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gepostet am: Dienstag, 04.09.2018, 12:09 Uhr

Die Universität Leipzig im Nationalsozialismus

Der Bildungstag „Die UL im Nationalsozialismus“ am 13.10. von 10-16 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Im Rahmen der sogenannten „kritischen Einführungswochen“ führt die Universität Leipzig mit dem Start des neuen Wintersemesters für mehrere Wochen lang jedes Jahr interessante und kostenfreie Bildungsveranstaltungen für Studierende oder Interessierte durch, um über grundlegende Probleme und Thematiken aufzuklären. Auch das Erich-Zeigner-Haus wurde dieses Jahr in die Einführungswochen mit eingebunden – am Samstag, den 13.10.2018, fand von 10 bis 16 Uhr in der Zschocherschen Straße 21 ein Bildungstag zum Thema „Die Universität Leipzig im Nationalsozialismus – Aufarbeitung, Gedenken, Politik“ statt. Am Vormittag gab es zwei Inputvorträge, einen von Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V. zur Erinnerungskultur in Leipzig und ihrer aktuellen politischen Bedeutung, und den zweiten von der Studentenschaft zum Thema „Die Universität Leipzig im NS“ mit den inhaltlichen Strängen historische Einordnung, Studentenschaft und Professorenschaft. Am Nachmittag fand eine Exkursion zu verschiedenen Stolpersteinen in Lindenau statt, geleitet von Caroline Müller, freie Mitarbeiterin im Erich-Zeigner-Haus. Dabei wurden einzelne Schicksale im Zusammenhang mit dem historischen Kontext betrachtet. Außerdem klärte Henry Lewkowitz mit einem weiteren Vortrag zu dem Euthanasieprogramm in Sachsen und Leipzig auf. Dabei wurde auch die NS-Euthanasie in Sachsen sowie die NS-Euthanasie in Verbindung mit der Medizinischen Fakultät Leipzig thematisiert. Etwa 30 Interessierte fanden sich an diesem Samstag im Erich-Zeigner-Haus ein, hörten den Beiträgen zu oder brachten sich selber in Form von kritischen Fragen ein. Wir fanden, es war eine äußerst gelungene und lehrreiche Veranstaltung und bedanken uns beim Studentenrat für die gute Organisation des Bildungstages und bei allen Personen, die an diesem Tag anwesend waren.

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gepostet am: Dienstag, 03.07.2018, 13:07 Uhr

Gedenktafel für den jüdischen Fußballclub SK Bar Kochba eingeweiht

Am Freitag, den 29. Juni wurde die Gedenktafel in der Elsterstraße 7 eingeweiht

Neben der Ankündigung im Vorfeld der Gedenktafeleinweihung am erschien auch gestern noch ein Artikel in der Leipziger Volkszeitung. Wir sind sehr dankbar, dass durch diese Gedenktafel es uns gelingt, die Erinnerung an den jüdischen Leipziger Fußballclub SK Bar Kochba und vor allem seiner Spieler und Mitglieder zu erhalten. Zudem waren wir sehr froh über den Besuch von Bat-ami und Orly Goldstein, die viele Familienmitglieder im Holocaust in Deutschland und weit darüber hinaus verloren haben. Bat-amis Vater, Hermann Bernhard Rafe spielte bei Bar Kochba in Leipzig selbst als Stürmer, er schaffte es jedoch in Israel zu überleben. Mutter und Tochter waren nun bereits zum zweiten Mal in Leipzig und ließen uns an ihrer Familiengeschichte teilhaben – dafür sind wir sehr dankbar.
An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei all denen, die dieses Projekt tatkräftig und finanziell unterstützten und so zur Realisierung beigetragen haben !

 

 

 

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gepostet am: Freitag, 22.06.2018, 11:06 Uhr

Stolpersteinverlegungen in Leipzig und im Leipziger Umland

Am Mittwoch und am Donnerstag, den 20. und 21. Juni, konnten vier Schülergruppen mit den Verlegungen der Stolpersteine ihre einjährigen Projekte erfolgreich beenden.
In Naunhof verlegten die Schüler*innen des freien Gymnasiums zwei Stolpersteine für Max Moses Ratner und Mosey Witensohn direkt vor dem Naunhofer Rathaus.
In Schkeuditz verlegten die ehemaligen Schüler*innen des Gymnasium Schkeuditz in der Merseburgerstraße Stolpersteine für die dreiköpfige jüdische Familie Engelberg und in der Waldstraße für Osias Krumholz.
In Bad Lausick beendeten die 8- Klässler*innen ihr einjähriges Projekt mit der Verlegung des Stolpersteins für den Zeugen Jehovas Friedrich August Kaubisch, dessen Enkel sogar bei der Verlegung am Mittwoch anwesend waren.
In Leipzig verlegten die Schüler einen Stolperstein für den Sozialdemokraten Walter Heise in Holzhausen. Sogar ehemalige bekannte und Freunde seiner Frau Clara Heise waren bei der Verlegung dabei.
Nach diesen eindrucksvollen Stolpersteinverlegungen und Gedenkminuten wollen wir Danke sagen:
Danke an den Künstler Gunter Demnig, an die Schüler*innen, an die Lehrer*innen und Schulen, an alle Spender*nnen und Redner*innen. Nur durch so viel Unterstützung sind die Verlegungen der Stolpersteine möglich. Und gerade in diesen Zeiten, in denen von Rechts eine 180-Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur gefordert wird, ist es um so wichtiger, dass vor allem junge Menschen sich immer und immer wieder mit der Geschichte auseinandersetzen und derer Gedenken, die ausgelöscht werden sollten.
Habt vielen Dank!

