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gepostet am: Mittwoch, 28.11.2018, 16:11 Uhr

„Leipzig liest“ – Buchpräsentationen im Erich-Zeigner-Haus e.V. zur Buchmesse 2019

Vom 21. bis 24. März 2019 findet in Leipzig erneut die Buchmesse statt. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Bücher im Rahmen des parallel zur Buchmesse stattfindenden Programmes „Leipzig liest“ vorgestellt werden. Der Erich-Zeigner-Haus e.V. beteiligte sich bereits mehrfach am Programm von „Leipzig liest“ – auch zur Buchmesse 2019 werden dazu zwei Lesungen in den Vereinsräumen stattfinden.

Die erste Lesung findet am Freitag, den 22.03.2019 19:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus statt. Die beiden Autorinnen Eva-Maria Bast und Heike Thissen werden das Buch „Leipziger Geheimnisse“, das vom Verlag der Leipziger Volkszeitung in Kooperation mit dem Bast Verlag, publiziert wurde, etwa eine Stunde lang detailliert vorstellen. Es trägt den Untertitel  „Spannendes aus der Sachsenmetropole mit Kennern der Stadtgeschichte“. Dementsprechend soll das Buch Antworten auf „zahlreiche geheimnisvolle[n] Fragen“ geben, denen die Autorinnen in diesem Buch auf den Grund gegangen seien. „Die Antworten spiegeln die ereignisreiche Vergangenheit der Stadt wieder und machen Lust, Leipzig von einer völlig neuen Seite kennenzulernen“, heißt es in der Buchbeschreibung.

 

In „Leipziger Geheimnisse“ lässt sich auch ein Beitrag zu einem Projekt des Erich-Zeigner-Haus e.V. finden, weshalb den beiden Autorinnen die Gelegenheit dazu gegeben werden soll, in den Räumen des Vereins die Publikation vorzustellen. Henry Lewkowitz, Geschäftsführer und zweiter Vorsitzender des Vereins, sollte für das Buch das Gedenkprojekt zur Stolperschwelle in Leipzig-Dösen vorstellen, die an die Verbrechen, welche von 1933-45 in der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen“ begangen wurden, erinnern soll. Im Rahmen der NS-Euthanasie wurden dort 604 Menschen zwangssterilisiert und 624 Kinder in der Kinderfachabteilung“ ermordet. Außerdem wurden von der Zwischenanstalt aus 860 Menschen mit Behinderung in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein deportiert und dort ermordet. Das Projekt führte H. Lewkowitz 2014 mit mehreren Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung durch, weil sie auf ihn zugekommen waren, um nach einem zu dieser Zeit in Leipzig-Dösen ermordeten Kind zu recherchieren. Aus diesem Projekt wurde dann nicht nur ein Stolperstein, sondern eine Stolperschwelle angefertigt. Die Stolperschwelle soll gegenüber einem individuellen Gedenkstein als institutionelles Gedenken an die Opfer der NS-Euthanasie in der HPA Leipzig-Dösen erinnern.

Eine weitere Buchvorstellung beginnt am Tag darauf, Samstag, den 23.03., ebenfalls 19:00 Uhr im Erich-Zeigner-Haus. Robert Langer wird dabei sein Buch „Die Wege der geraubten Bücher – die Stadtbibliothek Bautzen und die HERTIE-Sammlung“  vom Kultur.Wissen.Bilder.Verlag vorstellen.

So stellt die Kurzbeschreibung des Buches die Publikation vor:

„Wie kommt es, dass man noch heute Raubgut der Nationalsozialisten in öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken findet? Wie konnte es so lange unentdeckt bleiben? Wie wurde es getarnt und wie kann man die verwischten Spuren lesen?
Diesen Fragen geht der Autor anhand der Büchersammlung des jüdischen Unternehmerehepaars Edith und Georg Tietz nach. Georg Tietz, Inhaber der Hermann Tietz Warenhäuser (HERTIE), rettete sich und seine Familie nach der „Arisierung“ über Liechtenstein in die USA ins Exil. Dort leben noch heute die Nachfahren.
Das Buch erzählt die Geschichte einer einst legendären Privatbibliothek. Es berichtet davon, wie die Sammlung enteignet, verwertet und verborgen wurde. Der Leser erfährt weiterhin, wie die Buchbesitzer 2016 in der Stadtbibliothek Bautzen identifiziert werden konnten und wie die Stadt heute mit der HERTIE-Sammlung umgeht.“

