

Am 12. 05.2017 von 18:00 – 20:00 findet im Erich-Zeigner-Haus e.V. die Auftaktveranstaltung der Projektreihe “ Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“ statt. Innerhalb des Vortrages durch den Referenten PD Dr. Nils Franke und der anschließenden offenen Diskussion wird geklärt, was  die Begriffe Heimat, Natur und Kulturlandschaft mit den rechtsradikalen Forderungen von „Umweltschutz gleich Heimatschutz“ zu tun haben. Was geschieht, wenn die Diskussion um nichteinheimische Pflanzen, „Artenreinheit“ und „gesunde Landschaft“ rassistische Bezüge weckt? Welche Strategien der rechtsradikalen Szene stecken hinter der Instrumentalisierung von Themen des Umwelt- und Naturschutzes und welche Auswirkungen hat dies für den Naturschutz und seine Akteur/innen? „Rechte Ökologie“ scheint auf den ersten Blick ein Randthema im Rechtsextremismus zu sein. Tatsächlich ist das völkische Naturverständnis eine der wichtigsten Grundlagen seiner Ideologie.

Mehr Infos

Termine
gepostet am: Mittwoch, 05.04.2017, 14:04 Uhr

Filmvorführung im Erich-Zeigner-Haus e.V.

Am 08.05.2017 um 18.00 Uhr findet im Erich-Zeigner-Haus e.V. eine Filmvorführung statt.

Der gezeigte Film wird „Nackt unter Wölfen“ sein, bei dem u.A. Erwin Geschonneck als Hauptrolle mitwirkte. Im Anschluss an die Filmvorführung können Sie die Ausstellung über 33 politische Fotomontagen John Heartfields besichtigen. John Heartfield war ein guter Freund Geschonnecks und zusammen arbeiteten sie auch an einigen Fotomontagen, die Sie innerhalb der Ausstellung anschauen können. In jüngerer Vergangenheit veranstaltete der Erich-Zeigner-Haus e.V. in Kooperation mit u.a. dem Felsenkeller eine musikalische Lesung mit Geschonnecks Sohn Matti Geschonneck durch, bei dem dieser aus dem Werk „meine unruhigen Jahre“ seines Vaters vortrug. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Sie sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Der Eintritt ist frei, aber um eine Spende wird gebeten.

Termine
gepostet am: Mittwoch, 05.04.2017, 14:04 Uhr

Ausstellungseröffnung politische Fotomontagen von J. Heartfield

Am 5.5.2017 um 15.30 Uhr wird im Erich-Zeigner-Haus e.V. die Ausstellung der 33 politischen Fotomontagen John Heartfields eröffnet. Nachdem ein Teil der Ausstellung bereits im Felsenkeller Leipzig zu sehen war, hat ab 5.5. jede(r) die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.

Der deutsche Schriftsteller und Künstler John Heartfield gilt als Begründer der politischen Fotomontage. Als Herausgeber der AIZ (Arbeiter illustrierte Zeitung) fielen er und sein Bruder ins Visier der Gestapo und flohen ins Exil nach Prag. Aus dem Exil heraus veröffentlichte Heartfield kritische Fotomontagen gegen das NS-Regime. Auf Grundlage der Fotomontagen sollen besonders SchülerInnen und Interessierte eine andere Seite der Widerstandsarbeit in den 1930er/40er exemplarisch aufgezeigt bekommen, die anschaulich und begreifbar ist. Das Ziel der Ausstellung ist die persönliche Auseinandersetzung mit politischen Fotomontagen der 1930er/40er Jahre und deren Übertragbarkeit auf gegenwärtige politische Debatten.

Flyer J. Heartfield HintenHeartfield

Mehr Infos

Der Eintritt in die Ausstellung ist selbstverständlich frei, aber um eine Spende wird gebeten.