 

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gepostet am: Freitag, 01.06.2018, 14:06 Uhr

Leipziger Erklärung 2018

Die Neue Rechte hat den Weg in das bundesdeutsche Parlament geschafft und gibt damit sämtlichen neonazistischen, rassistischen und antidemokratischen Strömungen Rückenwind. Dies stellt alle, die sich mit der aktuellen Entwicklung nicht abfinden wollen, vor neue Aufgaben – vor allem vor die Aufgabe, in einem breiten gesellschaftlichen Konsens für eine solidarische Gesellschaft den Argumenten der Rechten den Boden zu entziehen.
Als Erstunterzeichnende unterstützen auch wir natürlich dieses Vorhaben, mit Zivilcourage und Solidarität dem entgegenzutreten, was gegen das demokratische Selbstverständnis spricht sowie handelt und begrüßen das Weiterleiten und Mitunterzeichnen! https://platznehmen.de/erklaerung2018/

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gepostet am: Freitag, 04.05.2018, 13:05 Uhr

Die aktuelle Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt! über die aktuelle Macht der Vergangenheit“

Der Flyer für die aktuelle Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt! über die aktuelle Macht der Vergangenheit“ ist fertig ! 

Von April bis Dezember werden monatlich Veranstaltungen stattfinden. Insgesamt soll es in 8 Vorträgen und Podiumsdiskussionen um die Bedeutung von Erinnerungskultur und die daraus resultierende politische Dimension gehen. Björn Höcke forderte u.a. zu Beginn des Jahres 2017 eine „180 Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur“. In der Reihe soll dies hinterfragt werden und anhand des Geschichtskonzept von Rechts Rückschlüsse auf unser demokratisches sowie erinnerungspolitisches Selbstverständnis geschlossen werden. Hierfür sind hochgradige Referentinnen und Referenten gewonnen, die sowohl Vorträge halten als auch mit dem Publikum ins Gespräch kommen werden.

Dem Flyer können Sie die Termine, Referenten und Inhalte entnehmen.

Sie sind herzlich zu den Veranstaltungen ins Erich-Zeigner-Haus eingeladen.

Der Eintritt ist wie immer frei.

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gepostet am: Donnerstag, 29.03.2018, 11:03 Uhr

Workshop im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Am 22. März gestalteten wir gemeinsam mit der 94. Oberschule Leipzig – Grünau eine Informationsveranstaltung / Workshop zu unseren Stolpersteinprojekten an Schulen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Der schulische Projektleiter des 2017 beendeten Stolpersteinprojektes, Ingolf Thiele, und der Projektleiter und Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V., Henry Lewkowitz, erklärten dem Publikum die Möglichkeiten, die der Verein und die Schule den Schülern bietet, um ein solches Rechercheprojekt durchzuführen. in Form einer Broschüre veröffentlichte er die Ergebnisse dieses einjährigen Projektes.

22.3.18 Geschichte greifbar machen im EZH Leipzig

 

 

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gepostet am: Dienstag, 27.03.2018, 14:03 Uhr

John Heartfields politische Fotocollagen – Was kann Kunst im Widerstand ?!

Was kann eigentlich Kunst im Widerstand ?
Dieser Frage sind Schülerinnen und Schülern des Freien Gymnasiums Naunhof und der Neuen Nikolaischule auf den Grund gegangen. Eine Ausstellung mit den Foto-Collagen John Heartfields, der sich diese Ausdrucksweise als Mittel des Widerstands gegen das NS-Regime zu Eigen machte, war der Auslöser, damit sich auch Schüler_innen der Gegenwart mit künstlerischen Widerstand auseinandersetzen und selbst Collagen erstellen konnten. So wechselte in den letzten Monaten die Ausstellung nach Naunhof und in das Neue Nikolaigymnasium und wurde durch eigene Schülerarbeiten ergänzt. Im Nikolaigymnasium beschäftigte sich zudem unsere Freie Mitarbeiterin Susanne Borschke mit den Schüler_innen mit den theoretischen Grundlagen der politischen Foto-Collagen und John Heartfield. Im Mai kommen die 30 Bilder wieder in das Erich-Zeigner-Haus und können ab dem neuen Schuljahr als Wanderausstellung von Schulen gemietet werden.

Collage

 

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gepostet am: Montag, 12.02.2018, 10:02 Uhr

Wir danken für die breite Unterstützung in der Causa Zeigner !

Seit vergangene Woche bekannt wurde, dass kein Portrait vom Altoberbürgermeister Erich Zeigner in der Galerie demokratischer Oberbürgermeister hängt, erreicht uns eine Welle der Unterstützung für unsere Forderung, Erich Zeigner in die Galerie mit aufzunehmen.

Zeigner..Uns freut insbesondere die Unterstützung aus den politischen Kreisen, die eine besondere Verbindung zu den demokratischen Traditionen in Leipzig haben. Dazu gehört etwa auch der erste Stadtpräsident nach der Friedlichen Revolution und Superintendent i.R. Friedrich Magirius. Auch die Unterstützung aus ganz unterschiedlichen politischen Parteien zeigt, wie breit die Anteilnahme ist. Viele Leserbriefe und Sympathiebekundungen in den sozialen Medien bedeuten für uns zusätzlich, dass die Causa Zeigner einen Nerv der Leipziger Stadtgesellschaft trifft.

Wir möchten uns besonders bei denen Bedanken, die den Weg in die Öffentlichkeit gegangen sind, um den Demokraten Erich Zeigner zu würdigen und sich ausdrücklich auf Zeigners Einsatz für Demokratie, Republik und Kommunale Selbstverwaltung beziehen. Dazu gehören auch Abgeordnete aller Ebenen vom Stadtrat bis zum Europaparlament.

Wir sind sicher, dass in den nächsten Tagen weitere Unterstützer hinzukommen werden.