Etwa eine Stunde lang wird Robert Langer Inhalte seines Buches erzählen und BesucherInnen Informationen zur Stadtbibliothek Bautzen im historischen Kontext bereitstellen.

 

Beide Veranstaltungen sind kostenfrei.

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen unserer Lesungen zu „Leipzig liest“ 2019.

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gepostet am: Montag, 29.10.2018, 10:10 Uhr

Deutsche Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus – ein internationales Vorbild?

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, den 16.11., um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus.

Seit 1945 hat die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Ursachen in Deutschland zu einer neuen Erinnerungskultur geführt. Sie erzählt die Geschichte des Landes nicht mehr nur als Abfolge von Heldentaten und Erfolgen, sondern auch der Verbrechen und Irrwege.
Ein solcher Blick auf die eigene Geschichte findet zunehmend auch in anderen Ländern Anklang.
Denn anders als vermutet, hat die Aufarbeitung der Geschichte nicht dazu geführt, dass Deutsche im Ausland ständig in „Sack und Asche“ gehen müssten. Im Gegenteil, die Deutsche Erfahrung im Umgang mit ihrer Geschichte stößt auf Interesse und Anerkennung. Die Frage, wie das Ausland die Deutschen Bemühungen um eine ehrliche Geschichtsaufarbeitung wahrnimmt und ob eine Erinnerungskultur, welche die dunklen Seiten nicht ausblendet, ein internationales Vorbild etwa in der Aufarbeitung von Kolonial- und anderen Formen von Unterdrückungsgeschichte sein kann, ist Gegenstand der letzten Veranstaltung unserer Reihe.

Wir wollen diese bedeutenden Aspekte deutscher Erinnerungskultur diskutieren mit den ReferentInnen

Botschafter Heinz-Peter Behr, Programmdirektor, International Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts, Berlin,

Ramona Bräu, Internationaler Suchdienst Bad Arolsen, Abteilung Tracing

und Dr. Hans Christian Jasch, Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin.

Die Moderation übernimmt Raimund Grafe, Vorsitzender des Erich Zeigner Haus e.V.

Wie immer ist der Eintritt kostenfrei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen e.V., dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig, dem VVN-BdA Leipzig e.V. und dem ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. Vielen Dank!

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gepostet am: Freitag, 05.10.2018, 13:10 Uhr

Widerstand, nicht Resignation – Eine antifaschistische Widerstandsgruppe der SAP in Leipzig

Buchpräsentation mit dem Autor Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz am Dienstag, 20. November um 18:30 Uhr im Erich-Zeigner-Haus unter Mitarbeit von Manfred Hedlich

Die Studie „Widerstand, nicht Resignation“ schildert Bildung und Arbeitsweise der großen Leipziger Widerstandsgruppe von 40 Mitgliedern der linkssozialdemokratischen Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Sie wurde 1935 durch zwei NS-Spitzel, die in die Dresdner sächsische Landesleitung der SAP eingedrungen waren, erkannt. Alle Mitglieder wurden in zwei Prozessen, einem in Dresden, der andere vorm NS-Volksgerichtshof in Berlin zu -teils hohen- Zuchthausstrafen verurteilt. Die Darstellung erfolgt nach den Prozessprotokollen und nach Erinnerungen von Mitgliedern der Widerstandsgruppe. Einige Mitglieder werden eingehender biographisch geschildert. In einem gesonderten Teil wird die viel diskutierte Thematik der seinerzeit und auch nach 1945 kritisierten Gründung [1931] der demokratisch-sozialistischen Partei SAP gegenüber SPD und KPD auf Grundlage von Originaldokumenten neu beurteilt. Ein Exkurs ergänzt kulturelle Voraussetzungen solchen Widerstandsentschlusses, die über politische Bildung der entschlossenen Sozialdemokraten hinausgehen.

Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz, Jahrgang 1935, ist Philosoph an der Humboldt Universität Berlin und Autor. Sein Vater Hans Irrlitz war leitendes Mitglied in der Leipziger SAP Widerstandsgruppe und im Leipziger Rettungswiderstand aktiv.

Manfred Hedlich, Jahrgang 1943, recherchierte das Schicksal seines ihm unbekannten Vaters Herbert Hedlich über 50 Jahre hinweg, dokumentierte dessen Wirken in der Leipziger SAP und erforschte die empirische Grundlage zum Buch über alle Mitglieder der Widerstandsgruppe.

Der Eintritt ist kostenfrei.

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gepostet am: Montag, 24.09.2018, 10:09 Uhr

09.11.2018 – Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Werden auch Sie Pate/ Patin für Stolpersteine in Leipzig am 9. November 2018!

2018. In diesem bedeutsamen Jahr ruft auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 11. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November auf. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Der 80. Jahrestag und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Dafür rufen wir auf, eine Patenschaft für Stolpersteine zu übernehmen und am 9. November, diesem historischen Datum, an die Opfer zu erinnern und Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf der Gedenkveranstaltung „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ des 9. Novembers 2018 finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte/9. November. Hier können Sie sich auch über das Anmeldeformular als Pate/Patin eintragen.

 

 

 

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gepostet am: Mittwoch, 05.09.2018, 12:09 Uhr

„Das christliche Abendland“ – ein Mythos? Christliche Religion und ihr Einfluss auf die [Erinnerungs-]Kultur

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, 26.10.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

In seinem Buch „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende“ zeigt der Philosoph und Historiker Rolf Bergmeier auf, dass die sogenannten „europäischen Werte“ eher auf den arabisch-islamischen als den christlichen Kulturkreis zurückzuführen sind. Bergmeiers Analyse belegt, dass das Mittelalter über Jahrhunderte hinweg nur nördlich der Pyrenäen, im Einflussbereich der christlichen Kirchen, „finster“ war, während im Osmanischen Reich Wissenschaft, Kultur und Handel blühte. Selten zuvor wäre die Rede vom „christlichen Abendland“ mit solch klaren Argumenten ad absurdum geführt. Er zeichnet die Entwicklung des Christentums anhand historischer Fakten nach und belegt, dass die Machtzunahme religiöser Kräfte in der Zeit der Spätantike mit einem zivilisatorischen Rückschritt verbunden war, von dem sich Europa erst in der Zeit der Renaissance, mit der Wiederbelebung der antiken Kultur, erholen konnte.

Rolf Bergmeier (*1940 in Oberhausen) ist Althistoriker, Philosoph und kirchenkritischer Autor. Neben seinem Werk „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende (2014) veröffentlichte er unter anderem die Bücher „Schatten über Europa – Der Untergang der antiken Kultur“ (2012), „Karl der Große – Die Korrektur eines Mythos“ (2016) und „Machtkampf. Die Geburt der Staatskirche: Vom Sieg des Katholizismus und den Folgen für Europa“ (2018).

Der Vortrag wird gemeinsam ausgerichtet mit der gbs Leipzig – Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Die gbs ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, die sich am Leitbild des evolutionären Humanismus orientiert und der sich viele renommierte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angeschlossen haben.

Moderation: Maximilian Steinhaus (Sprecher der gbs Leipzig)“

 

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gepostet am: Dienstag, 28.08.2018, 15:08 Uhr

Kontinuitäten „rechten“ Gedankengutes? Das Beispiel der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und MigrantInnen

Podiumsdiskussion am Freitag, den 14.09.2018 um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus 

Um sich in eine Gesellschaft zu integrieren bedarf es vieler Faktoren. Essentiell dabei ist es, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten zu können und sich dadurch als Teil der Gesellschaft zu fühlen. Dies gilt für alle Mitglieder dieser Gesellschaft. Dennoch wird es auch MigrantInnen erschwert, sich in die Arbeitswelt zu integrieren. Zum Teil liegt die Ursache dafür sicherlich an fehlenden Qualifikationen, aber auch diskriminierende Ressentiments seitens der ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sowie institutionelle Einschränkungen sind dafür verantwortlich.

