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gepostet am: Dienstag, 03.07.2018, 13:07 Uhr

Gedenktafel für den jüdischen Fußballclub SK Bar Kochba eingeweiht

Am Freitag, den 29. Juni wurde die Gedenktafel in der Elsterstraße 7 eingeweiht

Neben der Ankündigung im Vorfeld der Gedenktafeleinweihung am erschien auch gestern noch ein Artikel in der Leipziger Volkszeitung. Wir sind sehr dankbar, dass durch diese Gedenktafel es uns gelingt, die Erinnerung an den jüdischen Leipziger Fußballclub SK Bar Kochba und vor allem seiner Spieler und Mitglieder zu erhalten. Zudem waren wir sehr froh über den Besuch von Bat-ami und Orly Goldstein, die viele Familienmitglieder im Holocaust in Deutschland und weit darüber hinaus verloren haben. Bat-amis Vater, Hermann Bernhard Rafe spielte bei Bar Kochba in Leipzig selbst als Stürmer, er schaffte es jedoch in Israel zu überleben. Mutter und Tochter waren nun bereits zum zweiten Mal in Leipzig und ließen uns an ihrer Familiengeschichte teilhaben – dafür sind wir sehr dankbar.
An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei all denen, die dieses Projekt tatkräftig und finanziell unterstützten und so zur Realisierung beigetragen haben !

 

 

 

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gepostet am: Freitag, 22.06.2018, 11:06 Uhr

Stolpersteinverlegungen in Leipzig und im Leipziger Umland

Am Mittwoch und am Donnerstag, den 20. und 21. Juni, konnten vier Schülergruppen mit den Verlegungen der Stolpersteine ihre einjährigen Projekte erfolgreich beenden.
In Naunhof verlegten die Schüler*innen des freien Gymnasiums zwei Stolpersteine für Max Moses Ratner und Mosey Witensohn direkt vor dem Naunhofer Rathaus.
In Schkeuditz verlegten die ehemaligen Schüler*innen des Gymnasium Schkeuditz in der Merseburgerstraße Stolpersteine für die dreiköpfige jüdische Familie Engelberg und in der Waldstraße für Osias Krumholz.
In Bad Lausick beendeten die 8- Klässler*innen ihr einjähriges Projekt mit der Verlegung des Stolpersteins für den Zeugen Jehovas Friedrich August Kaubisch, dessen Enkel sogar bei der Verlegung am Mittwoch anwesend waren.
In Leipzig verlegten die Schüler einen Stolperstein für den Sozialdemokraten Walter Heise in Holzhausen. Sogar ehemalige bekannte und Freunde seiner Frau Clara Heise waren bei der Verlegung dabei.
Nach diesen eindrucksvollen Stolpersteinverlegungen und Gedenkminuten wollen wir Danke sagen:
Danke an den Künstler Gunter Demnig, an die Schüler*innen, an die Lehrer*innen und Schulen, an alle Spender*nnen und Redner*innen. Nur durch so viel Unterstützung sind die Verlegungen der Stolpersteine möglich. Und gerade in diesen Zeiten, in denen von Rechts eine 180-Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur gefordert wird, ist es um so wichtiger, dass vor allem junge Menschen sich immer und immer wieder mit der Geschichte auseinandersetzen und derer Gedenken, die ausgelöscht werden sollten.
Habt vielen Dank!

 

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gepostet am: Freitag, 01.06.2018, 14:06 Uhr

Leipziger Erklärung 2018

Die Neue Rechte hat den Weg in das bundesdeutsche Parlament geschafft und gibt damit sämtlichen neonazistischen, rassistischen und antidemokratischen Strömungen Rückenwind. Dies stellt alle, die sich mit der aktuellen Entwicklung nicht abfinden wollen, vor neue Aufgaben – vor allem vor die Aufgabe, in einem breiten gesellschaftlichen Konsens für eine solidarische Gesellschaft den Argumenten der Rechten den Boden zu entziehen.
Als Erstunterzeichnende unterstützen auch wir natürlich dieses Vorhaben, mit Zivilcourage und Solidarität dem entgegenzutreten, was gegen das demokratische Selbstverständnis spricht sowie handelt und begrüßen das Weiterleiten und Mitunterzeichnen! https://platznehmen.de/erklaerung2018/

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gepostet am: Freitag, 04.05.2018, 13:05 Uhr

Die aktuelle Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt! über die aktuelle Macht der Vergangenheit“

Der Flyer für die aktuelle Veranstaltungsreihe „Sich Erinnern ist ein politischer Akt! über die aktuelle Macht der Vergangenheit“ ist fertig ! 