Wir rufen die Stadt daher erneut dazu auf, mit uns das Gespräch zu suchen und unterstreichen unser Angebot, das einzige Porträt von Walter Tiemann von 1948 für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

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gepostet am: Dienstag, 06.02.2018, 10:02 Uhr

Unser Beitrag zur nicht Aufnahme Zeigners in die OBM-Ausstellung im Leipziger Rathaus

OBM Debatte ZeignerBezug nehmend auf den heute erschienenen Artikel in der Leipziger
Volkszeitung „OBM- Galerie ohne Erich Zeigner. Riesen-Wut aufs Rathaus“
möchte der Vorstand des Erich-Zeigner-Haus e.V. im Namen des Vereins
folgende Erklärung abgeben:
„Das Fehlen von Erich Zeigner in der Ausstellung des Rathauses „aller demokratisch gewählten Leipziger Bürgermeister“ stößt bei uns auf großes Unverständnis. Wir halten dies für nicht nachvollziehbar“, so der Vorsitzende Raimund Grafe.
Erich Zeigner wurde 1946 in freier Abstimmung der Leipziger Stadtverordnetenversammlung gewählt. Aufgrund seiner hohen überparteilichen Anerkennung und seines Rückhalts in der Bevölkerung stimmten auch CDU und LDPD Abgeordnete für ihn. „Der Gemeinderat war seinerseits im Vorfeld frei und mit hoher Wahlbeteiligung der Leipziger Bürgerinnen und Bürger gewählt worden“, so der Geschäftsführer Henry Lewkowitz bekräftigend.
Der Ausschluss Erich Zeigners ist umso schmerzlicher, als Zeigner einer der großen demokratischen Persönlichkeiten Sachsens und ein langjähriger Vorkämpfer für die Demokratie im Deutschland in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts war.
Als Sächsischer Justizminister in der SPD Regierung von Ministerpräsident Wilhelm Buck (1921-23), als Sächsischer Ministerpräsident (1923), im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und beim Wiederaufbau Leipzigs mit einer demokratischen Gemeindeordnung hat sich Erich Zeigner für
die Demokratie in Sachsen große und bleibende Verdienste erworben.
Der Erich-Zeigner-Haus e.V. hält die Aufnahme Erich Zeigners in die Ausstellung
daher für zwingend geboten und ist bereit, der Stadt Leipzig für die Ausstellung
das einzige Portrait Erich Zeigners aus seiner Zeit als OBM von Walter Tiemann
von 1948 zur Verfügung zu stellen.
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gepostet am: Donnerstag, 11.01.2018, 10:01 Uhr

Spendenaufruf für den Stillen Helden Otto Heinze

Liebe Mitstreiterinnen, Liebe Mitstreiter

Das aktuelle „Stille Helden“ – Projekt mit einer Schülergruppe des Immanuel-Kant-Gymnasiums Leipzigs neigt sich langsam dem Ende.
Die Recherchearbeit ist abgeschlossen, die Flyer über dieses Projekt wurden verteilt, die Inschrift für die Gedenktafel ist erstellt und die Schüler haben bereits begonnen erste Spenden für diese Gedenktafel zu sammeln. Nun fehlen den Schülern aber immer noch ein gewisser Teil von Spenden, um eine schöne Gedenktafel für Otto Heinze herzustellen. Dafür bitten die Schüler um Eure/Ihre Hilfe !

Otto Reinhold Heinze ist am 05.07.1894 geboren. Nach der Schule begann er eine Lehre als Bäcker, bis er 1914, wie viele andere junge Männer auch, in den Kriegsdienst für den Ersten Weltkrieg zog. Da er jedoch schon ein Jahr nach Kriegsbeginn an Tuberkulose erkrankte, wurde er aus seinem Dienst wieder entlassen. 1919 heiratete Otto Heinze die junge Hedwig Heinze, geb. Rosenberg. Im Laufe der „Goldenen Zwanziger“ trat Heinze in die KPD ein, was ihn in den Dreißigern bewog, einen Jungen von Genossen bei sich aufzunehmen, da die Eltern des jungen politische Haftstrafen absaßen. Die Gestapo fand aber erst später einen „Handfesten Grund“ um den mehrfachen Familienvater zu inhaftieren, nämlich als sie herausfanden, dass er Brot an russische Zwangsarbeiter verteilte, um so ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Am 12.04.1944 wurde er schließlich wegen „Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung verhaftet und am 11.10.1944 zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung war am 17.11.1944.

Für diesen Mann, der uneigennützig und zivilcouragiert in dunklen Zeiten handelte, möchte die Projektgruppe am 13.04.2018 in der Zschocherschen Straße 21 um 16.30 Uhr eine Gedenktafel anbringen.
Wir bitten nun Euch/Sie, dieses Vorhaben der Schüler_innen mit einer Spende zu unterstützen. Wenn Sie noch mehr Informationen zu den Lebensumständen Otto Heinzes wissen möchten, können Sie hier nachlesen. Vielen Dank für Eure/Ihre Unterstützung.

 

Spendenkonto:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.
IBAN: 94 860 555 92 11 002 798 96
Verwendungszweck: Gedenktafel Otto Heinze
Für Spendenquittungen bitten wir um entsprechende Adressangabe

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gepostet am: Freitag, 01.12.2017, 12:12 Uhr

8 Stolpersteine für Familie Rosenzweig

24067917_882951918546878_8730035342985796824_nGestern, den 29.11.2017, war der Künstler Gunter Demnig erneut in Leipzig und verlegte an 8 Stellen Stolpersteine für Menschen und Familien, die Opfer der Nationalsozialisten wurden.
Die Projektgruppe des Neuen Nikolaigymnasiums, die der Erich-Zeigner-Haus e.V. seit dem Projektbeginn im August 2016 inhaltlich begleitet, eröffnete den Verlegetag in der Funkenburgstraße 17 – hier wurden 8 Stolpersteine für die insgesamt elf köpfige Familie Rosenzweig verlegt. Anlass für dieses Projekt war eine Kundgebung von LEGIDA am 24.10.2016 als eine Rednerin des fremden-feindlichen Bündnisses verkleidet als Todesengel der verstorbenen Ruchel Rosenzweig gegen Muslime und Flüchtlinge hetzte.
Durch ein kleines kulturelles Rahmenprogramm gestalteten die Schüler die Verlegung mit Musik, Poetry Slam, der Verlesung der Biografie der Familie und anderen Texten.

24131046_882951638546906_2283110071004419299_n Es war eine gelungene und vor allem von vielen Interessierten besuchte Stolpersteinverlegung. Von Seiten des Erich-Zeigner-Haus e.V. möchten wir uns ganz herzlich bei den Schülern bedanken, die so lange, intensiv und unaufhaltsam recherchierten und sich auf die Verlegung vorbereiteten. Des Weiteren bei Gunter Demnig, der durch so viele Straßen, Städte und Länder fährt, um die Erinnerungssteine einzusetzen, damit die Menschen nicht in Vergessenheit geraten. Und wir bedanken uns bei unseren Unterstützern, besonders bei Leipzig nimmt Platz, die dieses und andere Projekte ermöglichen! 