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gepostet am: Mittwoch, 05.04.2017, 12:04 Uhr

Projektreihe „zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“

Ab Mai 2017 startet im Erich-Zeigner-Haus e.V. eine Projektreihe mit dem Titel „zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“in Kooperation mit dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig.

Den Auftakt bildet ein Vortrag von PD Dr. Nils Franke zum Thema „Rechte Ökologie“ am 12.05.2017 von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr, in dem er die Zusammenhänge zwischen den Begriffen Heimat, Natur und Kulturlandschaft mit rechtsradikalen Forderungen von „Umweltschutz gleich Heimatschutz“ darlegt. Welche Strategien der rechtsradikalen Szene stecken hinter der Instrumentalisierung von Themen des Umwelt- und naturschutzes und welche Auswirkungen hat dies für den Naturschutz und seine Akteure?

Zu dieser und allen folgenden Veranstaltungen sind Sie herzlich eingeladen. Im monatlichen Rhythmus werden Sie die Möglichkeit bekommen, Vorträge anzuhören und hinterher in rege Diskussionen überzugehen.

Besuchen Sie uns gerne auf Facebook  um immer über aktuelle Themen, Veranstaltungen und Projekte informiert zu sein.

 Die geplanten Veranstaltungen können Sie hier einsehen.

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gepostet am: Freitag, 10.03.2017, 13:03 Uhr

Buchvorstellung „Politik und Religion“

Die Buchvorstellung findet am  25.03.2017 um 19.00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus e.V. in der Zschochersche Straße 21 in 04229 Leipzig statt. Der Eintritt wie ist immer frei.

Henry Lewkowitz befasste sich bereits in seiner Masterarbeit an der Universität Leipzig mit demProblemfeld einer philosophisch begründbaren Unvereinbarkeit von Politik und Religion. Heute konstatiert er, dass die politischen Konsequenzen dieser Problematik in der Öffentlichkeit zunehmen sichtbar werden und immer breitere gesellschaftliche Sphären betreffen. In Zeiten zunehmender religiöser Konflikte, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, versucht er nun eine Klärung über die Ursachen und mögliche Antworten für die Lösung dieses Problems aufzuzeigen. Wie kann eine säkulare Gesellschaft mit einen nicht diskursiv verhandelbaren „religiösen Kern“ einer Glaubensgemeinschaft umgehen? Wie will und sollte sie den säkularen Umgang mit Religion und religiösen Einstellungen institutionell gestalten, ohne der Gefahr von prinzipiellen Bevorzugungen einerseits und Benachteiligungen andererseits anheimzufallen? Mit welcher Konzeption von „Toleranz“ stellt sie sich dem philosophischen Problem der Unvereinbarkeit von Politik und Religion?

Mit einem Nachwort von Florian Illerhaus.

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Henry Lewkowitz, Jahrgang 1989, studierte Sozialwissenschaften und Philosophie an der Universität Leipzig sowie Kulturwissenschaften und Geschichte an der Fernuniversität Hagen. Er ist Vorstandsmitglied in verschiedenen Vereinen, soz.B. im Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und
Rassismus Leipzig e.V. und selbstständiger Referent und Projektleiter in der politischen
Bildungsarbeit. Zudem ist er Geschäftsführer und 2. Vorstandsvorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V.
Er veröffentlichte als Autor im bookra Verlag bisher „Stolpersteine un und um Leipzig. Jugendprojekte des Erich-Zeigner-Haus e.V.“ (2016) sowie „Das Leben und Wirken von
Friedrich Ernst Lewek. Zum kirchenpolitischen Umgang mit dem ‚nichtarischen‘ Amtsbruder
während der NS-Diktatur in Leipzig“ (2016).
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Henry Lewkowitz: Politik und Religion –
Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem
Problem ihrer Unvereinbarkeit
ISBN: 978-3-943150-16-2
130 Seiten, Hardcover
12,90€ Ladenverkaufspreis
bookra Verlag, Inh.: Florian Illerhaus
www.bookra-verlag.de
Termine
gepostet am: Donnerstag, 19.01.2017, 16:01 Uhr