Von April bis Dezember werden monatlich Veranstaltungen stattfinden. Insgesamt soll es in 8 Vorträgen und Podiumsdiskussionen um die Bedeutung von Erinnerungskultur und die daraus resultierende politische Dimension gehen. Björn Höcke forderte u.a. zu Beginn des Jahres 2017 eine „180 Grad-Wende in der deutschen Erinnerungskultur“. In der Reihe soll dies hinterfragt werden und anhand des Geschichtskonzept von Rechts Rückschlüsse auf unser demokratisches sowie erinnerungspolitisches Selbstverständnis geschlossen werden. Hierfür sind hochgradige Referentinnen und Referenten gewonnen, die sowohl Vorträge halten als auch mit dem Publikum ins Gespräch kommen werden.

Dem Flyer können Sie die Termine, Referenten und Inhalte entnehmen.

Sie sind herzlich zu den Veranstaltungen ins Erich-Zeigner-Haus eingeladen.

Der Eintritt ist wie immer frei.

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gepostet am: Donnerstag, 29.03.2018, 11:03 Uhr

Workshop im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Am 22. März gestalteten wir gemeinsam mit der 94. Oberschule Leipzig – Grünau eine Informationsveranstaltung / Workshop zu unseren Stolpersteinprojekten an Schulen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Der schulische Projektleiter des 2017 beendeten Stolpersteinprojektes, Ingolf Thiele, und der Projektleiter und Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V., Henry Lewkowitz, erklärten dem Publikum die Möglichkeiten, die der Verein und die Schule den Schülern bietet, um ein solches Rechercheprojekt durchzuführen. in Form einer Broschüre veröffentlichte er die Ergebnisse dieses einjährigen Projektes.

22.3.18 Geschichte greifbar machen im EZH Leipzig

 

 

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gepostet am: Dienstag, 27.03.2018, 14:03 Uhr

John Heartfields politische Fotocollagen – Was kann Kunst im Widerstand ?!

Was kann eigentlich Kunst im Widerstand ?
Dieser Frage sind Schülerinnen und Schülern des Freien Gymnasiums Naunhof und der Neuen Nikolaischule auf den Grund gegangen. Eine Ausstellung mit den Foto-Collagen John Heartfields, der sich diese Ausdrucksweise als Mittel des Widerstands gegen das NS-Regime zu Eigen machte, war der Auslöser, damit sich auch Schüler_innen der Gegenwart mit künstlerischen Widerstand auseinandersetzen und selbst Collagen erstellen konnten. So wechselte in den letzten Monaten die Ausstellung nach Naunhof und in das Neue Nikolaigymnasium und wurde durch eigene Schülerarbeiten ergänzt. Im Nikolaigymnasium beschäftigte sich zudem unsere Freie Mitarbeiterin Susanne Borschke mit den Schüler_innen mit den theoretischen Grundlagen der politischen Foto-Collagen und John Heartfield. Im Mai kommen die 30 Bilder wieder in das Erich-Zeigner-Haus und können ab dem neuen Schuljahr als Wanderausstellung von Schulen gemietet werden.

Collage

 

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gepostet am: Montag, 12.02.2018, 10:02 Uhr

Wir danken für die breite Unterstützung in der Causa Zeigner !

Seit vergangene Woche bekannt wurde, dass kein Portrait vom Altoberbürgermeister Erich Zeigner in der Galerie demokratischer Oberbürgermeister hängt, erreicht uns eine Welle der Unterstützung für unsere Forderung, Erich Zeigner in die Galerie mit aufzunehmen.