Wenn Sie mehr über den Hintergrund des Projektes und die Familie Rosenzweig erfahren möchten.können Sie hier weiterlesen.

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gepostet am: Dienstag, 28.11.2017, 12:11 Uhr

Stolperschwelle in Kohren-Sahlis

Nach langjähriger Arbeit konnte gestern die 2. sächsische Stolperschwelle in Kohren-Sahlis durch den Erich-Zeigner-Haus e.V. verlegt werden.
collageIn Erinnerung an die Verbrechen des Lebensborn e.V. und des Kinderheims „Sonnenwiese“ sowie den Kindern, die dort in den Jahren zwischen 1942 und 1945 für den Rassenwahn der Nationalsozialisten benutzt wurden und ihrer Familien entrissen worden sind, wurde die Stolperschwelle bei der Wohnstätte des Deutschen Roten Kreuz Geithain e.V., dem damaligen Lebensborn-Heim, verlegt. Zudem wurde neben der Messingschwelle noch eine Gedenktafel enthüllt, die über die Geschichte des damaligen Heims und die Tragik der Einzelschicksale aufklärt sowie Anlaufstellen und Kontaktmöglichkeiten für Betroffene aufführt. 

Der Lebensborn e.V. war ein von der SS getragener und staatlich geförderte Verein, der ein Projekt Heinrich Himmlers war. Mit Hilfe der Lebensborn-Heime sollte eine Erhöhung der Zeitungsartikel im Vorfeld der StolperschwellenverlegungGeburtenziffer „arischer Kinder“ erzeugt werden und anschließend für parteitreue Familien die Möglichkeit der Adoption dieser Kinder bestehen. Zu diesem Zwecke wurden Kinder, die den „arischen Vorstellungen“ der Nationalsozialisten entsprachen, aus Familien entrissen – auch aus denen, die aus nicht deutschen Gebieten stammten und dort lebten. Das Lebensbornprojekt verfolgte dabei drei Ziele der Nationalsozialisten: Die sog. „Rettung der nordischen Rasse“, die „qualitative Verbesserung des Nachwuchses unter Zuchtkriterien im Sinn der NS-Rassenhygiene“ und die „letztendliche Züchtung des Adels der Zukunft“.

Arno Kaube war selbst Lebensborn-Kind in Kohren-Sahlis und als Zeitzeuge gestern anwesend: „Ich bin dankbar über dieses Projekt. Erst jetzt haben wir die Möglichkeit dieses Kapitel unserer Geschichte anzusprechen und zu thematisieren – vorher war es nicht oder nur sehr schwer möglich. Die Erlebnisse, die wir als Lebensborn-Kinder aus dieser Zeit haben, werden für immer Narben auf unserer Seele sein.“

 

Die Verlegung der Stolperschwelle wird für uns jedoch nicht die Einzige in dieser Woche sein. Morgen um 09.30 Uhr wird der Künstler Gunther Demnig acht Stolpersteine für die Familie Rosenzweig in der Funkenburgstraße 17 in Leipzig verlegen, zu der die Projektgruppe des Neuen Nikolaigymnasiums ein Jahr lang recherchierte.
Wir laden Sie herzlich ein, an der Verlegung teilzunehmen!

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gepostet am: Freitag, 03.11.2017, 15:11 Uhr

LVZ berichtet über die „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ in Schkeuditz

zeitungsart.SchkeuditzCollageDa in diesem Jahr auch in Schkeuditz zum ersten Mal die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ stattfand, berichtete die Leipziger Volkszeitung am Samstag den 28.10. über das Vorhaben der Schülergruppen des Gymnasiums Schkeuditz am 09. November. Wir bereiteten mit den Schülern und zusammen mit der betreuenden Lehrerin Claudia Rohr ein kleines kulturelles Rahmenprogramm vor und führten die Mahnwachen an den drei Verlegeorten  in Schkeuditz durch.

Im kommenden Jahr – wenn weitere 2 Verlegeorte durch unser aktuelles Projekt hinzugekommen sind – planen wir den Gedenktag des 9.11. auch in Schkeuditz unter städtischer Beteiligung durchzuführen.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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gepostet am: Donnerstag, 02.11.2017, 10:11 Uhr

Letzter Aufruf für den 09. November

Zum Gedenktag an die Reichspogromnacht vom 09.11.1938 erinnert auch Leipzig an das, was vor 79 Jahren passiert ist. Um nicht nur zu gedenken, sondern auch für unsere Gegenwart zu mahnen, wird die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ durchgeführt und in diesem Jahr auch von der Stadt Leipzig unterstützt. Hierfür gibt es an jeder Stelle in Leipzig, an der Stolpersteine verlegt worden sind, Putzpaten, die den Stolperstein putzen und anhand der Biografie der Person, an ein Einzelschicksal, aber auch an das Schicksal vieler Millionen erinnern.

Sie finden hier das Programm für Leipzig – wir laden besonders zur Auftaktverantaltung 17.30 Uhr am Dittrichring 13 ein:

16:30 bis 18:00 Uhr – Gedenkaktion „Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen“
17:00 – Friedensgebet in der Nikolaikirche
17:30 – Auftaktveranstaltung des Erich-Zeigner-Haus e.V. am Dittrichring 13
18:30 – Städtische Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte in der Gottschedstraße.
19:00 – Gedenkgottesdienst in der Thomaskirche

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gepostet am: Montag, 30.10.2017, 12:10 Uhr

Stolperstein für Friedrich Kaubisch – die LVZ berichtete über unser neues Schülerprojekt in Bad Lausick

Am 27. Oktober berichtete die Leipziger Volkszeitung über das neugestartete Stolpersteinprojekt mit Schülern der Oberschule in Bad Lausick.