Vortrag “ Hintergründe und Strategien des Rechtsextremismus“

„Provokation und Gewalt –Hintergründe und Strategien des Rechtsextremismus“

Referent: PD Dr. Nils M. Franke

 

 

„Provokation ist nicht nur ein zufälliges Mittel des Rechtsextremismus und des Rechtspopulismus. Wenn B. Höcke/AFD eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ in Bezug auf den Nationalsozialismus fordert, ist ihm der Sprengstoff dieser Aussage völlig bewusst.

Auch kein Zufall waren die 921 rechtsextremen Straftaten in Deutschland auf Unterkünfte von Geflüchteten im Jahr 2016.

Gewalt ist ein Grundprinzip des Rechtsextremismus. Der Vortrag klärt anlässlich des diesjährigen Holocaust-Gedenktages die Hintergründe und Strategien von Rechtsextremismus und des Rechtspopulismus und lädt zur Diskussion ein.“

 

27.01.2017/19 Uhr

Erich Zeigner Haus

Zschochersche Str. 21

 04229 Leipzig.

 

Der Eintritt ist kostenfrei.

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gepostet am: Mittwoch, 28.12.2016, 12:12 Uhr

Musikalische Lesung mit Matti Geschonneck

Musikalische Lesung mit Matti Geschonneck und Sebastian Krumbiegel

Matti Geschonneck liest aus:

Erwin Geschonnecks Lebenserinnerungen „Meine unruhigen Jahre“

Am 12. März 2017 wird der Erich-Zeigner-Haus e.V.  im Felsenkeller Leipzig eine musikalische Lesung mit dem Sohn des antifaschistischen Schauspielers und Künstlers Erwin Geschonneck durchführen. Matti Geschonneck wird aus dem Werk „Meine unruhigen Jahre“ seines Vaters vorlesen und zusätzlich eigene Erlebnisberichte mit seinem Vater vorstellen. Zusätzlich wird Sebastian Krumbiegel musikalische Beiträge von Berthold Brecht/Kurt Weil sowie Lieder von Marlene Dietrich vortragen. Die Moderation wird von Griseldis Wenner durchgeführt.

Grundlage der Musikalischen Lesung ist eine Veranstaltung mit Erwin Geschonneck vom 16.06.1996, bei der dieser sein Buch „Meine unruhigen Jahre“ vorstellte und die Veranstaltung als Auftakt der Ausstellung „Krieg und Leichen – Die letzte Hoffnung der Reichen“ des Erfinders der politischen Fotomontage und langjährigen Freundes John Heartfield nutzte. Zusammen haben beide unter anderem antifaschistische Fotomontagen in den 1930er Jahren gegen das NS-Regime publiziert, sodass beide emigrieren mussten.

Die Musikalische Lesung wird ebenfalls die Auftaktveranstaltung sein, um die John Heartfield Ausstellung „Politische Fotomontagen“ in den Räumen des Erich-Zeigner-Haus e.V. ab April 2017 erneut zu eröffnen. Dabei werden 33 Kopien seiner Politischen Fotomontagen ausgestellt, von denen 10 ausgewählte Einzelstücke bereits zur Musikalischen Lesung zu sehen sind.

Eine gemeinsame Veranstaltung von:

Erich-Zeigner-Haus e.V., DGB-Region Leipzig – Nordsachsen, DGB Stadtvorstand Leipzig, Bund der Antifaschisten Leipzig, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V., Felsenkeller Leipzig

 

 

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Karten können Sie über diesen Link: https://www.tixforgigs.com/site/Pages/Shop/ShowEvent.aspx?ID=18916 erwerben.