Zeigner..Uns freut insbesondere die Unterstützung aus den politischen Kreisen, die eine besondere Verbindung zu den demokratischen Traditionen in Leipzig haben. Dazu gehört etwa auch der erste Stadtpräsident nach der Friedlichen Revolution und Superintendent i.R. Friedrich Magirius. Auch die Unterstützung aus ganz unterschiedlichen politischen Parteien zeigt, wie breit die Anteilnahme ist. Viele Leserbriefe und Sympathiebekundungen in den sozialen Medien bedeuten für uns zusätzlich, dass die Causa Zeigner einen Nerv der Leipziger Stadtgesellschaft trifft.

Wir möchten uns besonders bei denen Bedanken, die den Weg in die Öffentlichkeit gegangen sind, um den Demokraten Erich Zeigner zu würdigen und sich ausdrücklich auf Zeigners Einsatz für Demokratie, Republik und Kommunale Selbstverwaltung beziehen. Dazu gehören auch Abgeordnete aller Ebenen vom Stadtrat bis zum Europaparlament.

Wir sind sicher, dass in den nächsten Tagen weitere Unterstützer hinzukommen werden.

Wir rufen die Stadt daher erneut dazu auf, mit uns das Gespräch zu suchen und unterstreichen unser Angebot, das einzige Porträt von Walter Tiemann von 1948 für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

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gepostet am: Dienstag, 06.02.2018, 10:02 Uhr

Unser Beitrag zur nicht Aufnahme Zeigners in die OBM-Ausstellung im Leipziger Rathaus

OBM Debatte ZeignerBezug nehmend auf den heute erschienenen Artikel in der Leipziger
Volkszeitung „OBM- Galerie ohne Erich Zeigner. Riesen-Wut aufs Rathaus“
möchte der Vorstand des Erich-Zeigner-Haus e.V. im Namen des Vereins
folgende Erklärung abgeben:
„Das Fehlen von Erich Zeigner in der Ausstellung des Rathauses „aller demokratisch gewählten Leipziger Bürgermeister“ stößt bei uns auf großes Unverständnis. Wir halten dies für nicht nachvollziehbar“, so der Vorsitzende Raimund Grafe.
Erich Zeigner wurde 1946 in freier Abstimmung der Leipziger Stadtverordnetenversammlung gewählt. Aufgrund seiner hohen überparteilichen Anerkennung und seines Rückhalts in der Bevölkerung stimmten auch CDU und LDPD Abgeordnete für ihn. „Der Gemeinderat war seinerseits im Vorfeld frei und mit hoher Wahlbeteiligung der Leipziger Bürgerinnen und Bürger gewählt worden“, so der Geschäftsführer Henry Lewkowitz bekräftigend.
Der Ausschluss Erich Zeigners ist umso schmerzlicher, als Zeigner einer der großen demokratischen Persönlichkeiten Sachsens und ein langjähriger Vorkämpfer für die Demokratie im Deutschland in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts war.
Als Sächsischer Justizminister in der SPD Regierung von Ministerpräsident Wilhelm Buck (1921-23), als Sächsischer Ministerpräsident (1923), im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und beim Wiederaufbau Leipzigs mit einer demokratischen Gemeindeordnung hat sich Erich Zeigner für
die Demokratie in Sachsen große und bleibende Verdienste erworben.
Der Erich-Zeigner-Haus e.V. hält die Aufnahme Erich Zeigners in die Ausstellung
daher für zwingend geboten und ist bereit, der Stadt Leipzig für die Ausstellung
das einzige Portrait Erich Zeigners aus seiner Zeit als OBM von Walter Tiemann
von 1948 zur Verfügung zu stellen.
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gepostet am: Donnerstag, 11.01.2018, 10:01 Uhr

Spendenaufruf für den Stillen Helden Otto Heinze

Liebe Mitstreiterinnen, Liebe Mitstreiter

Das aktuelle „Stille Helden“ – Projekt mit einer Schülergruppe des Immanuel-Kant-Gymnasiums Leipzigs neigt sich langsam dem Ende.
Die Recherchearbeit ist abgeschlossen, die Flyer über dieses Projekt wurden verteilt, die Inschrift für die Gedenktafel ist erstellt und die Schüler haben bereits begonnen erste Spenden für diese Gedenktafel zu sammeln. Nun fehlen den Schülern aber immer noch ein gewisser Teil von Spenden, um eine schöne Gedenktafel für Otto Heinze herzustellen. Dafür bitten die Schüler um Eure/Ihre Hilfe !