BadLausick_LVZArtikelZu Beginn diesen Schuljahres haben wir mit einer neuen Schülergruppe der Oberschule ein Stolpersteinprojekt zu einer weitgehend unbekannten Opfergruppe begonnen. Die 17 Schüler begannen mit der Recherche zu Friedrich August Kaubisch, der auf Grund seiner Religion und damit verbundenen politischen Einstellung 1935 inhaftiert wurde. Bis 1945 durchlebte er 5 Konzentrationslager, die er alle überlebte. Nach dem Krieg lebte er wieder in Bad Lausick, wo er in der DDR aus gleichen Gründen wie in der NS-Zeit zum Staatsfeind erklärt wurde – als Zeuge Jehovas verweigerte er die Wahlen und den Wehrdienst. Wie jedoch sein Leben zu Ende ging und ob er seine Familie wiedergesehen hat, ist bis dato noch unbekannt, jedoch ein Ziel für die Recherche der Schüler.

Wie auch in Leipzig und anderen Städten Deutschlands werden die bereits verlegten Stolpersteine in Bad Lausick im Zuge der Aktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ von den Oberschülern am 09. November geputzt.

 

 

 

 

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gepostet am: Dienstag, 17.10.2017, 11:10 Uhr

Zeitzeugen im Erich-Zeigner-Haus

Am 16.10. hatten wir zwei Gäste in unserem Haus, die uns und Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasiums, der Oberschule am Adler und der 94. Oberschule von ihren Erlebnissen in der NS-Zeit erzählen konnten. Im nächsten Jahr wird die Stille-Helden-Tafel für Otto Heinze angebracht und der Stolperstein für Walter Heise verlegt. Brigitte Wagner (geb. 1929) hat die Familie Walter Heises persönlich gekannt und erzählte, wie seine Frau den Verlust ihres Sohnes und Mannes erlebt und ertragen hat und wie der Alltag eines jungen Menschen in der NS-Diktatur aussah. Karl-Heinz Kretzschmar (geb. 1934) begleitet unseren Verein schon etwas länger. Als begeisterter Historiker und Spezialist für die Völkerschlacht, bleibt noch immer genug Kapazität, um uns und nun auch den Schülern, für die Realisierung des Stolpersteins für Walter Heise mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Postkarte_Zeitzeugengespräch_16.10.Gespräche mit Menschen, die aus eigener Hand von ihren Erfahrungen und Erlebnissen aus der NS-Zeit berichten können, sind wichtige Aspekte unserer Schülerprojekte und Bildungsarbeit. Es ist gut im Unterricht von unserer Geschichte zu erfahren, aber Menschen der Zeit persönlich kennen zu lernen, zu Anderen zu recherchieren und in der eigenen Stadt Stolpersteine zu verlegen oder Stille-Helden-Tafeln anzubringen, die an Retter und Ereignisse gelebter Zivilcourage erinnern, macht das Gelernte greifbar. Wenn junge Leute konkrete Schicksale in Erfahrung bringen, kommt ein tieferes Geschichtsbewusstsein hervor, was hilft, in der Gegenwart und Zukunft anders mit Problemen umzugehen, als es in anderen Zeiten praktiziert wurde. Als Ort der gelebten Zivilcourage wollen wir genau die ansprechen, die unsere Zukunft gestalten werden.

Wir bedanken uns bei allen, die uns bei unseren Projekten stets unterstützen und bei denen, die bereit sind, ihre Geschichten mit uns zu teilen.

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gepostet am: Mittwoch, 11.10.2017, 11:10 Uhr

Aus Jugendprojekt entwickelt sich Zeitzeugengespräch am 09.11. in Naunhof

LVZartikel 09.10.Am 09.10.2017 erschien in der Leipziger Volkszeitung ein neuer Artikel über unser vergangenes und aktuelles Projekt mit den Schülern des Freien Gymnasiums Naunhof. Am 09. November werden beide Projektgruppen zusammengeführt, indem sie ein Zeitzeugengespräch mit Michaela Nasoetion führen und im Anschluss den Stolperstein ihrer Urgroßmutter Marie Mindel Naundorf putzen. So bietet dieser geschichtsträchtige Tag nicht nur die Möglichkeit des Gedenkens, sondern auch ein Gespräch besonderer Art.

Wir danken der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz für die Unterstützung unserer Projekte.

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gepostet am: Donnerstag, 28.09.2017, 12:09 Uhr

09.11. „Mahnwache und Stolpersteine Putzen „

In diesem Jahr findet zum 10. mal die Aktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ in Leipzig statt. Wir suchen noch Putzpaten für einige Stolpersteine. Wenn Sie Interesse haben oder weitere Informationen zu dem Tag bekommen möchten, finden Sie hier alles Wichtige. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Die Anmeldungen brauchen wir bis Mitte Oktober.

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gepostet am: Montag, 11.09.2017, 12:09 Uhr

Neuer Artikel in der Leipziger Volkszeitung

LVZ-Artikel 07.09.2017_neuDie Leipziger Volkszeitung veröffentlichte am 07. September einen neuen Artikel zu zwei unserer aktuellen Jugendprojekte. Die Schüler der Oberschule am Adler recherchieren zu dem Leipziger Widerstandskämpfer Walter Heise, für den im Frühjahr 2018 ein Stolperstein in der Russenstraße 18 verlegt werden soll. Für Otto Heinze soll eine „Stille Helden“-Gedenktafel im nächsten Jahr angebracht werden, die die Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums erarbeiten. Er setzte sich im Widerstand gegen die NS-Diktatur für die Verbesserung der Lebensbedingungen russischer Zwangsarbeiter ein und nahm, nachdem die Eltern wegen Widerstand verhaftet worden sind, einen Jungen bei sich auf. Das „Stille Helden“-Projekt wird von der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz unterstützt. Den gesamten Artikel können Sie hier lesen.