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gepostet am: Dienstag, 20.12.2016, 11:12 Uhr

Straßenfest am 18.12.2016

~~~ Kleinzschocher wird bunt! ~~~

Die Veranstaltung zum 4. Advent der Bürgerinitiative Kleinzschocher wird bunt war eine runde Sache! Anlässlich zunehmender rassistischer und fremdenfeindlicher Ereignisse setzte die neugegründete Bürgerinitiative mit ihrem Straßenfest ein Zeichen für Offenheit und Toleranz. Dem Motto entsprechend war das Straßenfest bunt gemischt – sowohl durch die zahlreichen BesucherInnen, die sich trotz des dauerhaft regnerischen Wetters auf die Straße trauten als auch durch die Angebote. Bei Kaffee, Tee und Kuchen konnten die Kinder beim toben beobeachtet werden, die Redebeiträge der Willkommensinitiativen Weltoffenes Gohlis und Schönefeld, dem Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig und auch dem Erich-Zeigner-Haus e.V. anegehört und sich entspannt unterhalten werden. Musikalisch und technisch wurde die Veranstaltung durch den neugegründeten Verein Say it loud unterstützt. Man konnte sich aber auch von den Rhytmen syrischer Volkslieder mitreisen lassen. An der Feuerschale zeigten uns unsere syrischen Freunde wie spaßig Volkslieder sein können und bereicherten damit den Nachmittag.

Diese Auftaktveranstaltung war ein guter und notwendiger Schritt in die richtige Richtung. Mit einem guten Gefühl können die InitiatorInnen der Bürgerinitiative nun in eine Weihnachtspause starten und dann im nächsten Jahr an dieses Straßenfest wieder anknüpfen, um Kleinzschocher bunt werden zu lassen.

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gepostet am: Dienstag, 13.12.2016, 10:12 Uhr

09.01.2017 Demonstration gegen Legida

Willkommen in Leipzig
2017: demokratisch.gerecht.vielfältig

Auch wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. schließen uns auch im neuen Jahr der Demonstration des Bündnis Willkommen in Leipzig – Eine weltoffene Stadt der Vielfalt unter dem Motto Willkommen in Leipzig: 2017 demokratisch.gerecht.vielfältig an und unterstützen diese tatkräftig!
Legida will seinen „2. Geburtstag“ feiern und diese Selbstdarstellung können und wollen wir nicht so einfach hinnehmen und rufen zur Unterstützung des Protests auf. Auch nach 2 Jahren der regelmäßigen Aufmärsche und Beästigungen durch das fremdenfeindliche Bündnis sind die LeipzigerInnen gefragt, um sich Legida entschlossen entgegenzustellen.

Teilt die Veranstaltung, ladet eure FreundInnen und Verwandten ein, kommt zahlreich und bezieht klar Stellung für das neue Jahr:

– 2017: demokratisch. gerecht. vielfältig. Gesellschaft gestalten statt Ängste verbreiten –

Presse
gepostet am: Mittwoch, 21.09.2016, 11:09 Uhr

Ein Vortrag vom Deutsch-Afghanischen Verein „Kinder in Not“ e.V. im Erich-Zeigner-Haus

Der Deutsch-Afghanische Verein „Kinder in Not“ e.V. ist eine neu gegründete Initiative, die unter anderem aus afghanischen Flüchtlingen besteht, die vor 20 Jahren Afghanistan aufgrund der dortigen Unruhen verlassen mussten. Das Ziel des Vereins ist der nachhaltige Wiederaufbau des Landes und die effizienten Hilfe von betroffenen Kindern und deren Familien. Eine ständige Korrespondenz nach Afghanistan ist durch Mitarbeiter vor Ort gegeben und somit können die Mitarbeiter die Entwicklungen in dem Land mitverfolgen. Mit der Intention sich mit anderen Vereinen und initiativen zu kooperieren, werden Vertreter des Deutsch-Afghanischen Vereins „Kinder in Not“ e.V. am 5.11.2016 einen Vortrag über ihre Arbeit in den Räumen des Erich-Zeigner-Haus e.V. halten.

 

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