Otto Reinhold Heinze ist am 05.07.1894 geboren. Nach der Schule begann er eine Lehre als Bäcker, bis er 1914, wie viele andere junge Männer auch, in den Kriegsdienst für den Ersten Weltkrieg zog. Da er jedoch schon ein Jahr nach Kriegsbeginn an Tuberkulose erkrankte, wurde er aus seinem Dienst wieder entlassen. 1919 heiratete Otto Heinze die junge Hedwig Heinze, geb. Rosenberg. Im Laufe der „Goldenen Zwanziger“ trat Heinze in die KPD ein, was ihn in den Dreißigern bewog, einen Jungen von Genossen bei sich aufzunehmen, da die Eltern des jungen politische Haftstrafen absaßen. Die Gestapo fand aber erst später einen „Handfesten Grund“ um den mehrfachen Familienvater zu inhaftieren, nämlich als sie herausfanden, dass er Brot an russische Zwangsarbeiter verteilte, um so ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Am 12.04.1944 wurde er schließlich wegen „Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung verhaftet und am 11.10.1944 zum Tode verurteilt. Seine Hinrichtung war am 17.11.1944.

Für diesen Mann, der uneigennützig und zivilcouragiert in dunklen Zeiten handelte, möchte die Projektgruppe am 13.04.2018 in der Zschocherschen Straße 21 um 16.30 Uhr eine Gedenktafel anbringen.
Wir bitten nun Euch/Sie, dieses Vorhaben der Schüler_innen mit einer Spende zu unterstützen. Wenn Sie noch mehr Informationen zu den Lebensumständen Otto Heinzes wissen möchten, können Sie hier nachlesen. Vielen Dank für Eure/Ihre Unterstützung.

 

Spendenkonto:

Empfänger: Erich-Zeigner-Haus e.V.
IBAN: 94 860 555 92 11 002 798 96
Verwendungszweck: Gedenktafel Otto Heinze
Für Spendenquittungen bitten wir um entsprechende Adressangabe

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gepostet am: Freitag, 01.12.2017, 12:12 Uhr

8 Stolpersteine für Familie Rosenzweig

24067917_882951918546878_8730035342985796824_nGestern, den 29.11.2017, war der Künstler Gunter Demnig erneut in Leipzig und verlegte an 8 Stellen Stolpersteine für Menschen und Familien, die Opfer der Nationalsozialisten wurden.
Die Projektgruppe des Neuen Nikolaigymnasiums, die der Erich-Zeigner-Haus e.V. seit dem Projektbeginn im August 2016 inhaltlich begleitet, eröffnete den Verlegetag in der Funkenburgstraße 17 – hier wurden 8 Stolpersteine für die insgesamt elf köpfige Familie Rosenzweig verlegt. Anlass für dieses Projekt war eine Kundgebung von LEGIDA am 24.10.2016 als eine Rednerin des fremden-feindlichen Bündnisses verkleidet als Todesengel der verstorbenen Ruchel Rosenzweig gegen Muslime und Flüchtlinge hetzte.
Durch ein kleines kulturelles Rahmenprogramm gestalteten die Schüler die Verlegung mit Musik, Poetry Slam, der Verlesung der Biografie der Familie und anderen Texten.

24131046_882951638546906_2283110071004419299_n Es war eine gelungene und vor allem von vielen Interessierten besuchte Stolpersteinverlegung. Von Seiten des Erich-Zeigner-Haus e.V. möchten wir uns ganz herzlich bei den Schülern bedanken, die so lange, intensiv und unaufhaltsam recherchierten und sich auf die Verlegung vorbereiteten. Des Weiteren bei Gunter Demnig, der durch so viele Straßen, Städte und Länder fährt, um die Erinnerungssteine einzusetzen, damit die Menschen nicht in Vergessenheit geraten. Und wir bedanken uns bei unseren Unterstützern, besonders bei Leipzig nimmt Platz, die dieses und andere Projekte ermöglichen! 

Wenn Sie mehr über den Hintergrund des Projektes und die Familie Rosenzweig erfahren möchten.können Sie hier weiterlesen.

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