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gepostet am: Dienstag, 29.08.2017, 12:08 Uhr

LVZ: „Viertes Stolpersteinprojekt am Gymnasium Schkeuditz“

Am 22. August gab es einen großen Beitrag in der Leipziger Volkszeitung zu unserem aktuellen Stolpersteinprojekt mit den 15 Schülerinnen und Schülern des Gymnasium Schkeuditz. Im Lokalteil erschien dieser Artikel von Roland Heinrich. Im Wortlaut:

Schkeuditz. Seit Beginn des Schuljahres recherchieren 15 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schkeuditz außerschulisch zum Schicksal von insgesamt vier einstigen Schkeuditzern. „Erneut“ muss ergänzt werden. Denn wer durch Schkeuditz läuft, der „stolpert“ bereits über die Schicksale der durch das NS-Regime verfolgten, jüdischen Familie Goldberger, über das des Kommunisten Kurt Beyers und über die Geschichte der Sinti Familie Laubinger/Steinbach. Alle zehn Erinnerungssteine wurden als Resultat der Projektarbeiten des Schkeuditzer Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Verein Erich-Zeigner-Haus aus Leipzig verlegt. Für die Stolperstein-Inschriften war zuvor eine umfangreiche Recherche mit Unterstützung des Stadtmuseums notwendig.

Stolpersteine gedenken allen Menschen, die in der Nazi-Diktatur deportiert, ermordet, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. So erinnern die Stolpersteine in der Landwehrstraße, in der Waldstraße und vor der Albanuskirche bereits an drei unterschiedliche Opfergruppen. Vier weitere Stolpersteine sollen nun im Juni kommenden Jahres in Schkeuditz hinzukommen.

LVZ, 22.08.2017Zum einen wird die Projektgruppe der zwölften Klasse intensiv das Schicksal des Juden Osias Krumholz erforschen, informierte Henry Lewkowitz vom Erich-Zeigner-Haus-Verein. Bereits erfolgte Recherchen im Schkeuditzer Stadtmuseum und im Staatsarchiv Merseburg ergaben, dass Krumholz am 8. Dezember 1891 in Uscieriky (ehemals Galizien) geboren worden war. Der spätere Kaufmann war einer von sechs Geschwistern und Sohn des Holzindustriellen Moses Krumholz. Zuletzt wohnhaft war Osias Krumholz in der Waldstraße 13, wo die Verfolgung durch die Gestapo begann. Am 20. Juli 1939 wurde er wegen seines jüdischen Bekenntnisses durch die Gestapo verhaftet und in sogenannte „Schutzhaft“ genommen. Im gleichen Jahr wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald interniert und mit der Häftlingsnummer 8245 registriert. Es folgte die Internierung in Dachau 1940, von wo er 1941 zurück nach Buchenwald deportiert wurde, nachdem an ihm medizinische Experimente durchgeführt worden sind. „Zu den genauen Hintergründen recherchieren gerade die Jugendlichen“, teilte Lewkowitz mit. Am 4. April 1942 wurde Osias Krumholz in der NS-Tötungsanstalt Bernburg ermordet. Insgesamt mehr als 14 000 Menschen wurden in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Bernburg getötet, erwähnte Lewkowitz.

Die Projektgruppe des Gymnasiums erforscht zum anderen außerdem das Schicksal der jüdischen Familie Engelberg, bestehend aus Nathalie Engelberg, geborene Gutmann, ihrem Ehemann Heinrich Engelberg und der gemeinsamen Tochter Hildegard Engelberg, die zuletzt in der Merseburger Straße 5 in Schkeuditz wohnten. „Die Recherchen stehen noch am Anfang, durch Dokumente aus dem Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen ist aber bereits bekannt, dass alle Mitglieder der Familie ihr Leben im Konzentrationslager Auschwitz verloren“, sagte der Projektleiter vom Erich-Zeigner-Haus-Verein.

Wie in den vergangenen Projekten werden die Schüler fehlende Informationen selbstständig, mit inhaltlicher Begleitung durch Lehrerin Claudia Rohr und Lewkowitz, recherchieren. „Durch das historische Lernen anhand der Auseinandersetzung mit konkreten Schicksalen entwickeln sich die Jugendlichen selbst zu ,Zeit-Zeugen‘, können sich besser in die Geschichte hineinversetzen als durch bloße theoretische Beschäftigung mit dem NS-Regime und erkennen daher die Notwendigkeit und die politische Bedeutung von Erinnerungskultur in der Gegenwart“, meinte Lewkowitz.

Geplant sei in den kommenden Monaten, dass die Gymnasiasten eine Biografie zu Osias Krumholz und der Familie Engelberg erstellen. Mit dem selbst erarbeiteten Informationsflyer wollen sie dann die Öffentlichkeit informieren und erneut Spenden sammeln gehen, da Stolpersteine ausschließlich durch Spenden finanziert werden.

Unterstützt wird dieses Projekt allerdings von der F.C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz, informierte Lewkowitz. Es wird ferner erstmals gefördert im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ in Nordsachsen und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie vom Freistaat Sachsen und durch den Landkreis Nordsachsen.“

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gepostet am: Dienstag, 29.08.2017, 11:08 Uhr

LVZ berichtet über Veranstaltungsreihe im Erich-Zeigner-Haus

LVZ-Artikel-11.08.2017Am 11. August erschien in der Leipziger Volkszeitung ein kleiner Artikel über den Fortgang der Veranstaltungsreihe „Zwischen Ausgrenzung und Integration – Perspektiven und Tendenzen des Rechtsextremismus heute“. Unser Referent Andreas Speit engagiert sich „mit zahlreichen Publikationen, Veröffentlichungen und Interviews […] im Bereich der politischen Bildungs- und Aufklärungsarbeit“. Wir sind auf ihn gespannt – am 08. September 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus. Herzliche Einladung an alle. Mit freundlicher Unterstüzung der F.C. Flickstiftung.

 

 

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gepostet am: Montag, 07.08.2017, 11:08 Uhr

Weltfriedenswanderer am „Ort der Vielfalt“

Am vergangenem Montag hatten wir einen interessanten Gast bei uns im Erich-Zeigner-Haus. Stefan Horvath nennt sich selbst der Weltfriedenswanderer und mit dieser Mission läuft er seit über 28 Jahren durch Europa. Auf seinem schon über 50 000 km langen Fußmarsch, erzählt er den Menschen von seiner Vision von einer offenen, gerechten, toleranten und vor allem friedlichen Welt. Der Österreicher geht seinen Weg seit 1989 und möchte Frieden verbreiten und helfen, mit anderen ins Gespräch kommen und sich klar gegen Hass, Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt aussprechen und findet überall Leute mit einem offenem Ohr.
So war es uns eine große Freunde, ihn bei uns hier zu begrüßen und ihm einen Einblick in unsere Arbeit gegen Extremismus und der gelebte Zivilcourage zu geben.