In dieser Podiumsdiskussion werden die ReferentInnen über Fortschritte bei der Integration von Migranten in Arbeitsverhältnisse (Praktika, Ausbildung und Anstellungen) sowie auch über Blockaden bei der Integration in die Arbeitswelt informieren.

Kristian Milde hat sich während seines Masterstudiums in Global Studies intensiv mit politisch motivierten Migrationsprozessen beschäftigt und erarbeitet momentan ein Forschungsprojekt mit dem Schwerpunkt der Wege von Geflüchteten in den sächsischen Arbeitsmarkt.
Moutaz Zafer
forscht im Rahmen eines Doktorandenstudiums an der TU Dresden bereits in diesem Gebiet mit dem Fokus der Weiterqualifizierung von Migranten in sächsischen Unternehmen.
Rudaba Badakhshi ist Mitarbeiterin im Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig und mit dem Thema im Detail vertraut.
René Jalaß
wird als Mitglied des Sächsischen Landtages die Problemfelder und etwaige Lösungsansätze auf politischer Ebene beisteuern.

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gepostet am: Montag, 27.08.2018, 12:08 Uhr

Tag des offenen Denkmals 2018

Tag des offenen Denkmals im Erich-Zeigner Haus am 09.09.2018

Auch wir öffnen zum Tag des offenen Denkmals wieder unsere Türen und bieten Führungen durch die Wohnräume des ehemaligen Oberbürgermeisters von Leipzig (1945-49) und sächsischen Ministerpräsidenten Erich Zeigner an.

Zu besichtigen sind Arbeitszimmer, Bibliothek und Musikzimmer im Originalzustand mit Originalmöbeln wie Schreibtisch, Bücherschränke und Büchern. Im Musikzimmer steht Zeigners Flügel, der heute noch zu Veranstaltungen bespielt wird. An dem erhaltenen Tisch im Empfangszimmer organisierte Erich-Zeigner den Leipziger Rettungswiderstand und rettete Juden vor der NS-Verfolgung.

Die Führung erfolgt durch alle Räumlichkeiten Erich-Zeigners und des heutigen Vereins, dessen Arbeit im geistigen Erbe Zeigners parallel vorgestellt wird. Optional befindet sich eine Ausstellung von John Heartfields Politischen Fotomontagen gegen das NS-Regime im Ersten Obergeschoss und kann ebenfalls besichtigt werden.Die kostenlosen Führungen am Tag des offenen Denkmals finden stündlich von 11 bis 14 Uhr statt.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/ über die Suchfunktion mit dem Stichwort „Erich-Zeigner-Haus“.

Wir freuen uns auf alle Besucher!

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Brückenfest 2018

Brückenfest 4.0 am 25. August von 14 – 22 Uhr auf der Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park 

Brückenfest – ankommen. platznehmen. mitgestalten.

Demokratie leben, Gesellschaft mitgestalten, das ist die Grundlage für unser Zusammenleben. Mitgestalten ist Auftrag und Chance zugleich. Nur wenn alle gleichgestellt mitgestalten können, ist eine offene, solidarische, respektvolle Gesellschaft möglich. Nur wenn alle erfahren, dass ihre Entscheidungen Einfluss haben, entsteht eine aktive Einwohner*innenschaft, die von gegenseitiger Anerkennung geprägt ist.