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gepostet am: Freitag, 14.07.2017, 11:07 Uhr

Erste Mitteilung „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ 2017

Zum 10. Mal in Folge werden in Leipzig die verlegten Stolpersteine geputzt und an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. In diesem Jahr übernimmt der Erich-Zeigner-Haus-e.V. das dritte Mal die Koordination der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November. Das Datum ist bedeutungsreich: am 9. November 1938 fand die Reichspogromnacht statt und markierte so den Beginn einer beispielslosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Dies nehmen wir als Anlass zum Gedenken. Die Intention hinter den Stolpersteinen ist das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und sie stellen heute das größte, dezentrale Mahnmal der Welt dar. Bevorzugt finden die Mahnwachen wie im vergangenen Jahr ab 16.30 Uhr an dem entsprechend gewählten Stolperstein statt. Der symbolische Hintergrund der Stolperstein-Reinigung ist neben dem Gedenken und Mahnen, dass die verlegten Stolpersteine mit der Zeit zu verwittern beginnen und zunehmend schlechter erkennbar sind. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Stolpersteine zu beteiligen und so eine „Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen. Im letzten Jahr konnten wir alle 149 Verlegeorte besetzen. Seitdem sind allerdings noch zahlreiche weitere Verlegeorte von Stolpersteinen hinzugekommen, die auch noch einen Paten benötigen. Wenn Sie sich am 9. November beteiligen möchten, dann geben Sie uns bitte ab Ende September  Bescheid, für welchen Verlegeort Sie eine Patenschaft übernehmen wollen.

Vielen Dank für ihre Unterstützung.

 

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gepostet am: Freitag, 14.07.2017, 11:07 Uhr

Gedenken an Ernst Lewek in Sachsenburg

Nachdem wir unser Jugendprojekt zum Gedenken an den von den Nationalsozialisten verfolgten, ehemaligen Pfarrer der Nikolaikirche Friedrich Ernst Lewek im vergangenen Jahr sehr erfolgreich mit der Saalumbenennung des historischen Gemeindesaals der Nikolaikirche abgeschlossen hatten, konnten wir in diesem Jahr, einen weiteren, großen Erfolg in der Nachhaltigkeit unserer Projektarbeit verzeichnen. Im Rahmen des Aufbaus der Gedenkstätte Sachsenburg wurde eine dauerhafte Ausstellung über ehemalige Häftlinge im Juni eröffnet. Das Schicksal der Inhaftierung in Sachsenburg traf nach einer langen Leidensgeschichte ebenfalls auf Lewek zu. Das führte dazu, dass auch Ernst Lewek in die Dauerausstellung aufgenommen wurde. Die derzeitige Ausstellung in der Gedenkstätte Sachsenburg und die Berücksichtigung der Person Ernst Leweks auf der Grundlage dieses Jugendprojektes ist unserer Ansicht nach ein weiterer Beleg dafür, dass unsere jugendpolitische Bildungsarbeit die Nachhaltigkeit erfüllt, die wir anstreben. Das Projekt war und ist ein wichtiges Zeichen in Anbetracht aktueller, politischer Diskurse über eine geforderte 180 Grad Wende in der Erinnerungspolitik und der Debatte um die sächsiche Gedenkkultur, zu der wir hiermit einen weiteren Beitrag leisten.

Wenn Sie näheres über das Jugendprojekt erfahren wollen können Sie dies auf unserer Homepage nachsehen.

Mehr Informationen zur Gedenkstätte Sachsenburg finden sie hier.

Wir freuen uns, dass die Jugendlichen 2014 ein Projekt angefangen haben, das mit heute weite Kreise zieht und sie somit ermöglicht haben, dass Ernst Lewek nicht in Vergessenheit gerät.

 

 

 

 

 

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gepostet am: Mittwoch, 05.04.2017, 15:04 Uhr

Schüler sammeln Spenden

LVZ-Artikel-31.03.2017 Die Schüler der Oberschule am Adler sammeln Spenden für die 5 Stolpersteine, die sie am 27.05.2017 für die Familie Pomeranz verlegen werden. Unterstützung bekam die Projektgruppe bereits aus Kanada, wo ein engagierter Mensch Zivilcourage bewies und für dieses Projekt Geld spendete. An dieser Stelle: Thank you very much Ms. Brauer! 🙂

Wenn auch Sie die Projektgruppe unterstpützen möchten, dann spenden Sie bitte an:
Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.
IBAN: DE 94 860 555 92 11 002 798 96
Verwendungszweck: Familie Pomeranz

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gepostet am: Dienstag, 21.03.2017, 12:03 Uhr

Jugendliche forschen weiter – ein Artikel der LVZ

LVZ-Artikel-21.03.2017Ein neuer Artikel über unsere aktuellen Jugendprojekte in Leipzig ist heute in der Leipziger Volkszeitung erschienen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

 

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gepostet am: Mittwoch, 15.03.2017, 13:03 Uhr

1 Stolperstein für den Sozialdemokraten Max Lohmann

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Am 08.03.2017 berichtete die LVZ über das Jugendprojekt in Bad Lausick. Die SchülerInnen recherchieren dort für den ermordeten Sozialdemokraten Max Lohmann. In diesem Artikel kam auch dr geschäftsführende Vorstandsvorsitzende Henry Lewkowitz zu Wort und betont das Anliegen des Vereins: „In Zeiten, In denen von der AFD eine erinnerungspolitsche Wende um 180 Grad gefordert wird, offenbart sich die Wichtigkeit unserer Arbeit.“ Die Verlegung des Stolpersteins für Max Lohmann findet am 29.05.2017 um 10.00 Uhr in der Reichersdorfer Straße 1 in Bad Lausick statt. An dieser Stelle auch einmal ein großen Dankeschön an die F.C. Flick Stiftung , ohne deren Förderung die Projekte im Leipziger Land nicht zustande kommen würden.

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gepostet am: Mittwoch, 15.03.2017, 13:03 Uhr

6 Stolpersteine für die Sinti Familie Laubinger aus Schkeuditz

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In Schkeuditz verlegt eine Schülergruppe des dortigen Gymnasiums 6 Stolpersteine für die Sinti Familie Laubinger/ Steinbach. Nachdem die Projektgruppe bereits im letzten Jahr einem Stolperstein für den Kommunisten Kurt Beyer und eine weitere Projektgruppe für die jüdische Familie Goldberger 3 Stolpersteine verlegt hat, werden am 29.05.2017 die ersten Stolpersteine für eine Sinti-Familie in Schkeuditz verlegt. In den kommenden Wochen werden wir weiterhin über die Jugendprojekte und die bevorstehenden Verlegungen informieren. Wenn Sie informiert bleiben wollen, was aktuell alles im Erich-Zeigner-Haus e.V. stattfindet, dann besuchen Sie uns doch auf Facebook!

 

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gepostet am: Mittwoch, 15.03.2017, 13:03 Uhr

Die Leipziger Volkszeitung berichtete über die musikalische Lesung mit Matti Geschonneck

Die Leipziger Volkszeitung veröffentlichte Anfang März zwei Artikel über die Veranstaltung mit Matti Geschonneck im Felsenkeller Leipzig. Genauere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

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LVZ vom 14.03.2017                                                                        LVZ vom 10.03.2017

 

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gepostet am: Mittwoch, 23.11.2016, 12:11 Uhr

Stolpersteine in Naunhof & Bad Lausick

~~~ neue Stolpersteine für Naunhof und Bad Lausick ~~~
Kürzlich sind 2 weitere Zeitungsartikel über laufende Schülerprojekte unseres Hauses erschienen.

In Naunhof (Artikel 1) werden erstmals in der Naunhofer Stadtgeschichte Stolpersteine verlegt. Der erste Stolperstein wird für die Jüdin Marie Mindel Naundorf, geborene Maletzki, verlegt. Die SchülerInnen des Naunhofer Gymnasiums suchen nach Zeitzeugen, die etwas über das jüdische Leben in Naunhof berichten können.

In Bad Lausick (Artikel 2) wird das Stolperstein-Projekt fortgesetzt. Nachdem im vergangenen Jahr Stolpersteine für die Familie Hirsch verlegt wurden, wird im kommenden Jahr dem verfolgten SPD-Mitglied Max Lohmann gedacht. Die SchülerInnen der Werner-Seelenbinder-Oberschule suchen nach Zeitzeugen, die entweder Max Lohmann kannten oder etwas zu den politisch Verfolgten aus Bad Lausick wissen.

Beide Projekte werden durch die F.C. Flick-Stiftung unterstützt.

An dieser Stelle ein kleines Anliegen: bitte teilen Sie diesen Beitrag, um die Reichweite zu erhöhen. In beiden Projekten suchen die SchülerInnen dringend nach Zeitzeugen. In jedem Fall sind wir per Email unter Kontakt@erich-zeigner-haus-ev.de, telefonisch unter 0341/ 8709507 erreichbar. Aber auch per Facebook können SIe uns kontaktieren.
Vielen Dank!

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gepostet am: Freitag, 18.11.2016, 12:11 Uhr

„Starke Lehrer – Starke Schüler“ Lehrerweiterbildung im Erich-Zeigner-Haus e.V.

In unseren Vereinsräumen fand am 7.11.2016 eine Weiterbildungsmaßnahme im Rahmen des Projektes „Starke Lehrer-Starke Schüler“ statt. Nach einem Vortrag über unsere Vereinsarbeit durch Henry Lewkowitz (2. Vorstandsvorsitzender) referierte Florian Illerhaus als Vertreter des Netzwerkes Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig unter anderem über den Umgang mit dem Islam in Deutschland und mit welchen Vorurteilen Muslime in Deutschland zu kämpfen haben. In intensiven Diskussionen und einem regen Meinungs- und Wissensaustausch wird diese Weiterbildung auch maßgeblich durch die 27 anwesenden Teilnehmer geprägt. Sowohl die Lehrer als auch wir empfinden den heutigen Tag als Fortschritt.

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gepostet am: Freitag, 18.11.2016, 12:11 Uhr

Das war der 9. November 2016 in Leipzig

Bilder und Berichte der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ finden Sie unter folgendem Link und auf Facebook.

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gepostet am: Donnerstag, 20.10.2016, 11:10 Uhr

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. als außerschulischer Lernort

In einem Informationsflyer der Universität Leipzig werden wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. und zahlreiche andere Institutionen als außerschulischer Bildungsort in Leipzig erwähnt und für den GRW- Unterricht empfohlen!

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Universität Leipzig und Eric Buchmann, der diesen Flyer im Rahmen seiner Masterarbeit verfasst hat!

Das EZH als außerschulischer LernortDas EZH als außerschulischer bildungsort

 

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gepostet am: Mittwoch, 21.09.2016, 11:09 Uhr

Ein Vortrag vom Deutsch-Afghanischen Verein „Kinder in Not“ e.V. im Erich-Zeigner-Haus

Der Deutsch-Afghanische Verein „Kinder in Not“ e.V. ist eine neu gegründete Initiative, die unter anderem aus afghanischen Flüchtlingen besteht, die vor 20 Jahren Afghanistan aufgrund der dortigen Unruhen verlassen mussten. Das Ziel des Vereins ist der nachhaltige Wiederaufbau des Landes und die effizienten Hilfe von betroffenen Kindern und deren Familien. Eine ständige Korrespondenz nach Afghanistan ist durch Mitarbeiter vor Ort gegeben und somit können die Mitarbeiter die Entwicklungen in dem Land mitverfolgen. Mit der Intention sich mit anderen Vereinen und initiativen zu kooperieren, werden Vertreter des Deutsch-Afghanischen Vereins „Kinder in Not“ e.V. am 5.11.2016 einen Vortrag über ihre Arbeit in den Räumen des Erich-Zeigner-Haus e.V. halten.

 

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