Im „Jahr der Demokratie“ in Leipzig wollen wir zeigen, wie Menschen sich einbringen und mitentscheiden können – politisch, kulturell, sozial – für ein mutiges, buntes und vielfältiges Leipzig. Es ist dringender denn je für eine aktive Einwohner*innenschaft einzutreten. Es stehen viele Errungenschaften unserer Demokratie in diesen Zeiten wieder auf dem Spiel. In unserer Gesellschaft gibt es zu viel Ausgrenzung: ökonomisch, sozial, rassistisch, kulturell, allzu oft unsichtbar. Das Fest will Brücken bauen: kulturelle Teilhabe ermöglichen, soziale Sicherheit schaffen, politische Mitgestaltung fördern. Demokratie baut Brücken. Brücken schaffen Zusammenleben.

Zum vierten Mal möchte das Aktionsnetzwerk »Leipzig nimmt Platz« gemeinsam mit der Kulturfabrik Werk 2, dem Netzwerk Integration – Migrant*innen in Leipzig und neuen Partner*innen wie der Moritzbastei und dem Leipzig. Courage zeigen e.V. den Brückenschlag zu all den Menschen, die ausgrenzt werden, üben. Wir haben gemeinsam Platz genommen und uns kennengelernt. Nun wird es Zeit, dass wir gemeinsam unsere Stadt und unser Land gestalten. Wir freuen uns auf eine Börse Leipziger Vereine, eine Straße der Begegnungen, ein interkulturelles Angebot vieler Vereine und Initiativen mit Musik, politischen Botschaften, Infoständen, Gastronomie, Kleinkunst und Spendensammlungen, vor allem aber auf all die Menschen, die gemeinsam Platz nehmen und Brücken bauen.

Auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. wird in diesem Jahr wieder daran teilnehmen. Wir freuen uns auf tolle Gespräche!

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Ausstellungseröffnung „…’vergiß die Fotos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vom 16.8. bis zum 23.8. wird die Ausstellung: „‘…vergiß die Fotos nicht, das ist sehr wichtig…‘ – Die Verfolgung mitteldeutscher Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ im Felsenkeller präsentiert. Die Ausstellung, die wir als Kooperationspartner unterstützen, zeigt anhand einzigartiger Fotos des Rosslauer Fotografen Hanns Weltzel von den Anfängen der Verfolgung, über den Alltag im Dritten Reich bis zur Internierung und Massenmord die Leidensgeschichte mitteldeutscher Sinti und Roma. Die sehr umfangreiche Ausstellungen (50 Tafeln) wird im großen Saal des Felsenkellers gezeigt werden. Zudem soll am 16.8. zur Eröffnung der Ausstellung ein Konzert mit der Berliner Sinti-Swing-Band „Radio Django“ stattfinden. Der Gitarrist Janko Lauenberger ist ein Nachkomme einer der in der Ausstellung betrachteten Sinti-Familien. Die Macherin der Ausstellung Jana Müller aus Dessau wird die Eröffnung begleiten.

Wir laden Sie recht herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen und an der Eröffnungsfeier am 16.08. 20.00 Uhr teilzunehmen.

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gepostet am: Mittwoch, 04.07.2018, 9:07 Uhr

Wie neu ist die Neue Rechte? Lifestyle, Denken und Botschaften in alter Tradition und Neuen Medien

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, 17.08.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

KennerInnen der Nationalsozialismus reiben sich die Augen. Vieles, was im aktuellen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Öffentlichkeit als überraschend neu diskutiert wird, hat seine Wurzeln in der Weimarer Republik, in der Zeit zwischen 1933 bis 1945 oder in der sogenannten „Alten Rechten“. Seien es Strategien, Lifestile oder Inhalte. Es stellt sich also die Frage: Wie neu ist die sogenannte Neue Rechte und warum gibt es überhaupt noch rechtes Gedankengut nach dem Holocaust?

Referentin: Andrea Röpke ist Politologin sowie mehrfach ausgezeichnete Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rechtsextremismus. Zuletzt veröffentlichte sie zusammen mit dem ausgewiesenen Rechtsextremismusexperten Andreas Speit das Buch „Blut und Ehre. Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland“ (2013) sowie die „Jahrbücher rechter Gewalt“ 2017 und 2018.

Der Kulturwissenschaftler Eiko Kühnert moderiert den Vortrag und die anschließende Diskussion.

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